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Hundeforum Der Hund
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Ein paar Fragen an Rettungshundebesitzer

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Bei uns dauert die Ausbildung ca 3 Jahre und der Hund darf nicht älter als 3 Jahre zu Beginn der Ausbildung sein. Ob er geeignet ist entscheiden bei uns die Ausbilder, grundsätzlich bekommt jeder Hund aber erstmal eine Chance und wird angesehen. Mein Hund zB war auch extrem Leinenaggressiv damals, aber dank einer Top Trainerin in der Staffel haben wir das endlich in den Griff bekommen. Was den Gehorsam angeht, da haben wir damals in der Staffel riesen fortschritte gemacht, daß der top Gehorsam der anderen Hunde uns sehr angespornt hat zu üben. Zwischen mir und meinem Hund hat sich eine ganz besondere Bindung durch die Arbeit aufgebaut.

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Erst einmal die Frage, welche Art der RH-Ausbildung. Es gibt die Bereiche Fläche, Trümmer, Wasser und Mantrailen.

Wir selber führen mehrere Hunde im Mantrailen. Und die Ausbildung ist nie zu Ende. Irgendwann kommt eine Prüfung, dann geht es in Einsätze.

Für Rettungshunde gelten keinerlei Ausnahmen im normalen Leben! Wenn Leinenzwang ist, müssen auch unsere Hunde an die Leine. Grundgehorsam ist nicht Sache einer Staffel, sondern wird im Regelfall privat erworben.

Übrigens ist RH-Arbeit keine "tolle Auslastung für den Hund", sondern eine ernstzunehmende Aufgabe, die sehr viel Zeit und Mühe kostet und auch belastende Momente hat. Die wenigste Zeit wird mit den eigenen Hunden trainiert, sondern wir sind Versteckpersonen oder Begleiter bei anderen Hunden.

Aggressive und jagende Hunde sind für mich in der ernsthaften RH-Arbeit übrigens ein absolutes "no go".

Wir haben mit Mantrailen als Beschäftigung in einer Hundeschule angefangen. Was war der Beagle froh, als er endlich suchen durfte! Emma hat sich so gut entwickelt, dass wir gefragt worden sind, ob wir es uns nicht vorstellen könnten, Einsätze zu laufen. Vorstellen konnten wir uns viel. Allerdings nicht, wie viel aufwändiger es ist, einen RH-Hund zu führen.

Viele Grüße

Ute

PS: Allein im Mai nehmen wir an zwei Fortbildungen teil. Insgesamt sechs Tage auswärts und für ein Training mit guten Leuten fahren wir auch schon mal 176km eine Tour durch die Republik.

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Erst einmal die Frage, welche Art der RH-Ausbildung. Es gibt die Bereiche Fläche, Trümmer, Wasser und Mantrailen.

Die Fragen waren ja allgemein, weil ich auch absolut kein Ahnung habe.

Wasser? Wie stetzt man da Hunde ein? Ähnlich wie ein Rettungsschwimmer?

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Übrigens ist RH-Arbeit keine "tolle Auslastung für den Hund", sondern eine ernstzunehmende Aufgabe, die sehr viel Zeit und Mühe kostet und auch belastende Momente hat. Die wenigste Zeit wird mit den eigenen Hunden trainiert, sondern wir sind Versteckpersonen oder Begleiter bei anderen Hunden.

Klar ist das eine ernstzunehmende Aufgabe, vor allem wenn man mit dem Hund auf Einsätze geht. Aber in der Hundeschule angebotenes Mantrailing ist nicht ganz so ernst und meistens auch eher zur Beschäftigung des Hundes gedacht oder etwa nicht?

Und ich hab auch eher dran gedacht, dass ein Hund mit Aufgabe eben glücklicher ist als einer ohne. Solche Hunde sind zufriedener egal ob ernst oder nicht.

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Es kommt darauf an, wie Du an MT heran gehst und welchen Trainer Du hast. Wir haben mit einem ehemaligen Laborbeagle im Beschäftigungsbereich angefangen und nicht im Traum an Einsatzreife gedacht. Wir haben aber unseren Trainer mit Bedacht ausgesucht, regelmäßig an den Trainings teilgenommen, den Trainer mit Fragen gelöchert und dabei ganz viel Spaß gehabt.

Ich finde eine ernsthafte Ausbildung in einer guten Hundeschule deutlich besser, als eine schlechte Ausbildung in einer RHS....

Viele Grüße

Ute

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und warum mache ich Rettungshundearbeit?

als ich vor 10 Jahren Gandalf holte hab ich mir ganz viel der damals relativ neuen Hundesprotarten angesehen. Aber nirgendwo finde ich so ein "Vollprogramm"

Teamarbeit im Bereich Gehorsam, Geschicklichkeit und Konzentration im Gerätetraining, Kopfauslastung mit Sucharbeit und dazu laufen in stundenlangen Einsätzen.

Nirgendwo ist das Team so gefordert. Als Rettungshundeführer muß ich einen Teil Verantwortung abgeben und meinen Hund machen lassen. Er hat die Nase, und auf die muß ich mich verlassen können.

Die Arbeit und vor allem die gemeinsam durchgestandenen Einsätze bedeuten mir und meinen Hunden so unendlich viel. Die tiefe und innige Bindung die so entsteht kann ich niemand beschreiben, das versteht nur jemand, der gleiches erlebt hat.

Trotzdem sind Rettungshunde einfach Hunde. Und meine unterscheiden absolut ob sie "im Dienst" sind oder nicht. Gandalf mag nicht von fremden gestreichelt werden. Im nomalen Leben weicht er da aus. Im Dienst kommt ein Blick zu mir, ein Nicken von mir und der Herr Gandalf lässt sich von allem antatschen und anfassen.

Bei Spaziergängen mit mir geht er nicht mehr als 15 oder 20 Meter von mir weg, bei der Sucharbeit kannst du da locker eine 0 ranhängen.

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ja, ja, die Rettungshunde :)

eigentlich auch ein lang gehegter Traum von mir... aber man kann eben nicht 2 "Jobs" mit Rufbereitschaft haben... und solange ich als Tierarzthelferin arbeite und auch immer mal wieder zu Notfaellen muss, gehts halt ganz einfach nicht...

jetzt folgt dann erstmal eine Babypause und danach sehen wir weiter... vielleicht wird das ja noch irgendwann was :)

Generell wuerde ich an deiner Stelle mal in den Schaeferhundevereinen schauen! Die bieten die Rettungshundearbeit oft als Auslastung an... aehnliches Training, gute Auslastung fuer Hunde und Mensch, aber ohne den realen Einsatz als Ziel... grade fuer jemanden, der in die Arbeit mal reinschnuppern moechte ist das sicher eine gute Alternative!

Helena

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Generell wuerde ich an deiner Stelle mal in den Schaeferhundevereinen schauen! Die bieten die Rettungshundearbeit oft als Auslastung an... aehnliches Training, gute Auslastung fuer Hunde und Mensch, aber ohne den realen Einsatz als Ziel... grade fuer jemanden, der in die Arbeit mal reinschnuppern moechte ist das sicher eine gute Alternative!

Helena

Ja, die SV's arbeiten sehr oft auf hohem Niveau und sind in den RH-Sportprüfungen meist ganz oben. Allerdings ist es dann noch was anders, wenn man Sportprfg. und Einsätze läuft ;)

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na klar ist das was anderes :) aber wenn man hauptsaechlich seinen Hund auslasten moechte, ist vielleicht der Sport gar nicht so schlecht, oder?

edit: man spart ja vor allem an der eigenen Ausbildung, oder? weil funken etc. muss man im Sport ja nicht unbedingt koennen...

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Mein Kommentar war durch aus positiv gemeint. Die SV'ler sind bei den Wettbewerben immer recht gut.

Aber sie arbeiten halt nur auf die Prfg. hin. Läuft man Einsätze und macht nebenher aus Spaß Sportprüfungen muss man zwei verschiedene Sachen arbeiten. Das ist dann recht aufwändig, aber es macht Spaß und man hat neue Ziele ;)

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