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polar-chat.de  Der Hund
SabineG

Tele macht "dick" - stimmt das?

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In einem anderen Forum wurde heute zu einem Bild geschrieben, der Hund sähe breiter aus als sonst. Die Antwort der Threaderstellerin:

Diese Bilder von heute sind mit einem "langen" Tele gemacht. 200mm Brennweite. Da schiebt sich immer alles sehr zusammen. Gesichter werden breiter, die Proportionen leiden. Ein Brennweitenbereich von 50mm wäre "so wie das Auge sieht" und damit neutral. Seitliche Bilder wären nicht so verzerrt, das Tele holt halt eben alles näher zusammen, also auch die Rute näher zum Kopf als es wirklich ist. Das macht "dick".

Stimmt das? Wäre mir dann noch nie aufgefallen.

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Kann ich so eigentlich nicht bestätigen.

Ich fotografiere viel im Bereich zwischen 200 und 300mm und die Objekte (in der Hauptsache Mia oder Menschen) sehen nicht ansatzweise unproportional oder dick aus

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(bearbeitet)

Ich denke auch das es mit dem Verkleinern und Einstellen ins Forum ein Problem gegeben hat.

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Danke euch. Ich kann es auch nicht bestätigen, ich hab draußen immer das Tele auf der Kamera.

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Sorry, aber ich dachte gerade: Das sag ich jetzt auch immer bei Fotos, auf denen ich zu sehen bin: Das liegt am Tele!!!

:D

Nein, ich bin zwar kein Profi, aber wenn es beim Tele zu solch extremen Verzerrungen käme, die das menschliche Auge wahrnehmen kann, würden doch keine Profiaufnahmen im Telebereich gemacht.

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Tele macht nicht dick, allerdings schiebt es den Hintergrund näher an das fotografierte Objekt.

Beispiel:

Du fotografierst einen Marathonläufer von vorne mit einem 200mm Tele, dann erscheinen auf dem Bild die nachfolgenden Läufer dichter hinten dran als sie tatsächlich waren.

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Hier mit dem Tele 70- 300 von Tamron gemacht. Sind die Halme jetzt dicker?

13781543nx.jpg

13781544pm.jpg

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Boah, was für fette Stängel :D

Wenn ich mit meinem 80-200er fotographiere, kann ich keinen negativen Effekt auf die Proportionen feststellen.

Vielleicht gibts das bei ganz billigen Objektiven, die nicht so sauber gearbeitet wurden? Oder bei einem billigen Filter?

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Originalbeitrag

Boah, was für fette Stängel :D

:klatsch::klatsch:

Also die Dame die der Meinung ist dass Teleobjektive die Proportionen verändern, hat ganz sicher kein Billigobjektiv, die hat nur vom Feinsten.

Im Gegensatz zu mir. :Oo

Ich muss ehrlich sagen dass ich Bilder von Ollie manchmal auch nicht einstelle weil ich denke, dass sie darauf total dick aussieht. Ich wage aber zu bezweifeln dass es rein am Objektiv liegt. Wahrscheinlich hat sie dann einfach ungünstig zur Kamera gesessen oder so. Nein, sie ist nicht "in echt" fett! :D

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(bearbeitet)

Die dame hatte recht.

Erklärbär klärt auf...

Was sich mit der Brennweite des Objektivs ändert ist der Bildwinkel der Aufnahme.

Kleines Beispiel:

_DSC6780.jpg

Aufnahme mit ein 14mm Objektiv (Bildwinkel auf crop-sensor Kamera 90°)

Gleicher Ort, gleiche Uhrzeit (fast) und gleicher Hund, anderer Bildwinkel

_DSC6767.jpg

Aufnahme mit ein 85mm Objektiv (Bildwinkel auf crop-sensor Kamera 16°)

Was sich ändert ist der Bildwinkel. Der Bildwinkel ändert die Perspektiv Wirkung. Um so näher ich mit dem Objektiv (egal ob Tele oder Weitwinkel) am Objekt komme, desto extremer ist die Auswirkung.

Faustregel:

Weitwinkel:

-Leute wirken schlanker

-Die Abstände zwisschen Gegenstände in meine Aufnahmen wirken grösser

-Grössere Tiefenschärfe bei gleichbleibende Blende

-Stürzende Linien wirken mit ein Weitwinkliges Objektiv viel dramatischer

Risiken:

-oft sind in eine Aufnahme wegen dem Bildwinkel so viel nicht relevante Gegenstände (Hintergrund, Umgebung) zu sehen das dies vom Haupt Thema ablenkt

Nebenwirkungen:

-Weitwinklige Objektiven weisen oft Tonnenförmige Verzeichnung an den Bildrändern auf. Gerade linien sind nicht mehr gerade sondern werden gekrümmt

-Randabdunklung ist bei viele Weitwinkel Objektiven ein grösseres Problem als be normal oder Tele Brennweiten

Tele:

-Abstände zwisschen Gegenstände (vor oder hinter dem Objekt) wirken kleiner.

Gegenstände im Hintergrund wirken dadurch oft grösser was in Kombination mit Hintergrund Unschärfe zu einen ruhigeren Hintergrund führt.

-Die Schärfentiefe wird bei gleichbleibende Blende kleiner wodurch es einfacher ist ein Objekt visuell von seine Umgebung zu trennen

-Leute (Hunde, Vasen etc. auch) wirken dicker

-Stürzende Linien wirken weniger dramatisch

Risiken:

-Bei grosse Offenblende kann es sein das die Augen meines Hundes scharf sind, die Nase und Ohren bereits nicht mehr wegen der reduzierten Tiefenschärfe

Nebenwirkungen:

-Wegen den Aufbau eines Tele Objektivs (insbesondere Zoom) haben Objektive im Tele Bereich oft weniger Kontrast und Schärfe

-Bei gleichbleibende Verschlusszeiten ist es einfacher Wackler bei Tele Aufnahme zu sehen als bei Weitwinkel.

Beispiel Tiefeschärfe bei Tele:

_DSC6723.jpg

85mm bei f1,8

Der Schärfenbereich ist ungefähr eine Handbreite gross.

Leider ist hier die Nase unscharf, die Schulter scharf, und alles hinter der Schulter wieder unscharf.

Klar wäre es möglich die Blende anzupassen aber damit wird der Hintergrund schärfer und stört in der Aufahme. Grosse Offenblenden haben ihre Daseinsberechtigung, aber gerade im Tele Bereich auch ihre Nachteilen.

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