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polar-chat.de  Der Hund
lara1986

Bindung zum Hund

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Hi, ich heiße Lara und bin neu hier und hoffe ihr könnt mir helfen.

Wir haben uns für einen Hund aus Dem Tierschutz in Spanien entschieden. Seit einer Woche ist der 1 Jahr Alte Rüde jetzt bei uns.

Er ist wirklich ein ganz lieber, ganz still, aber sehr ängstlich und schüchtern. Er lässt sich streicheln, aber kommt noch nicht auf jemanden zu. Man hat mir erzählt, dass er im Tierheim aufgewachsen ist und noch keine grüne Wiese gesehen hat. Was mir ein wenig Sorgen bereitet ist, dass er den ganzen Tag schläft. ER liegt den ganzen Tag in seinem Bettchen und lässt sich nicht dazu bewegen rauszukommen, nur für sein Geschäft geht er raus in den Garten, will aber dann ganz schnell wieder rein und schläft weiter. Er hat draußen sehr viel Angst und erschreckt sich vor jedem Geräusch. Komisch finde ich aber, wenn alle im Bett sind und schlafen (Mann und Kinder) lebt der kleine Mann richtig auf, läuft durch das ganze Haus, klaut Spielsachen aus den Kinderzimmern.... da ist nichts mehr von Angst oder ähnlichem zu sehen. ER geht zwar gerne spazieren, aber man merkt, dass es ihn noch überfordert. Ich glaube da muss ich ihm noch etaws Zeit geben. Meine Frage, wie kann ich eine Bindung zu ihm aufbauen? Er reagiert nicht, wenn man ihn ruft, interessiert sich nicht für Leckerlies oder Bälle...wie kriege ich mal aus seinem Bett raus???

Bitte helft mir. :(

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Du hast es schon erfasst: Gib ihm Zeit!

Die Hunde reagieren ganz unterschiedlich, manche schließen sich dem Menschen sofort an und manche brauchen eine Weile. Hatte ich alles schon hier. :)

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Dein Hund macht gerade eine extreme Umstellung durch, du erwartest viel zu viel von ihm, er braucht einfach Zeit. Mag sein, dass er jetzt aus unserer Sicht "gerettet" ist, aber aus seiner Sicht bricht auch irgendwie die Welt zusammen, schließlich ist alles neu und fremd. Bezugsperson weg, Hundekumpels weg, gewohntes Umfeld weg und dafür 1000 neue Dinge.

Versuch lieber dich für ihn interessant zu machen, so dass er zu dir kommt, anstatt dass du ihm deine Körpernähe aufzwingst.

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Ach ja, geh mit ihm erstmal immer die gleichen Runden - und nur kurze. Dann kennt er alles und fühlt sich sicherer.

Manche Hunde erleiden einen Kulturschock, mit meiner Ylvi war es auch ein bisschen so. Versuche, dich so normal wie möglich zu verhalten und lass ihn von selbst kommen. Ein bisschen fordern kannst du ihn schon, aber nur in Minihäppchen.

Er muss so vieles verarbeiten und weiß gar nicht, was das alles soll. Er wird aber merken, dass es eigentlich ganz gut bei euch ist. Hab Geduld - das kann ein paar Wochen dauern!

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Hallo und herzlich Willkommen im Forum!

Zeit ist jetzt bei euch das A & O.

Als meine Hündin zu uns kam, war für sie auch alles neu. Gut, wir hatten den Vorteil, dass schon ein Hund vorhanden war, von dem sie sich viel abschauen konnte, aber trotzdem hat es sehr viel Geduld und Zeit gekostet, bis sie auftaute. :)

Lass deinen Hund möglichst viel schauen. Er muss erst mal lernen, in welchem Rhythmus ihr lebt. Das er, wenn auch heimlich, Spielzeug klaut, ist doch schon mal ein Anfang. Er will spielen, traut sich aber einfach noch nicht. Das wird die Zeit bringen, dass er aufgeschlossener wird.

Dass er sich im Augenblick nur im Garten löst, ist ja schon mal nicht schlecht. Wenn ihr die ersten Runden mit ihm spazieren geht, achtet dadrauf, nicht zu weit mit ihm zu geben und Strecken, die nicht zu stark frequentiert werden. Das hat den Vorteil, dass er so nicht so stark reizüberflutet wird.

Das wird schon, wenn ihr alles geduldig angeht. :)

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Zeit geben. Gutes Stichwort!

Erwarte nicht zuviel und lass ihn erst einmal in Ruhe ankommen.Das kann mehrere Wochen, aber auch Monate dauern.

Erste Regeln und Grenzen setzen ist okay, aber mehr würde ich auch nicht machen.

Bedrängt ihn nicht und lasst ihn schlafen (vielleicht mal den Tierarzt darauf ansprechen,wenn es dir extrem vorkommt aber Hunde haben allgemein ein hohes Ruhebedürfnis) er muss viele neue Eindrücke verarbeiten, sich an euren Tagesablauf gewöhnen und fühlt sich in eurer Gegenwart noch nicht sicher. Das kommt erst mit der Zeit.

Meine Spanierin hat anfangs auch kaum Kontakt uns gesucht, das gibt sich.

Wenn du ihn als sehr ängstlich und gestresst empfindest kannst du ihm zur Unterstützung auch Adaptil Spray auf ein Halstuch geben, dass du ihm umbindest oder Zylkene geben.

:) Hat keine Nebenwirkungen, da kannst du dich auch beim Tierarzt erkundigen.

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Da fällt mir ein, dass ich Ylvi Relax Plus von vet-concept übers Futter gegeben habe. Ich bilde mir ein, dass ihr das in der ersten Zeit geholfen hat.

Ylvi schläft übrigens auch sehr viel, obwohl sie mit ihren 7 Jahren 4 Jahre jünger ist als Resa.

Hunde schlafen oft sehr viel, wenn sie im neuen Zuhause ankommen. Das kann auch "Stress wegschlafen" sein.

Und mein Motto ist bei den Hunden immer: In der Ruhe liegt die Kraft! :)

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Ich würde ihm Zeit lassen. Ich habe zwei Hunde aus Kroatien, bei meiner Hündin hat es etwa 10 Monate gedauert, bis sie von alleine zu mir kam! Und ich denke auch wie Fusselnase, dass das "Stresswegschlafen" ist. Ich würde ihn auf keinen Fall bedrängen, damit kannst Du viel kaputt machen. Und Bällchen? Rühren meine bis heute nicht an! ;) Mein Rüde hatte vor jedem und allem Angst, sogar Treppensteigen war unmöglich! (Mir wurde damals hier im Forum sehr geholfen, an der Stelle nochmal lieben Dank!) Meiner Meinung nach ist Zeit das Wichtigste.

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Ich denke er ist einfach noch zu unsicher, um sich ungehemmt in Eurer Gegenwart zu bewegen. Nachts wenn ihr dann schlaft fühlt er sich sicher und geht seinen Bedürfnissen nach Erkundung und Beschäftigung nach, er ist ja auch noch jung und bestimmt eigentlich sehr neugierig :)

Ihr könnt es ihm etwas leichter machen, indem ihr ihn so lange er sich so unsicher zeigt, möglichst häufig ignoriert. Ignorieren auch wirklich im Sinne von gar nicht beachten und ansehen. Klingt blöd, wird ihm aber sehr wahrscheinlich helfen, sich in Eurer Gegenwart zu entspannen.

Ich kann mir vorstellen, dass Euch das nicht leicht fallen wird, schließlich freut man sich ja, wenn ein ängstlicher Hund, der sich lange passiv verhalten hat, anfängt, in welcher Form auch immer, aktiv zu werden. Es wird ihm aber sicher leichter fallen, auf Erkundungstour zu gehen, wenn er feststellt, dass niemand groß Notiz davon nimmt. Aufmerksamkeizt kann Hunde, die das Zusammenleben mit Menschen nicht gewohnt sind, sehr verunsichern.

Bis er anfängt zu spielen, kann das sicher noch länger dauern, einen Ball der daher geflogen kommt empfindet er momentan wahrscheinlich einfach als bedrohlich.

Wenn ihr in die Situation kommt, Euch ihm nähern zu müssen (z.B. um ihn anzuleinen oder zu bürsten), wird er das als weniger bedrohlich empfinden, wenn es möglichst beiläufig passiert. Verhaltet Euch als wär das was ihr vorhabt das selbstverständlichste der Welt. Vermeidet es möglichst, frontal auf ihn zu zu gehen oder Euch über ihn zu beugen. Geht in die Hocke auf Augenhöhe, Körperhaltung optimalerweise seitlich zu ihm, und vermeidet auch hier, ihn zu direkt anzusehen.

Wenn ihr das beachtet, schadets auch nicht, ihn gelegentlich ein wenig zu fordern. Manche Angsthunde verharren sonst in ihrem meidenden Verhalten. Die Situation im Garten z.B., ihr könntet ihn an die Leine nehmen und nach dem Lösen eine Weile im Garten verharren. Auch wenn er wieder rein will, ihn die Situation einfach ein wenig aushalten lassen. Das ganze schrittweise steigern.

Seid Euch sicher in dem was ihr tut, wenn ihr es nicht seid, ist er es auch nicht. Achtet darauf ihn zu fordern aber nicht zu überfordern. Ein panischer Hund kann nicht lernen, ein ängstlicher kann zumindest die Erfahrung machen, dass ihm nichts schlimmes passiert und die Erde sich weiter dreht.

So oder so ähnlich zumindest würde ich vorgehen. Ansonsten schließe ich mich meinen Vorrednern an, was er braucht ist Zeit, Zeit und nochmals Zeit.

LG Anja

PS: Es gibt nichts schöneres, als so einem Hund die Welt zu erklären. Die Entwicklung zu beobachten und sich zu freuen, wenn er sich plötzlich wieder etwas neues traut. Das waren für mich immer die absoluten Sternstunden mit meinem Griechenland-Hund. Ich wünsch Euch eine superschöne Zeit!

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Originalbeitrag

Verhaltet Euch als wär das was ihr vorhabt das selbstverständlichste der Welt.

Es ist das Selbstverständlichste von der Welt! :)

Das ist jetzt Wortklauberei, aber ich finde, dass es die richtige Herangehensweise unterstreicht.

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