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Hundeforum Der Hund
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Gibt es natürliches Meuteverhalten?

Empfohlene Beiträge

Zunächst einmal zu den Begriffen:

Rudel: Feststehender, dauerhaft angelegter "Familienverband", bei dem die Beziehungen zwischen den einzelnen Rudelmitgliedern feststehen. Interaktive Kommunikation und das Verhalten der einzelnen Rudelmitglieder laufen nach bewährten Regeln ab und sind vorhersehbar, Änderungen in der Struktur sind möglich (z. B. durch Welpen, die als Junghunde und später als erwachsene Hunde Änderungen in der Rudelstruktur bewirken), sind aber eher die Ausnahme.

Meute: Willkürlicher, zeitlich befristeter Hundeverband, bei dem die Beziehungen der Meutemitglieder nur oberflächlich feststehen. Eine Meute ist deutlich mehr Änderungen unterworfen als ein Rudel, die Verhaltensregeln werden von viel mehr äußeren Einflüssen bestimmt als in einem Rudel.

Typisches Beispiel für Meuten sind z. B. die Treffen auf einer Hundewiese.

Während ein Rudelverhalten genetisch in unseren Hunden veranlagt ist, stelle ich mir nun schon seit geraumer Zeit die Frage, ob diese genetische Veranlagung auch für ein Meuteverhalten gegeben ist ...

... und bin zu dem Ergebnis gekommen: NEIN!

Aus meiner Sicht ist Meute eine dem Hund von uns Menschen aufgedrängte Lebenssituation, die in keinster Weise in seinen natürlichen Anlagen verankert ist.

Begründung: Ein fester Rudelverband sichert das Überleben eines jeden Rudelmitgliedes, egal an welcher "Position" der Rudelstruktur sich das einzelne Mitglied befindet. Aufgaben innerhalb eines Rudels werden nach dem Gesichtspunkt verteilt: Wie dient das einzelne Rudelmitglied am Besten der Sicherung des Überlebens des gesamten Rudels?

Einer Meute fehlt diese Rudelstruktur, weshalb es zu viel zu vielen unvorhersehbaren Interaktionen kommt, die wiederum zu weiteren Interaktionen weiterer Meutemitglieder führen...

Das ist kein artgerechtes Verhalten.

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(bearbeitet)

Kleines OT, bevor ich durchlese: Moni, Du hast PN ;)

So, hab Deinen Beitrag durchgelesen - interessanter Gedanke - den ich so in der Form noch nicht gedacht habe.

Es klingt allerdings schon logisch, dass eine Meute herbeigeführt wird - ABER, denke ich jetzt zum Beispiel an die Jagdveranstaltungen von ganz früher - dann hatte eine Person ein Rudel - aber andere Personen schlossen sich an mit ihrem Rudel - sodass es also zu einer Meute wurde - eventuell ist also die Meute schon irgendwie antrainiert - bei Jagdhunden allerdings dann eher :think:

Habe da die Fuchsjagden zu Pferd im Kopf übrigens, als kleine Erklärung.

Ich bin ja recht häufig und gerade vor Kurzem das erste Mal seit Langem wieder ;) mit den beiden Schweizer Schäfis und den beiden BC - Damen gemeinsam mit Joss spazieren gegangen - was ja dementsprechend eben wohl eher einer Meute als einem Rudel entspricht - oder, ist es doch ein sporadisches Rudel, weil Joss und die beiden BC - Damen ja schon miteinander aufgewachsen sind, also Joss mit den Beiden - und auch mit den beiden Weißen?

Andererseits: wir sind hier eine sehr, wirklich sehr hundereiche Gegend - auch ohne Vereinbarungen trifft man hier zu bestimmten Zeiten auf viele Hunde, es gibt fast nie Probleme. Diejenigen, die eher unverträgliche Hunde haben, laufen auch eher abseits oder mit ihrem Hund an der Leine, also hier in dieser Gegend bei mir ist es ein Hundeparadies, ehrlich :)

Irgendwie habe ich jetzt das Gefühl, ich hätte was vergessen :???

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Typisches Beispiel für Meuten sind z. B. die Treffen auf einer Hundewiese.

Nein. Das ist eben keine Meute.

stelle ich mir nun schon seit geraumer Zeit die Frage, ob diese genetische Veranlagung auch für ein Meuteverhalten gegeben ist ...

Ja, absolut!

Deine Vorstellung von Meuteverbänden sind nicht korrekt.

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Originalbeitrag

Einer Meute fehlt diese Rudelstruktur, weshalb es zu viel zu vielen unvorhersehbaren Interaktionen kommt, die wiederum zu weiteren Interaktionen weiterer Meutemitglieder führen...

Das ist kein artgerechtes Verhalten.

Ich glaube, ich verstehe nicht worauf die hinaus willst. Was ist "nicht artgerecht"? Dass sich Hunde auf einer Wiese zeitlich begrenzt arrangieren? Wieso ist das nicht artgerecht - SIE sind es doch, die sich arrangieren.

Dazu gehört natürlich auch, sich mal richtig zu zoffen, wenn es nicht passt, aber ebenso gehören all die Mechanismen zur Konfliktbeseitigung dazu: übermäßiges "Spielen", sich abwenden, sich ignorieren, und eben auch sich zanken.

Nicht verwechseln, ich bin der Meinung man sollte nicht wahllos Hunde auf eine Wiese stellen und sagen "nun spielt mal schön" - das ist großer Mist. Aber das bedeutet nicht, dass all die Formen der Konfliktbewältigung oder eben auch Verständigung NICHT artegerecht sind - sie sind es sehr wohl.

Nicht fair, wenn man die Hunde dazu zwingt, aber alles was daraus resultiert ist dann eben das art-eigene Ergebnis.

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Deine Vorstellung von Meuteverbänden sind nicht korrekt.

Und wie wären sie richtig?

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Erstens sind Hunde keine Wölfe und haben sich auch in den Dingen in den Tausenden Jahren entwickelt.

Und zweitens sehe ich es ja an meinem Rüden das es eben doch geht und ihm sogar sehr gut tut.

Er brauch das mit anderen Hunden zu renne, spielen, raufen.

Unsere mädels haben dazu kein Bock und er fordert jeden tag schon Fly auf, die aber nur genervt ist.

Wir holen sogar jetzt jeden 2. samstag die Julie (urlaubshündin) ab, weil die beiden so gut hamonieren und der Dicke richtig gas gibt.

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Eine Meute ist ein zielorientierter Verband, der sich zu einem übergeordneten Zweck zusammenfügt (ja, oft auch zeitl. begrenzt) und dessen Mitglieder zu gunsten dieses übergeordneten Ziels, bereit sind, sich in ihrer Individualität beschneiden zu lassen.

Wer sich nicht genügend einfügen kann (warum auch immer) wird aussortiert, weil der Kern dieses Meuteverbandes Individualisten nicht dulden kann, denn sie gefährden die Erfüllung des Ziels.

In Jagdhundemeuten sieht man dies sehr gut.

Auch kommt es hier gerade NICHT zu besonders vielen "unvorhergesehenen Interaktionen" (oder wesentlich seltener), da diese Verbände sehr strukturiert sind. Von den ausgemusterten Individualisten abgesehen, herrschen hier in der Regel kaum echte Beschädigungskämpfe, denn alles was den inneren Frieden, die Arbeit stört, wurde bereits ausgesondert.

Hunde, die sich auf einer Wiese treffen, haben damit einfach nichts zu tun.

Hoffe ich konnte meinen Standpunkt klar machen.

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wenn ich das alles hier so lese,kann ich nur sagen,wenn mein Hund diese schöne Treff,s mit andern

Artgenossen nicht hätte,dann wäre das ein sch...Hundeleben.es gibt für unsere Vierbeiner doch nicht Schöneres als untereinander zu kommunizieren.Ich erlebe das hier in unserem Wald jeden Tag.Und ich denke jeder HH ist so vernünftig daß er seinen Hund kennt und nur dann läßt wenn er

friedlich ist,ich zB.habe noch nie schlechte Efahrung gemacht und hoffe,daß das so bleibt. :kaffee:

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Also, ich halte Kontakt zu Artgenossen fuer natuerlich, und wenn es eben kein Hunderudel zu Hause gibt, dann eben Kumpel auf der Hundewiese oder dem Spaziergang!

Ich bin ein soziales Wesen und quatsche auch gerne mit anderen Hundehaltern auf der Wiese (mir egal, ob andere das unmöglich finden), fuer verbalen Meinungsaustausch ist mein Hund ungeeignet. Mein Hund rennt, buddelt, schnueffelt, waelzt sich, legt sich in Pfützen - dabei hat er gerne huendische Gesellschaft, ich bin da eher mäßig geeignet. Und ich liebe es, wenn der Hund mich einfach mal vergisst und mit seinen Kumpels HUND ist, ich sehe dabei gerne zu und habe das Gefuehl, dass der Hund danach happy ist und gerne mit mir heim geht.

Meine Hunde haben bis in's hohe Alter im Rudel gelebt und selbst die Alten, die scheinbar ihrer Wege gingen, haben bis zum letzten Tag noch ihre fünf Minuten bekommen, in denen sie gespielt haben. (Mein Collie-Mix hat mit 16,5 Jahren am Tag, als er (nachmittags) gestorben ist, vormittags noch mit 2 Junghunden "getobt", ist mit ihnen um's Haus gerannt - sie halt dreimal, er in der gleichen Zeit nur 1,5 mal, aber egal).

Nun habe ich kein Hunde-Rudel mehr, aber mein Hund wird immer Kontaktmoeglichkeiten haben. Wenn er nicht mag, nun denn, muss ja nicht spielen oder toben. Aber kommunizieren muss er, weil wir Artgenossen begegnen.

Wenn ein Tier seine Artgenossen nicht mag / braucht, wie viele sagen, dann ist vielleicht irgendwas nicht richtig geprägt ... denn die Natur sieht eigentlich Reproduktion vor, und allein dafuer ist es nunmal notwendig, mit Artgenossen zu kommunizieren. Die Natur plant eigentlich nicht mit Individuen, die lieber alleine bleiben. Schon gar nicht beim Rudeltier Wolf / Hund.

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Originalbeitrag

Zunächst einmal zu den Begriffen:

Rudel: Feststehender, dauerhaft angelegter "Familienverband", bei dem die Beziehungen zwischen den einzelnen Rudelmitgliedern feststehen. Interaktive Kommunikation und das Verhalten der einzelnen Rudelmitglieder laufen nach bewährten Regeln ab und sind vorhersehbar, Änderungen in der Struktur sind möglich (z. B. durch Welpen, die als Junghunde und später als erwachsene Hunde Änderungen in der Rudelstruktur bewirken), sind aber eher die Ausnahme.

Meute: Willkürlicher, zeitlich befristeter Hundeverband, bei dem die Beziehungen der Meutemitglieder nur oberflächlich feststehen. Eine Meute ist deutlich mehr Änderungen unterworfen als ein Rudel, die Verhaltensregeln werden von viel mehr äußeren Einflüssen bestimmt als in einem Rudel.

Mmmmhhhhh bei deiner Aussage stelle ich mir gerade die Frage, was ich hier zu Hause habe ... Meute oder Rudel?

Wenn ich die Aussage oben so lese, besteht ein Rudel aus Tieren, die sich zusammengeschlossen haben - sozusagen gefunden haben.

Das ist hier zu Hause aber nicht der Fall, denn die Hunde haben wir Menschen uns ja ausgesucht, nicht unsere Hunde!

Also halte ich eine Meute hier oder? Obwohl du schreibst, dass eine Meute ein Verband von Tieren ist der sich auf einer Hundewiese trifft.

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