Jump to content

Schön, dass Du hier bist! 

Erstelle in wenigen Sekunden ein Benutzerkonto oder logge Dich noch einfacher mit Deinem Facebook oder Google account ein. 

➡️  Konto erstellen | Login

Hundeforum Der Hund
asti

Bin ich ein Tierschützer? Möchte ich überhaupt einer sein?

Empfohlene Beiträge

Was ist ein Tierschützer? Bin ich einer?

Viele der Menschen, die sich selbst als Tierschützer bezeichnen, würden dies mit einem klaren NEIN beantworten. Denn ich lebe nicht vegan. Sogar ganz vegetarisch lebe ich nicht. Ich esse Fleisch. Zwar selten, aber ich tue es. Und ich stehe dazu.

Ich helfe Hunden, ein neues Zuhause zu finden. Das mache ich schon seit einigen Jahren und ich liebe meinen "Job".

Neulich bin ich dabei auf zwei Kangaljunghunde gestoßen, die in einem deutschen Tierheim auf ihre Adoption warten. Vor ihrem Auszug sollten sie nun aber noch kastriert werden. Mit 8 Monaten, Herdenschutzhunde...

Ich begann, wie viele andere auch, zu argumentieren, warum in dem Alter eine Kastration nicht sinnvoll sei. Und ich war mir sicher, die besseren Argumente zu haben. Denn das einzige Argument auf seiten des Tierheims war: Verhütung.

Nun ist doch interessant, wer dort alles diskutiert und welche Argumente gegen eine Kastration sprechen. So ärgerte ich mich massiv über eine Tierschützerin, die sich mit Herdenschutzhunden befasst, dass Tierschutz auch Artenschutz wäre und daher besser sich die Hunde hierzulande vermehren sollten, statt welche aus dem Ausland zu holen.

Klar, zum Tierschutz gehört auch Artenschutz. Aber doch nicht bei einer nicht gefärdeten Hunderasse!!!

Und ja richtig, Kangals müssen nicht unbedingt nach Deutschland gebracht werden. Aber das nicht, weil wir sie hier besser selbst vermehren, sondern weil viele diesen Hunden nicht gerecht werden können.

Und trotzdem hat jeder Hund für mich ein Recht auf ein tolles Zuhause. Und wenn sich jemand in den Kangal in dem türkischen Tierheim verliebt und diesem einen geeigneten Platz bieten kann, warum ihm diesen vorenthalten?

Ich sag nur: Kopf meets Wand!

Ganz besonders schockiert hat mich die Aussage eines Herren: die Kastration "erinnert mich an Zwangssterilisierung durch Nazis".

Eine solche Aussage finde ich abscheulich, widerlich. Das relativiert die Verbrechen von damals massiv. Und eine solche Aussage ist für mich schlichtweg dumm.

Nein, mit solchen Tierschützern möchte ich nicht auf einer Stufe stehen. Und ja, auch bei mir ist das Wort "Tierschützer" inzwischen negativ besetzt.

Ich glaube, ich möchte kein Tierschützer sein. Ich betreibe lieber Tierschutz.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Das hast du sehr schön beschrieben und geschrieben.

Mehr kann ich dazu nicht beitragen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Tierschützer, deren Hauptdiziplin Selbstbeweihräucherung ist, nerven mich extrem.

Und wenn sich Tierschutzorgas, die eigentlich das selbe Ziel verfolgen sollten, sich gegenseitig diffamieren, erinner mich das ganze an Monty Python: " Judäische Volksfront? Quatsch! Wir sind die Volksfront von Judäa!" Sie geben sich der Lächerlichkeit preis, und das auf Kosten der Tiere.

Tierschützer ist nunmal kein geschützter Begriff.

Inzwischen gewinne ich zunehmend den Eindruck, dass Tierschutz oft Leute anzieht, die mit Menschen nicht klarkommen und Menschen nicht mögen. Das bringt natürlich unweigerlich Probleme beim Vermitteln. :Oo

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
(bearbeitet)

... dabei kann ein Tierheim die Kastration/Sterilisation nicht erzwingen. Auch wenn die TAs wohl oft fix auf Zuruf eine Kastration/Sterilisation durchführen. Auch Klauseln in den Übernahmeverträgens sind meiner Meinung nach nichtig, da diese dem Tierschutzgesetz "Eingriffe an Tieren (§§5-6a)" wiedersprechen.

Wir haben uns mit einem Chip dem Ärger entzogen, und somit die Übernahme möglich gemacht. Auch dort war das Argument "Tierschutz" ... aber in Richtung gesundheitliche Vorbeugung, weil Rüden sonst ja alle krank werden, wenn sie nicht kastriert werden.

Das Argument, dass unserer meinung nach mit geschätzten 1,5 Jahren das noch zu jung wäre, und wir bis zum Alter von 2 Jahren abwarten wollen ließ man nicht gelten. Da divergieren ja die Meinungen, wann ein Hund (Rassenabhängig) seine psychologische Reife entwickelt hat (ich glaube gelsen zu haben bei Tsch. Wolfshund sogar bis zu 3 Jahre).

Für mich hat dies in D jedenfalls wenig mit Tierschutz zu tun. Bei Straßenhunden in anderen Ländern, die sich unkontrolliert vermehren sehe ich das etwas anders.

Dennoch kann ich das Argument nachvollziehen, dass auch ungewollte Welpen ausgestezt werden und in Tierheimen landen ... aber die sind ja meistens auch Ruck-Zuck vermittelt.

Vegan leben hat IMHO auch nichts mit Tierschutz zu tun. 100% Tierschutz wäre auf dem Mars zu leben ...

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Originalbeitrag

Menschen nicht klarkommen und Menschen nicht mögen. Das bringt natürlich unweigerlich Probleme beim Vermitteln. :Oo

Das musste ich auch bereits öfters feststellen. Allerdings eher in etablierten deutschen Tierheimen,als in Organisationen aus dem Ausland.

Die Vorstellung,dass man als "echter Tierschützer" vegan leben müsse,kam mir noch nicht unter.

Die Idee,dass sich der Massenhafte Konsum von geqältem Billigfleisch nicht damit vereinbaren lässt schon eher.

Allerdings finde ich es tatsächlich nicht ohne Sinn,generell zumindest Hündinnen zu kastrieren. Wenn auch nicht in einer Alles oder Nix-Mentalität.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
(bearbeitet)

So wie das Wort heute ausgenutzt wird ist es schwierig ein seriöser Tierschützer zu sein. Bzw muss man seriös noch vorne vor stellen.

Das Wort hat für mich eine klare bedeutung und auch wenn sich viele ***** so nennen, heißt es noch lange nicht das sie auch TS sind.

Nun ist die Frage ob man Tierschützer ist wenn man hauptsächlich Hunden und Heimtieren hilft, aber Fleisch isst. Vieleicht ist man ein Heimtierschützer ?

Vielleicht bist du ein Zuhausefinder für Notnasen. Vielleicht eine aufpäpplerin, Informations verbreiterin.

Du ist einfach DU !

Und das was du machst ist eine tolle Arbeit. :kuss:

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Bin ich ein Tierschützer oder bin ich keiner?

Diese Frage habe ich mir noch nie so gestellt, denn ich bin ein Mensch, der einfach einem hilflosen oder hilfsbedürftigen Wesen hilft bzw. wenigstens zu helfen versucht. Egal ob Mensch oder Tier und ich erwarte auch keine Gegenleistung von diesem Lebewesen, obwohl alleine schon ein hoffnungsvoller Blick dieses Wesen wäre wohl eine Belohnung für mich.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Aber jetzt mal ernsthaft, wie weit ist es schon gekommen, das man sich nicht mal mehr Tierschützer nennen kann?

Es war ja schon zu Zeiten einer G.K. so das sich prominente "Tierschützer" von diesem Begriff abgewendet haben.

Wenn ich heute so gucke, wie Hunde nach D gekarrt werden, ohne Papiere, zu 100erten auf Anhängern mit Plane oder zu mehreren in Boxen, gestapelt bis an die Transporterdecken, nicht mal ein gang dazwischen frei um die Tiere versorgen zu können, hauptsächlich natürlich junge Hunde bzw Welpen, da wird mir echt übel!

Ja, ich bin in einem Verein aktiv, der sich für Tiere im In- und Ausland einsetzt aber ich bin weder Veganer, noch Vegetarier und werde es auch nicht werden.

Mich macht es traurig, denn selbst als seriöser Verein hast Du immer das Nachsehen!

Zur Not sind es dann die Ex-Mitglieder, die versuchen einen an den Karren zu pinkeln. :(

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Als Forstmensch trifft man immer mal wieder auf die Rubrik der Tierschützer, und auch auf die der Naturschützer.

Meist beißt die Forstfraktion dann die Zähne zusammen und hofft, dass es Menschen mit Sachverstand sind, die da mit einem reden, bei den Tierschützern versucht man sich wie der berühmte Mitarbeiter im Baumarkt hinter den Bäumen vorbei zu schleichen.

Warum?

Weil sehr viele der -Schützer keinen Blick für das Ganze haben. Naturschutz ist häufig der Wunsch und Versuch, einen Zustand zu erhalten der einem erhaltenswert erscheint - eine bestimmte Anzahl Tiere, ein bestimmtes Landschaftsbild, eine Pflanzenart ... Natur ist aber nicht statisch, sie MUSS sich verändern, und so wird der Naturschützer ohne dieses Wissen stets ein unglücklicher Mensch bleiben, denn sein Idealzustand ist einfach nicht natürlich.

Tierschützer - man verzeihe mir, ich schreibe jetzt aus der Sicht der Waldschrate :D - sind noch schlimmer. Sie wollen JEDES Tier schützen. Bambi und seine Mutter, und Bambis 40 Cousins und Cousinen. Sie füttern wilde Tiere ("die armen, ist doch so kalt") und manchmal auch die Tiere der Nachbarn ("der Herr X füttert seine Miezie nie!") und verstehen in den seltensten Fällen, dass Nachhaltigkeit nicht nur ein schickes Modewort ist, sondern dass es eben auch bedeutet, weiter zu denken als nur bis zum Gartentor.

Bambi im Garten zu füttern freut Bambi ganz sicher sehr - langfristig schadet es aber der Gattung Capreolus capreolus (Reh), und den Nachbarn ganz sicher auch. Aber das ist ja egal, Hauptsache Bambi geht es gut...

Bäume fällen ist BÖSE! Der arme Baum, und der arme Wald, und überhaupt, weiß denn der böse Förster (oder Jäger, sind ja eh die gleichen) nicht, dass der Regenwald fast abgeholzt ist und dass man Bäume schützen muss?

:Oo

Ich habe sicherlich einen enormen Vorteil gegenüber vielen anderen, dadurch dass ich einen Studiengang und eine Ausbildung durchlaufen habe, die in extrem langen Zeitabständen denkt. Ein Förster denkt nie nur an nächstes Jahr - was heute gepflanzt wird sieht er in den seltensten Fällen noch im erwachsenen Zustand (eine Buche braucht in Deutschland mindestens 90 Jahre, um einigermaßen Profit abzuwerfen, Fichte immerhin noch ca 60, und eine Eiche die wirklich Wert schöpfen soll muss man 120 Jahre mindestens stehen haben)

Er muss heute schon einkalkulieren, wie sich der Klimawandel auf den Wald auswirkt, muss einplanen welche Baumarten die besten Chancen haben, wenn das Wetter sich dauerhaft ändert - und welche dieser Baumarten dann immer noch für unsere Zwecke geeignet ist.

Welche Berufsgruppe denkt und plant denn so lange voraus?

Kann ich dann von jemandem der Zimmermann oder Banker gelernt hat ebensolches Wissen verlangen?

Sicher nicht.

Und wenn Zimmermann und Banker sich in ihrer Freizeit mit der Rettung und dem Schutz von Tieren beschäftigen, dann ist das im Grunde ein sehr lobenswerter Zug, den ich nicht per se abschätzen möchte.

Allerdings ist so mancher Aktionismus komplett fehl am Platze, und läuft sich selber tot.

Als Beispiel (aus dem Naturschutz jetzt)

Ein Waldgebiet wurde von einer Stiftung gekauft, die sich eine Rück-Entwicklung dieses Gebietes von einem reinen Nadelwald zu einem Laub-Mischwald auf die Fahne geschrieben hatte. Um dies zu gewährleisten beauftragt sie eine Firma für Forstliche Fachberatung und forstliche Dienstleistungen. Soweit, so gut.

Ein Teil des Gebietes ist ein Niedermoor, welches ebenfalls renaturiert werden soll. Es soll sich auf die ursprüngliche Größe zurück entwickeln. Zuständig hier - weil nicht Wald - sind die Naturschützer, selber Biologen. Um dies zu schaffen ist eine der ersten Ideen der Naturschützer, einen Drainage-Graben zu verschließen, damit das Wasser nicht mehr weiter aus dem Moor heraus fließen kann.

Richtig. Grundsätzlich.

Leider wurde übersehen/vergessen/ignoriert, dass auf dem Teil des Moores das wieder vernässen soll noch Fichten stehen. Die müssen natürlich weg, denn ein Moor ist ein nährstoffarmer Lebensraum, dem zu viele Nährstoffe (und insbesondere schwer verwendbare wie Fichtennadeln) schaden.

Nun stehen die Fichten aber schon unter Wasser. Wie bekommt man die Fichten, die in knietiefem Matsch stehen nun da raus? :think:

Zum Glück gab es einen harten Winter, und durch den Frost konnten die Fichten gefällt werden, sie mussten mühsam mit langen Seilen aus dem Matschgebiet gezogen werden da kein Tracktor auf dem weichen Untergrund fahren konnte.

Um das ganze noch zu verschlimmern wurde ebenfalls beim Abdichten der Drainagen übersehen, dass ein Grundstück durch das aufstauende Wasser dauerhaft vernässte - der Garten war nicht mehr benutzbar. Immerhin, das Haus selber stand erhöht - nicht auszudenken was das für ein Schaden wäre, wenn das auch noch unter Wasser gesetzt werden würde!

Fazit:

ein lobenswertes Unterfangen, dass leider durch den Wunsch sofort zu handeln um schnell ein Ergebnis zu erzielen deutlich teurer wurde als es hätte sein müssen und zudem noch Probleme mit Anwohnern verursachte - wo doch gerade deren Wohlwollen ungeheuer wichtig ist damit alles funktioniert.

Ähnlich sehe ich es mit den vielen Hunden, die aus anderen Ländern nach Deutschland kommen. Man will helfen - jetzt, sofort! - und man möchte auch etwas sehen von seiner Hilfe.

Einen Hund, der halb verhungert ist zu retten kommt all diesen Wünschen nach, und hinterlässt das schöne Gefühl, etwas getan zu haben um das Leid in der Welt zu mindern.

Ja, das stimmt - diesem Hund geht es (vermutlich) besser als vorher.

Aber ist das langfristig der beste Weg? Kann ich überhaupt durch das Vermitteln von Tieren aus dem Ausland irgendwas bewirken, was mehr als diesem einen Tier hilft?

Es gibt Organisationen, die dual arbeiten - sprich die Projekte zum Umdenken in den anderen Ländern fördern, die Kastrationsmaßnahmen durchführen anstatt alle Straßenhunde einzufangen und wild zu vermitteln. Die MIT den Menschen vor Ort arbeiten, statt als große "Retter" und Kolonialherren aufzutreten und den Anwohnern zu vermitteln, dass alles doof ist solange es nicht aus Deutschland kommt. Die ihre Einnahmen korrekt verbuchen, eine saubere Buchhaltung haben und ein System, welches Geld wohin fließt.

in solchen Fällen sage ich ganz klar: Ja, hier wird sinnvoll geholfen.

Dazu braucht man nicht zu studieren ;)

Aber ganz oft ist das eben nicht der Fall, und gerade diese "Kopflosen" Tier- und Naturschützer schreien auf, wenn man es wagt ein Steak zu essen oder seinem Hund ein Ringerohr (mit Fell) zu fressen gibt.

Ich frage mich, ob da ein direkter Zusammenhang besteht :think: ...

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Originalbeitrag

(...wenn man es wagt ein Steak zu essen oder seinem Hund ein Ringerohr (mit Fell) zu fressen gibt.

Ich frage mich, ob da ein direkter Zusammenhang besteht :think: ...

Löblicher, sehr differrenzierter Beitrag! :klatsch::klatsch:

Allerdings finde ich es bendenklich, Ringerohren zu verfüttern.. und wo findet man die mit Fell ? :???

:zunge:

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

  • Das könnte Dich auch interessieren

    • Tierheim Gießen: FUSSEL, 2 Jahre, Labrador-Mix - Fussel möchte seinen Menschen gefallen

      Fussel (geb. 22.4.2015) ist ein aktiver, freundlicher Labrabor-Mix. Er wuchs als Welpe in einer Familie auf und war dort auch sehr glücklich. Doch weil seine Besitzerin schwer erkrankt ist, musste er leider dort ausziehen. Er konnte zunächst in eine neue Familie ziehen, aber da es mit den Kindern der Familie leider nicht klappte, wurde er im Tierheim abgegeben. Fussel steht fremden Menschen zunächst unsicher und misstrauisch gegenüber, taut aber sehr schnell auf und zeigt dann, dass er ein großer Menschenfreund ist, vor allem wenn diese Menschen weiblich sind. Seinen Bezugspersonen möchte Fussel gefallen und könnte so bald zu einem Vorzeigehund avancieren. Die Grundkommendos kennt er schon und auch so manchen Trick. Da sich Fussel sehr an seinen Bezugspersonen orientiert, wäre es prima, wenn diese schon Hundeerfahrung mitbringen, um auch immer dann souverän sein zu können, wenn Fussel unsicher reagiert oder seinen territorialen Beschützerinstinkt ausleben möchte. Kinder sollten nicht in seinem neuen Zuhause leben, dafür ist Fussel einfach nicht geeignet.         Tierheim Gießen
      Vixröder Str. 16
      35396 Gießen
      0641/52251
      Email: info@tsv-giessen.de
      Homepage: www.tsv-giessen.de  

      in Erfolgreiche Vermittlungen

    • Bellen, was möchte er mir sagen?!

      Hallo ihr Lieben, mein Hund beginnt im Alter (ca15Jahre) immer mehr mit neuen „süßen“ Eigenarten. Momentan (seit ca 2-3 Monate) hat er das bellen für sich entdeckt. Früher hat er nur bei der Türklingel gebellt und sonst nie. Aber vielleicht kurz erst zu seinem aktuellen Gesundheitszustand: -          Herz stark vergrößert (Vetmedin morgens und abends) -          Wasser in der Lunge (UpCard morgens) -          Schilddrüsenunterfunktion (Forthyron morgens und abends) -          Bandscheibenvorfall (PhenPred morgens und abends) -          „Undicht“ (Caniphedrin morgens und abends) -          „Demenz“ (Karsivan morgens und abends) -          Letzter Check beim Arzt vor 2 Wochen (Blut, Röntgen, Ultraschall, Allgemein etc.) war super, alle Werte top J Unter den ganzen Medikamenten geht es ihm soweit sehr gut, er kann ganz gut laufen, hat Lebensfreude, spielt und ist insgesamt fit und aufmerksam dabei. Leider merke ich, dass er kaum noch hört und schlecht sieht. Laufen ohne Leine ist leider kaum noch möglich da ich ihn einfach nicht rechtzeitig warnen kann wenn „Gefahr“ droht.  Auch erkennt er in fremden Gebieten eine Bank oder sonstiges als große Gefahr, bellt diese an bis ich da bin und ihm zeige, dass alles okay ist.   Das einzige was mir echt ein wenig die Nerven raubt ist das bellen in der Wohnung. Manchmal liegt er entspannt im Wohnzimmer springt auf und bellt irgendwas an. Da habe ich schon überlegt ob es durch das schlecht sehen und hören kommt. Ein anderes Mal glaube ich aber auch er sieht es als ein Spiel an. Zum Beispiel: Ich gehe in die Küche - er bleibt entspannt im Wohnzimmer liegen Nach ein paar Minuten fängt er an zu bellen – ich gehe gucken was los ist Dann kommt die typische Spielaufforderung, vorne runter, hintern hoch – Nur jetzt kommt es was ich nicht verstehe, er will dann nicht spielen. Wenn ich mich darauf einlasse legt er sich wieder hin und findet es absolut unverständlich wie ich auf die Idee komme mit ihm spielen zu wollen. Danach ist Ruhe, mal für 1 Minute mal für ein paar Stunden. Das macht er nicht immer, wenn ich den Raum verlasse, aber doch schon mehrmals in der Woche.   Manchmal steht er aber auch einfach nur auf, stellt sich in den Raum und bellt oder knurrt. Dann lässt er sich auch nicht gerne beruhigen, es gelingt mir zwar, aber es dauert schon ein wenig… Ignorieren von dem bellen bringt übrigens nichts, dann fängt er entweder an zu jaulen, macht was kaputt, räumt den Müll leer oder sonstiges. Das mit dem in den Raum stellen und bellen passiert übrigens auch nachts, da interessiert ihn die Uhrzeit null ;) (er darf übrigens im Bett schlafen, wenn er nicht im Bett sein darf dann läuft er die ganze Nacht in der Wohnung von links nach rechts).   Habt ihr so ein Verhalten auch schon erlebt oder vielleicht eine gute Idee was ich anders machen kann? Liebsten Dank an euch!  

      in Hunde im Alter

    • Wenn man "nur" einem Tier das Leben retten möchte...

      Vorgestern abend erhielten wir (Initiative Lebenstiere e.V.) einen Anruf.   Ein Transporteur eines Schlachthändlers hatte eine Kuh mit Bänderüberdehnung auf der Ladefläche. Sie war auf rutschigem Spaltenboden gestürzt und sollte daher geschlachtet werden. Zwar stand sie auf trockenem Untergrund stabil, aber Spaltboden ist eben rutschiger und so war ihr Todesurteil schnell gefällt. Der Transporteur sollte sie an einen Großtransporteur übergeben, der sie dann umladen und zum Schlachthof bringen soll. Durch ihre Bänderdehnung rutschen der Kleinen auf dem rutschigen Transporter aber die Beine weg. Auf einem Großtransport kann das bedeuten, dass sie fällt und unter die Füße der anderen Rinder gerät und im schlimmsten Fall von den anderen totgetreten wird. Der Transporteur bat uns also um Hilfe. Die kleine Kuh würde am 9. Februar zwei Jahre alt werden, wenn sie nicht vorher in den Tod gefahren wird. Eigentlich wollten wir derzeit kein Rind retten, weil wir gerade keinen Stallplatz frei haben, aber wir konnten sie doch nicht einfach ihrem Schicksal überlassen! Wir telefonierten, verhandelten, organisierten und hatten dann eine Lösung: sie könnte erstmal zu unserem Klauenpfleger, bis sie fit genug für die Herde ist. Ein Lichtblick! Doch der Händler wollte ganz genau 1016 Euro für die Freigabe - 2€ pro kg Gewicht...
      Wir hatten nicht mit einer Auslöse in dieser Höhe gerechnet, Tierarztkosten würden ja auch noch dazu kommen. Aber sollte es am Geld scheitern? Ist ein Leben nicht so viel wert, als dass wir es nicht zumindest versuchen sollten? So haben wir uns entschlossen auf Facebook um Spenden zu bitten, denn wir sind ein gemeinnütziger Verein und wir wollten, dass die Kleine leben darf.   Sekunden, nachdem wir den Post gesetzt hatten, wurden wir überflutet mit Hasskommentaren. Irgendjemand hatte den Post in einer Landwirtschaftsgruppe geteilt. Nun mussten wir lesen, wir seien kein Verein, da wir nicht im Vereinsregister stehen (natürlich tun wir dies). Wir lasen, die Kuh sei längst geschlachtet, wir würden betrügen. Wir lasen, wir seien Betrüger, denn Kühe mit Bänderdehnungen seien so viel nicht wert (im Grunde stimmt das, aber der Händler ließ nicht mit sich verhandeln). Mehrere Stunden beantworteten wir sachliche Fragen, begegneten Kritik und löschten offene Anfeindungen mit Beleidigungen. Mit einem solchen Shitstorm haben wir nicht gerechnet, denn wir wollten "nur" einem Tier das Leben schenken.   Aber wie sagte einst Henry Ford? "Wenn alles gegen dich zu laufen scheint, erinnere dich daran, dass das Flugzeug gegen den Wind abhebt, nicht mit ihm."   Trotz des Shitstorms gab es Menschen, die zu uns und der Kleinen standen. Ich glaube sogar, durch den Shitstorm war die Solidarität noch viel größer als sonst (vielleicht sollten wir den Trollen danken ). Das Geld haben wir daher schnell zusammen bekommen und so haben wir nun eine Lebenskuh mehr.   Willkommen, kleine Franzi!    

      in Andere Tiere

    • Tierheim Gießen: ODIN, 11 Monate, Westerwälder Kuhhund - möchte arbeiten dürfen

      Der Westerwälder Kuhhund Odin (geb. 04.02.2017) wurde eigentlich angeschafft, um ihn an das Hüten der eigenen Rinder auf den Hof zu gewöhnen. Doch tragischerweise musste der Hof aufgegeben werden noch bevor Odin seinen Lebensinhalt voll erlernen konnte. Rassetypisch sehnt er sich nach einer Aufgabe und wir würden ihn gerne bei einem Schäfer sehen, wo er seiner Leidenschaft nachgehen kann und nach getaner Arbeit am Familienleben teilhaben darf. Zumindest einem Hundesport sollte Odin jedoch nachkommen dürfen, um seine Intelligenz in die richtigen Bahnen zu lenken. Mit anderen Hunden verträgt er sich gut, sehr große Kandidaten kann er gelegentlich jedoch mit einer Kuh verwechseln und in die Beine zwicken Er zeigt sich allen Menschen gegenüber freundlich, da er jedoch sehr stürmisch sein kann, sollten Kinder im Haus lieber schon sicher auf den Beinen stehen können.         Tierheim Gießen
      Vixröder Str. 16
      35396 Gießen
      0641/52251
      Email: info@tsv-giessen.de
      Homepage: www.tsv-giessen.de

      in Erfolgreiche Vermittlungen

    • Niederländische Hundedame möchte deutsche Staatsbürgerschaft

      Hallo, ich bin neu hier. Weiß jemand was bei dem Ankauf einer Hündin aus den Niederlanden (niederländische Staatsbürgerschaft) zu beachten ist (rechtlich und tierärztlich, Gesundheitscheck etc)?, wenn Sie die deutsche Staatsbürgerschaft annehmen möchte? Gibt es internationale Tier-Verträge über den Ankauf von Tieren aus dem Ausland? Vielen Dank

      in Rechtliche Fragen & Hundeversicherungen


×

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie zu, dass wir Cookies verwenden, um unser Angebot zu personalisieren. Mehr erfahren.