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Hundeforum Der Hund
SarahN

Ich brauche Beagle-Hilfe!

Empfohlene Beiträge

Ich kümmer mich gerade um einen 10 Monate alten Beagle, der einer Familie gehört, die ihn sich aus all den falschen Gründen angeschafft haben. Bisher lief alles recht gut, wenn der Dickkopf und die Unaufmerksamkeit mich manchmal auch fast zur Verzweiflung treiben. Nuja, jetzt haben wir angefangen ohne Leine zu laufen, was auch gut geht da er fast keinen Jagdtrieb hat und wir viel verstecken spielen und so. Ich versuch ihm viel Bewegung zu geben, dass heißt wir gehen meistens so um die drei Stunden und zwar zügig bis joggen. Er scheint nie müde zu werden und das mit den kurzen Beinchen.

Nuja, heute hat er mich dann stehen lassen. Und zwar als wir nach drei Stunden wieder am Auto waren. Ich war nicht mehr ganz frisch und er war auch recht ruhig, aber heim wollte er anscheinend nicht. Ich hab noch kurz was verräumt und er hat sich noch ein bisschen umgeschaut und dann hat er sich auf den Weg gemacht. Ich hab mir erst nix dabei gedacht, weil ich ihn wenn wir unterwegs sind auch wieder zurück rufen kann und er wieder kommt, wenn ich ich mich versteck und nach mir schaut. Nicht so dort! Auf und davon, ohne sich umzuschauen auf einem Weg, den wir noch nie davor gegangen sind. Ich hab ihn verfolgt, aber ich hätte ihn nie wieder bekommen, wenn nicht zwei Madels mit einem Hund auf dem Weg gewesen wären (1,5 km vom Auto wohlgemerkt), wo er kurz mit dem Hund spielen wollte und ich hab ihnen zugerufen, dass sie auf die Leine treten sollen.

Was mach ich jetzt? Er ist eigentlich ein eher unsicherer Hund, hat Angst vor Fremden und ich hätte nie gedacht, dass er einfach abhaut. Und nein, er ist keiner Wildspur gefolgt, sondern er wollte abhauen. Das war ziemlich klar. Irgendwelche Tipps wie man das in den Griff bekommt? Irgendwie bin ich ziemlich frustriert...

Sarah

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Guten Morgen,

ich würde ihn erst mal an die Schleppleine legen, da merkst du wenn er wieder gehen will aber kommt dennoch an ihn dran.

Das ist so meine Idee dazu.

Ach so, herzlich Willkommen hier im Forum :winken:

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10 Monate alt und 3 Stunden spazierengehen??? Irre!

Ansonsten ... Schleppleine dran und keine Experimente ohne Trainer. Hier muss man genau gucken was los war...

Ach so, noch ne Erklärung : die ersten 18 Lebensmonate ca. 5 Minuten pro Lebensmonat laufen, nicht mehr! Mit 3 Stunden ist das viel zu lange!

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Ich schließe mich meinen Vorrednern so halb an ;)

Ich würde auch nicht mehr ohne Leine laufen und explizit Rückruftraining üben - erstmal im Garten, denn jetzt mit 10 Monaten entwickelt der Beagle so langsam seine viel gerühmte, charakterliche Eigenständigkeit ;)

Vielleicht habt Ihr ja eine Hundeschule in der Nähe, einen Hundeverein, einen Trainer , einen Hundeplatz :)

Ich kenne mittlerweile Beaglehalterinnen - die nur noch draußen füttern, aus dem Dummy , während des Spazierens, weil sie so ein entspanntes Tier haben - und selbst entspannt sind ;) Gibt also einige Möglichkeiten.

Ach so, zu den langen Spaziergängen: da scheidet sich meine Meinung - diese 5 - Minuten - Regel ist für mich zumindest aus eigener Erfahrung Quatsch.

Natürlich sollte man gucken, den Welpen / Junghund nicht überbelasten, völlig klar!

Aber untertreiben sollte man auch nicht ;) Wenn Ihr also Spaziergänge macht - vielleicht reduziert Ihr schonmal runter, denn solange ist es wirklich unnötig :)

Weniger gehen oder laufen - dafür ein wenig mehr Kopfarbeit, der Beagle ist doch prädestiniert für Kopfarbeit - und vor Allem - Nasenarbeit :)

Mantrailing - ZOS, wenn solche Dinge bei Euch in der Nähe angeboten werden - hin mit Euch und dem Hund :)

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Das Schöne am Beagle ist: der langweilt sich nie.

Und oft amüsiert er sich auf des Menschen Kosten :zunge:

Ich würde diesen Hund so schnell nicht mehr ableinen - der weiß jetzt, dass er schneller ist als du. Rückruf trainieren auf geschlossenem Gelände mit viel Freude, Lob und Lecker, wie bei jedem anderen Hund. Belohnung überdenken: Womit kann man deinem Beaglechen richtig starke Glücksgefühle bescheren? Egal was es ist: DAS sollte deine neue Rückruf-Belohnung werden.

Drei Stunden laufen sind sehr viel, das würde ich nicht regelmäßig bieten. Der Hund will sonst mehr und mehr und immer mehr. "Müde" bekommst du einen jungen Hund ohnehin nicht und einen Beagle erst recht nicht.

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Hi alle,

vielen Dank für die schnellen Antworten!

Also, Problem 1 ist vermutlich, er ist nicht mein Hund und er wohnt auch nicht bei mir. Die Familie hatte einen Trainer im Haus und der meinte vier Stunden am Tag, weil er total durchgedreht war und ziemlich randaliert hat.

Schleppleine, ja! Ich wollte auch eine kaufen und war in einem Laden, die keine hatten. Keine Ahnung, ob das hier nicht so üblich ist (bin in Canada). Aber ich schaue mich auf jeden Fall nochmal um!

Dann, ich bin ziemlich ratlos wie ich ihn motivieren kann um ehrlich zu sein, das Einzige das er toll findet ist Bewegung. Er spielt nicht mit Stöckchen oder Spielzeug und er nimmt nur manchmal 'treats'. Er kommt am aller liebsten, wenn ich vor ihm weglaufe oder mich verstecke. Also, in allen anderen Fällen als heute :Oo.

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willkommen im Beagle-Land :winken:

Aportieren ist wenig Beaglen in die Wiege gelegt, den meisten muss man das beibringen und in Stöckchen oder Bällchen holen sehen sie keinen Sinn ;)

Dann finde ich die Gassidauer viel zu lange. Über Bewegung bekommst du ihn sowieso nicht ausgelastet, im Gegenteil, bei so viel Strecke baut er nur noch mehr Kondition auf. Sinnvoller wären Beschäftigungen die den Kopf auslasten zB Dummysuche ZOS Mantrailing Fährten Leckerlie suchen Tricks

Auch würd ich ihn sofort an eine Schleppleine packen denn mit 10 Monaten kann es gut sein das sich da noch so einiges an Jagdtrieb entwickelt.

Wenn es bei euch keine Schleppleinen gibt, bestell entweder im Ausland oder hol dir im Baumarkt dickes Wäscheleinenseil mit Kunststoffmantel oder Nylonband in der gewünschten Länge und knote einen Karabiner dran :)

Beagles ticken generell ein bisschen anders als viele andere Hunde. So wie du schreibst ist es ein Rüde dh er kommt auch die nächste Zeit in die Pubertät. Bei unserem Rüden war das mehr als anstrengend :D:D aber da heißt es durchhalten, auch das geht vorbei :)

Wenn er Trockenfutter bekommt kannst du ihm einen guten Teil draußen verdienen lassen. Gut geht auch Hetzangeltraining, da muss man sich aber einlesen um das richtig anzupacken.

Ansonsten würd ich mich über ein Foto vom Beaglechen freuen? :winken:

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Tausend Dank für all die guten Hinweise. Ich werde wohl in nächster Zeit mehr in Park als auf den Trails verbringen :) . Also, ein kleines Bildchen...

post-33918-1406420567,31_thumb.jpg

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:sensation hach ich bin diesen Schlappohren einfach mit allem verfallen :D

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Originalbeitrag

Ach so, zu den langen Spaziergängen: da scheidet sich meine Meinung - diese 5 - Minuten - Regel ist für mich zumindest aus eigener Erfahrung Quatsch.

Natürlich sollte man gucken, den Welpen / Junghund nicht überbelasten, völlig klar!

Hallo Joss,

es ist sicherlich Quatsch, sich sklavisch an die 5 min Regel zu halten, da stimme ich Dir zu.

Aber als Richtwert finde ich es sehr sinnvoll.

Wenn man einen 10 Monate alten Hund schon 3 Stunden entertaint, was macht man dann, wenn das Tier 3 Jahre alt ist? 5 h? 6h? Man züchtet sich einen "Langstreckenläufer" heran, dem man dann auch immer gerecht werden muß.

Ganz zu schweigen, dass auch ein (relativ kleiner) Beagle noch nicht ausgewachsen ist und somit grenzenlos überlastet wird.

Ein Trainer, der 4 Stunden empfiehlt, hat sie (meiner Meinung nach) nicht alle am Kronleuchter - weder für erwachsene Hunde, erst recht nicht für Junghunde.

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