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polar-chat.de  Der Hund
MaramitJule

Ein neues Problem, nachdem der alte Hund starb

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Hallo,

wie ich schon mal schrieb, wurde letztes Jahr im Dezember der DSH Mix eines Alkoholikers endlich eingeschläfert.

Der Hund war schon 17 Jahre alt, hatte schwere Hüftprobleme, konnte kaum noch laufen, wurde nicht behandelt und jahrelang misshandelt.

Der Besitzer schlug und trat ihn immer wieder, kümmerte sich wenig um dessen Gesundheit, lies ihn mit Schmerzen liegen und und und.

Insgesamt eine schreckliche Situation, die zum Schluß für alle im Umfeld nur noch belastend war.

Jahrelang gab es in dem Wohnheim, indem er lebte großen Ärger, weil der Hund regelmäßig ins Haus machte, der Halter sich aber nicht darum kümmerte, sondern alles liegen ließ.

Es kam zu einer Kündigung, die in einem Gerichtsstreit wieder zurück gezogen wurde.

Solange der Hund lebte, durfte er ihn in diesem Haus behalten, aber keinen neuen mehr anschaffen.

Es gab etliche Anzeigen, wegen Tierquälerei und vieles mehr.

Das Veterinäramt war im letzten Jahr immer mal wieder vor Ort, und versuchte den Halter zu überreden, den Hund einschläfern zu lassen.

Der Vermieter droht mit einer fristlosen Kündigung, wenn er sich einen neuen Hund holt.

Und trotzdem plant der Kerl sich wieder einen Hund anzuschaffen.

Seine Pläne werden langsam so konkret, dass ich befürchte, er holt sich wirklich einen neuen Hund.

Ihm ist es egal, dass er dann eine Kündigung bekommt.

Seiner Meinung nach kann da nichts passieren.

Das Haus gehört einer Genossenschaft, die Bewohner werden meist durch eine caritative Einrichtung betreut.

Leider haben die nicht sehr viel Einfluß auf ihn.

Mittlerweile hat er 2 Katzen, die er auch nicht besser als den Hund behandelt und sucht weiterhin nach einem Hund.

Ich treffe den Herrn immer wieder, habe alles selber beobachtet und habe regen Kontakt zu anderen Bewohnern aus dem Haus sowie Mitarbeitern der Einrichtung.

Kann mir jemand helfen, was man noch tun kann?

Wer könnte ein Tierhalteverbot erreichen?

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Ich befürchte, du hast keine Möglichkeiten. Eine Tierhalteverbot zu erwirken ist schwierig. Üblicherweise hat das Veterinäramt die besten Chancen. Aber meist muss erst eine Straftat begangen worden sein, bevor gehandelt werden kann. Das ist traurig, aber so ist Deutschland.

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Naja, er hat ja einige Anzeigen wegen der Misshandlung des Hundes.

Der wird es darauf ankommen lassen und riskieren, seine Wohnung zu verlieren.

Da er keine Empathiefähigkeit gegenüber anderen Lebewesen und keine Krankheitseinsicht hat, wird sich auch nicht ändern.

Er ist der Meinung, er ist völlig in Ordnung, nur alle anderen eben nicht.

Es sit absehbar, dass er auch einen neuen Hund wieder misshandeln wird.

Zum Glück haben ihn die Tierheime weg geschickt.

Aber auf Dauer wird er einen Hund finden.

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Okay, dann sieht es schon besser aus. Das Tierhalteverbot des Vermieters ist die eine Sache, aber eine Strafanzeige fällt doch wesentlich schwerer ins Gewicht.

Hatte das Vet-Amt bisher kein Interesse an der Durchsetzung eines Verbots?

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Du schreibst, er lebt in einem Wohnheim. Weißt du genaueres, hat er einen gesetzlichen Betreuer?

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Das Vetamt war letztes Jahr eigentlich nur wegen dem alten Hund vor Ort.

Damals hatte er wohl versprochen, sich keinen Hund mehr zu holen.

Die Katzen hat er erst ein paar Wochen, aber er ist wohl recht genervt.

Weil sie eben in einer kleinen Wohnung beschäftigt werden wollen.

Wie er mit denen umgeht, kann ich nicht sagen, aber ich werde noch mal das VetAmt anrufen.

Mal sehen, Anzeigen hatte er schon mehrere.

Da er schwer Alkoholabhängig ist, wurde er nicht belangt.

Das sieht er zwar nicht ein, aber wer schon morgens um 9 im Park Wodka trinkt...

Er trinkt täglich, teils bis zur Besinnungslosigkeit.

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Das müsste ich mal vorsichtig nachfragen, könnte aber gut sein.

Die Mitarbeiter der caritativen Einrichtung haben wenig Einfluss auf ihn, er wird dort geduldet, mehr nicht.

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Die Lebensumstände die du beschreibst schreien geradezu nach Betreuung ;)

Also, sollte er einen gesetzlichen Betreuer haben ist das eine unabhängige Person, die nichts mit der Einrichtung zu tun hat. Jeder hat Anspruch auf einen Betreuer wenn er in gewisser Art und Weise nicht mehr in der Lage ist seine Dinge selbst zu regeln, aus welchem Grund auch immer.

Wenn er bereits einen Betreuer hat, solltest du unbedingt mit diesem sprechen und deine Bedenken klar zum Ausdruck bringen, bzw. den Betreuer darum bitten sich der Sache anzunehmen und die Anschaffung eines Hundes zu verhindern.

Sollte er noch keinen Betreuer haben könntest du das als Verhandlungsgrundlage nutzen. Versuche wenn du es dir zutraust mit ihm zu sprechen und drohe ihm notfalls mit dem Vormundschaftgericht. Das sind zwar harte Bandagen, aber ich sehe es als einzigen Weg ihn zu überzeugen. Ich denke nämlich nicht dass er sehr erfreut sein wird bei dem Gedanken daran einen gesetzlichen Vormund zu bekommen.

Und nur zur Info, du könntest tatsächlich auch als "wildfremde" einen Antrag auf Betreuung bzw Vormundschaft stellen.

P.S. Das Vet-Amt wird leider tatsächlich erst eingreifen können wenn der Hund schon angeschafft ist.

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Danke Dir für die Infos.

Ich werde jetzt erst einmal mit der Einrichtung reden, wie weit da eine Vormundschaft vorliegt.

Mit dem Mann zu reden macht leider wenig Sinn, da ich das schon seit dem Tod des alten Hundes mache.

Außer mir tun dies auch noch an die 15 andere Leute, eigentlich jeder, der ihn kennt.

Das wird leider nichts nützen.

Von den Tierheimen in der Umgebung bekommt er keinen Hund, dort war er schon.

Da er kein Internet hat, hoffe ich, noch etwas Zeit zu haben.

Da der Mann etliche Probleme hat, auch mit seiner Gesundheit, mit den Finanzen und vieles mehr, wäre eine Vormundschaft vielleicht wirklich eine gute Sache.

Bisher hat er wohl keine, zumindest sagt er das.

Danke Dir

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Hoffe du kannst was erreichen. Wünsche dir viel Erfolg dabei!

Wenn du noch Fragen zu dem Thema gesetzlicher Betreuer hast, immer her damit.

Würd mich freuen wenn du irgendwann mal berichtest wie es weitergegangen ist :)

Liebe Grüße

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