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Hundeforum Der Hund
lyka

Wie verhalte ich mich als Hundeführer?

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Moin da draussen.

Entschuldigt bitte die skurile Überschrift, aber sie trifft mein Anliegen am besten.

Mein kleiner Scheisser ist nun ein halbes Jahr alt. Er ist ein Powerpaket, aber im Grunde leicht zu führen. Er hat einmal in der Woche Junghunde-Toben. Ansonsten ist anderer Hundekontakt irgendwie nicht möglich. Er wird auch geistig täglich gut ausgelastet mit ZOS und anderen Clickerübungen und lässt sich jederzeit (im Haus) auf in die Ruhe schicken.

In den meisten Siituationen weiss ich, was zu tun ist (eine Grundvorraussetzung ein souveräner Hundeführer zu sein *g*) und in den letzten Monaten haben sich viele Problemstellungen zum Guten entwickelt oder von selbst erledigt.

Die einzigen Schwierigkeiten hab ich draussen mit ihm (wie man hier im Forum schön nachlesen kann ;) )

Er schiesst nach vorne und will zu anderen Menschen. Das hab ich ganz gut trainiert und auch vom Timing her gut im Griff und behandelt. Da kommt er auch schnell runter und ich denke, dass wird sich "verwachsen", wenn man da ein Auge drauf hat.

Ich habe hier aber eine Schwierigkeit, die mich regelmäßig ins Wanken bringt und hoffe auf eure Kommentare und Meinungen.

Und zwar rastet er bei Hunden extrem aus. Er will unbedingt zu ihnen, um mit ihnen zu spielen.

Beispiele:

1.) Ein dreijähriger Tibet-Terrier-Rüde, freilaufend, läuft steif frontal auf meinen zu. Meiner will mit ihm spielen, ist an meiner Leine und zieht zu ihm hin. Meiner legt dem anderen z.B die Pfote auf den Rücken. Der andere greift ihn an. (Durch das ganze Haargezumpe kann ich kaum Mimik oder Warnsignale erkennen), sie kebeln sich laut. (Kommentare von Anderen: "Die Hunde sollen das unter sich regeln!" ... Hm... echt jetzt? :??? )

2.) Die anderen Hunde hier haben überhaupt kein Bock auf den Kleinen und gehen ihm aus dem Weg. (Oder die HuBesitzer auf mich)

Er WILL aber unbedingt trotzdem dorthin, springt volles Pfund in die Leine und schreit wie am Spiess.

Ich schreib nun extra noch nicht, was ich bisher versucht habe. Ich habe jeweils verschiedene Sachen Probiert. Wie verhalte ich mich bei sowas? Wechsle ich die Richtung? Geh ich allen HuFü´s nun aus dem Weg? Lass ich die Leine los und "sie das regeln"?

Setze ich schnurstracks weitergehen durch? Stehenbleiben und aussitzen?

Ich warte erstmal ab, was ihr zu den Sachen schreibt.

Liebe Grüße

lyka

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Hi lyka,

ich denke es ist immer ein Problem wenn ein Hund an der Leine ist und der andere Hund frei läuft. Ich versuche dies Situation grundsätzlich zu vermeiden. Geht leider nicht immer.

Ich denke nicht das Hunde dies unter sich ausmachen sollen. Wenn ein Hund an der Leine ist muss er auch sicher sein, dass sein Mensch ihn schützt und das regelt, denn er ist eingeschränkt.

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Huhu carcaro,

die meisten anderen Hunde sind freilaufend hier im Dorf. Stimmt, wenn der andere Hund auch angeleint ist, halte ich meinen auch zurück. Da ist meine Unsicherheit über mein Handeln nicht so groß, wenn ich es mir recht überlege.

Wenn der Pöbler meinen angeht, fällt es mir schwer ihn zu schützen, weil meiner ja so nach vorne geht. Soll ich den Tibet-Besitzer in Zukunft bitten, den Tibet ranzurufen und den Kontakt ganz zu vermeiden? Kann das nicht zu Schwierigkeiten führen, wenn meiner älter ist und "rüdiger" wird?

Liebe Grüße

lyka

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Er hat einmal in der Woche Junghunde-Toben. Ansonsten ist anderer Hundekontakt irgendwie nicht möglich.

Wenn die da wirklich nur miteinander toben, dann brauchst du dich nicht wundern, das er so abgeht wenn er einen anderen Hund sieht. Die sind das Signal jetzt geht die Post ab und er will genau das, was sonst wenn er einen anderen Hund sieht, passiert in dem Moment auch haben. Woher soll er auch wissen das es bei Anwesenheit von anderen auch anders geht?

Wir haben in der Hundeschule einen 5 jährigen, dem auch nur Tobestunden im ersten Jahr ermöglicht wurden und der auch heute noch beim Anblick des Hundeplatzes bellt und schreit weil er so aufgeregt über die "Möglichkeit" ist, das er erstmal eine halbe Stunde am Zaun sitzen muss, bis er im Gruppentraining mitmachen kann.

Abhilfe schafft meiner Meinung nur, gemeinsames Training mit anderen Hunden, ohne das dabei permanent getobt wird. Dann kann er lernen, andere Hunde bedeuten auch sich anständig zu verhalten.

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Huhu,

das hab ich vergessen zu schreiben: Er hat auch eine Stunde Basis-Training in der Woche. Das ist aber wegen Schneefall in den letzten Wochen 2-Mal ausgefallen.

Dort werden angeleint Ablenkungssituationen geübt. (Slalom durch andere, absitzende Hundeteams, usw)

Das geht nur mit Leberwurst-Flatrate *g*

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(bearbeitet)

1.) Ein dreijähriger Tibet-Terrier-Rüde, freilaufend, läuft steif frontal auf meinen zu. Meiner will mit ihm spielen, ist an meiner Leine und zieht zu ihm hin. Meiner legt dem anderen z.B die Pfote auf den Rücken. Der andere greift ihn an. (Durch das ganze Haargezumpe kann ich kaum Mimik oder Warnsignale erkennen), sie kebeln sich laut. (Kommentare von Anderen: "Die Hunde sollen das unter sich regeln!" ... Hm... echt jetzt? )

Wenn ein Hund an der Leine ist, gibt es keinen Kontakt.

Zum einen würde ich das den Besitzern der freilaufenden Hunde sagen und ich würde es auch nicht zulassen.

Kommt ein Hund auf Euch zu, stell Dich zwischen Deinen und den anderen. Reagiert der andere HH nicht und ruft seinen Hund nicht zurück bzw. hört dieser nicht, würde ich dem anderen deutlich machen, dass er zu verschwinden hat.

Verscheuch den anderen Hund.

Kann das nicht zu Schwierigkeiten führen, wenn meiner älter ist und "rüdiger" wird?

Nein. Warum sollte es?

Wenn Dein Hund früh lernt, dass Frauchen klärt und regelt, hat er später auch keinen Grund regeln zu wollen.

Ich sehe eher ein großes Problem, wenn er weiterhin solche Kontakte, gerade an der Leine bekommt.

Ob Hunde etwas "unter sich regeln" oder nicht, ist immer abhängig von der Situation.

Aber prinzipiell: ist es kein regelmäßiger (gewünschter) und längerer Kontakt ist da nichts "unter sich zu regeln". Da sollte jeder HH im Sinne seines Hundes regeln und eingreifen.

Selbst bei Kontakten, wo man die Hunde "mal machen lässt", sollten die HH immer regelnd eingreifen, wenn es zu heftig wird- egal auf welchem Gebiet (es geht ja nicht immer gleich im Beißerei)

2.) Die anderen Hunde hier haben überhaupt kein Bock auf den Kleinen und gehen ihm aus dem Weg. (Oder die HuBesitzer auf mich)

Er WILL aber unbedingt trotzdem dorthin, springt volles Pfund in die Leine und schreit wie am Spiess.

Ist doch super, dass ihr einige Begegnungen habt, die keinen Kontakt wünschen.

Da kannst Du doch super an dem Verhalten Deines Hundes arbeiten.

Er sollte lernen, dass es zum einen nicht immer Kontakt gibt und zum anderen, dass Du eh viel besser bist.

Wie Du das machst ist abhängig von Deinem Hund und Dir. Da gibt es ganz viele Wege und Möglichkeiten- clickern, Leckerchen, spielen....

Unterm Strich alles Bestätigungen, wenn er Aufmerksamkeit DIR gegenüber zeigt.

Ob Du die Richtung wechselst oder das Verhalten irgendwie sonst unterbrichst (ansprechen, Kommando einfordern, etc.) oder ob Du "abwartest", ist auch abhängig von Dir und Deinem Hund- vorallem von Dir, wie Du mit Deinem Hund "arbeiten" magst.

[=lyka]

Ich schreib nun extra noch nicht, was ich bisher versucht habe. Ich habe jeweils verschiedene Sachen Probiert. Wie verhalte ich mich bei sowas? Wechsle ich die Richtung? Geh ich allen HuFü´s nun aus dem Weg? Lass ich die Leine los und "sie das regeln"?

Setze ich schnurstracks weitergehen durch? Stehenbleiben und aussitzen?

Wie oben geschrieben sind das alles Möglichkeiten, die zum Ziel führen KÖNNEN- außer die Leine loslassen, das würde ICH nicht machen- warum habe ich auch weiter oben erklärt.

Anderen HH aus dem Weg gehen würde ich nicht. Dein Hund soll ja lernen, dass dieses Verhalten nicht gewünscht ist. Das lernt er nicht, wenn er keine Gelegenheit dazu bekommt sich falsch zu verhalten und richtiges Verhalten zu lernen.

Ein "Zauberwort" in diesem Bereich ist die Frustrationstoleranz.

Für Deinen Hund ist es purer Frust, dass er nicht zu anderen hin darf und er sollte lernen diesen Frust auszuhalten bzw. ihn gar nicht mehr zu bekommen, weil Frauchen ja soooo viel toller ist.

Unterm Strich "musst" Du Deinem Hund "nur" etwas bieten, was besser ist, als der andere Hund.

Am besten DICH! ;)

Edit:

Huhu,

das hab ich vergessen zu schreiben: Er hat auch eine Stunde Basis-Training in der Woche. Das ist aber wegen Schneefall in den letzten Wochen 2-Mal ausgefallen.

Dort werden angeleint Ablenkungssituationen geübt. (Slalom durch andere, absitzende Hundeteams, usw)

Das geht nur mit Leberwurst-Flatrate *g*

Dein Hund ist 1/2 Jahr alt- der darf noch eine ganze Zeit lang eine Flatrate auf Leberwurst haben ;)

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Hui danke Simone. Da hast Du aber viel geschrieben :-)

Das lass ich mal auf mich wirken :party:

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Ist doch super, dass ihr einige Begegnungen habt, die keinen Kontakt wünschen.

Da kannst Du doch super an dem Verhalten Deines Hundes arbeiten.

Hmm.. das ist leider ein wenig kompliziert... Ich werde geschnitten und gehänselt (Ja, Dorf-Kindergarten mit Frauen weit jenseits der 40) seitdem ich mich gegen die Hundeschule einer Dame hier entschieden habe mit der ich vorher, wie ich meinte, ein gutes Verhältnis gehabt zu haben. Das erfordert ein extra-Maß an Selbstsicherheit und "roter Linie" im Handling, welches ich momentan schwer aufbringen kann.

Ich möchte daher mit dem gelesenen hier nen Plan bekommen, auf Durchzug schalten und mich 100%ig nur auf mich und den Hund konzentrieren können.

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Hm - den Tibet-Terrier trefft ihr öfter - und dein Kleiner will immer wieder zu ihm hin?

Dann kann der gar nicht so schlimm sein in den Augen deines Hundes :kaffee:

Dein Junghund hat ein mal die Woche Kontakt zu anderen Hunden...in seinem Alter.

Dadurch lernt er keine Hundesprache....

Mein Tipp: Gut ausgewählte Hundekontakte außerhalb, du bestimmst dabei das Tempo, mit dem ihr euch dem anderen Hund nähert (das wird in der ersten Zeit sehr viel Geduld bei dir erfordern, denn er wird erst einmal ZIEHEN; also immer wieder ausbremsen, Stück für Stück annähern, immer wieder darauf achten, dass die Leine mal nicht auf Spannung ist...das ist echt mühselig, wird nicht so klappen wie du das willst...aber wichtig ist einfach erst mal, dass dein Hund nicht ungebremst im Galopp auf einen anderen Hund zustochern kann ;) )

Endlich beim Hund angekommen...leinst du deinen Hund ab, damit der Kontakt ohne Leine stattfinden kann.

Hunde, zu denen du keinen Kontakt wünscht, werden weiträumig umgangen - so weiträumig, dass es deinem Hund möglich ist, dabei an der Leine nicht auszuflippen.

Notfalls auch mal umkehren und einen anderen Weg nehmen.

P.S.: Leine würde ich niemals dranlassen, wenn ein Kontakt zustande kommt, die Verletzungsgefahr ist zu groß.

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Originalbeitrag
Ist doch super, dass ihr einige Begegnungen habt, die keinen Kontakt wünschen.

Da kannst Du doch super an dem Verhalten Deines Hundes arbeiten.

Hmm.. das ist leider ein wenig kompliziert... Ich werde geschnitten und gehänselt (Ja, Dorf-Kindergarten mit Frauen weit jenseits der 40) seitdem ich mich gegen die Hundeschule einer Dame hier entschieden habe mit der ich vorher, wie ich meinte, ein gutes Verhältnis gehabt zu haben. Das erfordert ein extra-Maß an Selbstsicherheit und "roter Linie" im Handling, welches ich momentan schwer aufbringen kann.

Ich möchte daher mit dem gelesenen hier nen Plan bekommen, auf Durchzug schalten und mich 100%ig nur auf mich und den Hund konzentrieren können.

Ach, Du glaubst gar nicht, was ich hier alles erlebe.... einfach auch, weil ich keinen Hundekontakt zu den Hunden und den Haltern hier will.

Du musst wissen, was Du für Dich und Deinen Hund willst und das würde ich dann auch durchsetzen...

Was anderere denken oder reden, sollte Dir dabei egal sein.

Ich hab hier auch schon seit fast 4 Jahren immer wieder Palaber. Anfangs hab ich noch diskutiert- ich bin ein Mensch, der gerne verstanden sein möchte.

Seit einiger Zeit lass ich das aber auch und handel nur noch... :so

Dadurch wird die Situation nicht besser- also, dass die anderen HH ihre Hunde nicht in meinen angeleinten rein rennen lassen- aber meinem Blutdruck und meinen Nerven gehts besser ;)

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