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Hundeforum Der Hund
Cheria

Aggressiver Hund wegen offenem Tor alleine unterwegs, hat meinen Hund gebissen.

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Hallo erstmal, ich bin ein neuer User und noch im jungen Alter, d.h. 16 Jahre.

Ich bitte Euch, die Community meinen Fall zu lesen und mir meine Frage(n) zu beantworten.

Gestern Mittag, ca. 14 Uhr, ging ich wie gewohnt mit meinem Hund raus. Davor holte ich meine Nachbarin ab, da wir immer zusammen spazieren (Sie hat keinen Hund). Wir wollten wie gewohnt gleich auf den Feldweg, jedoch ging da ein kleiner Rüde vorbei, weshalb ich kurz umkehrte um zu warten bis dieser vorbei läuft. Ich hab ebenfalls einen Rüden (Ben, 3 Jahre, Australien Shepert, 34kg).

Beim umdrehen lief uns auf einmal ein Nachbarshund entgegen. Dieser war ohne Aufsicht vor seinem Zaun, die Gartentür stand offen. Ein aggressiver Rüde, drei Mal so groß wie mein eigener Hund, Amarican Akita, wenn ich mich nicht täusche. Der Hund hat meinen Benni bereits auf dem Kicker, bereits als Welpe wurde er von ihm angegriffen. Jedoch damals bleib nur ein psychischer Schock als Folge. Er verbiss sich in seiner linken Achsel und schwang seinen Kopf so umher, als ob er meinem armen Benni den Arm ausreißen will.

Ich fing an um Hilfe zu schreien, meine Nachbarin rannte zu dem Besitzerhaus, welches nur ein paar Meter entfernt war. Zwei Nachbarn konnten alles sehen, und da ich panisch um Hilfe schrie rannten auch noch andere Nachbarn zur Hilfe. Es vergingen mindestens fünf Minuten bis die Besitzerin aus dem Haus getorkelt ist. Ohne sich keines wegs zu beeilen, holte sie ein Halsband, da man den Hund nicht halten konnte ohne Hilfsmittel.

Mein Hund schrie vor Schmerzen und blutete, ich wurde panisch und mir wurde schwindlig.

Die Besitzerin schaffte es nach paar Minuten ihren Köter dazuzubringen Luft zu schnappen und ich konnte Benni aus seinen Fängen befreien.

Ich schaffte es meinen Hund nach Hause zu bekommen, legte eine Decke auf ihn und holte meine Eltern. Nach einer Fahrt von 10 Minuten kamen wir im Tierklinikum an. Nach der Untersuchung wurde einiges festgestellt:

Der Biss ging bis zum Knochen, Muskeln sind durchtrennt(oder beschädigt, ich erfuhr alles durch meine Eltern, die Ärtzin benutzte auch viele Fachbegriffe, weshalb die Diagnose doch ein wenig unverständlich war).

Benni muss mindestens eine Woche dort behalten werden. Momentan liegt alles im grünen Bereich, jedoch könnte es auch Folgen geben, wie Humpeln, komplettes Versagen des Beins.

Ich bete dafür, dass mein Hund wieder so rumtollen kann wie sonst auch, ich liebe ihn wie ein Familienmitglied. Besser gesagt, er IST ein unersetzliches Familienmitglied.

Ich selber stehe unter Schock, bin auf Beruhigungsmittel, da ich sonst unter Schüttelanfällen und Ohnmacht leide, ich bekam auch Fieber und Magenkrämpfe. Die ganze Nacht war ich von Schlaflosigkeit geplagt. Ich bin eben sehr empfindlich, leider. Heute auf dem Weg zur Haltestelle hab ich den Hund wieder gesehen und bin weinend zusammengebrochen.

Meine Frage ist nun, wie sieht die rechtliche Lage aus.

Ich möchte diesen aggressiven Hund nicht mehr ohne Maulkorb sehen. Seine Besitzerin wurde wegen ähnlichen Vorfällen bereits mehrmals angezeigt. Kann man auch die Tauglichkeit der Besitzerin infrage stellen? Der Hund war nur wegen ihrer Unverantwortlichkeit und Fahrlässligkeit auf der Straße. Es ist eine Spielstraße, der Hund hätte ebenfalls ein Kind angreifen können. Die Kinder der Besitzerin wurden selber schon paar Mal gebissen, zum Glück nur leicht.

Könnte man durch einen gerichtlich Beschluss erreichen, dass ihr der Hund weggenommen wird?

Denn der Hund ist nicht dominant, sondern von Grund auf Aggressiv, was definitiv etwas mit ihrer Erziehung zu tun hat. Ich hatte ebenfalls bis zu 7 Zeugen, die mich klar unterstützen. Sie alle haben Kinder und fürchten diesen Hund.

Ich bitte um Antworten und bedanke mich schonmals.

Mit freundlichen Grüßen, Cheria

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Ach Mensch - Dir und Deinem Hund gute Besserung!

Seltsam - ich habe mich in letzter Zeit ein wenig mehr informiert über American Akitas und der Grundtenor war bisher immer der Gleiche - aggressiv :( Schon seltsam.

Egal, das bringt Dich hier nicht weiter - ich würde in diesem Fall - so sehr ich auch immer für Kommunikation bin - diesen Vorfall melden.

Simultan würde ich schon auch versuchen, mit der Besitzerin zu sprechen, die Kosten für Deinen Hund würde ich versuchen, von ihr zu erhalten.

Ich drücke die Daumen, dass Ihr alle glimpflich darüber hinwegkommt, und nach vorne blickt - dass es zu einer Klärung kommen kann.

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(bearbeitet)

Ihr habt Anspruch auf Ersatz der Tierarztkosten durch die Besitzerin des Akita.

Ausserdem könnt ihr den Vorfall beim zuständigen Ordnungsamt anzeigen. Die entscheiden dann, wie mit dem Hund weiter zu verfahren ist. Sie können zum Beispiel einen Wesenstest anordnen, oder Leinen- und Maulkorbzwang für diesen Hund. Der nützt euch aber nichts, wenn der Hund vom Grundstueck abhaut, denn auf dem eigenen Grundstueck gibt es keinen Leinen-/Maulkorbzwang.

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Ich würde als erstes mal mit deinen Eltern schauen das ihr die Kosten zurück bekommt.

Und dann würd ich am besten Heute noch mit deinen Eltern und der Nachbarin zur Polizei gehen und das ganze anzeigen.

Was dann passiert liegt nicht in deiner Hand.

Normal bin ich gegen solche massnahmen, aber hier scheint es fast besser zu sein wenn der hund in einer andere Familie kommt. Ist natürlich die Frage wie die Chancen stehen wenn er schon so versaut wurde.

Ich weiß das es schwer fällt, aber sie bitte nicht den Hund als bösewicht an, sondern die Halter. Die sollen auch gerne strafe dafür zahlen.

Der Hund hat in seinen augen sicher normal gehandelt vor seinem Theretorium, die Besitzer aber nicht.

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Es gibt aber auflagen für das grundstück in manchen Bundesländern und für manche Rassen, teilweise schon wenn der Hund größer als 40cm ist.

Und sollte der hund als gefährlich eingestuft werden gibt es noch schärfere auflagen wie an das Grunstück zu sichern hat

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Dass der Hund alleine vor dem Zaun hockt, kam zum ersten Mal vor. Und abgehauen ist er ja nicht. Das Tor stand weit offen. Mir wär nur ein Maulkorb wichtig, denn wenn ihre 8-Jährige Tocher auf Rollos mit dem 80kg Hund unterwegs ist, denke ich mir nur... WTF!? Ich meine, wenn mein Ben auf einmal stark zieht brauch ich selber eine Weile um ihn unter Kontrolle zu kriegen. Und ich wiege 10 kg mehr wie mein Hund. Bei dem kleinen Mädchen will ich gar nicht wissen was passiert wenn wir bei einer Kreuzung mit unseren Hunden aufeinander stoßen. Bei vorbeistürmenden Katzen oder Hasen zum Beispiel.

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Na also mit den Kilo angaben glaub ich mal nicht. 80kilo akita wäre sicher nicht in der lage gewesen überhaupt einen Bein vor den anderen zu setzten.

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Es gibt aber auflagen für das grundstück in manchen Bundesländern und für manche Rassen, teilweise schon wenn der Hund größer als 40cm ist.

Und sollte der hund als gefährlich eingestuft werden gibt es noch schärfere auflagen wie an das Grunstück zu sichern hat zitieren

Ich bin ebenfalls gegen diese Maßnahmen. Der Hund wurde als Wachhund erzogen und so hat er eben reagiert. Mein Hund hat auch dieses ''beschützerische''. Wenn ich nachdenke, denke ich einfach auf einem großen abgesperren Hof mit einer netten liebevollen Familie würde es ihm besser gehen.

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Originalbeitrag

Na also mit den Kilo angaben glaub ich mal nicht. 80kilo akita wäre sicher nicht in der lage gewesen überhaupt einen Bein vor den anderen zu setzten.

Kann sein, ich konnte ja nur schätzen. Und ein Hunde-Profi bin ich auch nicht. Auf jeden Fall ist der Aktia drei Mal größer wie mein Benni.

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Ist ja nicht schlimm. Ein Akita wiegt im normal zustand so 35 -40kg

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