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Hundeforum Der Hund
maravia

Meine Hündin wird Teil eines Rudels

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Hallo zusammen,

ich habe mal wieder eine Verhaltensfrage ;) .

Meine Hündin, wie die meisten nun wohl wissen, ist sehr isoliert aufgewachsen und musste bei mir erstmal lernen wie man mit Hunden umgeht. Anfangs war sie nur am pöbeln, mittlerweile kann ich sie durch jede Hundebegegnungen offline führen. Sie hat gelernt die anderen Hudne zu lesen und weiß ziemlich genau wenn ein Hund nicht freundlich gesonnen ist, da geht sie selbst in ein Meideverhalten.

So weit so gut. Jedenfalls hat sie sich so toll gemacht, dass ich mir gedacht habe das es Zeit war sie mit einem Rudel zu konfrontieren. Ich habe im Stall nun jemanden mit einem Rudel von 4 Hunden, alle sehr lieb und gut sozialisiert wenn auch etwas distanziert gegenüber fremden Hunden.

Das klappt hervorragend. Die Hunde hatten sofort Respekt vor meiner Hündin (wie macht die das nur immer? :??? ) und meine Hündin geht richtig auf in der Rudeldynamik.

Sie verbringen nun täglich mehrere Stunden miteinander und nun nach ein paar Wochen scheint mir als wäre meine schon ein fester Teil des Rudels. Sie sind immer zu 5. unterwegs und machen alles gemeinsam.

Finde ich erstmal super.

Zumal meine Kleine soooo viel lernt.

Vor ein paar Tagen haben sich z.B. zwei Hunde liebgekost und meine stand daneben und hat sich das total interessiert angesehen und ist dann zu einem anderen Hund gegangen und hat genau das selbe gemacht. Das war echt zum schießen :so .

Eine Sache macht mir allerdings Sorge.

Die anderen Hunde sind Katzen nicht so richtig gewöhnt und es kam nun schon mehrmals zu einer Keilerei zwischen Hund und Katze (meine Katze hat angefangen :Oo ). Meine Hündin geht immer dazwischen und schlichtet.

Ebenso wenn die Hunde mit ihrer Besitzerin toben, und sie wie ein Flummi an ihr hoch springen. Da geht meine auch dazwischen. Sie kann es partout nicht haben wenn ein Hund einen Menschen, in welcher Weise auch immer, wild "angeht".

Bei solchen Dingen hole ich sie raus.

Natürlich haben die Besitzerin und ich uns verständig das wir nicht mehr mit unseren Hunden toben, aus Rücksicht auf meine.

Dennoch ist meine immer so eine kleine Wächterin und muss immer alles regeln und kontrollieren. Sie ist einfach so.

Außerdem kam es einmal zu einer ganz kurzen Beißerei zwischen meiner und der unangefochtenen Chefin des anderen Rudels. Das war aber wirklich nur kurz und auch nicht gefährlich und seither scheint mir alles irgendwie geklärt zu sein, und es ist absolut ruhig und dynamisch zwischen den Hunden (die Chefin hat sich meiner auch untergeordnet).

Da ich mich aber mit Rudeln absolut nicht auskenne frage ich mich schon ob da noch was "kommen" kann?

Ich finde es wirklich gut das meine Hündin lernen kann in einem Rudel zu leben, aber es müssen schon die Vorteile überwiegen, sonst nützt es ja nichts.

Was meint ihr? Liest es sich als würde mein Hund Stress mit der Situation haben, oder gut zurecht kommen?

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Wow, macht deine Kleine sich toll =)

Ob sie sich wohlfühlt und von einem (zeitweise) Leben in einem Verband profitiert, hast du dir im Text schon mehrfach selber beantwortet :D

Von deiner Beschreibung her habe ich aber eher den Eindruck, dein Hündin ist vorher nicht nur isoliert aufgewachsen - evtl. hat sie ja auch eine andere, nicht-isolierte Zeit gehabt, bevor sie zu den Vorbesitzern kam :think:

sie "schlichtet" - eine tolle Eigenschaft, wenn sie souverän genug ist, dass die anderen Hunde dies auch akzeptieren (können). Hört sich aber so an ;)

Sie bei ihren "Schlichtungsversuchen" von Interaktionen zwischen Mensch-Hund (das Anspringen der anderen Hunde von "ihrem" Menschen) rauszuholen, ist allerdings richtig; es ist Aufgabe des Menschen, den Kontakt zu seinen Hunden zu lenken, da hat ein weiterer Hund nicht mitzumischen.

Sie aus dieser Situation ruhig und bestimmt rauszuführen, hat den positiven Nebeneffekt, dass du ihr Grenzen setzt, nicht nur im Umgang mit Menschen. Nimm sie ruhig und bestimmt raus, lass sie aus der Distanz beobachten und erkläre ihr ganz ruhig die Situation, und dass dieser Mensch es ok findet, wenn seine Hunde ihn anspringen und er schon selber in der Lage ist, dies zu regeln wenn er möchte.

Zwar wird sie kein Wort davon verstehen...aber sie wird IHREN Teil aus deiner ruhigen und bestimmten Art lesen und lernen ;)

Wie schlichtet sie bei Konfrontationen zwischen Hund und Katze? Akzeptieren beide Kontrahenten ihr einschreiten?

Beobachte die Dynamik, die sich durch die neue Konstellation in diesem Hundeverband entwickelt - einen Teil (das kurze "Abklären" zwischen deiner Hündin und der "Chefin" des Rudels) hast du ja schon gesehen, greife ein, wenn du meinst dass es nötig ist - ansonsten hört sich das aber für mich sehr harmonisch an.

Da dies ja ein Dauerzustand sein soll, wird sich im Laufe der Zeit die Struktur noch festigen; richtige Auseinandersetzungen befürchte ich allerdings nicht mehr, die Hunde haben untereinander schon festgestellt, dass sie friedliche Absichten haben.

Allerdings würde ich sie nie unbeaufsichtigt lassen, immer mal wieder ein Auge drauf haben und Präsenz zeigen.

Das eigentliche Leben deiner Hündin (das Zusammenleben mit dir) hat sich übrigens nicht geändert, genauso wie das Leben des Rudels mit ihren Menschen.

Aber das Leben deiner Hündin hat sich bereichert durch die Stunden gemeinsam mit dem Rudel :)

Freu dich darüber - ich finde es toll =)

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Huhu Moni :kuss: ,

danke für deine Antwort.

Damit bestätigst du mich einerseits sie schon weiterhin auch zu "führen" im Sinne von rausnehmen aus gewissen Situationen, andererseits aber auch das sie wertvolle Erfahrungen sammeln kann.

danke das ist schon mal sehr hilfreich für mich.

Ich bin immer so unsicher wenn es darum geht einzugreifen oder nicht :redface .

Als sich der Hund mit der Katze geprügelt hat, ist sie ziemlich deutlich dazwischen gegangen und hat getrennt. Allerdings völlig lautlos und ohne Maßregelung. Die Streithähne sind sofort auseinander.

Sie hat die zwei dann allerdings nicht aus den Augen gelassen. Erst als ich die Katze "entfernt" habe, weil sie die ganze Zeit so in Lauerstellung und kurz vor einem weiteren Angriff war.

Ein richtiges Biest die Kleine (also die Katze ;) ).

Auch als meine Katze einen der Hunde in den Stall getrieben hat und ihn gestellt hat (Hund hat panische Angst vor Katzen) und der arme Kerl keinen Ausweg mehr wusste holte sie die Katze da weg. Ich habe das gar nicht so mitgekriegt das die Situation so brenzlig für den Hund war :redface .

Meine Killerkatze lässt sich von nichts und niemandem was sagen. Nur von meinem Hund, der darf alles mit ihr machen. Schon komisch irgendwie.

Und ja du hast recht, darüber sprachen wir ja auch schon mal, ich denke auch das meine irgendwann mal die Hundekommunikation beigebracht bekam, aber einiges einfach in Vergessenheit geraten ist. Sie ist ja sehr deutlich und irgendwie souverän auch wenn mir das total komisch vorkommt (weil eben alles dagegen spricht was ich über sie von den VB weiß).

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Nun ja, gewisse Dinge sind halt angeboren.

Es gibt Hunde, die souverän für Ordnung und Struktur sorgen, das können sie von Natur aus, man darf es halt nicht "wegerziehen" oder unterdrücken oder sie ständig in chaotische Situationen (Hundewiese) bringen.

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