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Hundeforum Der Hund
MaryB

Mein erster Hund mit Jagdtrieb

Empfohlene Beiträge

Ja, jetzt hat es mich auch erwischt. Was habe ich jahrelang alle belächelt die mit Schleppleinen durch die Wälder zogen, selber schuld wenn sie sich die falschen Hunde aussuchen.

Hochmut kommt vor dem Fall. Nach 6 nicht jagenden Hunden (o.k. der Hovawart hat auch nicht reingespuckt, war aber gut abrufbar) haben wir jetzt mit Hund Nr. 7 eine Berufsjägerin ins Haus geholt. Vorgewarnt waren wir ja schon, es könnte sein, es gibt da welche mit mehr oder weniger Jagdtrieb usw. Gehofft hatten wir schon auf weniger Jagdtrieb - Pustekuchen.

Nele ist jetzt 8 Monate alt und ein Whippetmädchen. Während sie anfangs nur vereinzelt mal hier und da an Wild interessiert war, aber jederzeit abrufbar war - das haben wir vom ersten Tag an intensiv geübt - ist sie jetzt auf und davon - ohne dass überhaupt ein Reh zu sehen ist. Von wegen Windhunde sind Sichtjäger. Die schnüffelt am Grashalm, tut noch ganz unschuldig und schwupp ist sie verschwunden. Da reicht schon ein Vögelchen.

Jetzt habe ich mir eine Biothane Schleppleine, 10 m, bestellt - ich hoffe sie kommt schnell und das Buch "Antijagdtraining". Versuche es erst mal damit. Hat jemand das Buch gelesen?

Gruß Mary

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Ich selbst habe es nicht gelesen, aber viel Gutes darüber gehört. Damit liegst du sicher richtig.

Mir geht es übrigens ähnlich, ich habe auch das erste Mal Hunde, die sich nicht so ohne Weiteres ableinen lassen. Ich war von meinen vorigen Hunden echt verwöhnt.

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Es kommt mir sehr bekannt vor ;)

Ich habe 4 Monate Schleppleinentraining in dieser Zeit gemacht, intensiv trainiert und den Rückruf aufgebaut - so, dass ich mir ein dreiviertel Jahr Ruhe von solchen Dingen erarbeitet habe - vor Kurzem fing es wieder verstärkt an - also Schleppleine again :)

Du wirst sicherlich jetzt auch mit der Pubertät zu "kämpfen" haben - tröste Dich - solche Zeiten gehen vorbei, die Grundsteine scheinen ja schon super gelegt worden zu sein, Training mit der Schlepp mithilfe dieses Buches kann nur positiv sein :)

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Auf jeden Fall jetzt erst mal ne Zeit lang mit Schleppleine sichern, wenn der Hund schon Erfolge hatte. Jagen ist selbstbelohnend.

Insgesamt würde ich noch Impulskontrolle aufbauen (vielleicht mit einem gut durchdachten Reizangeltraining) und auf jeden Fall einen guten Rückruf und ein Abbruchsignal.

Damit solltest Du dann schon weiter kommen.

Ich habe das Buch gelesen und mich hat es wenig überzeugt. Um umzusetzen, was da geraten wird, müsste man mindesten ein Jahr lang im luftleeren Raum trainieren.

Leider gibt es keine anderen Bücher zu der Thematik, so viel ich weiß.

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Originalbeitrag

tröste Dich - solche Zeiten gehen vorbei....

oder auch nicht...dann tröste dich mit übersichtlichen Freilaufflächen und damit,dass 12kg Whippet einen auch bei häufigem Leinengebrauch nicht von den Füssen holen :)

Ich finde das Buch hat gute Ansätze. Ich würde nicht zu sehr aus nen Superrückruf setzen,sondern mehr an Stoppsignale,kommt aber auf den Hund an. Viele "echte" Jäger halten es kaum aus abzudrehen,vorstehen ist leichter ,bei Windhunden kann das natürlich auch umgekehrt sein.

Das Video ist eine gute Ergänzung und ein giter Trainer,der einem sagt,wenn man Fehler macht ist aber noch besser!

Ausserdem ein hoher Spieltrieb,ohne den ist man doch sehr eingeschränkt. Ich habe noch keinen Jäger kennengelernt,der ernsthaft über Futter am Wild kontrollierbar wurde. Ohne Spieltrieb kommt man an gewissen Korrekturen kaum vorbei,aber das erst viel viel später!

Ich wünsche euch viel Spass bei Training und denk dran "der Weg ist das Ziel" nicht auf entspannte Spaziergänge hinarbeiten,sondern sie machen :D

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Beim Whippet kommt sicher noch erschwerend dazu, dass schon das schnelle Rennen selbstbelohnend ist. Das Problem haben auch Setter gerne, in Ermagelung von vorstehbarem Wild (wie hier in der Gegend) rasen sie wie angestochen durch die Landschaft. Meiner war nach Monaten Training dann aber wengistens abrufbar.

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Nein, nein, nein, Fredbert, sowas möchte ich üüüüüüüüüüüüüberhaupt nicht hören :zunge::zunge:

Ich als unverbesserliche Optimistin hoffe einfach auf vorübergehende Zeiten, wenn es denn solche Zeiten sind :D

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Ich kenne das Buch nicht und ich kann mir unter dem Begriff "Antijagdtraining" auch nichts vorstellen.

Wenn ich mir einen Windhund zum Gefährten mache, muss ich davon ausgehen, dass ich mir einen Jäger ins Haus hole. Dafür wurden sie gezüchtet und das ist ihre Bestimmung.

Und ich bin nicht bereit, ihren Charakter zu brechen und sie zu verbiegen. Ich wollte Windhunde, speziell Barsois, mit allem für und wider.

Natürlich möchte ich aber auch nicht, dass sie jagen gehen, und der Schrecken aller Rehlein und Hasis sind.

Alle meine drei Windhunde sind ableinbar. Allerdings muss ich genau überlegen, wo ich spazierengehe. Ich kann nicht rumschlendern, sondern scanne stehts die Umgebung um eventuelles Wild zuerst zu sehen. Ich korrigiere das Scannen der Umgebung durch die Hunde sofort.

Gleichzeitig dürfen meine Hunde aber auch jagen. Kontrolliert beim Renntraining oder beim Coursing.

Sie lieben dieses Auspowern.

Die Schleppleine hatte ich für meine mittlere Hündin im Einsatz. Sie ist wie deine auch schon mal abgedüst, um zu gucken, wo das Rehlein wohnt. Wichtig fand ich, die Leine nicht nur als lange Leine zu benutzen, sondern ich wollte in der Zeit interessant für den Hund sein. Ich habe sie auf der Wiese Futterbröckchen suchen lassen und jedes Scannen unterbrochen. Uns hat es viel gebracht, und sie darf jetzt auch wieder frei laufen.

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Du wirst lernen auf diese spezielle 10tel Sekunde zu reagieren bevor der Hund abschiessen will ;)

Antijagdtraining habe ich mit dem Windigen nicht wirklich gemacht. Er hatte seine Jagderfolge in Spanien und Futter und Spiele haben ihn Null komma Null interessiert, also blieb nur das konzentrierte Spazierengehen. Das geht einem aber schnell in Fleisch und Blut über ;)

Ich drücke Dir die Daumen, dass Dein Whippet sich über andere Dinge ablenken und begeistern lässt. Wenn nicht geht die Welt nicht unter, man kann gut damit leben und lernt die Landschaft wesentlich intensiver wahr zu nehmen :) Hat also auch einen schönen Nebeneffekt ;)

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Huhu,

ich übe seit gut 3 Jahren mit meinem Rüden den Freilauf, da vor ihm auch keiner meiner Hunde Jagdtrieb hatte.

Wir hatten jetzt seit ewiger Zeit keine Abdüser mehr und wenn, dann in so kurzen Sequenzen, dass es für mich als kleiner Ausrutscher durchging.

Jetzt haben wir aber so ziemlich den ganzen Winter gar kein Wild mehr gesehen. Minos löst nicht mal auf Sicht aus, sondern auf Bewegung.

Dadurch, dass der Hund natürlich auch nicht konfrontiert wird, wiegt man sich da sehr schnell in Sicherheit.

Uns kam dann letztens auch ein Reh in die Quere und Minos fetzte hinterher. :Oo Das war dann kein Ausrutscher, auch wenn er über einen Bogen laufend dann in 2 Minuten wieder da war.

Es ist Frühling, zumindest dem Kalender nach. Ich habe das Gefühl, Minos ist deutlich wacher, will rennen, will sich austoben und deshalb muss ich sehr stark kontrollieren und aufpassen.

Ein Nachbar erzählte mir gestern, dass die Rehe jetzt auch aus dem Unterholz kommen und auch an Stellen äsen, die deutlich näher an Mensch, Spazierweg etc. wären.

Wir passieren so eine Stelle, wo er kürzlich Rehe gesichtet hat.

Nach dieser Aktion von letzter Woche kommt Minos jetzt an die Gurtflex, zumindest an solch prägnanten Stellen. Den Rest werde ich darauf abstimmen, wie er sich verhält.

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      in Hundeerziehung & Probleme

    • Jagdtrieb artet immer weiter aus

      Wer von mir und Amy weiß, der weiß wahrscheinlich auch, dass sie einen extremen Jagdtrieb hat.  In der Vergangenheit (sie ist jetzt 5 ) ist es vielleicht 4  Mal vorgekommen, dass sie draußen einem Tier wirklich hinterher gegangen ist. Für gewöhnlich bin ich verantwortungsbewusst und lasse es nicht so weit kommen. Die paar Mal waren blöde Ausrutscher. Menschen sind halt doof und machen Fehler.  
      Einmal ist sie einem Kaninchen hinterher, da wusste ich noch nicht, dass ihr Jagdtrieb so ist. Sie war noch ein Junghund.
      Dann ist sie irgendwann noch mal einem Kaninchen hinterher. Sie war an der kurzen Leine, es war sehr unerwartet, ich war sehr abgelenkt und sie hat mir dabei die Leine aus der Hand gerissen und meine Hand verletzt. 
      Und einmal ist sie einer Gruppe Rehen hinterher gehetzt und war eine Stunde verschollen. 
      Und beim letzte mal ist sie Wildgänse jagen gegangen obwohl sie vorher nie Gänse gejagt hat. Die waren echt weit weg und Amy ist plötzlich einfach abgedüst. Ist dann in einen Stacheldrahtzaun gerannt, hat sich überschlagen und kam darauf hin zurück. Da war sie nur sehr kurz und in Sichtweite weg. Trotzdem ziemlich blöd!  Das ist mittlerweile aber alles schon ein ganzes Weilchen her.
      Desweiteren hatte sie einmal in der Wohnung einen Jagderfolg. Sie hat in der Wohnung von meiner Mutter die Nachbarskatze, die durchs gekippte Fenster rein kam, gepackt und wollte sie töten. Mit drei Mann haben wir es geschafft ihr die Katze wieder aus dem Maul zu nehmen. Da war Amy noch nicht einmal ein Jahr alt und trotzdem meinte sie es wirklich ernst!    Von Anfang an habe ich viel mit Amy gearbeitet. Habe versucht den Jagdtrieb in die richtigen Bahnen zu lenken. Habe verschiedene Trainer aufgesucht. Verschiedene Methoden ausprobiert.  Doch bisher hat nie etwas wirklich richtig geholfen. Teilweise wurde es besser aber dann immer wieder schlimmer.    Zur Zeit bin ich wieder an einem Punkt, an dem ich nicht weiß wie es weiter gehen soll. Dabei sah es vor ein paar Monaten noch recht in Ordnung aus. Jetzt wird wieder nur die Gegend gescannt, alles fixiert was sich bewegt und ein Tier sein könnte. Ihre Körpersprache sagt sie ist jederzeit bereit fürs Hetzen. Kommt dann tatsächlich ein Tier vorbei hängt sie in der Leine und ist nicht mehr ansprechbar. Eigentlich egal was für ein Tier (außer bei gewöhnlichen Vögeln, da ist es nicht so schlimm).  Gestern zu Besuch ist Amy fast durch eine Glasscheibe (Gartentür/Fenster) gekracht weil auf der Terrasse eine Katze vorbei lief.    Ich weiß einfach nicht mehr was ich noch machen soll. Von Jahr zu Jahr wird es schlimmer anstatt besser.  Wenn ihr noch irgendwelche Ideen habt dann bitte her damit.  Oder wenn ihr Trainer kennt, die wirklich, wirklich gut in diesem Bereich sind, dann auch her damit. 

      Danke. 
         

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      Guten Morgen, das wird jetzt etwas länger, aber vielleicht mag ja wer mitlesen. ich habe ja schon öfters geschrieben, dass Minos bei allem was schnell ist von klein auf ausgelöst hat. Fahrradfahrer, Jogger, Walker - gut, die sind jetzt nicht sooo schnell, das ist alles kein Thema mehr. Im letzten Winter hat er dann auch die Fährten von Wild richtig wahrgenommen und ist mir 2, 3 Mal abgedüst, dann aber auch wiedergekommen. Das Längste was er weg war waren 2 Minuten. Ich habe ihn dann vom Rudel ausgeschlossen, was ihm dann auch eine Lehre war. Heute Morgen waren wir schon früh unterwegs. Unser Weg führte am Kanal entlang einen Feldweg hinunter. Vor uns sprintete ein Feldhase los, Minos hinterher. Ich habe ihn gerufen, NULL Reaktion. Ich habe mich dann umgedreht in der Absicht zu gehen (das war vielleicht eine Minute später) und auf einmal stand Minos auf dem Feldweg, ein paar Meter von mir weg und verharrte. Er wusste genau, was ich in dem Moment von ihm gehalten habe und genau das habe ich ihm dann auch gesagt: "A....lo..". Wieder habe ich mich umgedreht, habe ihn ohne weitere Ansage stehen lassen, habe Fly zu mir gerufen und wir sind dann gegangen. Ich habe mich nicht umgedreht, weils mir in dem Moment egal war, ob er mir folgt. Fly sah das genauso. Nach ungefähr 200, 300 Metern (wir waren außerhalb des Sichtbereichs von Minos, weil wir um eine Kurve mussten), habe ich dann gepfiffen und Fly zeigte mir an, er kommt. (Sie drehte sich in bestimmten Abständen immer wieder um) Irgendwann merkte ich, dass Minos unmittelbar hinter mir war, da ließ ich ihn auch. Wir kamen dann Richtung Wildwiese und vor mir sah ich ein Reh die Straße überqueren und in dieser Wildwiese verschwinden. Mit Absicht habe ich ihm hinterher geschaut. Es hoppelte dann weiter und auch hier habe ich mit Absicht weiter hinterher geschaut. Minos reagierte nicht und das Reh verschwand. Ich habe dann noch 2 Minuten gewartet und Minos in die Wiese geschickt. Ich wollte wissen, ob er das Reh tatsächlich nicht wahrgenommen hat oder ob er sich nun auf Spurensuche macht und genau das tat er. Er blieb aber im Sichtbereich und "kreiste" dann an einer Stelle. Hier rief ich ihn dann ab, er freute sich wie doof, weil er wieder Ansprache von mir bekam und Lob und dann ließ ich ihn wieder mitlaufen. Dritte Wiese. Hier tobt Minos immer gerne. Tja und damit scheuchte er dann ein Kaninchen auf. Es gab einen kurzen Sprint von 50 m, ich rief und er kam. Was mich wundert ist, warum löste das Reh nicht aus? War er wirklich noch so beeindruckt, dass ich ihn hab stehen lassen? Im Winter haben wir ein verletztes Reh gefunden, was nur 2 m von uns weg lag. Liegende Rehe interessieren ihn nicht und da löst auch nichts aus. Das heutige Reh hüpfte aber durch die Wiese und es war wirklich nicht weit weg. Gibt es das, dass der Auslöser nicht unbedingt vom Wild ansich abhängig ist, bzw. von der Geschwindigkeit? Katze löst auch aus bei ihm, wobei auch hier wieder nur eine rennende Katze; eine die sitzt interessiert ihn nicht. Ich denke jedenfalls, alles in allem sind wir noch nicht perfekt, aber es wird besser, Minos zu kontrollieren. Hoffe ich jedenfalls.

      in Körpersprache & Kommunikation


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