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Hundeforum Der Hund
Cony

Epilepsie - CT beim Hund

Empfohlene Beiträge

Hallo!

Bei uns kommt es momentan ganz "Dicke" - ausser meinem Hund Jamie ist ja auch mein Aussie

"Merlin" erkrankt.

Nach der Gabe von Vermis-Ex hatte er an 2 Abenden nacheinander leichte epileptische Anfälle.

Merlin ist MDR1-Gen getestet und lt. dem Test ist er nicht daran erkrankt. Trotzdem geht die Vermutung nun in die Richtung, dass ein Zusammenhang zwischen der Entwurmung und der

Gabe von Advocate-Spot-on ein Auslöser für die Anfälle sein könnte. Dazu muss ich anmerken,

dass das Advocate am 2. Februar verabreicht wurde, da wir hier Probleme mit der Fuchsräude haben und die Entwurmung erfolgte 3 Wochen später!

Er hatte keinen sichtbaren Krampfanfall sondern lief desorientiert und unruhig herum, versuchte, sich über den Geruch zu orientieren. Der Tierarzt stellte fest, dass seine Pupille auf dem einen Auge gar nicht reagierte bei Lichttest und auf dem anderen Auge sehr verzögert. Das untersuchte Blut zeigte keine auffällige Veränderung.

Letzte Woche hatte er dann wieder einen "Anfall" - er wachte auf und lief dann 2 Stunden lang

unruhig hin und her, hechelte etc.

In der daraufffolgenden Nacht bin ich wach geworden und hörte einen Rempler gegen den

Schrank, als ich nachsah, war eine Pfütze auf dem Boden, von welchem Hund kann ich nicht

sagen, eine Orchidee von der Fensterbank war runtergefallen und am Fenster sah man Abdrücke

von der Hundeschnautze. Merlin war unruhig.

Nach Rücksprache mit meiner Tierärztin haben wir gestern eine Computertomografie machen lassen um auszuschliessen, dass ein Tumor oder überhöhter Hirnwasserdruck die Ursache für

die Anfälle sein könnte.

Zuerst wurden die Blutwerte untersucht, da auch eine Ammoniakbildung aus der Niere die Ursache für die Anfälle hätte sein können. Das konnte aber ausgeschlossen werden und nach einer Grunduntersuchung bekam er eine Sedierung für das CT.

Die Untersuchung im CT (Aufnahme des Kopfs) geht nur ca. 2-3 Minuten, anschliessend bekommt der Hund eine Weckspritze und wird dann noch beobachtet, bis er wieder gut

beieinander ist.

Nach 1 Stunde durften wir zur Besprechung zum Arzt und uns wurde erklärt, dass man die

beiden Gehirnhälften vergleicht und schaut, ob von der linken zur rechten Seite Abweichungen

gefunden werden und ob etwas auf einen erhöhten Druck oder eine Zubildung schliessen läßt.

Ich bin ja nur ein Laie und kann es Euch nur so erklären, wie es mir berichtet wurde.

Auf einem Schnittbild war eine minimale Abweichung zu finden, doch der Tierarzt meinte, dass man

hier nicht wüßte, ob der Hund nicht schon so geboren wurde, also kein Grund, anzunehmen,

dass diese minimale Abweichung Auslöser für die Anfälle sein könnte.

Sollte Merlin weiterhin Anfälle haben oder die Anfälle sollten schlimmer werden, könnte man

noch Hirnwasser zur Untersuchung entnehmen. Er will mit meiner Tierärztin sprechen, wie

es weitergehen soll.

Merlin durfte den Rest des Tages keine Nahrung zu sich nehmen und hat den Tag mit viel

Ruhe und nur ganz kurzen Gassigängen verbracht.

Die CT-Untersuchung hat mit Medikamenten und Beratung (+ Röntgenaufnahme der Hüfte)

525,16 € gekostet.

Ich bin einerseits froh, dass da kein Tumor gefunden wurde und auch der Befund der Hüfte hat

sich nicht sehr verschlechtert. Merlin wird im Juni 8 Jahre alt und läuft noch sehr gut, besser als

es mir prognostiziert wurde.

Nun müssen wir sehen, wie sich die Sache weiter entwickelt.

Hat vielleicht jemand eine ähnliche Reaktion auf die oben verabreichten Medikamente bei seinem Hund festgestellt? :???

Liebe Grüße

Cony

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Gott sei Dank habe ich da keine Erfahrung mit, allerdings leidet Jacki auch seit einem Jahr an Epilepsie. Die Anfälle haben wir mit Luminal aber in den Griff bekommen.

Angenommene Ursache könnte ein Trauma gewesen sein, weil wir in 2012 eine üble Wirbelverschiebung etc. festgestellt hatten. Vielleicht kennst du meinen Thread...

Jedenfalls wünsche ich Euch alles Gute!!

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Bei unserem früheren Skipper (er bekam Epi nach einer Kopfverletzung/Unfall) trat auch ein Epi-Anfall nach einer Entwurmung auf, die wir nur 4 Wochen nach einer Impfung durchführten. Wir haben ihn danach nicht mehr chemisch entwurmt (Kotproben entnommen und er hatte nie Wurmbefall!) und nach der Impfung Thuja zur Entgiftung gegeben.

Auch uns hat man ein CT empfohlen und eine Hirnwasserentnahme. Wir haben das abgelehnt. Nicht wegen der (hohen) Kosten! Hätte das unserem kranken Hund etwas geholfen, hätten wir jegliche Kosten in Kauf genommen!!! Aber wir wollten ihn nicht einer Narkose und Untersuchung aussetzen, die ihm nichts hilft.

Skipper bekam Antiepileptika und war damit ein Jahr anfallsfrei. Dieses Jahr brachte ihm nochmals volle Lebensqualität =) Hätte er eine "normale" Epi gehabt, wäre er sicher längere Zeit mit den Medis gut eingestellt gewesen und hätte noch ein schönes Hundeleben führen können.

Leider waren seine Kopfverletzungen durch den Unfall jedoch zu gravierend und die Anfälle begannen danach erneut und Skipper starb ein halbes Jahr später.

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Danke für Eure Beiträge,

einen Unfall oder ähnliches hatte Merlin nicht. Seit den ersten beiden Anfällen im Februar hatte

noch 2 Anfälle (die wir mitbekommen haben) im April.

Nun müssen wir halt sehen, wie es weitergeht und ob er auf Dauer Medikamente bekommen soll.

Durch die CT-Aufnahme können wir einfach ausschliessen, dass er einen Tumor oder erhöhten

Druck im Kopf hat. Bei einem 8jährigen Hund gehen die Tierärzte einfach davon aus, dass es wohl keine erbliche Form der Epilepsie ist, da diese bei den betroffenen Hunden schon im jungen Alter Auswirkungen hat. :(

Liebe Grüße

Cony

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Leider ist das CT nicht immer aussagekräftig. Bei meinem Murphy war das CT im Dez. unauffällig.

Er sparach nciht auf die Medis an - die Anfälle kamen immer öfter und er war konstant unruhig.

Am 9.6. hatte er 4 Anfälle hintereinander, kam gar nicht mehr richtig zu sich. Um 1/2 4 nachts hörte er auf zu atmen - es war furchtbar.

Vermutlich war es doch ein Tumor welcher in den letzten Monaten gewachsen ist - alles spricht dafür.

Nun warte ich auf seine Asche und bin sehr sehr traurig..

Aber nächste Woche darf ein anderer Hund aus dem Tierschutz seinen Couchplatz einnehmen, meine Maggy trauert so sehr...

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Nachdem jetzt wieder einmal ein Aussie an Epilepsie leidet ( in der Hundeschule waren 2 davon betroffen ) habe ich mal gegoogelt.

Evtl. hilft Dir dieser medizinische Bericht: Genetische Epilepsie

beim Australian Shepherd

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Hallo Marlies,

danke für den Bericht, den werde ich gerne mal durchlesen. Seit der CT hat Merlin toi, toi, toi

noch keinen weiteren Anfall erlitten.

Mittlerweile hat er auch das Scalibor-Halsband wieder dran und hat keine Probleme damit -

ich war etwas ängstlich, ob es einen Anfall auslösen könnte.

Liebe Grüße

Cony

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Noch eine Anmerkung dazu - bei meinem Hund handelt es sich vermutlich nicht um eine genetische Disposition zur Epilepsie, da er bereits 8 Jahre alt ist. Die genetische Epilepsie macht sich bereits im jüngeren Alter bemerkbar. :(

Liebe Grüße

Cony

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      in Hundekrankheiten

    • Epilepsie macht uns fertig :( Benötigen dringend Hilfe!

      Guten Abend,  ich bin neu hier und finde es toll, dass es diese Seite gibt! Mein Name ist Michaela und wir haben 2 Aussis, eine kastrierte Hündin und einen nicht kastrierten Rüden. Unser Rüde leidet seit fast 1 Jahr an Epilepsie und bekommt Luminal, das er leider überhaupt nicht verträgt. Ständig offene Hautstellen und Juckreiz quälen ihn. Was jedoch viel schlimmer ist, ist die Tatsache dass Jack trotz des Medikamentes weiterhin im Abstand von etwa 5 Wochen Anfälle hat. Und davon nicht nur 1 sondern inzwischen 4 bis 7 innerhalb von 2 Tagen. Das aktuelle Blutbild hat gezeigt dass der Spiegel im grünen Bereich liegt, trotzdem waren von Sonntag bis Montag 5 Anfälle, von denen er sich meiner Meinung nach nicht erholt hat. Jack ist unruhig, miefert nur noch, kann kaum noch Kommandos befolgen und an Stubenreinheit ist scheinbar auch nicht mehr zu denken. Es scheint als ob er überhaupt nicht mehr weiß was wir von ihm erwarten. Und er macht grundsätzlich das Gegenteil von dem was er tun soll. Bei "Sitz" kuckt er nur verwirrt, bei "Platz" geht er in seinen Korb, bei "Korb" geht er in den Flur. Er legt sich kaum noch ab und wenn, dann ist er nach ein paar Minuten wieder auf den Beinen und wackelt unruhig durch die Wohnung. Heute Morgen kamen wir vom Spaziergang zurück und er pieselte kaum zur Tür rein im Flur auf den Teppich. Wenn er in den Garten geht steht er da und weiß nicht was er tun soll. Er frisst wie bescheuert und seit neuestem klaut er aus dem Müll, reißt die gelben Säcke auf und schlabbert alles auf was ihm vor die Nase kommt. Er ist seit gestern nur noch neben sich, kann sich kaum auf den Beinen halten und läuft seit Wochen von morgens bis nachts unruhig durch's Haus. Seine Pupillen sind weit und er ist unglaublich schreckhaft geworden. Aber er kann sehen, das haben wir getestet. Die Art der Anfälle hat sich drastisch verschlimmert. Beim 4. Anfall am Sonntag ist er schreiend in einem Affenzahn davongelaufen bevor er krampfte, das war noch nie zuvor der Fall. Man hat es ihm angemerkt wenn er kurz vor einem Anfall stand da der Blick sich veränderte aber dieses in die Luft starren, Schreien und weglaufen war ein neues Symptom. Mir zerreißt es bei jedem Anfall erneut das Herz und meine Hilflosigkeit nimmt immer weiter zu. Wir versuchen alle möglichen Stressfaktoren auszumerzen, bekommen kaum noch Besuch, unternehmen nur ganz selten was und lassen die Hunde so gut wie nie alleine. Da ich im Januar wieder arbeiten muss (ich war fast ein halbes Jahr krank zuhause) muss ich aber etwas tun.  Kennt das jemand von euch und was habt ihr unternommen damit eure Hunde wieder "fast die alten" wurden? Von Jack ist leider nicht mehr viel übrig, was definitiv an den weiterhin auftretenden Anfällen und nicht am Luminal liegt.  Ich hoffe ihr könnt mir helfen denn so kann es nicht weitergehen. Ich möchte Jack ein schönes Leben bieten und ihn nicht aus Egoismus weil ich nicht loslassen will, unnötig quälen... Allein bei diesen Worten bin ich völlig aufgelöst :(( Ich danke euch im Voraus für eure Hilfe!! 

      in Hundekrankheiten

    • Epilepsie? Simparica? Welpe!!!

      Hallo ihr lieben!  Ich bin neu hier, ich habe einen Labrador border collie mischling der 18 Wochen alt ist.  Er ist eigentlich ein sehr aufgeweckter, extrem intelligenter hund, der durch denn collie und sehr forderr und oft seine grenzen austestet aber wir lieben ihn überalles so wie er ist.  Leider hat er zum einen keine Hoden bekommen, also sie sind nicht abgestiegen und zum zweiten hatte er nun schon 3 epileptische anfälle. Den ersten mit 15 wochen und die letzten beiden am Samstag und am Sonntag. Wir waren auch schon in der Tierklinik, haben sein blut und alles was man testen kann testen lassen. „Leider“ war alles ohne Befund, man konnte lediglich sehen dass er definitiv gekrampft hatte. Die behandelnde Ärztin dort ist eine Neurologin, also wir haben alles bestmögliche versucht. Nun sie meinte es könnte sich „auswachsen“ da er noch so jung ist und vorerst möchte sie keine Medikamente verschreiben, nur notfalls Medikamente haben wir bekommen. Alle anderen 9 Welpen haben nichts. Mutter ebenso nicht und deren stammbaum auch nicht. Vom Vater haben wir leider keine Informationen, ausser dass er keine epilepsie hat, die vorfahren wissen wir leider nicht. Unser kleiner ist geimpft und bekam mit 13 wochen simparica gegen zecken. Nun habt ihr Erfahrungen mit simparica und anfällen? Oder mit welpen bei denen sich die epilepsie ausgewachsen hat? Sollte er epilepsie haben, dann ist es nun mal so und dann werden wir das beste daraus machen, was ich nur momentan nicht ganz verstehen kann, da er doch so extrem jung ist und keiner der anderen etwas hat. Und vorallem weil es ja bei menschen auch Reaktionen auf arzneimittel gibt, is doch logisch dass hunde auch welche haben können. Ich bitte euch um Erfahrungen, gut gemeinte Ratschläge und nicht um eventuelle Vorwürfe warum wir denn so einen „modehund“ (wie wir es leider schon öfter gehört haben) haben oder warum wir ihm so ein gift verabreicht haben. Da mein Stiefvater letztes Jahr FSME hatte, haben wir sem Tierarzt vertraut und gehofft dass er das mittel gut verträgt.  Schönen Abend noch und ich würd mich über Erfahrungen freuen!   

      in Hundekrankheiten

    • Hund bekommt nach OP Epilepsie und uriniert wieder in die Wohnung

      Hallo, und danke für die Aufnahme in diesem Forum. Ich möchte euch mal unser Problem schreiben, vielleicht hat jemand einen Rat für mich. Unser kleiner 12jähriger Westie wurde operiert. Ihm wurde ein Tumor am Darm entnommen und gleichzeitig kastriert, weil er andauernd eine Prostatavergrößerung hatte. Der Tierarzt hat uns das so empfohlen. Zwei Tage später bekam er in kurzen Abständen  2x  einen schweren Krampf, wir wussten nicht, was er hatte und sind zum Tierarzt. Wir hatten erst vermutet, er hätte Gift gefressen. Einen Tag später meinte der TA, es könnte sich um Epilepsie handeln. Der Hund wurde darauf gut eingestellt, hat aber einen Schaden zurück behalten durch die Krämpfe. Er hat einen starken Linksdrall, dreht sich nur nach links. Wenn er durch die Wohnung läuft, dann rennt er überall gegen und stößt sich den Kopf. Wahrscheinlich sieht er auf dem rechten Auge nicht mehr so gut oder gar nichts. Aber das große Problem für uns ist, er nässt seit dem wieder ein, er uriniert in der Wohnung wieder überall hin. Wir sind schon total verzweifelt. Kann man eigentlich einen kleinen Hund von 12 Jahren noch einmal zur Sauberkeit erziehen? Ich bin dankbar für jeden Rat. Liebe Grüße Inge

      in Hundekrankheiten

    • Epilepsie, SDU (Schilddrüsenunterfunktion) - Anfälle, Aggression, Verhalten

      Epilepsie und Schilddrüsenunterfunktion (SDU) beim Hund Tricky ist 4 Jahre alt, kastriert und ein Pinscher-Windspiel-Mix. Er wurde von der Polizei von seinem Vorbesitzer aufgrund eines Beißvorfalls ins Tierheim gebracht. Wir haben ihn seit knapp 4 Monaten, er hat uns mehrfach gebissen - während seiner Anfälle. Wir wussten zu Beginn nicht, was die Ursachen hierfür waren.
      Nach einem Hinweis unseres Trainers wurde beim Tierarzt SDU festgestellt, die aber zunächst vom TA nicht als "schlimm" bezeichnet wurde, er uns aber dennoch die Medikamente gegeben hat. Nachdem es zwar besser wurde, aber er noch immer seine Aussetzer bekam, wechselten wir auf Anraten des Trainers den Tierarzt. Diese stellte SDU fest, die noch nicht richtig eingestellt war. Darüber hinaus auch noch Epilepsie, also beides. Sollte die Behandlung nicht anschlagen, besteht noch die Möglichkeit des Euthyroid sick syndrom (ESS). Er behandelt nach Ausschlussdiagnose. Um zu zeigen, was es bedeutet, einen solchen Hund zu haben und da ich Tricky während seiner fokalen Anfälle nicht filmen kann, habe ich Videos gesucht, die andere Hundehalter von ihren Hunden bei YT hochgeladen haben. Video 1:
      Hier seht ihr ein typisches Verhalten, wie es auch bei Tricky ist - bis zur etwas 12.Sekunde. Danach beißt er, wenn man ihn nicht "runter" bekommt. Anders als in dem Video lässt er sich dann nicht anfassen und beißt sofort zu, meist in die Arme, verbeißt sich dann auch und ist nicht zu stoppen. Ab der 50sten Sekunde ist das Verhalten schlimmer, was seine Aggression betrifft. Er krampft nicht so stark wie der Hund in dem Film, statt dessen schreit er panisch. https://www.youtube.com/watch?v=5qmzHixdcNU Video 2:
      Ein anderes Typisches Verhalten ist bei ihm das "Fliegenschnappen". Auch hierzu habe ich ein Video gefunden. Bei Tricky entfällt oft Phase 1. 
      Durch einen Reiz (Türklingeln, schnelle Bewegung, Klopfgeräusche, andere Geräusche im Flur oder draußen) springt er unvermittelt auf und verhält sich, wie der Hund im Video. Dieses Springen und schnappen kann auch durch übermäßige, positive Erregung (z.B.Freude, wenn wir nach Hause kommen oder Besuch, den er mag) ausgelöst werden.
      Er ist währenddessen nicht abrufbar oder zu beruhigen oder zu stoppen, oft schnappt er auch nach uns und die Steigerung in Aggressionen ist ebenfalls nicht aufzuhalten.
      https://www.youtube.com/watch?v=Dn-ZpfCcl88 Video 3:
      Manchmal beginnen seine Anfälle auch, wie in dem folgenden Video, leider wird das hier als lustig dargestellt, der Hund steht aber unter großem Stress. Tricky verhält sich so, wenn einer von uns heim kommt oder weg geht, also positiver oder negativer Stress. Aus diesem Kreiseln wird dann oft - nicht immer - das "Fliegenschnappen" wie in Video 2 und er schraubt sich manchmal weiter hoch bis in Schnappen und zubeißen.
      https://www.youtube.com/watch?v=kby3j6cU7vI Video 4:
      Kleinere, leichte Anfälle kann ich mehrmals am Tag beobachten, nicht immer knickt ein Bein weg wie in diesem Video:
      https://www.youtube.com/watch?v=zpud7FtrpoY Video 5:
      Auch das ständige Lefzen-Kratzen mit Pfoten lecken ist ein schwacher Anfall. Er kann kaum damit aufhören. Das ist bei ihm so, wie in diesem Video:
      https://www.youtube.com/watch?v=46YvOoGi-i0 Trickys Schilddrüsenwerte sind im unteren Grenzbereich, durch Medikamente hat sich dies leicht gebessert. Seine Unterfunktion der Schilddrüse (SDU) zeigte folgende Symptome:
      -Körperzittern
      -offene Ohrspitzen
      -sehr dünnes Fell, fast fehlendes Bauchfell, allgemein schlechte Fellqualität, schuppige Haut
      -trauriges, faltiges Gesicht
      -Gangart nur eiliger Trab mit angespanntem, aufgezogenen Rücken (Kann auch von der Epilepsie kommen)
      -friert schnell
      -leichte Reizbarkeit
      -nervöses, hibbeliges Verhalten
      -ängstliches, schreckhaftes Verhalten, Panisches Verhalten
      -Angstagression, kreischendes Bellen, Schnappen
      Durch Medikamente sind viele Symptome verschwunden, er ist aber noch nicht richtig eingestellt. Dazu kommt noch teilweise "manisches" Kauen auf Gegenständen (Kauknochen, Knoten, Kong). 
      Im Normalzustand kaut er friedlich und langsam, lässt sich auch alles wegnehmen; im "Anfallzustand" ist er nicht von dem Kauobjekt weg zu bekommen, verteidigt es durch Umdrehen oder Weggehen, um gleich darauf wieder wie irre zu kauen. Er deutet dann auch Schnappen an, beißt aber nicht. Zusätzlich bekommt er ein Präparat gegen die Epilepsie, seitdem hat er bisher keinen starken Anfall mehr gehabt, nur noch leichte, die ein außenstehender nicht mal bemerken würde. Familie und Freunde sind entsetzt, wenn sie sehen oder mitbekommen haben, dass Tricky uns wieder so heftig gebissen hat, dass wir im Krankenhaus behandelt werden mussten. Oft kamen Worte wie "zurückbringen", "zeigen, wer der Herr im Hause ist", "einen auf den A...geben" usw. Zurück ins TH wäre sein Todesurteil, da er nicht vermittelbar ist. Den Hund zu schlagen ist niemals eine Option.
      Natürlich kamen auch Kommentare von Bekannten oder Nachbarn wie "einschläfern lassen". Natürlich gab es auch viel Zustimmung und Freunde, die uns verstehen.
      Sollten alle Behandlungen nicht anschlagen und der Hund dauerhaft leiden, müssen wir das erwägen, aber erst dann, wenn nichts anderes hilft und es dem Hund immer schlechter geht. Um Stress zu vermeiden, ist Tricky ein "Gelber Hund" (http://www.gulahund.de/), auch, wenn seine Anfälle bisher nur zu Hause aufgetreten sind.
      Zusätzlich trägt er gelegentlich Maulkorb (z.B. beim TA), Besuch ist für ihn tabu, da bleibt er in seiner Box, um ihm den Stress zu nehmen. Ansonsten ist er ein lernbegieriger, verschmuster, kleiner Hund, der viel Bewegung, abwechslungsreiche Spaziergänge und viel Körperkontakt braucht. Klare Strukturen in den Tagesabläufen helfen ihm ebenfalls, sich besser zu entspannen. Er ist ein kleiner Dickkopf, ziemlich quirlig aber ein lieber Kerl. Wir werden ihn nicht aufgeben und alles tun, damit es ihm besser und gut geht.
      Eine genaue Diagnose kann nur ein TA stellen - nicht jedes ungewöhnliche Verhalten ist einen Krankheit. Im Idealfall ist der TA spezialisiert, was Diagnostik und Behandlung angeht. Ich habe das jetzt so zusammengefasst, um anderen, denen es ähnlich geht, zu helfen und Mut zu machen und allen, die auf meine vorherigen Posts geantwortet haben, durch meine Erklärungen und diese Videos einen Einblick zu gewähren, was bei uns so tagtäglich abgeht. Mehr über Tricky findet Ihr hier: http://www.facebook.com/Tricky.dog Wir bleiben dran!

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