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polar-chat.de  Der Hund
lillyhexe

Angst vor vielen Dingen

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(bearbeitet)

Hallo!

Wir haben letztes Jahr einen Hund aus Spanien zu uns genommen.

Die kleine wird nun im Mai 1 Jahr alt.Sie hat sich so super eingelebt.Unseren anderen Hund liebt sie wie verrückt und auch mit den anderen Tieren(2 Hauskatzen und 5 Meerschweinchen)hat sie kein Problem.Und mit unserem Sohn(5Jahre)klappt auch alles super...aber....nun fangen wir mal vorne an...

Von ihrer Vorgeschichte weiß ich nichts.

Mein Mann konnte sie knapp 2 Monate gar nicht anfassen.Wenn wir Besuch bekommen,ist es das gleiche.Fahren wir zu meinen Eltern freut sie sich,aber anfassen ist da auch nicht viel.

Sie hat eigentlich vor allem Angst,was 4 bzw 2 Räder hat (Autos,Kinderwagen,Mülltonne,Trecker usw),wenn uns Leute hinter her gehen,dreht sie sich ständig um und zieht wie blöd an der Leine,kann sie da auch nicht ablenken,wenn Leute auf der Straße sich unterhalten,zieht sie auf die linke Seite,zieht den Schwanz ein und will nur weg..

Vor Männern hat sie aber mehr Angst wie vor Frauen...

dann im Haus..läuft sie mir ständig hinter her,schick sie dann mehrmals ins Körbchen.

Wenn ich alleine das Haus verlasse oder duschen gehe,klaut sie meine Schuhe oder irgendwas anderes und schleppt alles ins Körbchen..Nach dem Essen ist sie sofort in der Küche und saugt den kleinsten Krümel auf....wenn es Futter gibt,hüpft sie wie ne blöde rum..schick sie dann in den Korb..und wenn ich fertig bin,ruf ich beide zum fressen,sie saust dann wie von einer Tarantel gestochen in die Küche,lass sie vor dem Napf sitz machen und dann darf sie fressen.

Stubenrein ist sie.+Hab sie in der Anfangszeit öfters raus gelassen....nun ist es so:morgens gleich nach dem Aufstehen,dann eine Stunde später zum Gassi gehen,dann in der Mittagszeit zwischen 12 und 12.30 lauf ich,dann späten nachmittag,also um 17 uhr und dann lass ich sie um 21.30 nochmal raus,sind aber bei jedem wetter im Garten-unter Aufsicht weil wir grad dabei sind einen neuen Zaun zu machen.aber sind dann auch 3-4-stunden im garten,wo sie ab und zu auch mal hinmacht.

Nun hat sie gestern ins Badezimmer gemacht.

Mein Mann und ich hatten gestern ......... und als wir wieder da waren,war es schon passiert.und es war vor 21.30 Uhr. Wenn wir abends länger auf dem Sofa sind und TV gucken,und es wird mal 22 Uhr oder sowas,dann bleibt sie auch die ganze Zeit im Korb liegen und will nicht raus.

Dass sie morgens nach dem aufstehen gleich raus muss,das kann ich ihr noch abgewöhnen,weil bald geht das nicht mehr,haben dann eine Baustelle im Garten.Da sie nun ja ein Jahr fast ist,müsste sie doch ihre Blase unter Kontrolle haben,oder?ich hoffe auf viele Tipps,auch was ich machen kann mit ihrer Angst.

danke schon mal im vorraus!

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Einen ängstlichen Hund aufzunehmen ist schon eine Herausforderung! Und es ist auch nicht so leicht zu beantworten, was man tun kann, weil man dazu das ganze Umfeld genau kennen sollte.

Wie lang habt ihr sie genau? Und wurde sie in Spanien schon als ängstlich beschrieben?

Dass sie (auf einmal?) ins Badezimmer macht, ist nicht normal. Möglicherweise ist sie ins Badezimmer gegangen, weil sie da am weitesten weg vom Geschehen ist, d. h. sie wird schon stubenrein sein.

Ich würde das also beim Tierarzt abchecken lassen. Vielleicht liegt dem eine organische Ursache zugrunde.

Wenn dem nicht so ist, dann kann es auch eine psychische Ursache haben.

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ne es wurde gar nicht gesagt,dass sie ängstlich ist...wir haben sie seit oktober.hab sie damals vom flughafen abgeholt.

sie hat sonst immer auf dei schmutzfangmatte im flur gemacht,wenn mein mann und ich ins schlafzimmer gegangen sind..oder war es vielleicht auch aus trotz,weil ich sie nicht mit genommen habe,trag sie immer die treppe rauf und runter,weil die treppe sehr steil ist.

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Ich denke, da hast du zwei grundsätzliche Probleme, die bei solchen Hunden immer mal wieder auftauchen.

Die Blase, tja. Es kommt vor, dass Hunde, die es im Welpenalter nicht gelernt haben, stubenrein zu sein, es nie vollständig zuverlässig werden. Meinen Beagle, den ich jetzt seit einem Jahr habe, hat immer mal wieder Phasen, in denen sie irgendwo hinmacht; als hätte sie es schlicht vergessen, dass sie das jetzt nicht mehr darf.

Man muss mit diesen Hunden einfach häufiger raus, da führt kaum etwas dran vorbei, und Unfälle, tja, die passieren.

Die Angst ist eine komplexe Sache; schlecht übers Forum Rat zu geben, weil jeder Mensch anders ist.

Wichtig ist es, dem Hund Sicherheit zu vermitteln: Ich führe dich, ich beschütze dich, ich habe den Überblick und passe auf dich auf.

Dabei darfst du nicht den Fehler machen, auf Menschenart zu trösten oder selbst nervös zu werden: Das wäre für den Hund ja ein Zeichen, dass es angebracht und richtig ist, sich zu fürchten.

Ich bin gut mit der Methode gefahren, den Hund an die Angst heranzuführen und das auszusitzen. Ich habe meinen Angsthund also zuerst im Arm und dann an kurzer Leine ganz nah an die Angstobjekte herangeführt, vor denen sie die Angst für einen entspannten Alltag überwinden muss. Mülltonnen z.B., die sind überall. Die Angst davor MUSS weg.

Also Hund gepackt, auf den Arm (oder an kurzer Leine) und dicht neben eine Mülltonne gestellt bis der Hund Ruhe gibt. Das mehrmals und - ganz entscheidend - selbst absolut entspannt und am besten gut gelaunt. Lächelnd! (Ja, auch wenn man den Hund in den Arbeitshandschuhen hängen hat und diese langsam nachzugeben drohen).

Wer dabei nicht lächeln und an Sommerwetter und Eiscreme denken kann, der sollte das nicht machen!

Nach einer Woche ging der Hund an der Leine recht normal in kleinem Bogen an Mülltonnen vorbei, nach zwei Wochen konnte ich ihn neben einer Mülltonne absitzen lassen und füttern und nach vier Wochen konnte ich eine Mülltonne neben dem (unangeleinten) Hund befüllen, zuhauen und umherschieben.

Länger dauert es, wenn man sich dem gruseligen Objekt ganz langsam jeden Tag einen Zentimeter weiter nähert und jeden Fortschritt schönfüttert. Das ist besser geeignet, wenn man sich mit der "Kurz und schmerzlos"-Variante unsicher fühlt.

Letztlich gibt es 100 Varianten. Ich würde einen Trainer dazubitten, der Erfahrung mit Angsthunden hat, vielleicht auch mal zwei verschiedene und dann schauen, mit wessen Einstellung man eher arbeiten kann.

Dem Hund ist die methode recht egal - sie muss zum Menschen passen, denn der führt ;)

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Das ist ja blöd - ich meine, gerade so etwas wie Ängstlichkeit kann man doch vorher ganz gut beurteilen, auch wenn eine neue Umgebung natürlich auch eine andere Wirkung haben kann als die bekannte.

Aber das mit dem Trotz als Erklärung ist Unsinn. Hunde sind nicht trotzig, und wenn sie es wären, würden sie sicher nicht aus Trotz irgendwo hinpinkeln. Dazu müssten sie ja wissen, dass es nicht erwünscht ist und bei dir ein unschönes Gefühl auslöst, und so um die Ecke denken können Hunde nicht.

Sie tun es aber durchaus aus Angst, aus Unsicherheit, aus Stress, aus Unterwürfigkeit etc.

Ich würde mir an deiner Stelle überlegen, ob du nicht mal jemanden, der sich mit der Materie auskennt, schauen lässt, was da los ist. Es kostet natürlich was, aber das wäre es mir wert. Es sollte natürlich jemand sein, der etwas davon versteht - vielleicht gibt es einen kompetenten Hundetrainer/Verhaltenstherapeuten in deiner Nähe.

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Hunde handeln nicht aus Trotz, solche Gedankengänge wie dazu nötig wären, sind ihnen fremd.

Ich muss leider sagen, es gibt Hunde, die nie das werden, was man als 100 % stubenrein betrachten würde, gerade bei ängstlichen und unsicheren Hunden kann da immer mal wieder ein Malheur passieren.

Trotzdem würde ich mal eine Urinprobe beim Tierarzt abgeben, wenn das für Deinen Hund eher ungewöhnlich ist und jetzt häufiger vorkommen sollte.

Vielleicht schaust du Dir mal diese Seite

http://www.angsthund.de/hp/index.php

an, da gibt es auch ein Forum, vielleicht wäre das für Euch hilfreich?

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Vielleicht hat sie auch einfach nur mehr gesoffen, weil es warm war. Dann muss man im Sommer halt einmal mehr raus. Ich wuerde jetzt kein Drama draus machen, weil es einmal passiert ist. Im Winter wird weniger getrunken, im Sommer mehr und für die Hunde ist es halt schon warm (bei uns jedenfalls, meiner leidet schon vor sich hin bei angenehmen 25 Grad ... und trinkt wie ein Doofer).

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Hallo, ich habe zuhause fast die selbe Situation. Auch unser Loki ist aus Spanien und hat sehr große Angst vor Männern und vor allem was er nicht kennt. Die ersten Tage bei uns ging er gar nicht zu meinem Mann, sprang panisch zur Seite wenn dieser ihn nur anschaute oder ihn streicheln wollte. Mittlerweile klappt es einigermaßen. Da mein Mann auch sehr groß ist, versucht er immer in die hocke zu gehen wenn er ihn streicheln möchte, dies scheint ganz gut zu funktionieren. Wenn mein Mann auf der Couch liegt, geht Loki zu ihm, lässt sich streicheln ganz ohne Angst, denke es ist ein Problem wegen der Größe. Schuhe klaut er auch, aber er ist 5 Monate und zurzeit etwas wild. Allerdings klebt er auch an mir und wenn ich ihn weg schicke, macht er sitz oder legt sich auf den Boden. Ich kann keinen Schritt alleine machen. Wir versuchen es jetzt das wenn ich zb. ins Ankleidezimmer gehe, das ich dann die Tür hinter mir schließe sodass wir abstand bekommen. Dies nimmt Loki auch so hin, jedoch so bald die Tür wieder aufgeht klebt er wieder an mir. Wir sind zurzeit auch etwas ratlos. Tut mir leid das ich dir nicht wirklich weiterhelfen kann, aber ihr seid da mir eurem Problem nicht alleine :P

lg

Jenny

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Das mit dem Pinkeln im Bad würd ich jetzt auch nicht überbewerten. Meiner Hündin ist das letztens auch mal passiert. Sie hat tatsächlich mehr getrunken an dem Tag,so hätte ich da vermutlich einmal öfters vor die Tür gehen sollen......also mach dir deswegen keine Sorgen, wenn das jetzt häufiger passiert beachte die Situationen, denn es kann gffs tatsächlich Stress oder Frust sein, falls nichts organisches vorliegt. Aber jetzt würde ich mir diesbzgl noch nicht zu viele Gedanken machen.

Dass mit dem Schuhen und Sachen ins Körbchen bringen wenn Frauchen nicht da ist kenne ich auch von anderen Hunden. Der Geruch wird ihr Sicherheit geben. Vllt kannst du ihr einfach ein T-Shirt von dir ins Körbchen legen?

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Hallo!

Ich kenne euer Problem in einer Weise. Seit 9.5. ist Rosy (7 Monate) - eine Mischlingshündin aus der Slowakei - bei mir eingezogen. Und in den 1 1/2 Wochen zeigten sich nun viel Dinge vor denen sie Angst hat.

Sie mag zb. absolut keine Geräusche die einem Schuss ähnlich sind. Da versteckt sie sich sofort unter dem Sofa.

Und vor einigen Tagen hatte ich den Wäschekorb auf die Treppe gestellt, da ich ihn später mit rauf nehmen wollte. Hab sie dann kurz alleine gelassen, weil ich in die Stadt fuhr. Und als ich nach Hause kam lag der Wäschekorb verkehrt (wie Käfig) auf dem Boden. Und Rosy total verängstigt unterm Sofa. Die hat so gezittert. Mir tat die Kleine so leid.

Das Nächste sind Handtücher. Heute Morgen kam sie aus dem Garten rein und da es regnete und ihre Pfoten voller feuchter Erde waren, wollte ich die erst säubern, bevor sie ins Wohnzimmer weiter geht. Also holte ich ein kleines Handtuch und faltete es vor ihr auf und schüttelte es leicht. Schwupp und sie verschwand wieder unterm Sofa.

Und ja ich dachte mir vor einigen Tagen: Cool Clicker-Training. Denkste! Die Madamé hat Angst vor dem Geräusch.

Wenn ich mit ihr spazieren gehe, hat sie ebenfalls die Angewohnheit, dass sie sich ständig umdreht, wenn jemand hinter uns nachgeht. Beim ersten Mal drehe ich mich auch um und schaue. Und beruhige sie dann mit dem Satz: "Ist gut." und führe sie weiter. Sicher dreht sie sich dann noch um. Sind es nur zwei drei Mal ignorier ich es. Hört sie absolut nicht auf, dann stell ich mich an den Wegrand, schick sie auf Sitz und lass die hinter uns vorbei gehen. Und es wird bei jedem Mal besser. Sie dürfte sich auf mein "Ist gut." wirklich mehr und mehr verlassen.

Uuuund das überall hin folgen...ja das haben wir auch. Mich stört das aber sehr wenig. Rosy hatte vor mir bereits Besitzer, die sie genau aus dem Grund nach 2 Wochen zur Pflegestelle zurück brachten.

Rosy verfolgt mich auf Schritt und Tritt. Die ersten drei Tage bekam ich fast Verfolgungswahn :-P

Wird aber auch besser.

Weil, wenn ich mich gerade im Wohnzimmer gemütlich aufs Sofa gesetzt habe und Rosy es sich auf ihrem Platz gemütlich machte und ich dann noch 5 mal hintereinander aufstehe, da ich iwas vergessen habe, wird es ihr nämlich zu blöd, mir ständig zu folgen ;-) Oder das Badezimmer empfindet sie auch schon für öde, wenn Frauchen in dem komischen Korb rumtümpelt ;-)

Ansonsten hat Rosy in jedem Raum ihren Platz. Auch jetzt, wo ich im Büro vor dem PC sitze hat sie unterm Schreibtisch ihre Kuscheldecke und pennt vor sich hin.

Auch ihr Futter wurde anfangs von ihr verschlungen, als bekäme sie nie wieder was. Das wird auch schon besser. Weil einerseits hatte sie anfangs Futterneid und zweitens ist es bei ihr die Angst, von mir alleine gelassen zu werden.

Meine Mama hat auch einen Hund und die beiden spielen viel miteinander und vom Futterneid ist nichts mehr da. Gestern fraßen sie sogar zu zwei aus einer Schüssel. Und sie weiß auch schon, dass ich sie nicht verlasse. Auch wenn ich die Haustür von außen abriegel und mit dem Auto wegfahre.

Stubenrein ist sie im Großen und Ganzen. Allerdings meldet sie noch nicht Da es jetzt die ganze Woche warm war, stand die Tür zum Garten großteils offen. Und gleich nach dem Aufstehen lass ich sie sowieso raus.

Das eine Problem welches ich mit ihr manchmal habe ist: sie ist ein richtiges Energiebündel mit Flausen im Kopf und stur ist sie auch. Uuuuund seeehr sensibel. Also ich muss da richtg mit Tadel aufpassen. Das krieg ich auch noch raus.

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