Jump to content
Hundeforum Der Hund
Aurora39

Mein Hund frisst alles vom Boden - Maulkorb sinnvoll oder nicht?

Empfohlene Beiträge

So blöd es vielleicht auch klingen mag; ich bin grad irre erleichtert dass dieses Problem hier mehrere kennen.

Unser Junior (natürlich ebenfalls ein Labbi, tadaaa) hat uns in den ersten Tagen auch ordentliche Schrecksekunden beschert - alles wurde ins Maul genommen und angekaut. Bei weichen Mini-Ästchen, wo er mal reingebissen und dann wieder ausgespuckt hat, wars noch nicht so tragisch, auch bei Blättern, die lediglich von A nach B getragen und wieder fallen gelassen werden, aber als wir ihm dann wie üblich sofort ins Maul gegriffen und einen Zigarettenstummel rausgefischt haben, oder ein weggeworfenes Plastikfolienstück, wurde uns auch erstmal anders.

Unserer Hündin haben wir auch zu ihrer eigenen Sicherheit (hier gabs in den letzten Jahren leider immer wieder mal Giftköderwarnungen, was mich sehr vorsichtig hat werden lassen) gleichmal antrainiert, auf "lass es" von potentieller Beute abzusehen (indem man ihr alles rausgefischt hat und natürlich in weiterer Folge ein fettes Lob verteilt wenn sie es nicht weiter beachtet), bei ihr ist es recht schnell gegangen, aber sie ist auch nicht so ein Staubsauger.

Mittlerweile, nach 2 Wochen penibelst dahinter sein (also seit uns diese Neigung aufgefallen ist) und immer wieder ggf ins Maul greifen und rausfischen, und wenns nur ein Blatt ist, ist es schon weniger geworden. Aber da werden wir mit ihm wohl noch ein Weilchen dahinter sein müssen.

In den ersten Tagen bin ich dann rund ums Haus erstmal mit der Großen alle Rasenfleckchen abgegangen und hab alles entfernt was gefährlich sein kann.

Möglich, dass ich mich irre, aber wenn er grad gefressen hat und wir nochmal kurz zum Lösen vor der (noch von mir verordneten) Ruhezeit rausgehen, is sein Interesse an rumliegendem Zeug weit geringer. (Wäre auch logisch. ;) Mein erster Wuffl war auch ein Welpe, den haben solche Dinge nicht großartig interessiert - da war maximal schnuppern und weitergehen...)

Bin mal gespannt wie lange es dauert bei ihm.

Maulkorb würd ich ihm in dem Alter allerdings auch nur seeehr ungern verpassen, da arbeite ich lieber an ungefährlichen Stellen mit ihm an der Thematik.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Man kann einen Welpen auch extrem verunsichern, indem man ihm natürliches Welpenverhalten abtrainiert.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Ja, dass es ein schmaler Grat ist, dessen bin ich mir bewusst - in der Wohnung spielt er mit so ziemlich allem was er zwischen die Zähnchen kriegt (und wenns leere PET-Flaschen sind ^^), hier liegt aber auch nix für ihn gefährliches herum.

Ich hab auch kein Problem mit Ästchen, Gras oder eben den Blättern - nur würde er zB Plastikfolie oder Zigarettenstummel schlucken, wäre das gefährlich für den kleinem Kerl.

Da wir zwar am Stadtrand, aber doch in einer relativ dicht bewohnten Gegend leben, findet sich leider immer wieder diverser Müll an den Feldrändern oder Wiesen ums Haus, ganz vermeiden lässt sichs leider nie, so sehr man auch vorher aufräumt. Da ist es mir wichtig dass er gleich mal lernt, dass gewisse Dinge nix für ihn sind.

Worauf er ziemlich gut anspricht ist, wenn er fürs hergeben dann eine Belohnung bekommt; entweder in Form eines Leckerlis oder eines Spielzeugs, oder einfach einer harmlosen Alternative die die Natur zu bieten hat. Oder eben das gute alte loben und flauschen.

Das war mir wichtig - das hergeben mit 'oh das lohnt sich' für ihn abzuschließen. ;)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Bei einem welpen ist das noch völlig normal. Da würde ich nichts groß abtrainieren. Meist geht die phase ja von selbst vorbei. Da gilt einfach aufpassen. Wir haben immer das kommando "zeigen" eingeführt. Ich habe mir alles hocherfreut angeguckt und wenn es harmlos war durfte sie es behalten, ansonsten gabs ein leckerlie und das ding kam weg. Verbieten würde ich vermeiden,;kluge hunde wissen schnell dass sie wesentlich fixer dind als frauchen und schlingen es dann einfach runter. Mit der zeit verlor sich der sammel u fressdrang, genauso wie beim welpen davor. Jetzt frisst sie nur noch wirklich tolle sachenin ausnahmefällen. Wenn ich aber wirklich einen hund vom typ staubsauger hätte, hätte ich kein problem damit den draußen mit maulkorb laufen zu lassen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Also ich finde es sehr traurig wenn man einem hundekind blättchen sammeln verbietet. Gibt wirklich nichts süßeres. Der welpe will seine umwelt endecken. Hände hat er nicht, deshalb steckt er sich wie babies ebrn auch, alles ins maul. Meine haben auch müll gesammelt, kippenstummel, plastik.. das geht vorbei. Einfach in der zeit aufpassen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Dass ein Welpe im Alter von 12 Wochen natürlich alles anschnüffelt und verschiedenste Materialien kennenlernt durch mal ansabbeln, is klar, und solange es nichts Gefährliches is darf er das ja auch.

Unsere Züchterin hat dem Kleinen, eben weil er erst nicht sammeln sondern runterschlucken wollte, auch schon Dinge aus dem Mäulchen genommen.

Wir handhaben es aktuell z.B. so, dass wir im Zweifelsfall schauen was er grad hat - ist es harmlos, wie zB Ästchen oder Blätter, kriegt ers eh mit einem dicken Lob fürs mal loslassen und zeigen wieder, während ungeeignetes Zeug (wo Erstickungs- oder Vergiftungsgefahr bestünde) in einen Kotbeutel wandern und er fürs hergeben was Gutes aus der Hand oder eine harmlose Alternative (er trägt gerne Ästchen oder knabbert drauf rum, als Beispiel) gezeigt bekommt.

Verunsichert ist er deshalb nicht; er schaut uns, wenn wir nicht vorher sehen was er sich gekrallt hat (was auch mal vorkommen kann, so sehr man auch aufpasst), schon neugierig an wenn wir seinen Fund begutachten und freut sich den Popo weg wenns dann was feines oder lustiges gibt.

Auch unsere HT finden nix schlimmes dran - eben, da wir zum ersten Mal so einen Staubsauger haben, haben wir uns vor dem Welpenkurs schonmal schlau gemacht, eben weil wir ihm nicht seine welpentypische Neugier nehmen, ihn aber auch nicht dem Risiko einer Vergiftung oder einer NotOP aussetzen wollen.

Einen Maulkorb allerdings fände ich in dem Alter noch zu heftig, eben weil er da in puncto die Welt kennenlernen doch weit eingeschränkter wäre. Bei einem pubertierenden oder erwachsenen Hund okay, fürn Anfang, aber 12 Wochen und Maulkorb... ich weiß nicht :/ das wäre für mich nur eine absolute worst case-Option, wenn garnix anderes helfen würde.

(Soll jetzt nicht heißen dass ich es verurteile wenn jemand sich so sicherer fühlt, ich persönlich bin da halt eher beim Üben von "lass es" angesiedelt. ;) )

Mittlerweile ist aber auch sein Interesse an Zigarettenstummeln schon deutlich gesunken - ich bin zwar für den Fall der Fälle natürlich am Aufpassen und schauen was ihm so vorm Rüssel liegt, aber er schlendert nach dem Schnüffeln schon locker-flockig weiter und lässt das Zeug brav Zeug sein. Und wenns so läuft misch ich mich auch nicht ein. ;)

Abends gehen wir mit so einer Jogging-Stirnlampe raus, da seh ich auch was so am Boden rumliegt, oder eben wir sind einem Weg neben dem Haus, der beleuchtet ist und wo man auch im Feld nebenan noch gut sehen kann.

@Lexx:

Haben deine gesammelt oder wollten sie's schlucken?

Wenn letzteres: Wie lange hats bei deinen gedauert bis sie das Interesse an ungeeigneten Dingen verloren haben bzw unterschieden haben was okay und essbar is, und was nicht?

Hast du einfach gelassen, oder hast du ihnen beim Unterscheiden geholfen?

*neugierig auf andere Erfahrungswerte* :)

Und ich geb dir absolut Recht; ob Blättchen tragen oder ein Ästchen durch die Luft schmeißen, ich find das auch total süß! :)

Oder mit einer leeren PET-Flasche durch die Wohnung albern. Oder mit einer leeren WC-Papier-Rolle herumschießen. ^^

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Bolle hatte das als Welpe/Junghund auch gemacht - alles fressen wollen. Er ist alles, nur kein Labbi... Ich habe höllisch aufgepasst und bei Fressbarem wie Kacke das NEIN eingeführt. Das klappt eigentlich auch schon sehr gut. Impulskontrolle habe ich auch geübt mit Leckerchen usw. usw.

Es wird besser, :yes:

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Bolle hatte das als Welpe/Junghund auch gemacht - alles fressen wollen. Er ist alles, nur kein Labbi... Ich habe höllisch aufgepasst und bei Fressbarem wie Kacke das NEIN eingeführt. Das klappt eigentlich auch schon sehr gut. Impulskontrolle habe ich auch geübt mit Leckerchen usw. usw.

Es wird besser, :yes:

Ich habe, weil ein "Nein" die Sachen irgendwie noch interessanter gemacht hat, mit "was ist das denn feines?" und tauschen gegen ein Superleckerlie (Harzer Käse) gute Erfahrungen gemacht.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Ach so - ich habe dann auch meistens ein Leckerchen gereicht wenn die Köttel liegen geblieben sind. :)Jetzt aber auch nicht mehr. Nur noch ab und zu.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Ich habe, weil ein "Nein" die Sachen irgendwie noch interessanter gemacht hat, mit "was ist das denn feines?" und tauschen gegen ein Superleckerlie (Harzer Käse) gute Erfahrungen gemacht.

 

Ein "Nein" oder "Pfui" kennt Emma auch und ebenso das Tauschgeschäft. Wenn sie irgendwas aufnimmt sage ich "Lass mich mal gucken" und sie bringt mir dann das, was scheinbar super toll ist. Gott sei Dank macht sie das, denn sie brachte mir letzte Woche auch einen Angelhaken samt Schnur und Köderresten. ... ich hätte also kein Nein mehr sagen müssen, aber es ist trotzdem aus mir rausgeflutscht (Deja vu - ich wollte nicht nochmal einen Angelhaken im Hundemagen haben).

 

Ich mach also beides, bzw. das "Nein" oder "Pfui" kommt eigentlich nur, wenn sie doch mal etwas kosten möchte (oder wenn das Nein vor Schreck aus meinem Mund flutscht). Ansonsten habe ich mir immer alles zeigen lassen. War es etwas Harmloses, bekam und bekommt sie das nach dem Anschauen zurück. Also ich lasse sie auch manchmal nen Knochen (vom toten Schaf oder von toter Ziege) mitschleppen und sie darf da ruhig auch mal dran knabbern...wenn ich das vorher begutachtet habe. 

 

Sie weiß also, dass ich ihr nicht generell alles abnehme und wenn ich ihr etwas abnehme, gibt es einen Ersatz (hab ich nix dabei, gibts flott ein lustiges Spiel)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

  • Das könnte Dich auch interessieren

    • Junghund frisst morgens Möbel an...

      Hallo zusammen,   mein Aussie ist jetzt 7 Monate alt, und bis jetzt hatten wir mit dem alleine bleiben nie Probleme. Seid ein paar Wochen fängt er an, nachdem er seinen gefüllten Kong (Frischkäse eingefroren) fertig hat, die Wohnung zu erkunden und frisst dabei Stühle, Tische etc. an. Das was ging entfernen wir morgens, aber einiges geht leider nicht.   Folgendes haben wir probiert: - Bevor er in die Wohnung kommt Futter verstecken - Schnüffelteppich und a

      in Hundeerziehung & Probleme

    • Ö und I öffentliche Verkehrsmittel-Maulkorb

      Hat hier jemand Erfahrungen?    Muss ein Hund in Österreich und Italien in Bus und Bahn ein Maulkorb tragen?   Gibt es da diese Auflagen?   Bin da bald im Urlaub unterwegs.   Danke euch für ein paar Hinweise

      in Hundeerziehung & Probleme

    • Hündin frisst seit Wochen sehr wenig bis Garnichts

      Weiß nicht ob ich in der Kategorie richtig bin....notfalls verschieben. Und sorry wenn es vielleicht etwas wirr erscheint, aber ich kann schon kein klaren Gedanken mehr fassen... Hallo Ihr Lieben, ich hoffe Ihr könnt uns vielleicht helfen da Tierärzte und Tierklinik auch nicht weiter wissen und wir mit unserem „Latein“ am Ende sind. Unsere Patty fing vor ca. 5 (6 ?) Wochen an ihr Futter nicht mehr so zu fressen. Es handelt sich dabei im eingeweichtes Trofu mit Nassfutter gemi

      in Hundekrankheiten

    • Lia frisst nur aus der Hand

      Hallo zusammen, Vielleicht hat der eine oder andere unsere Geschichte seit Dezember mitverfolgt. Die Kurzversion ist, dass Lia Anfang Dezember einen schweren Unfall hatte und sich das Genick gebrochen hat. Da sie logischerweise Schmerzen hatte, wenn sie den Kopf zum Fressen gesenkt hat, wurde sie aus der Hand gefüttert. Ich habe nun beobachten können, dass sie für sie attraktive Leckereien wieder vom Boden aufnehmen kann. Ich stellt ihr also den Napf hin und sie fürchtet sich daraus zu fres

      in Hundeerziehung & Probleme

    • Der Maulkorb - Pro und Contra

      Angeregt durch die Diskussion in einem anderen Thread habe ich mich gerade gefragt, was eigentlich für oder gegen den Gebrauch eines Maulkorbs sprechen könnte. Ich hätte jetzt die (naive?) Vorstellung, dass ich bei einem Hund, der beispielsweise kritisch mit Menschen (gerade innerhalb der Familie) agiert, ein gutes Maulkorbtraining absolviere, ihm dann das Ding im Alltag aufsetze und abends wieder abnehme. Routinemäßig. An einer Stelle im Thread las ich so etwas wie "kein Vertrauen", wenn der Hu

      in Hundeerziehung & Probleme

×
×
  • Neu erstellen...

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie zu, dass wir Cookies verwenden, um unser Angebot zu personalisieren. Mehr erfahren.