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Hundeforum Der Hund
Fototante

Nachbarin hört nicht auf meinen Hund hinter meinen Rücken zu füttern

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Ich war gerade draußen auf der Terrasse, um eine zu rauchen. Meine Nachbarin kam zufällig raus. Ich ging in die Garage, hab zwei Radler aus dem Kühlschrank geholt, bin über den Zaun gestiegen (wir machen das so) und bin zu ihr rüber. Hab mich zu ihr hingesetzt und gesagt, dass ich jetzt gerne über etwas mit ihr reden möchte und zwar über etwas, das mir toternst ist und mich belastet.

Ich bin erstaunlich diplomatisch geblieben, was mir sehr schwer viel, weil eigentlich hatte ich so eine Wut im Bauch (hab mich ja hier noch ordentlich reingesteigert :D ), nach Diplomatie war mir eigentlich wirklich nicht. Aber ich wollte sie ja nicht verletzen.

Hab ihr erklärt, dass ich sie als Nachbarin und Freundin sehr schätze und liebe und keine anderen Nachbarn haben möchte. Dass ich mich sehr darüber freue, dass sie meinen Hund so liebt und dass ich glücklich darüber bin und Nelli sie auch liebt und sich immer freut sie zu sehen. Ich hab ihr gesagt, dass Nelli sie auch mögen würde, ohne dass sie immer gefüttert wird. Irgendwann würde sie Nelli aber nur noch als Futterspender sehen.

Aber ich hab ihr sehr deutlich gesagt, dass ich mich von ihr nicht respektiert und hintergangen fühle, wenn sie meinen Wunsch so missachtet. Dann hatte sie plötzlich Tränen in den Augen.

Aber ich dachte, neee, da muss sie jetzt durch! Es muss mal deutlich gesagt werden. Ich hab sie gefragt, ob sie mich respektiert und ihr das gute Verhältnis zwischen uns auch so wichtig ist wie mir. Und sie sagte ja.

Also hab ich ihr erklärt, dass es für mich ein Vertrauensbruch ist, wenn sie dem Hund was zu fressen gibt, egal wie "hochwertig und gut" es ist (sie füttert ja keine Essensreste, aber mir geht's ums Prinzip). Ich hab ihr gesagt, dass sie dem Hund immer, wenn sie zu mir ins Haus kommt etwas mitbringen darf. Sie ist ja oft hier, also kann sie dem Hund was mitbringen.

Dann hat sie mich umarmt und sich bei mir entschuldigt. Sie hat mir versprochen es nicht mehr zu machen. Warum sie es die 10 Mal vorher nicht kapiert hat, als ich sie drum gebeten habe es bleiben zu lassen, kapier ich aber wirklich nicht.

Ich hab ihr dann noch erlaubt Spielzeug rüber zu schmeißen und Nelli zu streicheln und zu begrüßen, aber keine Leckerlis mehr zu geben.

Eine Nachbarshündin, die immer abhaut bekommt gerade Training von einem Hundetrainer, also hab ich einfach erfunden, dass diese Hundetrainerin auch bestätigt hat, wie wichtig es ist, dass Hunde nichts über den Nachbarszaun bekommen. (Stimmt gar nicht, ich bin der Trainerin nie begegnet).

Naja, auf jeden Fall bin ich dann nach dem Gespräch (ging vielleicht 5 Minuten) gleich wieder zurück ins Haus, hatte noch noch nicht mal mein Radler leer getrunken. Aber ich wollte nicht, dass wir das Thema ändern. Ich wollte, dass sie das Gefühl hat, dass es mir ernst ist und ich NUR deshalb zu ihr rüber kam, um ihr das zu sagen.

Ich fühle mich zwar jetzt irgendwie schlecht, aber auch erleichtert.

Das Vertrauen muss sie sich erst wieder verdienen. Aber ich hoffe, dass sie's jetzt wirklich kapiert hat.

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Sorry, wenn ich das jetzt schreibe, aber ich glaube, der einzige Weg, an der Situation etwas zu ändern, ist, etwas an Deiner Einstellung zu ändern.

Mir ist aufgefallen, dass bei Deinen Beschreibungen der Nachbarn zwar einerseits steht, wie gut Ihr Euch alle versteht, aber ich lese auch irgendwie einen Unterton heraus. die Nachbarin in Nr. 3 hat "Fußhupenkläffer", die neben Dir "kennt keine Grenzen", da "muss man verbieten" - Du erwartest Respekt, schreibst aber mit einem für mich deutlich lesbarn respektlosen Ton ihnen gegenüber.

Und was kriegt Dein Hund denn nun von ihr? Lidlfrass? Oder Fleisch von ihrem Bruder, dem Metzger? Schwein oder Rind oder gekochte Eier?

Versteh mich nicht falsch, ich versteh, dass du nicht willst, dass jemand Deinen Hund füttert außer Dir.

Aber bedenke, dass viele Wege nach Rom führen.

Mit ihrem Mann zu sprechen, halte ich auch für sehr respektlos, damit zeigst Du, dass du sie nicht für voll nimmst, und meinst, dass sie daher von ihrem Mann (ist er ihr Vorgesetzter? Ihr Herr und Meister?) bevormundet werden muss.

Ich würde an Deiner Stelle nicht "verbieten" oder "Vorschriften machen", sondern um Hilfe bitten! Geh zu ihr, schildere die gesundheitlichen Probleme Deines Hundes und frage sie, ob sie eine Idee hat, wie man dem Hund gerecht werden kann. Belehre sie nicht, sondern rede mit ihr!

Aber Du musst dazu in ihr einen gleichwertigen Partner sehen, nicht jemanden, dem man etwas "verbieten muss" oder so.

Kein Wunder, wenn sie auf stur schaltet, wenn sie ähnliche "Untertöne" wahrnimmt, wie ich!

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Freut mich wirklich das Du mit ihr reden konntest, KLasse :klatsch:

Wieso soll "Fototante" etwas an ihrer Einstellung ändern? Nein ist nein, wer das nicht akzeptieren kann muss damit rechnen das irgendwann einmal klare Worte kommen in denen man verdeutlicht, das man sowas nicht möchte.

Eigentlich sollte einmal "Nein" genügen.

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Mir ist aufgefallen, dass bei Deinen Beschreibungen der Nachbarn zwar einerseits steht, wie gut Ihr Euch alle versteht, aber ich lese auch irgendwie einen Unterton heraus. die Nachbarin in Nr. 3 hat "Fußhupenkläffer", die neben Dir "kennt keine Grenzen", da "muss man verbieten" - Du erwartest Respekt, schreibst aber mit einem für mich deutlich lesbarn respektlosen Ton ihnen gegenüber.

Und was kriegt Dein Hund denn nun von ihr? Lidlfrass? Oder Fleisch von ihrem Bruder, dem Metzger? Schwein oder Rind oder gekochte Eier?

Du legst vielleicht meine Aussagen etwas zu sehr auf die Waagschale. Fußhupen nennen wir hier liebevoll alle kleinen Hunde, das ist bei uns eher witzig gemeint, aber ich kann verstehen, dass das falsch rüber kommt. Die Besitzerin selbst sagt auch Fußhupen. Und die kläffen halt wirklich den ganzen Tag um die Wette. Mit ihr habe ich sogar mal darüber gesprochen, weil andere Nachbarn sie bereits angezeigt haben.

"kennt keine Grenzen", da "muss man verbieten"

Ja, das ist eben ihre Art. Die kennt keine Schattierungen von grau, die kennt nur schwarz und weiß. Und das meinte ich nicht böse. Ihr muss man es verbieten, weil sie sonst wieder keine Grenzen kennt. Und da es mein Hund ist, warum soll ich ihr es nicht verbieten, meinen Hund zu füttern?

Und was kriegt Dein Hund denn nun von ihr? Lidlfrass? Oder Fleisch von ihrem Bruder, dem Metzger? Schwein oder Rind oder gekochte Eier?

Das ist es ja ;) Alles! Mal ist es ein hartgekochtes Ei, mal diese Frolic Dinger, mal gekochtes Rindfleisch vom Metzger, mal Hundekekse, mal Knochen. Eben alles.

Ich respektiere meine Nachbarn sehr, nur weil ich mir etwas Wut von der Seele geschrieben habe, heißt das nicht, dass ich ihnen gegenüber respektlos wäre.

Mit ihrem Mann zu sprechen, halte ich auch für sehr respektlos, damit zeigst Du, dass du sie nicht für voll nimmst, und meinst, dass sie daher von ihrem Mann (ist er ihr Vorgesetzter? Ihr Herr und Meister?) bevormundet werden muss.

Das war auch nur eine Idee. Aber lieber spreche ich mit ihrem Mann, mit dem ich ja auch befreundet bin, als mit dem Anwalt oder der Polizei.

Nein ist nein, wer das nicht akzeptieren kann muss damit rechnen das irgendwann einmal klare Worte kommen in denen man verdeutlicht, das man sowas nicht möchte.

Danke

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Originalbeitrag

Freut mich wirklich das Du mit ihr reden konntest, KLasse :klatsch:

Wieso soll "Fototante" etwas an ihrer Einstellung ändern?

Weil Du immer nur Dich selbst, aber niemals jemand anderen ändern kannst!

I

Aber ich dachte, neee, da muss sie jetzt durch! Es muss mal deutlich gesagt werden.

...

...also hab ich einfach erfunden, dass diese Hundetrainerin auch bestätigt hat, wie wichtig es ist, dass Hunde nichts über den Nachbarszaun bekommen. (Stimmt gar nicht, ich bin der Trainerin nie begegnet).

...

Naja, auf jeden Fall bin ich dann nach dem Gespräch (ging vielleicht 5 Minuten) gleich wieder zurück ins Haus, hatte noch noch nicht mal mein Radler leer getrunken.

...

Das Vertrauen muss sie sich erst wieder verdienen. Aber ich hoffe, dass sie's jetzt wirklich kapiert hat.

zitieren

Zwar haben sich unsere Beiträge überschnitten, aber trotzdem: die Sätze, die ich zitiere, sind in meinen Augen respektlos und von oben herab. Warum, glaubst, du, sollte sie Dich anders behandeln, als Du sie?

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Naja, wenn du das so siehst. Dann ist das so.

Ich kann nur sagen, dass das nicht mein erstes Gespräch war und ich nicht das erste Mal gebittelt und gebettelt habe. Irgendwann ändert sich halt der Ton.

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Mein Hund darf auch keiner Füttern ich lass sie noch nicht mal von hanz und franz anfassen Punkt.

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Es wäre doch schade, wenn durch diese Geschichte eure gute Nachbarschaft leiden würde. Das ist so viel wert, wenn man sich mit seinen Nachbarn gut versteht und miteinander reden kann.

Ich kann jedoch vollkommen nachvollziehen, dass du dich nicht respektiert fühlst, wenn deine Nachbarin trotz zig-facher Bitte mit dem Füttern weitermacht. Was ist denn bitteschön so schwer dran, den Nachbarshund eben NICHT zu füttern. Der ist genauso dankbar für ein paar Streicheleinheiten.

Wir mussten unseren Nachbarn auch zwei mal bitten, nichts mehr durch den Zaun zu stecken. Unser Hund war schon gar nicht mehr vom Zaun wegzubekommen wenn der Nachbar auch im Garten war. Unsere Bitte wurde jedoch beherzigt und seit dem wird eben das Köpfchen getätschelt (beim Hund :) ) und alle sind zufrieden.

Ich ärgere mich auch immer wieder über Leute, die meinem Hund ungefragt irgendwas zustecken, wenn ich nicht schnell genug darum bitte, dies nicht zu tun.

Ich finde hier liegt der Fehler eindeutig bei der Nachbarin und nicht bei Fototante.

LG moonlight

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Ich finde gut, dass Du heute die Möglichkeit hattest mit Ihr zu sprechen. :)

Warte einfach mal ab, ob es was gebracht hast.

Sollstest du Sie trotzdem noch mal erwischen, dann sag nicht sofort etwas. Warte ein paar Stunden, sag ihr dann der Hund hat gebrochen und Du kannst Dir garnicht vorstellen warum und frage sie dann mal, ob sie dem Hund was gegeben hat.

Und dann fragst Du sie ernsthaft ob sie dem Hund so schaden möchte.

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Sowas muss man nicht hinnehmen. Natürlich kann man die anderen nicht ändern, aber NEIN ist nunmal NEIN. Wer das nicht akzeptiert hat in meinen Augen ein ernsthaftes Problem. Nö, also ich würde auch darauf beharren das sie das bleiben lässt, und offenbar hat sie nun auch etwas verstanden heute.

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