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Hundeforum Der Hund
Dota

Seelenhund mit Restrisiko? Oder: Kann man einem Hund 100% vertrauen?

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(bearbeitet)

Dein Hund - das unbekannte Wesen.

Erzogen werden sollten sie. Und wenn wir das einigermaßen hinbekommen, sie dann hören und mit der Umwelt kompartibel sind, ist es umso besser. Trotzdem können wir ihnen nie zu 100% trauen, denn nicht umsonst würde der Vorzeigehundehalter selbst denn nettesten Hund keine Sekunde mit seinem jungen Nachwuchs alleine lassen oder den gehorsamsten Hund an der Straße Freilauf gewähren. Schließlich weiß man nie, ist halt ein Tier, sogar ein Raubtier um genau zu sein...

Jedenfalls ist der allgemeine Tenor, dass es keine 100% gibt, denn ein Hund ist ja keine Maschine. Irgendwie bleibt da immer der Faktor X.

Ich hatte das große Glück einmal einem sogenannten Seelenhund zu begegnen und 12 Jahre meines Lebens mit ihm zu verbringen. Ich war jung, ich war naiv, Internet gab es für die gemeine Bevölkerung noch nicht, Hundeplätze waren nur was für Hundesportler und so erzog ich diesen Hund nach gutdünken und Bauchgefühl. Wo ich war, war auch mein Hund, wir machten jede Menge Lötsinn, stiehlen Pferde, gingen manchmal tagelang auf Wanderschaft, übernachteten irgendwo, kletterten über Zäune, schwammen durch Flüsse und all so Zeug...

Dieser Hund begleitete mich ab dem Tag meiner Unabhängigkeit meines Elternhauses die nächsten 12 Jahre und in meiner ereignisreichsten Zeit (zu allen bereit, das Leben entdecken). Der Hund lernte mich und ich ihn in allen möglichen Situationen kennen. Nach wenigen Jahren verstanden wir uns blind, präziser gesagt: Ohne Worte.

Wir waren eine Einheit, jeder hatte seine Macken, aber jeder kannte die auch. Wir unterhielten uns viel per Körpersprache. Der Hund lief fast nur ohne Leine. Er konnte mich super lesen, ich konnte ihn super lesen. Es war ein Fluß, wir waren ständig in Verbindung.

Diesen Hund habe ich zu 100% vertraut und für diesen Hund hätte ich jederzeit meine Hand ins Feuer gelegt.

Aber halt, es gibt ja keine 100%, da ist ja noch dieser Faktor X (Raub-)Tier und so. War ich jahrelang einer Illusion unterlegen? Warum dann hat es trotzdem 100% funktioniert? Reines Glück?

Meinem jetzigen Hund vertraue ich nicht zu 100%. Ich bin auch nicht mehr so jung und nicht mehr so naiv, mache nicht mehr so viel Blödsinn und ich habe Internet. Außerdem verstehe ich mich mit diesem Hund nicht blind. Ich merke, da ist der Faktor X, deswegen gibt es keine 100% und keine Hand, die ich ins Feuer legen würde.

Und trotzdem, ich weige mich zu glauben, dass es nicht möglich ist, einen Hund zu 100% zu vertrauen. Schließlich habe ich das so erlebt.

Ich denke, das kann sich einfach niemand vorstellen, der es noch nicht erlebt hat. Hätte ich meinen Seelenhund nicht kennengelernt, würde ich das vermutlich ebenso behaupten.

Kann das jemand nachvollziehen? Oder eben nicht?

Hat irgendwer ähnliche Erlebnisse?

Und überhaupt, wie kann es grundsätzlich nicht möglich sein, sich 100% auf einen Hund verlassen zu können, wenn es doch z.B. Blindenhunde gibt. Wäre ich blind und hätte einen Blindenhund, fände ich das schon sehr gruselig, wenn der nicht in jedem Fall verlässlich wäre.

(Ich habe übrigens schon live erlebt, dass ein Blindenhund nicht immer "funktioniert". Trotzdem wäre die Idee an sich wohl ziemlich sinnlos, wenn davon aufzugehen ist, dass dies grundsätzlich sowieso nicht möglich wäre.)

Edit: Nur zur Vorsorge: Dieser Seelenhund war kein Tutnix, wir haben unsere Mithunde und Mitmenschen nicht belästigt.

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Mir geht es ganz genauso wie Dir im Moment....

Ich hatte meinen Seelenhund....

Fast 12 Jahre lang - ich habe 100% vertraut.

Nun hab ich meine Emily... Ich kann für sie nicht annähernd so "die Hand ins Feuer" legen wie für Mandy...

Nicht desto trotz liebe ich sie und wer weiß wie ich in 12 Jahren reden werde....^^

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Ich finde es ebenso nicht "schlimm" oder "schlechter" keinen "Verlasshund" zu haben.

Ich weigere mich schlechthin zu glauben, dass es keine "Verlasshunde" gibt.

Sie mögen selten sein, gewisse Voraussetzungen mit sich bringen und vlt. bestimmte Entwicklungen und Menschen durchmachen müssen um so zu werden, aber ich meine, es gibt so 100%- Hunde!

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Ist es erst ein Seelenhund, wenn ich ihm zu 100 % vertrauen kann? :think:

Mein Gefühl sagt: nein

Ich weiß nicht ob ich einem Hund jemals zu 100 % vertrauen könnte, dafür müßte ich mir selbst ja erst einmal zu 100% vertauen und das tu ich nicht.

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Ich sehe das so ähnlich als wenn ich mit einem Kleinkind spazieren gehe. Mein Hund kann Situationen nicht so gut einschätzen wie ich , deswegen muss ich auf sie acht geben, dass hat gar nicht unbedingt mit hundertprozentigem Verdauen oder nicht zu tun sondern mit Vernunft und Verständnis.

Ich erwarte auch nicht das mein Hund immer Hundert prozentig hört , denn es ist ein Wesen mit Gefühlen, dass auch Angst , Freude oder ... auch mal impulsiv handeln kann. Selbst wenn der Gehorsam sonst so gut wie immer funktioniert. Je nach dem wie groß ich die Gefahr einschätze, sichere ich sie oder nicht.

Gestern zum Beispiel waren wir in einem verschneitem Wald spazieren und sie ist den ganzen Sparziergang wie eine bekloppte herum geflitzt. Als wir Richtung Landstraße kamen wo das Auto stand habe ich sie lieber angeleint, da mir das Risiko das sie in dem Moment doch noch mal los flitzt zu hoch war. Wehre sie in einer anderen Stimmung gewesen hätte ich sie wahrscheinlich hier nicht angeleint.

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Mein Tarzan war zum Beispiel war ein HUnd auf den ich mich in 99% der Fälle verlassen konnte. Selbst bei diesem einen verbleibenden Prozent (Jagd nach Katzenfutter) konnte ich ihm dann wieder vertrauen, weil er eben dann nur schnell dieses fraß und sofort weider da war. Er hielt sogar an Strassen an bei diesen Jagden und schaute nach Autos...

Andiamo jetzt ist auch ein Verlasshund aber nur weil er sich auch 100% auf mich verläßt.

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Ich kenne diese Gedanken auch. Ich hatte mit Alma einen Hund, für den ich in jeder Hinsicht meine Hand ins Feuer gelegt hätte. Es gibt solche Hunde, so richtig erklären kann ich das nicht.

Berta habe ich eigentlich auch absolut vertraut, sie hatte ein paar Ecken und Kanten, zeigte aber niemals eine Spur von Aggression.

Bei meinen jetzigen beiden ist das ein bisschen anders - Aggressionen zeigen sie auch keine, aber sie sind auch nicht so verlässlich wie Alma, was z. B. den Freilauf angeht.

Also lange Rede, kurzer Sinn: Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass es solche 100%igen Verlasshunde gibt. :)

Leider hatte ich von meinem nicht lange was. :(

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Dota, als ich deinen Text gelesen habe konnte ich mich absolut damit identifizieren. Ich hätte es selbst nicht besser beschreiben können. Mein Hund begleitete mich im selben Lebensabschnitt und wir haben genauso viele verrückte Sachen zusammen unternommen. Wir waren ein eingespieltes Team und konnten uns zu 100% aufeinander verlassen - und die Kommunikation funktionierte ebenfalls wortlos.

Bei meinem jetzigen Rüden ist es anders. Ich kann ihn gut einschätzen, daher vertraue ich ihm ebenfalls voll und ganz. Und genau aus diesem Grund muss ich bei ihm in manchen Situationen mit bestimmten Reaktionen rechnen. Beispielsweise weiß ich, dass wenn in der Nähe ein anderer Hund auftaucht, er diesen ganz sicher angehen will. Das ist dann der Moment in dem ich die Kontrolle übernehmen muss weil ich weiß wie er sich verhalten wird. Das ist aber für mich kein Grund ihm deswegen weniger zu vertrauen.

Ich kann also leider nicht darauf vertrauen dass er jederzeit die richtige Entscheidung trifft oder sich bedingungslos an mir orientiert.

Aber ich würde die Hand dafür ins Feuer legen, dass er niemals Menschen gegenüber gefährlich werden würde!

Ich denke umso älter man wird, umso mehr denkt man über mögliche Konsequenzen nach. Aber ich glaube nicht dass die kindliche Naivität die man früher hatte unbedingt negativ ist.

Also denke ich Mann kann seinem Hund zu 100% vertrauen, man muss ihn nur gut genug kennen ;)

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Ich vertraue Sunny auch zu hundert Prozent.

Bei dem was ich ihr zutrauen kann.

Den derjagdtrieb ist da und ich weiß es und er wird immer ein Faktor spielen.

Und er wird nie verschwinden.

Trotzdem sag ich das ich ihr vertraue.

Sie wird zu 100% nie einen Menschen beißen und sie wird zu 100% nie einen Hund beißen.

Das weiß ich.

Und ich weiß eben auch zu 100% das wenn ein Hase kommt ist sie weg.

Trotzdem hat sie mein vollstes vertrauen und ich versteh mich mit ihr auch wortlos.

Ich muss sie nicht draußen rufen, sie folgt von alleine.

Ich brauche wenig bis keine Wörter im Alltag mit ihr.

Bei Vivo ist das anders.

Aber er hat eben auch schon gezeigt das er nicht ohne ist.

Ich lass ihn auch nicht einfach zu kleinen Kindern obwohl er da noch nie was gezeigt hat.

Ich kann Vivo nicht zu 100%

Und trotzdem ist auch er mein seelenhund.

Sunny hat nen klitzekleinen Platz mehr im Herzen.

Aber Vivo ist schon einer der tollsten Hunde auf der Welt.

Auch mit seinen Macken,

Ich brauch nur einmal in die mandelaugen sehen und ich verliebe mich jeden Tag aufs neue.

Und bei Fly ist es mit dem vertrauen wie mit Sunny.

Wäre der übermäßige trieb zum jagen nicht würd ich beiden zu 10000% vetrtrauen.

Fly liebe ich sehr nur ist sie eher ein Kumpel als mein Seelen Hund.

Sie ist irgendwie autistisch und lebt in ihrer Welt.

Aber das ist auch gut so.

Sie ist wundervoll so wie sie ist.

Ich liebe meine Hunde. Mit allen Macken

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Ich kenne keinen Menschen dem ich 100% vertraue, nicht mal mir selbst. Ich kann da auch spontan umschwenken und halte dies auch für normal.

Warum soll ein Tier 100%-tig sein? Heißt das nicht auch er hat keine Individualität mehr.

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