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Hundeforum Der Hund
Lotte1973

Protestpinkeln?

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Hallo Vera,

zu dem WARUM sie dort pinkelt, wo sie es tut, weiß ich nicht wirklich etwas. Da könnte ich nur vermuten.

Wenn sie nicht IN deinem Bett schlafen darf, warum machst du ihr nicht ein Bettchen VOR deinem Bett? Jule darf auch nicht rein. Aber sie schläft auf ihrem Platz vor meinem Bett sehr ruhig und friedlich. Wäre das nicht eine Option?

In der ersten Nacht hat sie auf 15 verschiedene Arten versucht, sich in mein Bett zu schleichen. Dumm für sie, dass ich das jedes Mal mitbekommen hab und sie wieder rauswarf. Die zweite Nacht waren es dann nur noch zwei Versuche und jetzt liegt sie brav auf ihrem Bettchen und ist zufrieden. Sie hat meine Nähe und ich mein hundefreies Bett.

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Das hat auch nichts mit Aushalten zu tun, sie kann ja durchhalten, wir gehen abends so gegen 20 Uhr die letzte Runde und bevor wir ins Bett gehen huscht sie nochmal in den Garten, morgens um 6 ist die erste Runde.

Ich kenne so ein Stresspinkeln von unserem Dany. Als wir ihn vor einem Jahr bekamen (als erwachsenen, stubenreinen Hund), hat er es täglich gemacht, erst nach langer Zeit wurde es wirklich weniger. Monatelang hat er auch immer reingepinkelt, wenn die Hunde mal allein sein mussten. Couch, Eckbank, Bett...überall.

Heute passiert eigentlich nichts mehr, außer wenn Dany in sehr heftigen Stress gerät. Das Pinkeln ist sozusagen sein Stressventil, sein Schwachpunkt. Er hält es in diesen Momenten tatsächlich nicht mehr aus, obwohl er unter normalen Umständen auch sehr lange einhalten kann und nachts nie raus muss.

Vielleicht ist das bei Naomi ähnlich? Gerade weil Du schreibst, dass sie sehr ängstlich ist, also irgendwie auch stressanfällig...

Sollte es so sein, wirst Du evtl. so wie wir auch ganz viel Geduld aufbringen müssen, bis sich das Verhalten wieder ändert, da sie schlicht nicht anders kann.

Ich wünsche Euch viel Erfolg!

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Das ist extremer Stress, Hilflosigkeit bzw. ein Hilfeschrei. Sie kommt mit der plötzlichen Änderung nicht klar. Ich hatte dasselbe Problem als ich vor 15 Jahren den Führerschein machte und dadurch plötzlich fast täglich am Vormittag für 2-3 Stunden nicht zu Hause war. Meine Hunde waren zwar gewöhnt, dass ich auch mal 2 - 3 Stunden das Haus verlasse, jedoch niemals vormittags. Eine besonders sensible Hündin hat daraufhin immer auf die Couch gepinkelt, oft sogar erst in dem Moment, wo ich zur Türe rein kam, scheinbar ist dann die Anspannung von ihr gegangen und sie hat den Druck laufen lassen. Gelegt hat sich das nach ca. 2 Wochen, da war es dann nämlich wieder normal für sie. Ich bin überhaupt nicht drauf eingegangen und habe die couch entsprechend pinkelsicher abgedeckt und jeweils gesäubert, wenn sie es nicht sah.

Dasselbe Problem hatte ich, wenn ich mit den Hunden in ein Hotel ging und den Fehler anfangs machte, dass ich die Hunde zuerst aufs Zimmer bringe, und dann erst die Koffer hole. Trotzdem ich die Hunde vorher habe ausreichend Gassi gehen lassen (hab dazu immer erst einen Halt im Grünen kurz vor den Hotels gemacht), ist das einige Male passiert, bis mir ein Licht aufging. Ich hab die Koffer dann zuerste ins Zimmer gebracht, meine getragenen Jacken auf dem Bett ausgebreitet, die Schuhe gewechselt und vors Bett gestellt und dann erst die Hunde geholt, und seitdem hat nie wieder ein Hund ins Hotelbett gemacht.

Warum machen sie ins Bett oder auf die Couch. Weil sie gelernt haben, nicht auf den Boden zu machen, Pinkeln am Boden ist tabu, also in ihrer Not, der Druck ist groß unter Stress (denkt an Prüfungsangst etc.), fällt ihnen nur die erhöhte Lage ein.

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Warum machen sie ins Bett oder auf die Couch. Weil sie gelernt haben, nicht auf den Boden zu machen, Pinkeln am Boden ist tabu, also in ihrer Not, der Druck ist groß unter Stress (denkt an Prüfungsangst etc.), fällt ihnen nur die erhöhte Lage ein.

Genauso sehe ich das auch, und das sie überhaupt pinkeln muss, hat rein gar nix mit Protest oder "extra" zu tun sondern "einfach" mit Stress.

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Da sind von euch ja einige gute Ansätze dabei.

Ich danke euch. ;)

Unser Alltag hat sich in meiner Krankzeit nicht verändert, die Hunde sind vormittags 5-6 Stunden (wenn ich arbeite) alleine und pennen in dem Zeitraum, das tun sie auch jetzt, wenn ich Zuhause bin :D

Die Kinder gehen mittags, wenn sie aus der Schule kommen immer mit den Hunden raus, das hat sich in den 4 Monaten auch nicht geändert.

Die einzige Veränderung, die anlag, dass ich vormittags nicht immer da bin, naja und dass Naomi nicht bei uns schlafen darf, da sind mein Mann und ich uns aber nicht einig...

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Und sie pinkelt und "zerstört" nachts, das habe ich richtig verstanden?

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Das hast du richtig verstanden, Christiane.

Das hat sie noch nie gemacht :D

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@Steffi, bekommt man den nur über´s Internet?

Oder kann man ihn auch im Handel (Futterhaus) kaufen?

Ich kaufe den immer bei Selgros.

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Hallo Vera, bitte nicht an meinem Beispiel festnageln, dass es nur die Abwesenheit ist, jede kleinste Veränderung kann zu so einem Verhalten führen bei Hunden, die in ihren Ritualen gefangen sind.

Es wird ja oft empfohlen ängstlichen Hunde Rituale einzubauen, da ihnen das Halt gibt. Das ist auch richtig, aber, wenn der Hund nur noch von Ritualen abhängig ist und dann sich was ändert, bricht förmlich die Welt zusammen. Daher sollte man Rituale auch immer etwas locker sehen und z.B. die Fütterungszeiten nicht immer Sekundengenau anbieten, sondern mal etwas früher, mal etwas später, immer behutsam lockern, so dass der Hund lernt, mit Änderungen umzugehen, auch das wieder bitte nicht nur beim Füttern festnageln, das gilt für alle Rituale, Gassizeiten, Heimkommen, Bettgehen etc. etc.

in deinem Fall hat sich eben das Bettritual geändert, mit dem sie nicht fertig wird, weil es zu plötzlich und grass erfolgte. Nicht jeder Hund reagiert gleich, die einen sind sensibler und hilfloser als andere.

Es können sogar Änderungen in der Nachbarschaft zu Stressverhalten führen, z.B. wenn in deiner Abwesenheit Bauarbeiten im Haus oder vor dem Haus stattfinden und der Hund eine gewisse Geräuscheangst hat. Oder wenn ein Nachbarshund oder Katze eingezogen ist und der Hund mit diesen Tieren schon immer ein gewisses Problem hatte, oder ein Baby im Haus ist und schreit, wenn du nicht zu Hause bist, etc. etc. Selbst ein Ereignis wie ein Todesfall im Haus kann einen Hund panisch werden lassen!

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Naomi schläft jetzt immer in ihrem Bett, aber direkt neben meinem Bett und morgens ist alles trocken. :klatsch:

Aber... wenn wir nicht da sind, dann kann es sein, dass sie dann in ihrem anderen Bettchen einen See hinterlässt oder auf der Couch.

Das kriegen wir auch noch hin!

Habt ihr noch Ideen?

Wenn sie mir in ihr Bett macht oder auf den Teppich, kann ich damit leben, aber die Couch ist erst 3 Jahre alt und natürlich aus Stoff mit Federkern.

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