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Hundeforum Der Hund
McChappi

Wie den Teufelskreis durchbrechen? Leinenaggression

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Hallo.

Es kostet mich einiges an überwindung das hier zu schreiben, weil man oft blöde sprüche erntet oder ähnliches. Was dann selten hilft und man nur noch gestresster ist. Oder es wird einem in 5 Monaten aufs Brot geschmiert

Trotzdem sind hier im Forum sehr viele, die Ahnung haben oder sogar ähnliches durch gemacht haben und mir vielleicht helfen können. Vielleicht aktiv oder mit nem Rat.

Es geht um Vivo und ich fange mal da an wo alles anfing und dann erst sehr schlecht wurde, dann einige Zeit sehr gut und in den letzten wochen wieder vermehrt schlechter.

Angefangen hat das Problem letztes jahr um Karneval rum.

Eines Abends ging mein Freund alleine mit den Hunden. Zu der zeit war es um 18-20 uhr noch stock finster.

Im Dunkeln kam dann von hinten ein Jack Russel auf meinen Freund und die 3 Hunde gelaufen. Vivo war angeleint. Der besitzer vom Jack Russel war sehr weit weg.

Mein Freund bemerkte den JRT nicht bis er fast hinter ihm war und vivo sich erschrack sich umdrehte und zubiss.

Er ließ sofort wieder los, schnupperte dann an dem Hund und leckte ihn ab.

Er hatte keine anzeichen davon ads er ihn verletzten wollte. Es machte eher den anschein das er einfach handelte weil im dunkeln plötzlich ein Hund ins rudel lief und mein Freund das nicht bemerkte.

Vivo zeigte danach keinerlei agressionen sondern versuchte sogar eine spielaufforderung.

Daher war es wohl er ein Unfall.

trotzdem hatte er gebissen und der hund hatte auch ein Loch.

Die Versicherung wolte nicht alles bezahlen, da vivo angeleint war, der JRT nicht und der HH sehr weit weg.

Wir brachten die Versicherung aber dennoch dazu alles zu bezahlen.

Doch was dann folgte war der Anfang von allem. Der HH war total cool. Sagte wenn alles bezahlt wird ist es ok und die Sache vom Tisch. Seine Frau nicht.

Sie schickte uns 1000 SMS, kam einfach bei mir in den Laden und drohte uns.

Erst wollte sie das Vivo MK und Leine trägt. Dann wollte sie das wir ihn nu noch im garten halten, danach kam ne SMS ob wir ihn nicht lieber einschläfern lassen und hinter her noch ne andeutung das sie ihn vergiften wird wenn noch mal was passiert.

Ich hab in der zeit nur noch geheult. Wir haben das einfach über uns ergehen lassen damit sie keine Anzeige macht. Wir haben es geschluckt und sogar noch ein Geschenkkorb geklauft.

Iregndwann war auch Ruhe und nach einigen Wochen hat sie sich sogar bei mir entschuldigt.

Meine eigenen Hunde wurden auch schon gebissen. Auch mit ähnlichen oder schlimmeren verletzungen.

NIE hab ich mich so benommen. Mat hat einfach die personalien ausgetauscht, in der situation sicher auch mal geflucht und geschimpft und geheult, aber danach auch wieder runter gekommen. Nie hab ich iregendwem gedroht obwohl ein Hund Fly mehr mals attakiert hat.

Und auch von anderen Beißerein die ich mit bekommen habe, hab ich nie so ein Drama erlebt.

Und der JRT hatte nur ein Loch, keine große wunde.

Naja wie dem auch sei, Nach dem wir wochenlang so ein Phsychoterror durch machen mussten (und ich zitter jetzt noch wenn ich ds schreibe) konnte ich vivo nicht mehr einfach ableinen oder laufen lassen mit schlepp.

Sah ich nen fremden Hund bekam ich fast schon Panik, herzrasen. Ich leinte ihn an. Hielt ihn kurz und so trugen wir dazu bei das Vivo an der Leine so massiv reagiert wie er es jetzt tut.

Zwischen durch sind wir wieder cooler geworden. Vivo auch etwas enspannter, aber seid der situation vor knapp einem Jahr läuft es immer gleich ab. Mittlerweile hört vivo so gut das ich ihn zwar ableinen kann, aber sofort rufe und anleine wenn fremde hunde kommen.

Für ihn bedeutet das das jetzt was passiert, ads er jetzt in alarm bereitschaft stehen muss.

Kommt ein Hund nah vorbei geht er sofort in die leine und schnappt wie blöde nach dem Hund.

Ist er etwas weiter weg kann ich es sehr gut händeln.

Aber auf dem Hundeplatz, auf Hundetreffen, Hundemessen usw ist er garnicht so. Er ist total zuckhalten, verträglich geht jedem Konflikt aus de Weg.

Gestern kam ein neuer Hund in die Obi gruppe. Unkastrierter frecher Chihuahua. Er ranhte auf Vivo los und vivo zuckte nicht mal mit der Wimper. Das gleiche zenario beim gassi wäre absolut anders ausgegangen.

Ich denke das Vivo zu 95% total lieb reagieren würde, wenn ich ihn beim Gassi abgeleint ließe wenn ein anderer Hund kommt. Aber ich kann es nicht. ich kann ihn nicht ableinen und hoffen das es so ist. ich hab so eine angst das was passiert und wir wieder trerror haben oder gar dann ne anzeige,

Aber wenn ich ihn anleine wird er sich immer so gerbärden.

Was soll man da machen ?

Sobald wir mit dem fremden Hund ein stück gehen, kann ich ihn ableinen und nix passiert.

Mit Maulkorb ableinen möchte ich auch nicht, da es auch hunde gab und gibt die angst ahben weil sie umgerumpelt wurden. Auch das möchte ich keinem Zumuten.

Außerdem kann sich ein Hund auch verletzten wenn vivo mit MK auf ihn los gehen würde und mit MK reagieren andere Menschen noch panischer und würden falls was passiert sicher noch eher eine Anzeige erstatten.

Vivo muss nicht jeden Hund mögen. Er soll sie ignorieren oder wenn nur begrüßen.

Abruf würde nicht mehr klappen, er ist wie ein Hund im jagdfieber wenn er einen anderen sieht.

und ich will es erst garnicht riskieren ob er hört oder nicht.

Trainer hatten wir schon da, hat zwar gut geholfen wäre aber auch mit lebenslangem leckerchen füttern und anleinen verbunden. Das war eher ein "schön füttern". Es hat geklappt und er mochte die Hunde dann auch und es gab mit den Hunden danach keine Probleme mehr, aber ich kann nicht jeden Hund dieser erde schön füttern. das machen wir dann bei Hunden von freunden damit es kalppt, aber das ist nichts fürs normale Gassi gehen.

Und einen anderen Trainer kann ich mir grad garnicht leisten, weil Sunny operiert werden muss und alles Geld jetzt erst mal dahin geht.

Irgendwie muss Vivo Hunde auch angeleint akzeotiren. Und man bräuchte vieleicht Robuste "testhunde" die nicht in sich zusammen Fallen würde Vivo mit MK pöbeln, aber die auch nicht gleicht richtig beißen. Einfach um zu gucken ob er wenn ich ihn abgeleint lasse was machen würde oder nicht.

Ich kann das alles so händeln, aber ich fände es halt schöner wenn er einfach laufen könnte und ich nicht alles abscannen muss.

Er ist so sozail bei hunden die er kennt. Er ist eher devot wenn einer pöbelt und spricht super hundisch.

Darum find ich es so schade das er nicht so laufen kann wie ich es mir vorstelle.

Er bekommt viel Freilauf, aber jetzt wird es immer wärmer und länger hell und es wird immer schwerer ruhige plätzchen zu finden wo wenig oder keine Hunde unterwegs sind.

Ich würd mich freuen wenn hier welche schreiben, die ein ähnliches Problem haben oder hatten. Und wie sie damit umgehen oder es "geheilt" haben.

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Man kann da nur vermuten, dass deine Unsicherheit die Ursache ist. Vivo merkt

das natürlich, glaub bloß nicht, dass du deinen Hund da täuschen kannst.

Also übernahm er die Sache. So läuft das ja sehr häufig.

Reagiert er denn überhaupt noch wenn du ihn ansprichst bei Sichtung anderer

Hunde? Wenn er nicht ansprechbar ist, würde ich das zunächst trainieren, nicht mit

Keksen, es muß schon um dich gehen. Du willst was von ihm und er soll auf dich

reagieren.

Kannst du dann zwischen ihn und dem anderen Hund gehen, so dass

du ihn abblockst? Das funktioniert bei meinem Ex-Pöbler inzwischen gut und

er hält dann die Klappe, bzw. geht schon von sich aus nach hinten.

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Das wäre schon echt viel verlangt, von deinem Hund Gelassenheit zu erwarten, wenn du selbst extrem angespannt bist. Du ahnst es ja selber, das kann nicht funktionieren.

Außerdem verknüpft Vivo fremde Hunde mit negativer Erfahrung (den Vorfall, deine Reaktionen und immer an die Leine zu müssen, wenn Hund naht).

Ich könnte dir nur emfehlen, die Gelassenheit von dir und deinem Hund kontrolliert zu üben. Vielleicht wären welche aus deiner Hundeschule bereit, sich auch außerhalb des Schulgeländes "auf Zufall" mit dir zu treffen. Den Aktionsradius immer erweitern, bis ihr dort seit, wo ihr hinwollt.

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Bis vor ca 3 Wochen konnte ich ihn super ansprechen wenn der Hund nicht zu nah war.

Im Moment reagiert er garnicht.

Ist der Hund nicht zu nah dräng ich ihn mit dem Körper weg, solange bis er vor mir sitzt und mich anschaut.

Ist der Hund 1-4 m in der Nähe geht garnichts. Je nach Hund reagiert er stärker.

Da er dann willkürlich um sich schnappt kann ich ihn nicht abdrängen oder dazwischen weil er sonst auch mich erwischt.

Ich kann ihn da massregeln wie ich will, ansprechen wie ich will, Futter locken wie ich will er reagiert nicht.

Beim massregeln puscht es ihn sogar nur noch mehr auf.

Ich bleib mittlerweile nur nich stehen lass ihn machen warte bis der andere Hund weg ist und geh weiter.

Alles andere macht es nur schlimmer.

Nebeneinander gehen mit etwas Abstand ist dagegen kein Problem und nach wenigen Metern beruhigt er sich und kann von der Leine.

Am schlimmsten ist es wenn ein Hund direkt auf uns zu kommt. Seitlich oder einfach vorbei ist nicht ganz so schlimm.

Er reagiert auch nicht immer massiv. Manchmal fixiert er nur.

Manchmal fixieren mit so affengeräuschen.

Manchmal fixieren mit schnappen

Und selten in die Leine Rennen, bellen und schnappen.

Versuchst du ihn vorher abzulenken, merkt er schon das was nicht stimmt und scannt sofort die Gegend. Oder er merkt es an mir.

Bis vor kurzem war es lockerer und er nicht so massiv.

Es ist nichts passiert was das erklärt außer das grad viele Weiber läufig sind.

Er ist seid 4 Monaten kastriert, intressiert ihn aber vielleicht doch noch sehr mit den läufigen Weibern.

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Ja einige aus der Hundeschule haben sich angeboten aber keiner will konkret Termine absprechen und haben oft Ausreden.

Vielleicht muss ich die Trainerin mal fragen ob sie das organisiert und mit kommt

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Mit Leckerchen ablenken würde ich nicht machen. Warum etwas belohnen, was das Normalste der Welt sein soll. An einem Hund vorbei zu gehen, soll so normal und unintereressant sein, wie Blätter vom Baum fallen. Dafür darf es kein Leckerchen geben. Allenfalls hinterher, wenn er entspannt geblieben ist. Das müsstest du abschätzen, was für eure Verhältnisse Entspannung bedeutet.

Irgendwie gilt es das Muster zu durchbrechen. Vielleicht andersherum, angeleint mit dem Hund spazieren gehen und wenn ihr an einem Hund erforlgreich vorbei seit, Leckerchen und ableinen.

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Ich lein ihn nicht ab solange fremde Hund in Sichtweite sind.

Ist mir zu unsicher.

Das mit Leckerlie wenn er gut vorbei gegangen ist hab ich schon gemacht.

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Ich glaube auch dass du eher das Problem bist Sorry.

Aber mach dir kein Kopf - ich bin genauso

Meine Hündin war/ist ohne SDU-Medis ein völlig anderer Hund und da sind Sachen passiert die bleiben einem einfach im Hinterkopf....Ich lasse fremde Hunde, vor allem kleine Schwächere, gar nicht erst in ihre Nähe , heisst ich scheuche fremde Hunde weg.

Sie hat zuhause und mit Freunden genug Hundekontakte.

Wir wohnen allerdings in einer Gegend wo man eh nicht auf viele Hundeleute trifft....

Du musst für dich einen Weg finden lockerer zu werden , und wenn das ein schön antrainierter Maulkorb oder ein Halti für den Anfang ist , würde ich das machen......

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(bearbeitet)
Originalbeitrag

Das mit Leckerlie wenn er gut vorbei gegangen ist hab ich schon gemacht.

Clickerst du gar nicht mehr ???

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Doch aber ich Klicker nur auf dem Platz und Tricks.

Weil

Ich den Klicker eh immer vergesse und man zu viel falsch klickern kann was in dem

Moment Öl im Feuer wäre.

Er fixiert schon wenn er nen Hund nur sieht am Horizont. Ich muss garnicht warten bis die auf uns zu kommen zum verscheuchen.

Ich weiß halt nicht was er macht wenn er abgeleint bleibt.

Wenn bekannte hunde kommen und ich würd nix sagen, fixiert er auch läuft dann schnell dahin, bemerkt das es ein Kumpel ist wird dann langsamer und schnuppert dann.

Ich kann ihn da aber abrufen.

Bei fremden Hunden weiß ich es eben nicht.

Und ich find es so komisch das er bei Großen Hundetreffen und auf dem Platz an der Leine nicht so reagiert. Nicht mal ansatzweise.

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      in Hundeerziehung & Probleme

    • Ausrasten bei anderen Hunden (Leinenaggression)

      Es gibt zwar schon x Threads dazu, aber nun erstelle ich trotzdem auch noch einen zum Thema Leinenaggression. 
       
      Mein spanischer Schäferhund-Mali(?)-Mix (ca. 4 Jahre alt und seit bald einem Jahr bei mir) regte sich bei Leinenbegegnungen von Anfang an stark auf (sprang die Leine, bellte, fiepte oder knurrte). Ohne Leine ist er grundsätzlich freundlich, aber sehr stürmisch und distanzlos. 
       
      Anfangs war ich guten Mutes, dass wir das relativ rasch in den Griff bekommen, da Duko schnellt lernt und eigentlich sehr kooperativ ist. Leider besteht das Problem jedoch immer noch. Ich habe anfangs versucht, bei Hundesichtung den Blickkontakt zu mir zu bestärken, was recht gut klappte, jedoch nur bis zu einer gewissen Distanz. 
       
      Ich war dann bei verschiedenen Hundetrainern, aber die Trainerin, deren Ansatz mir am besten gefiel, hatte nach dem Erstgespräch wochenlang keine Termine mehr frei. Daraufhin gab ich die Trainersuche entnervt auf und stellte das Leinenaggressionstraining gänzlich ein. Wir gingen eine Zeit lang nur noch in einsamen Gebieten spazieren und wenn irgendwo doch ein Hund auftauchte, machte ich rechts umkehrt. Dukos Leinenaggression hatte sich inzwischen verschlimmert und er rastete schon auf grosse Distanzen aus.
       
      Im Spätsommer wagte ich dann doch nochmals einen Trainerversuch und habe auch tatsächlich eine gute Trainerin gefunden. Sie arbeitet nach Cumcane und ich hatte mehrere Einzelstunden bei ihr, während denen wir die langsame Annäherung an andere Hunde geübt haben (zuerst auf sehr grosse Distanz ruhigen Blickkontakt zum anderen Hund bestärken und bei Ausrastern umdrehen oder Geschirrgriff). Wenn er es schaffte, bis zu einer gewissen Distanz ruhig zu bleiben, durfte er als Jackpotbelohnung manchmal auch Kontakt mit dem anderen Hund aufnehmen.
       
      Die Trainerin hat einmal pro Woche eine Gruppenstunde und die letzten paar Mal habe ich mit einer zweiten Trainerin zusammen dort mit Duko geübt. Wir näherten uns dem Hundeplatz aus verschiedenen Richtungen und ich bestärkte Duko immer, wenn er es schaffte, die Hunde ruhig zu beobachten. Das lief mehrheitlich sehr gut und er orientierte sich nach dem Markersignal meist sofort um. 
       
      Wir scheinen im Grossen und Ganzen also auf einem guten Weg zu sein, aber auf den Spaziergängen sind Hunde, die plötzlich auftauchen, immer noch ein grosses Problem. Wenn Duko und ich einen Hund frühzeitig sehen und ich ihn von Anfang an sehr schnell und hochwertig für den Blick zum Hund belohne, ist alles paletti und wir kommen ziemlich nahe an den Hund ran. (Um zu kreuzen, muss ich allerdings immer noch einen sehr grossen Bogen machen.) Wenn ein Hund plötzlich auftaucht, rastet Duko dagegen sofort aus und ich habe keinerlei Möglichkeit mehr einzuwirken. Dann gebärdet er sich wie eine Wildsau, was bei einem 30kg-Hund natürlich überhaupt nicht witzig ist. Der Geschirrgriff, den ich sehr oft positiv mit ihm übe, funktioniert in solchen Extremsituationen nicht mehr und zackig umdrehen und in die entgegengesetzte Richtung gehen ist oft auch nicht durchführbar (z.B. weil da ein Zaun, Gebäude o.ä. ist).
       
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