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Hundeforum Der Hund
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Rangordnung anfechten

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SpitzenIdee, einen Welpen/Junghund sich knurrend über einen zweijährigen Dackel stellen lassen, welcher sich unterwirft, ihn sich bei anderen auf den Kopf setzen lassen ... Das wird dann der nächste Hund, dem binnen kürzester Zeit alle aus dem Weg gehen - und das ist dann NICHT wegen der Rasse so, sondern weil er einfach ungezogen ist und den meisten anderen Hunden eben binnen kurzer Zeit auch körperlich weit überlegen.

Da haben andere Hunde und deren Halter dann richtig Freude dran, wenn ihr Hund unter 30 Kilo Muskeln begraben wird.

Wegen genau solchem Verhalten geht der AmStaff bei uns im Viertel immer alleine, wenn er in den Park kommt, leinen alle ihre Hunde an und gehen nach Hause. Und die Besitzerin ist kreuzunglücklich darüber. Aber ganz ehrlich: das Verhalten des Hundes ist eine Zumutung für alle anderen, einige wenige souveräne Rüden vielleicht ausgenommen, deren Besitzer aber auch kein Interesse an Kontakt mit dem Rüpel haben (auch wenn der "nur spielen" will, aber er spielt halt auf eine Weise, die mit anderen nicht kompatibel ist).

Ich wuerde schleunigst zusehen, dass Dein Hund lernt, sich zu benehmen und z.B. kleinere Hunde nicht unterzubuttern. Das ist ein absolutes no-go. Und das muss sie jetzt lernen, sonst macht sie die Erfahrung, dass man seinen Frust prima an diesen kleinen Artgenossen auslassen kann, da sie körperlich ja unterlegen sind.

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Lennart =)=)=)

Wieder mal sehr schön geschrieben :kuss:

Ich hätte aus meiner persönlichen Erfahrung eine "Ergänzung" dazu:

Du schreibst,

Ich würde es so handhaben' dass ich ein hochfahrendes Spiel bei Hunden, von denen ich weiß, dass sie sich beeindrucken lassen entweder gar nicht zulassen oder im ersten Ansatz des Hochfahrens abbrechen würde. Daraus lernt der Hund nicht unbedingt etwas für die nächste Hundbegegnung, macht aber auch keine Lernerfahrungen, die nicht gewünscht sind.

Ich finde auch, dass Ersparen unerwünschter Lernerfahrungen ist ein ein probates Mittel zur Verhinderung des Aufnehmens dieses unerwünschten Verhaltens in das Verhaltensreperoire eines Hundes :)

Allerdings habe ich persönlich die Erfahrung gemacht, dass ein Hund durchaus einen Lernerfolg mitnimmt: Das Eingreifen seines Menschen, der ihm damit eindeutig SEINE Regeln und Grenzen klarmacht.

Wie siehst du das?

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Finn war ja auch so ein Ruepel :) und was uns unglaublich geholfen hat war seine Gouvernante!

Caros (wildwolf) Arwen hat ihm bei jeder sich bietenden Gelegenheit klar gemacht, dass das so nicht laeuft! einfach unbezahlbar! er hat dadurch zwar den ein oder anderen Kratzer davongetragen, aber er kann dadurch wenigstens hoeflich sein... auch wenn er sich nicht immer dazu entschliessen mag :D

Wenn du also die Moeglichkeit hast einen souverenen Althund in die Erziehung mit einzubeziehen, dann mach das! ansonsten wuerde ich ihr erstmal auch keine Gelegenheit geben zu lernen, dass sie eklig sein kann... So bloed es klingt: grade mit der Rasse muss man da nochmal besonders drauf achten, sonst hat man ganz schnell keinen Spass mehr auf der Hunderunde...

Helena

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Hi Moni,

ja klar, lernt er was. ;)

Wie bei jeder Erfahrung zieht ein Hund natürlich auch Rückschlüsse aus dem Spielabbruch seines Menschen. Er kann ja gar nicht anders...

Er lernt, dass sein wildes Spiel vom Menschen scheinbar nicht gewünscht ist und wird dies in Zukunft und nach weiteren solcher Abbrüche im Idealfall weniger häufig zeigen.

Er bekommt aber nicht die direkte Antwort seines unmittelbaren Gegenübers und lernt nicht unbedingt etwas, was ihn in der Einschätzung des nächsten Hundes beeinflusst, was ich als "wertvoller" einschätzen würde.

Klar, irgendwie hat man natürlich mit einem Abbruch von menschlicher Seite zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Das Pöbelverhalten verringert sich weil vom Menschen nicht gewünscht, das Einschätzen anderer Hunde wird durch das Zulassen von Begegnungen mit mental ( und körperlich ) starken Hunden geformt.

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Ich wollte jetzt auch nicht dafür plädieren, dass der Mensch immer eingreift und Kommunikation im Keim erstickt.

Grundsätzlich finde ich es gut, wenn Hunde untereinander kommunizieren, das darf dann auch gerne mal eine kräftige Ansage sein.

Absolut Meiden tue ich Beschädigungsverhalten (im Klartext: Beißen!), ein Rumpler, Schnappen, Kneifen ist aber je nach Kontext durchaus im Rahmen des Erlaubten.

Bei Distanzlosigkeit greife ich allerdings ein, egal ob diese von meinen Hunden oder vom anderen Hund gezeigt wird, und zwar dann, wenn der jeweilige Hund dieser Distanzlosigkeit nicht selber Grenzen setzen kann.

Deinen Tipp mit dem "Körpereinsatz" habe ich übrigens letztens zufällig ganz gezielt einsetzen können - hat super gefunzt, sowohl mein eigener als auch der andere Hund waren sichtlich beeindruckt und haben sofort unterbrochen :klatsch:

Edit:

@Cartolina: Deinen Beitrag finde ich super =)

Aber nur um des Verständnisses halber: Hast du das Beispiel mit dem 2-jährigen Dackel jetzt konkret hier irgendwo entnommen oder ist das nur beispielhaft von dir genannt?

Ich weiß das grad nicht...hier sind wieder sooo viiieeele Infos... :redface

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Wir Menschen haben einfach nur vergessen wie viel Ausdruck wir mit Mimik und Gestik haben. Wir legen zu viel Wert auf Worte. Wenn wir dies loslasssen können, kann man absolut wortlos mit seinem Hund kommunizieren. Und das zu erleben ist in meinen Augen ein wunderschönes Gefühl :)

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Originalbeitrag

Aja es soll hier ja nicht hauptsächlich um meine Kröte gehen ;) sondern einfach ne allgemeine Frage wie hier so damit umgegangen wird .. :)

Allgemein mögen sich die beiden - sie spielen richtig toll miteinander, sie begrüßens ich jedes mal freudigst.

Pepples ist jetzt 17 Wochen alt - jaa ich weiß vom Flegelalter noch "weit" weg aber es kommen nach und nach immer mal so "schübe" wo sie sich wirklich austestet. Sie versucht def. ihre Dominanz zu demonstrieren - einer Dackeldame mit 2 Jahren hat sie schon erfolgreich dazu gebracht das die ihr gegenüber Demutsverhalten zeigt (nicht bösartig oder mit irgend ner rauferei - Pepples hat sich knurrend auf die drauf gestellt und die Dackeldame hat dann sofort Demutsverhalten ihr gegenüber gezeigt und sie beschwichtigt)

Beim Spanky wars heute auch so das sie's versucht hätte - der gute hat das ganze einfach ignoriert und sie darauf hin sofort wider beschwichtigt.. wie gesagt Krass zu gehts bei uns (noch) nicht - ansonsten würd ich dazwischen gehen.

Hier steht das mit der Dackelhuendin ... Finde ich inakzeptables Verhalten bei einem 17 Wochen alten Hund

Edith: finde ich inakzeptabel bei jedem Hund, der groesser als der Dackel ist.

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Vuk: :klatsch:

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Erst einmal muss ich das mit dem Dackelmädchen aufklären - ja pepples hat sich drüber gestellt und sie angeknurrt, die dackeldame hat aber sofort in zuge dessen demutsverhalten gezeigt und ich habe pepples da sofort raus geholt und sie gemaßregelt. Das war nur ein sehr , sehr guten Beispiel für das was ich meine! ;)

Zu den Hormonhaushalt - speziell bei Pepples kann des natürlich zz. Wirklich der Fall sein weil man durch den auch an der Rute die violsche Drüse sehr gut sieht ;)

Generell lass ich Pepples mit jedem Hund zusammen den wir treffen - wenn die anderen Besitzer einverstanden sind. Ich weise mittlerweile auch von vornherein darauf hin das die sehr sehr frech ist. Wenn ich bemerke das sie zu weit geht nehm ich sie auch sofort weg , es sei denn ich weiß das der andere Hund da einfach soverän ist und sie selbst in die Schranken weisen kann ( nur bei Hunden die ich kenne oder wenn man merkt das sie schon bei den ersten übertreibungen vom anderen Hund suverän in die schranken gewiesen wird) , ich nehm sie aber auch zur seite und biete ihr schutz wenn der andere Hund zu ruppig wird oder sie gar 'mobbt'(hatten wir ungewollt auch schon, seit dem zwischenfall hat sie angefangen so aufzudrehen, um das ungewollt zu erklären - der Hund stand plötzlich ohne HH vor uns und ich wollte sie mit dem nicht spielen lassen und als der HH dazu kam wollte dieser unbedingt auf biegen und brechen das die beiden spielen obwohl ich dagegen war)

Ich denke ganz klar das wir generell mit Pepples gerade jetzt in der Zeit sind wo wir darauf achten müssen. Wie schon hier geschrieben versuch ich so viele HH die ich kenne mit souveränen Hunden zu treffen (die meisten wohnen in Nachbarorten deshalb treffen wir diese leider nicht regelmäßig), ich seh das zwar schon so das es meine Aufgabe ist sie da wirklich zu maßregeln, dennoch würd Pepples aus mehreren Grüden nicht schlecht tun wenn sie die Erfahrung auch bei anderen Hunden macht.

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Bitte auch beachten:

Es ist nicht nur so, dass der bestehende Hormonhaushalt das Verhalten beeinflusst, sondern er WIRD auch durch Lernerfahrungen beeinflusst.

So steigt z. b. der Testosteronspiegel nach "gewonnenen" Begegnungen an und erhöht sich auch dauerhaft, wenn das öfter passiert.

Andersherum ist es ebenso.

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