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Hundeforum Der Hund
Russell-Fan

Sexuell motivierte Aggression? Konkurrenzverhalten?

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Hallo,

entschuldigt bitte, dass ich noch mal schreibe (ich hatte hier schon ein Thema dazu). Ich bin diejenige mit den 3 JRT im Haus ;) .

Wir hatten mittlerweile Kontakt zu einem Trainer aufgenommen. Tipps waren Ruhe ins Rudel bringen, Spiele nur noch mit jedem einzeln, Körperkontakt clickern.

Das haben wir nun auch getan - keine Besserung!

Gestern habe ich den nächsten Trainer angeschrieben, dieser wird sich meine lange Geschichte erst mal durchlesen und sich nach Ostern melden.

Uns ist allerdings noch etwas aufgefallen - evt. hat ja jemand Erfahrung damit?

Und zwar sind meine ersten beiden kastriert seit vielen Jahren. Sam ist nun 9 Monate alt, natürlich nicht kastriert in dem Alter.

Seit dem 1. Beißvorfall gegenüber Tequila gab es noch 2 weitere + 1 den ich abwehren konnte.

Uns ist noch folgendes aufgefallen, wie sich Sam gegenüber Eddy verhält:

- er versucht ihn zu besteigen

- er riecht extremst an seinem Hinterteil

- er leckt an seinem Urin wie bei einer Hündin

Ich habe den Verdacht, es könnte sich hier nicht um Rangordnungskämpfe handeln, sondern dass Sam in Tequila seine Konkurrenz sieht was Eddy betrifft.

Was meint ihr dazu? Mittlerweile ist es so, dass Sam den Tequila richtig mit Blicken provoziert, ihn quasi herausfordert.

Ich würde mich über jede Antwort sehr freuen!

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Das kann schon möglich sein, dass ein kastrierter Rüde von einem unkastrierten als Sexualobjekt gesehen wird. Meine unkastrierte Hündin findet auch kastrierte Hunde oder läufige Hündinnen lecker und flirtet diese hemmunglos und belästigend an.

Aber auch wenn es um Sex gehen sollte, ich denke nicht, dass du das Problem anders angehen musst, als jeden anderen Ressourcenkonflikt auch. (Außer die Kastration des Jüngsten ist eine Option).

Als meine beiden fast gleich alten unkastrierten Hündinnen im Krieg um Rangordnung und Ressourcen gelebt haben, habe ich auch viel probiert an Management und Regeln im Haus.

Was letztlich geholfen hat: beide Hündinnen im Haus (draußen war zum Glück Frieden) außer beim Fressen nur mit Maulkorb laufen lassen, und sie die Konfliktsituationen (wer darf welche Couch benutzen, wer begrüßt als erste Herrchen, wer darf näher bei den Menschen sein, wer lässt wen ihn Ruhe liegen, wer kann wen verdrängen...) gefahrlos ausmachen lassen. Es hat damals nur einen Kampf gegeben, den Rest haben sie körpersprachlich geklärt. Das Ganze hat ein paar Monate gedauert, ist jetzt 2 Jahre her und seitdem herrscht Frieden.

SG

Viktoria

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Hallo Viktoria,

vielen lieben Dank für deine Antwort!

Mit dem Gedanken von Maulkorbsicherung hab ich mich seit gestern auch angefreundet. mmmmhhhh ist jetzt die Frage ... beide mit Maulkorb sichern? Beschädigungsversuche gegen ja nur von Sam aus, Tequila macht ja nichts (das konnten wir die letzten Wochen sehr gut beobachten).

Und bitte schlagt mich nicht, aber wäre es einen Versuch wert zeitgleich mit der Arbeit/Training hier im Haus den Sam einen Chip (chemische Kastration) einzupflanzen? Um zu sehen ob er sich hinsichtlich dessen verändert?

Momentan ist für alle Beteiligten hier nur Stress.

Tequila hat keinen Bock mehr und geht seiner Wege, ist natürlich nicht mehr so entspannt wie früher hier unterwegs. Eddy geht so ziemlich alles am A.... vorbei, Sam auf den man nur noch einen Blick haben muss und der Tequila provoziert und wir 2 Frauen hier, die unter Strom stehen und sich so richtig nicht mehr runterfahren können (was die Arbeit mit den Hunden natürlich erschwert).

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Hallo Mel,

ich hab immer beide gemaulkorbt, weil zwar die Angriffe immer von einer ausgegangen sind, die andere sich aber auch heftig gewehrt hat und dann beide geblutet haben.

Was ganz toll war - der Streß für die menschliche Familie fällt weg. Kein ständiges Aufpassen: kommen sie jetzt wieder in einer Engstelle zu nahe beeinander, werden sie sich gleich ums Kauzeug streiten, eine ist vom Platz aufgestanden, gleich wieder zurückschicken, wir erwarten Besuch, also eine in die Küche sperren, damit es nicht kracht bei der Begrüßung.

All dieser ständige Streß, der dann wie weggeblasen ist, die Gelassenheit, die man dann wieder ausstrahlen kann, und einfach mal in Ruhe die Hunde beoabchten, sich auf Körpersprache und Konfliktpunkte konzentrieren ohne gleich einzugreifen, weil man Angst hat, es kracht wieder.

Allein das bringt vermutlich auch bei den Hunden wieder mehr Ruhe rein.

Aus meiner Sicht spricht auch nichts dagegen, es mit einer chemischen Kastration zu probieren, gerade wenn du eine sexuelle Motivation vermutest. Kann auch leicht sein, dass es nach einer Dosis um die Pubertät zu umschiffen auch wieder gut ist und du hormonell später nicht mehr eingreifen musst.

SG

Viktoria

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Hallo Viktoria,

danke noch mal für auch diese Antwort von dir!

Puhhh, ist zwar jetzt nicht angebracht - aber es tut schon gut zu wissen, dass man mit so einem Problem nicht allein unterwegs ist und auch andere das schon hinbekommen haben.

Das stimmt einen doch zuversichtlich.

Nun gut, dann beginnt morgen (ich hoffe, wir finden einen passenden) das Maulkorbtraining.

Ja es liegt verdammt nahe mit der sexuellen Motivation. Deshalb werde ich es mit der chemischen Kastration zusätzlich mit Training probieren.

Ich will den jungen Mann ja nicht abgeben, er ist mir auch ans Herz gewachsen (auch wenn er Tötungsabsichten hat).

Vielen Dank!

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Wir hatten mittlerweile Kontakt zu einem Trainer aufgenommen. Tipps waren Ruhe ins Rudel bringen, Spiele nur noch mit jedem einzeln, Körperkontakt clickern.

Das haben wir nun auch getan - keine Besserung!

Du hast am 23.02. von dem Konflikt zum 1. Mal berichtet. Mittlerweile hast du einen Trainer eingeschaltet,.....wie lange war denn dieses Training? Ich mein es sind insgesamt nur 5 Wochen seit dem Vorfall vergangen.

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Hallo noch einmal,

ich hab mir jetzt mal deinen anderen Thread zu Gemüte geführt weil ich wegen der Tötungsabsicht erschrocken war. Aber nach dieser Beschreibung besteht da ganz und gar keine!! Im Eifer des Gefechts die Haut eines anderen Kurzhaarhund unversehrt zu lassen zeigt ein deutliches Mass von Selbstkontrolle auf! Das ist noch nicht einmal Beschädigungsbeissen sondern noch eine ritualisierte, stark gehemmte Aggression.

Meine Mädels haben am Anfang auch ohne Verletzungen gekämpft, sind aber dann in die Phase des Beschädigungsbeissens (also mit Löchern in der Haut) gekommen. Tötungsabsicht war nie vorhanden, da könnte man die gar nicht mehr zusammen lassen. Du schreibst ja sie pennen auf einer Couch und spielen miteinander.

Der junge Herr scheint im pubertären Hormonrausch zu sein und die älteren Hunde auszutesten bzw. einfach seine Grenzen zu suchen. Das ist normal und ok, soll aber bitte ohne Tierarztbesuche abgehen.

Drum rate ich weiter zum Maulkorb (für beide) und lass es die beiden so gefahrlos austragen - im Sinne von: wer kann wen von der Couch runterstarren, wer bleibt liegen, wenn der andere vorbeiwill etc. Und wenn sie handgreiflich werden (sind ja Terrier), dann kannst du sie das auch in Ruhe bis zum Ende auskämpfen lassen, damit beide wissen, woran sie mit dem anderen sind und wie weit der geht.

SG

Viktoria

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Hi,

also wir haben das mit unseren beiden Weibchen, ganz schlimm. Eine chemische Kastration haben alle drei wir haben zwei Weibchen und ein Männchen, das Aggresionsverhalten zwischen den Weibchen hat sich nicht geändert, wenn mein Mann da ist dann geht das immer gleich zur Sache, die haben sich vor zwei Jahren so verbissen, dass wir dachten einer ist blind, wir waren dann beim Tierarzt. Von einem Trainer bekamen wir den Ratschlag, dass die beiden nachts jeder in einem Käfig schliefen, da ist dann wenigstens Ruhe. Tagsüber geht es manchmal zur Sache, dann drehen wir uns rum und beachten sie nicht mehr. Die Sache mit dem Maulkorb finde ich ganz gut, werde ich mal ausprobieren.

Gruß

mecmayer

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@mecmayer........

da hätte ich schon längst über eine Vermittlung nachgedacht! Das ist doch kein Zustand und Dauerstress für alle Beteiligten. Mir tun die Hunde leid!

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Wenn ich Weibchen und Männchen lese, dann denke ich immer an Nager und nicht an Hunde :o

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