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Dein Hundeforum  Der Hund
McChappi

Hunde im Versuchslabor

Empfohlene Beiträge

softy   
(bearbeitet)

Wisst ihr was mir vor 2 Jahren wirklich das Herz gebrochen hat?

Einer meiner Lehrer in NWT (Natur-Wissenschaft-Technik) war früher Forscher für das neuronale Nervensystem. Er erzählte uns, wie sie einer Maus einen Metallstab in den Kopf bohrten und diesen an Elektroden anbrachten. Angeblich sollte es i-was messen, was das Gehirn tut, wenn die Maus sich in einem Labyrinth zurechtfinden muss. Das gleiche Experiment gab es kurz darauf auch für Katzen erklärte er ganz stolz. Doch das schlimmste war die Aussage, "Den Tieren tut das nicht weh.". So eine Aussage finde ich von einem Lehrer sehr bedenklich.

So und ich sage es gerne noch einmal für alle. Das wir ohne Tierversuche nicht soweit gekommen wären, in dieser Zeitspanne, lässt sich vermutlich kaum leugnen. Aber die Fehlerrate ist inzwischen deutlich höher. Es geht nicht mehr um eine einfach Bluttransfusion oder Ersatzstoffe. Es geht um Medikamente mit mehrfach Wirkung, diese Dinger sind sehr Komplex.

Ich danke den Forscher auch für unseren Fortschritt.

Aber für mein Asperger gibt es auch keine Medikamente. Für meine Multiple-Persönlichkeitsstörung nur bedingt und für die Depression mit Paranoia und Halluzinationen, ja da gibt es welche. Aber die Nebenwirkungen sind so heftig, dass man sich die Tierversuche auch hätte sparen können. Ich habe nach 4 Monaten testen alle Medikamente abgesetzt.

Ich will keine Medis mehr. Aber ich biete mich gerne als Testperson an.

So weiter im Text. Die Bundesregierung schreibt, dass jedes einzelne Forschungsprojekt von ihnen abgesegnet werden muss. Dennoch (gerne bei Tasso oder Peta nachzulesen) ist die Tendenz zu Tierversuchen steigend. Auch wenn jetzt durch das neue Gesetzt Kosmetika tierversuchsfrei sein müssen (Kosmetika, nicht Inhaltsstoffe), so bleibt dann die höhere Summe an der Forschung hängen. Ist das notwendig?

Ich setzte mich hiermit ein für bessere Haltungsbedingungen und einen ehrwürdigen Tod ohne unnötige Qualen. Ebenso wie für einen Therapeuten der sich um die Belange, Ängste und Nöte der Forscher und Laborangestellten kümmert.

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Piflo   

Ja die Tierversuchszahlen sind in letzter Zeit gestiegen.

Vor allem weil es das neue EU weite Chemikaliengesetz (Biozidgesetz, kurz REACH) gibt.

Es müssen dabei sowohl Wirkstoffe, wie auch Produkte beantragt werden um in der EU verkauft zu werden. Wie es genauer funktioniert würde jetzt zu weit führen.

Früher war es Ländersache und es gab in einigen Ländern wenige bis keine Tests. Für die Umwelt war das teilweise dramatisch. Einige haben sich ja so auf die Pharmaindustrie versteift, nur sind die das geringere Problem. Antifouldings, Holzschutzmittel, Desinfektionsmittel. Besonders Holzschutz im Wasser ist ein riesiges Thema, weil es tausende, millionen von Tieren bedroht wenn sich da was löst.

Nun ist es leider so, dass jede Firma die ein bestimmten Wirkstoff vertreiben will eigene Tests einreichen muß. Im Prinzip würden auch die Ämter die Tests der anderen Firmen nehmen. Dürfen sie aber nicht. Denn das ist geistiges Eigentum, wurde von den Firmen teuer bezahlt. Die denken nicht daran, das anderen Firmen zur Verfügung zu stellen. Ich kann das zum teil verstehen, das gestezlich zu regeln wäre schwierig, denn jeder Folge Antragsteller müßte eine faire Summe an den Ersteinreicher zahlen. schwierig in der Umsetzung halt.

Da jeder Antrag Millionen kostet sind da die Firmen zickig. Und jeder muß jetzt seine eigenen Tests machen und diese sind so Umfangreich wie es die pingelige EU will. Und genau das führte zu einem massiven Anstieg an Tierversuchen.

Ich habe vergessen wie die Laborbeagle-Dame hieß (nein, nicht Mulle ;) ) . Nicht jeder Beagle hat furchtbar böse Tests hinter sich. Es gibt immer negativ Kontrollen. Tieren mit denen gar nichts passiert ist. Diese Tiere sind furchtbar unsozialisiert aber sie haben keine bösen schmerzen kennengelernt. Hunde denen etwas furchtbar, furchtbar grausiges passiert ist verlassen in der Regel nicht lebend den Laborkomplex. Es wird vorher geschaut für welchen Hund/ Tier es zu verantworten ist in in private Haushalte zu geben. Alles andere wäre für niemanden schön, denn allein über Jahre in einem Labor zu leben, kaum was zu kennen und auch kleine Eingriffe sind genug für eine Hundeseele.

Hmm, Maike du hast nicht in Berlin studiert oder?? Ich habe hier von Vetis und besonders von den Tierpflegern die an der FU arbeiten schon gehört, dass hier TV an Hunden gemacht werden. Hier haben sie auch noch eine Beaglezucht. Testen ja auch die Ungeziefermittel an Hunden und Katzen (obwohl diese Hunde danach oft vermittelt werden). Hier gibt es auch eine Fistelkuh (die inzwischen schon echt alt ist) und einige andere größere Haustiere mit denen experimentiert wird. Die haben hier aber tatsächlich ein ganz nettes Leben, besser als so manche Tierchen in Privathand.

Man darf ja nicht vergessen, dass TV nicht gleich TV ist. Ich kenne einige TV-Tiere die ein echt nettes Leben haben. Teilweise bleiben die bis sie irgendwann an Alterschwäche sterben. Trotzdem sind es Versuchstiere, gehen in die Statistik ein.

Liebe Sophia

es tut mir total leid, dass dir die Medis nicht geholfen haben. Aber nicht jedes Med schlägt bei jedem gleich an, dafür ist jeder Organismus einfach zu unterschiedlich. Tasso und besonders PETA sind nicht gerade zuverlässige Quellen. Die schießen über das Ziel hinaus.

Jeder Phamahersteller sucht Testpersonen für die Medis, man liest zu hauf Aushänge. Allerdings der Verlgleichbarkeit halber immer mit bestimmten Bedingungen (Alter, Geschlecht, Gesundheistzustand). Die Fehlerrate im Anfangsstadium einer Entwicklung ist immer hoch. Anders geht es leider noch nicht. Aber jedes Medikament durchläuft mind. 3!!! Studiendurchläufe an Menschen. Erst dann kommt es auf den Markt. Daher liegt eine eintretende Nebenwirkung nicht an TV und fehlender Vergleichbarkeit. Jeder guckt auf die Pharmaindustrie, daher haben die inzwischen ein enges Korsett in denen sie Forschen (und rentieren muß sich das Zeug am Ende dennoch).

Andere Bereiche habe da etwas mehr Luft. Grundlagenorschung kriegt häufiger was gewilligt, besonders die Neurobiologie (und da gibt es wirklich, wirklich grausige Versuche).

Aber ich denke die meisten sind sich hier einig. Keiner findet TV gut. Es gibt sinnvolle TV und welche die über sind. Was sinnvoll ist und was nicht, kann nicht pauschal gesagt werden, dass muß man von Fall zu Fall sehen. Und auch dann braucht es mitunter viel Fachwissen ob dieser TV sinnvoll war/ ist oder eben nicht.

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black jack   

@ Piflo ,danke fü deine Mühe!

lg Bj

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gast   
Originalbeitrag

@ Piflo ,danke fü deine Mühe!

lg Bj

Dem möchte ich mich gerne anschließen, toller Beitrag!

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Lillot   
(bearbeitet)
Originalbeitrag

Hunde denen etwas furchtbar, furchtbar grausiges passiert ist verlassen in der Regel nicht lebend den Laborkomplex.

Und genau DIESE Hunde tun mir sooooo leid...

Auch wenn ich weiß, dass du Recht hast...

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