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polar-chat.de  Der Hund
Andrea2011

Befahren von Feld- und Forstwegen

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Aufgrund gegebener Veranlassung (Beantragung einer "Sondelgenehmigung") irgendwie einige Fragen eingefallen. Ich hab zwar grade mit der Stadt telefoniert, hatte allerdings mit einem Denkmalschützer nicht den richtigen Ansprechpartner. Ausserdem, wies mir immer passiert, sind mir die Fragen erst danach eingefallen... :kaffee:

Als Folge zur (hoffentlich bald) erteilten Sondelgenehmigung werden wir eine Genehmigung zum Befahren von Feld- und Forstwegen beantragen. Vorausgesetzt, sie wird erteilt, können wir dann rechtskräftig von einem Jäger oder Förster aus dem Wald vertrieben werden? Unsere Genehmigung hebelt dann doch das Weisungsrecht aus, oder?

Und jetzt die Fragen aller Fragen: HAT ein Jäger/Förster überhaupt die Befugnis, einen Autofahrer (der keine Genehmigung hat, sondern nur so da lang fährt) des Weges/Waldes zu verweisen? Reden kann er ja viel, sich wünschen auch - aber wenn es hart auf hart kommt, hätte er dann die Möglichkeit, ein Ordnungswidrigkeitsverfahren zu veranlassen, was nicht wegen "Aussage gegen Aussage" fallen gelassen wird? Ansch***en kann ja jeder jeden, aber obs wirklich rechtlich einwandfrei und durchsetzbar ist, ist ja ein anderes Thema.

Passend zum Thema, Befugnis. Ich habe einen Angelschein, bin im Angelverein. Bis dato habe ich zwar Jäger getroffen, wenn ich Abends los bin oder früh Morgens, die haben aber nur geschnackt und mir Petri Heil gewünscht. Hätte ein Jäger (oder halt der Förster) das Recht, mich zu verscheuchen? Als Inhaber des Fischereischeines habe ich das Recht, Feld- und Forstwege zu den Gewässern jederzeit zu befahren (ohne die Wiesen befahren zu dürfen, da muss ich zu Fuss). Im Falle eines Falles - was ist "stärker", Fischerei- oder Jagdrecht?

Neee, ehe ihr mutmaßt, die Fragen sind mir nur so eingefallen. Nix passiert, alles gut. :D:party:

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Schau ins Landeswaldgesetz ... Daran hat man sich zu halten und gut ist. Dort findest du auch Regelungen, wer den Wald befahren darf und wer nicht. ;)

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Ich bin jetzt was das angeht nicht paragraphenbelesen, würde es aber aus dem Gefühl heraus und meines Wissens so sehen:

Hast Du eine Sondergenehmigung, und ich gehe mal von aus in schriftlicher, offizieller Form, kann Dich kein Förster daran hindern.

Hast Du keine, hast Du Pech gehabt und der Förster kann Dir an die Karre pissen, wenn er es kontrolliert.

Ein bißchen kenne ich die Situation aus eigener Erfahrung. Bei mir war es aber nicht Angelverein, sondern Tauchverein. Unser Vereinsheim und -see lag auch ein bißchen abseits vom nächsten Parkplatz. Ich habe irgendwann mal jemanden gefragt, warum ich meinen ganzen Kram über holperige Waldwege per Sackkarre ranschaffe und es ein paar gab, die immer mit Auto da vor fuhren. Da wurde ich darüber aufgeklärt, daß diese Mitglieder eine Sondergenehmigung hatten, keine Ahnung warum. Ob sie im Vorsitz waren? Oder der Spaß ein paar Euros kostet? Oder sie körperlich eingeschränkt waren, um den Kram anderweitig dahin zu schaffen? Weiß ich nicht, hab nicht weiter nachgefragt. Auf jeden Fall war bei uns die Vereinsmitgliedschaft nicht automatisch die Sondergenehmigung Waldwege zu befahren und so kenne ich es von den anderen Vereinen (Angel-, Segel-, Faltbootverein), die da ansässig sind auch.

Bei manchen Gelegenheiten, z. B. bei Nachttauchgängen habe ich es aber auch schon mal gemacht und bin mit dem Auto bis zum See gefahren (kein Bock im dusteren Wald mit Taschenlampe und Tauchkrempel rumzulatschen). Hab immer gedacht, der Förster liegt jetzt auch gemütlich zu Hause auf dem Sofa, scheiß was drauf. Wurde aber trotzdem von anderen Vereinsmitgliedern schon mal darauf hingewiesen, daß ich das eigentlich nicht darf.

Wenn Du keine ausdrückliche Genehmigung hast, würde ich lieber nochmal nachhaken. Hier scheint es grundsätzlich so zu sein, daß eine Mitgliedschaft in irgendeinem Verein nicht automatisch eine Zufahrtsberechtigung beinhaltet. Hier bei mir gibt es eine Menge Waldseen, die teilweise auch viel von Anglern frequentiert werden. Ich sehe immer wieder welche, die mit Auto bis an den See fahren, aber der größte Teil schleppt seine Ausrüstung zu Fuß oder mit Karre runter. Wer weiß, ob die mit Auto sich auch nur einfach denken, scheiß was drauf, das riskiere ich. Ein Schild im Auto, wie z. B. Forstbetrieb haben die nicht im Auto. Die Chance aufzufliegen, ist ja auch recht gering, der Förster kann auch nicht überall sein und hat auch noch anderes zu tun, als Autos nachzustellen.

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Förster = Staatsbediensteter = ja

Ein Förster darf jemanden, der ohne Erlaubnis auf Wald- und Forstwegen fährt, aus dem Wald werfen. Und das ist dann ein "hoheitlicher Akt" und bindend wie z.B. ein Platzverweis der Polizei. Bei einem eventuellen Verfahren steht es dann auch nicht Aussage gegen Aussage.

Der Jäger dagegen ist nur der Jagdpächter. Er dürfte maximal den Jagdschutz üben. Aber ein Auto auf einem Weg wird wohl kaum das Wild zu sehr beunruhigen. Und wenn dürfte er das auch nur im eigenen Revier.

Als letzter Sonderfall ist noch Wald, der nicht von der Sondererlaubnis erfasst wird, weil die Erlaubnis beim Besitzer eingeholt werden müsste. Aber das ist absolut selten.

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Passend zum Thema, Befugnis. Ich habe einen Angelschein, bin im Angelverein. Bis dato habe ich zwar Jäger getroffen, wenn ich Abends los bin oder früh Morgens, die haben aber nur geschnackt und mir Petri Heil gewünscht. Hätte ein Jäger (oder halt der Förster) das Recht, mich zu verscheuchen?

Nein, sofern nicht verbeamtet/im Staatsdienst stehend. Mit dem Jagdschutz beauftragte Forstbeamte sind durchaus weisungsbefugt, der "gewöhnliche" Jäger dagegen hat Dir absolut gar nichts zu sagen, es sei denn, es betrifft unmittelbar seine Jagd.

Der Forstbeamte hat sich dann aber auszuweisen.

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Nun ja, der nicht-beamtete Jäger (und jeder andere Mensch im Wald auch) hat aber das Recht, deine Autonummer aufzuschreiben und dich zu melden. Ansprechen darf er dich natürlich - aber auf seine Ansprache muss man nichts geben. Die Anzeigen wegen unbefugten Befahren kann aber unangenehm werden, weswegen man sich auf jeden Fall gut stellen sollte ;)

Es stimmt auch nicht ganz, dass nur der Staatsbeamte (oder Angestellter - viele Förster sind "nur" im Angestelltenverhältnis und haben dennoch die selben Aufgaben und Pflichten) das Recht hat dich des Waldes zu verweisen.

Im Staatswald (Landeswald oder Bundeswald) ist das korrekt, aber 50% der Wälder in Deutschland sind Privatwald. Und wie auf jedem Grundstück hat der Waldbesitzer/Grundstückseigentümer das Recht, Autofahrer aus dem Wald zu schicken. Kein Recht hat er, ein Verwarngeld auszuschreiben wie es noch manche Förster dürfen (oder inzwischen auch nicht mehr? :think: Keine Ahnung wie es zur Zeit aussieht, das ist auch von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich). Aber Anzeige erstatten darf er natürlich.

Es ist also eine Frage der Besitzverhältnisse, und man muss den Eigentümer bzw den Verwalter des Eigentums um eine Eigentums um Erlaubnis bitten.

Im Staatswald ist das die Forstverwaltung/der Förster, im Privatwald der Besitzer, und im Falle von mehreren Wäldern durch die der Weg führt die Genossenschaft/Waldbesitzervereinigung/... oder eben auch wieder den Förster, so er mit Privatwald-Betreuung beauftragt ist (so war es in NRW, in SL-H gibt es die Landwirtschaftskammer die diesen Part übernimmt)

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