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polar-chat.de  Der Hund
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Suche nach Ursachen : Hecheln, Schluckprobleme, etc...

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Hallo,

da viele Augen bekanntlich mehr sehen als zwei - acht, wollte ich euch einmal um Gedanken und Ideen bitten.

Zu den Eckdaten, es geht um Liam, einen dreijährigen Schäferhundmischling, 30kg, Normalgewicht, Herkunft unbekannt.

Durch einen Unfall (angeblich) hat er eine halbseitige Gesichtslähmung, ist auf einem Auge blind, hat Schäden an Zunge, Nebenhöhlen, Gesichtsnerv. Er hat einige neurologische? Macken, Zwingerlaufen bei Streß, gestörter Gleichgewichtssinn. Soweit alles bekannt und untersucht, außerdem wurde er geschallt an Herz, Lunge, Bauch (nichts auffäliges), EKG (nichts), Endoskopie (gereizte Speiseröhre, evtl. Reflux) , Blut gecheckt, alle Organwerte, Reiseprofil, Sättigungen (alles ok). Abgetastet, abgehört, Kopf, Nacken, Wirbelsäule sowie Hüfte geröntgt (nichts).

Er bekommt Markus Mühle Trockenfutter (umgestiegen von Happy Dog), selten Dose, oft BARF. Er bekommt täglich auf der kaputten Seite das Ohr (Epibac) und das Auge(Euphrasia) gereinigt, seine Nase wird befeuchtet (Wasser) wenn sie oft komplett verstopft ist auf der Seite. Steigt der Entzündungswert (was ab snd an vorkommt) bekommt er kortisonhaltige Augentropfen.

So, nun unser Problem, warum das alles. Liam ist ein fröhlicher, kuscheliger Hund, er frißt gern (zu gern...), ist immer freundlich. Zuhause schätzt er kuscheln, Ruhe, schlafen sehr, zum Rausgehen muss man ihn oft überreden. Draußen schwankt er zwischen hinterhertrotten und fröhlich sein. Meist hechelt er nach einigen Metern, sieht er andere Hunde/Spielzeug/was spannendes läßt es sofort nach. Dann rennt er auch, er ist schneller erledigt als vergleichbare Hunde, bleibt dann pumpend stehen, bis er sich beruhigt hat und tobt dann weiter. Alleine wirkt er sehr lustlos bis abweisend, außer er hat vorher auch richtig Lust gehabt, rauszugehen. Er ist dann auch wirklich erschöpft und schläft zu Hause tief und fest.

Auf dem Rückweg hingt er oft auf einem Hinterbein, es ist kein richtiges hinken, eher versteiftes Gehen (allerdings haben wir da den Übeltäter vermutlich, es liegt am Kopfsteinpflaster).

Er hat große Probleme mit dem Schlucken, einmal hat er einen Ball verschluckt, der in der Speiseröhre festsaß und ihm die Luft abrückte, bei größeren Kausachen verschluckt er sich sehr häufig, bis hin zum Würgen. Heute bis zum beinah ersticken...

Kleinere Sachen spuckt er oft aus, bevor er sie richtig frißt (liegt aber eher an der gelähmten Seite). Futter erbrochen hat er noch nicht, aber morgens spuckt er ab und an gelbe Flüßigkeit. Er verschluckt sich aber auch bei anderen Sachen, Futter selten, Trockenfutter eher (ein Grund warum er das nur selten bekommt). Nimmt er Dinge in den Mund, bekommt er sie ohne Pfoteneinsatz nicht heraus.

Er leckt häufig Körbchen, Decken, etc ab, bis zu einer Stunde lang, er fiepst oft leise vor sich hin.

So, wir haben nun vieles untersuchen lassen, haben einiges noch vor uns (Futtermittelallergie, Aussackung zB.), aber im Großen und Ganzen wissen wir nicht weiter. Es ist das dumpfe Gefühl, etwas stimmt nicht und dafür gibt es ja auch genug Hinweise. Nur sind nicht wir hilflos, sondern auch drei Tierärzte. Aber vielleicht habt ihr ja noch Anregungen, falls überhaupt jemand die Muse hat, das durchzulesen. Danke!

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(bearbeitet)

Ich hab`es durchgelesen, aber überhaupt keine Idee, die nicht die TÄ bestimmt auch schon gehabt haben! :(

Schließen die denn aus, dass sämtliche Symptome neurologisch bedingt sind?

Diese Ableckerei ist typisch für Hunde mit Sodbrennen und Reflux.

Ich würde auf alle Fälle mal die TÄ nach einem Mittel fragen, das die Magensäure bindet und einen Schleimhautschutz bildet.

(Wenn er das nicht eh schon bekommt!)

Vielleicht haben diese Nervenschädigungen durch den Unfall auch eine Art Muskelschwäche ausgelöst.

Die Zunge scheint ja auch betroffen zu sein, dann könnten ja theoretisch auch Speiseröhre und Magenpförtner irgendwie dadurch schwächeln, sind ja auch Muskel.

Vielleicht ist aber dieses neuerliche Verschlucken doch noch eine Folge des "Ball-Unfalls", da wurde ja seine Speiseröhre ordentlich gedehnt und vielleicht ist da eine Aussackung zurück geblieben?

Boah, es tut mir leid, auf all das werden die TÄ ja auch schon gekommen sein, es bleibt mir nix, als Euch zu wünschen, dass etwas gefunden wird, was es Liam leichter und Eure Sorgen kleiner macht!

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Huhu,

oweia, das hört sich ja irgendwie sehr merkwürdig an, hm :think: :think:

Zu dem Hecheln und Pause machen: könnte es evtl. einfach an seiner Kondition liegen????

Zu dem Verschlucken: hab ihr die Speiseröhre mal mit Kontrastmittel röntgen lassen?

Zu dem müde sein: würde mit ein Coombtest einfallen, ist der schon mal gemacht worden? http://de.wikipedia.org/wiki/Coombs-Test

Ich hoffe, eurer Fellnase kann bald ein bisschen geholgen werden, bitte halte uns auf dem Laufenden.

Ich drück euch die Daumen.

Vielleicht hat hier ja doch noch jemand eine Idee.

Alles Gute für euch. :kuss:

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Ich habe es mir auch durchgelesen und es hat mir keine Mühe bereitet - ich könnte mir aber vorstellen wieviel Mühe es EUCH bereitet, Ursachenforschung zu betreiben.

Was die Kau-/Schluckproblematik betrifft könnte ich mir als Logopädin vorstellen, dass Sensibilitätsprobleme im intraoralen Bereich vorliegen. Allerdings habe ich keinen Schimmer ob man die, ähnlich wie beim Menschen, durch Behandlung verbessern kann. Vielleicht hängt es auch davon ab wie lange die Symptomatik bereits vorliegt.

Morgens das Spucken der gelben Flüssigkeit könnte eine Übersäuerung sein. Da hilft evtl., ihm abends vor dem Schlafengehen noch eine kleine Portion Futter zu geben.

Zum restlichen Genannten fällt mir im Augenblick nichts ein - sollte doch noch was an Gedankengängen kommen, teile ich es gern mit.

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Du schreibst von einer halbseitigen Gesichtslähmung, könnte es nicht sein das auch die Kau- und Schluckorgane betroffen sind? Sprich Zunge, Kiefer, Speiseröhre? Bei Schlaganfallpatienten gibts es häufig eine Schluckstörung, zeigt sich z.B. durch häüfiges Verschlucken, große Probleme bei Kauen, überhaupt beim Schlucken. Die Gefahr einer Aspiration ist hier sehr groß.

Ist das mal überprüft worden, also wie weit die Lähmung geht?

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Noch eine kleine Ergänzung von mir: beim Menschen passt man die Nahrung der vorliegenden Schluckstörung an - von passiert bis fest, je nachdem was (schon) geht. Körniges ist oft tabu, ebenso wie das Mischen von Konsistenzen, also flüssig und fest gleichzeitig im Mund.

Ich weiß nur nicht ob das beim Hund so in der Form auch möglich wäre. :???

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Ich habe letztens gehört, dass man in der TiHo Hannover in der Kleintierklinik die Reizübertragung der einzelnen Nerven testen kann.

Für mich klingt das Neurologisch (Schlaganfall, Embolie) mit Folgen im peripheren Nervensystem.

Speiseröhre könnte auch mechanisch sein (gestörte Dehnung durch Narbengewebe nach dem Ball, Aussackung...)

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Vielen Dank, hier kommen ja schon einige Sachen zusammen, an die wir noch nicht gedacht haben! Ich versuche mal, auf alles einzugehen :)

Das das Lecken und Schlucken, laut Tierarzt kann auch Hecheln daher kommen, vom Reflux kommen, vermuten wir auch und es wäre die harmloseste Variante, allerdings hat er das gleichermaßen getan, als er Medikamente gegen die Übersäuerung bekam. Nun scheint sein Magenpförtner passend zu schließen, allerdings wurde noch nicht getstet ob er das auch tut. Das die Lähmung, ähnlich einem Schlaganfall, auch im Kehlkopfbereich/Magenpförtner Auswirkungen hat, ist unser aller stärkste Vermutung. Aber was tut man da? Es zu testen müsste er endoskopiert werden ohne Narkose... soll man ihm das antun?

Wisst ihr was? An Folgen durch den Ball hab ich heute zum ersten Mal gedacht, als er sich wieder so verschluckt hat... darauf werd ich auf jedenfall nochmal einen Fokus legen am Donnerstag, da haben eure Posts mich bestätigt!

Neurologisch wäre sicher nochmal prüfenswert, was macht man da für Hunde (MRT?) und könnte man da was sehen, falls es aus dem Gehirn kommt? Geröntgt wurde der Kopfbereich schonmal.

Kontrastmittelröntgen fehlt noch, auch da werde ich nochmal hinweisen (auch das mit den zwei Ebenen).

Combstest ist ebenfalls notiert! Danke :)

Das mit dem Pumpen beim Toben kam falsch rüber, wenn ihm die Puste ausgeht, hechelt er natürlich auch, aber dann wird er langsamer, sucht Schatten, hechelt, ruht sich aus, ganz ruhig. Bei dem Hecheln ist es anders, er stoppt dann urplötzlich, schnauft?, pumpt richtig, der ganze Hund bebt, so stark atmet er. Auch sein Streßhecheln sieht anders aus.

Wegen Übersäuerung haben wir schon einiges getestet, nichts hilft, am besten hilft tatsächlich das BARFen, seitdem wurde es schon deutlich weniger, hört aber auch bei reinem BARFen nicht auf. Es muss also einen Punkt geben,wo es nicht mehr durch Nahrung beeinflußbar ist (der gleiche Punkt ist bei den Medikamenten, es bleibt bei zwei - drei mal Säure erbrechen pro Woche, hecheln beim Toben, lecken nur noch eins - zwei mal am Tag, schlucken bei "Action").

Ein Schlaganfall ist eine ganz neue Richtung... hrm... auch ansprechen!

Dasmit den verschiedenen Konsistenzen stimmt! Ich dachte das ist halbwegs normal, er spuckt oft aus, wenn er was gemischtes bekommt. Aber kann man einen jungen Hund nur noch mit weichen Sachen füttern?

Das Problem ist, das das ganze schlimmer wird in den letzten Monaten. Und ich komme mir schon vor, als würde ich übertreiben, aber das heute hat mir wieder vor Augen geführt, wie schnell eskippen könnte...

Danke euch allen :kuss: Natürlich werde ich weiter berichten!

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Auweia, da habt ihr ja was an der Backe. Die arme Nase.

Leider kann ich nichts produktives beitragen. Aber ich möchte weiter mitlesen und vor allem ganz feste die Daumen drücken, dass ihr ganz bald eine wirkliche Lösung für eure ganzen Probleme findet. :kuss:

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Eine kleine Idee schoss mir gerade noch durch den Kopf. Vielleicht wäre es gut für ihn, zu kauen ohne zu schlucken (außer Speichel natürlich). Das fördert die Sensibilität und die Muskulatur im betroffenen Bereich, allerdings hat es natürlich keine Auswirkungen auf den Kehlkopfbereich (ich vermute aber wenn ich von menschlichen Schluckstörungen ausgehe, dass die größte Problematik im oralen Bereich liegt, bzw. möglicherweise auch im Schluckreflex der vielleicht verzögert ausgelöst wird).

Also Kauen "trainieren" vielleicht mit Kautschukspielzeug, das aber nicht so klein sein sollte dass es komplett ins Maul passt?

Beim Menschen würde man eine Schluckstörung mit Aspirationsgefahr ggf. unter anderem auch an einer feuchten, gurgelnden Stimme erkennen können, dann wäre etwas (Nahrung, Speichel) in den Kehlkopfbereich gelangt wenn der Kehldeckel nicht richtig schließt. Hier wieder die Frage ob das beim Hund auch so erkennbar wäre, kein Hund bellt soviel wie ein Mensch sprechen würde...

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