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Eine kleine persönliche Erinnerung, an einen verstorbenen Freund

1.Mai 2010 – 27.01.2013

 

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Ich weiß es noch, als wäre es gestern gewesen. Es war ein wunderschöner Samstag morgen, meine Mutter sah in den Anzeigen der Zeitung und zeigte mir eine davon. „Katzenbabys zu verschenken“.

Ich war hellauf begeistert, hatte ich mir doch immer eine Katze gewünscht… oder eher ein größeres Haustier, abseits vom Wellensittich. Mit dem Hund hat es damals vernünftigerweise nicht geklappt, und meine Mutter wollte mir wohl damit ein bisschen den Kummer nehmen.

Der kleinen schwarzen Kater, den wir damals abholten, sollte mein bester Freund werden und teilweise doch eher die Verhaltensweisen eines Hundes zeigen. Die erste Nacht, in der ich unbedingt bei meiner Mutter im Wohnzimmer schlafen wollte, weil da das kleine Käterchen war, verlief zunächst unauffällig. Nur ab und zu rascheln, ließ mich einschlafen. Der Morgen hingegen war deutlich interessanter, irgendetwas warmes war an meinem Hals, und als ich die Augen aufschlug, hatte ich einen kleinen Pelzschal, der es sich auf mir gemütlich gemacht hatte. Das war unglaublich süß. Er hatte zu dem Zeitpunkt noch immer keinen Namen. Doch an diesem morgen erhielt er den Namen „Shadow“… und das war wohl der passendste Name, den man dem Katerchen geben konnte.

 

Ich war kein Kind mit vielen Freunden, umso schöner war es, dass Shadow von nun an immer in meiner Nähe war, wenn ich zuhause war. Er sprang auf meinen Schoß, wenn ich am Rechner saß, lag hinter mir über der Sofalehne, wenn wir fern sahen, und saß vor der Tür und maunzte mich an, wenn ich von der Schule nach Hause kam. Meine Mutter hatte mir erzählt, dass er immer pünktlich dort saß, als könne er Uhr lesen.

 

Shadow schloss eine Lücke, die sich ein Jahr vorher aufgetan hatte, als mein Halbbruder gestorben war. Shadow schaffte es, dass ich mich nicht mehr alleine oder schwach fühlte. Und er war auch da, als sich die schlimmsten Zeiten meines Lebens auftaten, sprang meine Mutter mit ausgefahrenen Krallen an, wenn diese wieder in sinnlose alkoholausgelöste Wutanfälle verfiel. Er brachte mir Mut bei indem er das tat, und war schlussendlich auch der Grund warum ich den Entschluss fassen konnte, von Zuhause zu verschwinden. Später holte ich ihn nach. Er hatte dadurch eigentlich echt viele Umzüge mitgemacht.

 

Bei dem in meine Pflegefamilie aber, hatte er es geschafft sich aus seiner Box zu befreien und aus dem Auto zu hüpfen. Ein Hauskater, der nie zuvor draußen gewesen war. Mitten in der Nacht, der Tag an dem ich auch Geburtstag hatte, wurde er aber wiedergefunden. Ich war so unglaublich froh. Bei der Tierärztin dort im Ort, erfuhr ich auch, das Shadow vermutlich ein Mix aus Hauskatze und Thai-Katze war, darauf wies seine Kopfform und seine Art hin.

 

Leider durfte er nur ein paar Monate dort sein, da meine Pflegemutter Angst um die kleinen Kinder hatte, da er doch ein… bisschen riesig war. Die Familie meines Freundes, mit dem ich zu dem Zeitpunkt erst ein Jahr zusammen war )inzwischen sind es 7 😊), nahm ihn aber zum Glück auf. Da konnte ich ihn auch jeden Tag besuchen, weil er dadurch sehr nah an meiner Schule wohnte, in die ich ging. Das war, mit draußen Gang, die schönste und unbeschwerteste Zeit die er hatte.

 

Leider nicht sehr lang… Der schwarze Kater pinkelte eines Tages, als ich in die Wohnung kam in die leere weiße Wäschewanne. Blutrot. Wir sind sofort zum Tierarzt, leider kein besonders guter, der uns nur anderes Futter verschrieb und von Strutiv steinen redete ohne überhaupt eine Urinprobe oder ähnliches auszuwerten. Ich wusste es damals leider nicht besser. Eine Woche später ist er dann für immer gegangen und ist nicht einmal drei Jahre alt geworden.

 

Shadow blieb mir bis heute als brüderlicher, treuer Freund in Erinnerung, der mir, oft aus der Scheiße geholfen hat, und mich auf den Weg gebracht hat, den ich heute gehe.

Seinen Platz durfte einige Monate später ein anderer Kater einnehmen, der an einer Autobahnraststätte ausgesetzt wurde. Der eine Woche später nach Einzug auch Blut pinkelte, der aber bei einem vernünftigen Tierarzt seine Blasenentzündung überleben durfte. Gizmo war das komplette Gegenteil von Shadow und ein sehr ängstlicher Kandidat. Er vertraute uns jedoch schnell und konnte ein kuscheliges Katerdasein führen.

 2017 wurde er dann leider von einem Auto überfahren.

 

Einen Kater wird es im neuem Haus auch geben. Aber ich warte bis Shadow seine Auswahl vermeldet. Aber so viel wie mit ihm, werde ich mit keinem anderem erleben, darum ist die Erinnerung an ihn eine sehr besondere. Ich vermisse ihn bis heute sehr.

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@Shyruka, ich musste deinen Post dann doch mit "Gefällt mir" markieren, denn dieses kleine Herz drückt am ehesten aus, was ich beim Lesen deines Textes verspürt habe: Die Liebe, die aus deinen Erinnerungen spricht, hat mich wirklich gerührt. Danke, dass du Shadows und deine Geschichte mit uns geteilt hast!

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