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polar-chat.de  Der Hund
Daisy73

Achtung, Horror nach Kastration

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Als erstes ein kurzer Lebenslauf zu unserer Labrador Border Colli Mischung.

Wir haben den Hund im Juli 2012 von einer Bekannten bekommen, die sie

aus den Händen einer Migrantenfamilie gerettet, bei denen sie im Keller eingesperrt

war mit der Begründung, dass noch kleine Kinder im Haushalt leben und der Hund

ja überall sein Geschäft macht.

Wir haben sie natürlich unter den Umständen bei uns in die Familie aufgenommen.

Bei dem ersten Tierarztbesuch am 02.07.2012 wurden alle anstehenden Impfungen und

die erste Entwurmung durchgeführt. Vom Tierarzt wurde uns die Gesundheit des Tieres bestätigt

und er schätzte das Alter auf etwa 5 Wochen, also viel zu jung um von der Mutter getrennt zu werden. Wir tippen deshalb auf ein Osteuropäisches Herkunftsland.

Wir haben sie dann mit einem Fläschchen alle paar Stunden gefüttert und liebevoll aufgezogen.

Waren mit ihr mit dem Wohnmobil schon mehrmals im Urlaub und sie fühlt sich

richtig gut bei uns.

Anfang 2013 ist sie auch zum ersten mal läufig geworden. Wir haben ca. 8 Wochen auf Anraten des Tierarzt gewartet um sie am 26.04.2013 kastrieren (Gebärmutter und Eierstöcke) zu lassen.

Die Op ist tadellos verlaufen und die Kleine war schon am nächsten Tag wieder recht fit.

Wir haben sie ca. 4 Tage keine Treppen steigen lassen und sie immer getragen. Sie hat in der Zeit auch nur eine Schmerztablette bekommen, weil sie gejammert hat.

Nun war meine Frau am 10.05.2013 beim Fäden ziehen wo alles gut gelaufen ist.

Eine viertel Stunde später konnte ich meine Zwei zuhause im Hof begrüßen.

ACHTUNG NUR FÜR STARKE NERVEN!!!!

Plötzlich fuhr ein Fahrrad am Gartentor vorbei und der Hund ist erschrocken, hat kurz einmal aufgebellt und fing an zu schreien wie am Spiess. Die 15cm lange Naht war komplett augeplatzt und der Darm fiel heraus !! Ihr Kopf ging sofort zu ihrem Bauch wo sie sich gebissen hat und auch gleich den Darm und eine Vene verwischt hat die sie durchgebissen hat.

Ich habe sie geistesgegenwärtig sofort gehalten und ihr den Darm und die Blase wieder in die offene Bauchhöhle geschoben und bot ihr meinen Arm zum reinbeissen an.

Wir sind sofort wieder ins Auto wo ich sie auf dem Hintersitz ständig gehalten habe und mit ihr geredet habe. Sie hat auf der Fahrt ca. 2 bis 3 Liter Blut verloren.

Beim Tierarzt angekommen haben wir sie direkt auf dem Op-Tisch abgelegt wo sie noch bei vollem Bewusstsein war. Der Tierarzt war sichtlich geschockt von unserer Aktion und ich forderte ihn auf sie sofort in Narkose zu versetzen. Nun folgte eine ca. 2,5 Stündige Notoperation in der ca. 40cm Darm entfernt wurde und die Vene wieder zusammen genäht wurde. In der Nacht bekam sie noch Infusionen um den Kreislauf und den Blutverlust wieder herzustellen.

Am nächsten morgen ca. 9 Uhr hat es geheißen könnten wir sie dann abholen.

Meine Frau und ich haben eigentlich schon gedacht, dass sie es nicht packen würde.

Als wir beim Tierarzt angekommen sind ,wurde uns die Tür mit einem Lächeln geöffnet und wir durften sofort in sein Privatbüro wo unsere Kleine uns schon mit offenen Augen und einem Wedeln empfang.

Nun haben wir sie wieder Zuhause und sie bekommt alle 2 Stunden was zu fressen. Natürlich alles mit dem Mixer und viel Wasser.

Zum jetzigen Zeitpunkt geht es ihr schon wieder zu gut und sie will spielen. Wir halten sie sehr kurz an der Leine und tragen sie jede Stufe.

Leider gehen uns jetzt tausend Fragen durch den Kopf, wie so was passieren konnte. Der Tierarzt kann es sich nicht erklären. Meine Chirurgin, die meinen Arm behandelt, hat auch nur gemeint das kann und darf nicht passieren.

Wir sind nun ratlos, suchen Antworten, Erklärungen und hoffen

auf Hilfe.

Wir werden auch heute noch mit ihr einen anderen Tierarzt aufsuchen und wenn nötig auch noch eine Tierklinik. Nicht das wir unserem jetzigen nicht vertrauen. Aber wir brauchen einfach mehrere Meinungen oder auch Antworten gerne auch von euch.

Danke fürs lesen und die eventuelle Hilfe in der Sache.

Andi,Dani und die arme „Daisy“

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Antworten kann ich Euch leider nicht geben, aber ich wünsche Euch alles Gute und hoffe das das nicht noch mal passiert. Beim Lesen läuft es mir gerade eiskalt den Rücken runter. So einen Horror braucht niemand.

Der kleinen Maus wünsche ich schnelle und gute Besserung.

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Wow. Was für eine Story. Wenn Du verrätst, aus welcher Ecke der Welt Du kommst, können Dir hier sicher einige gute Tierärzte und Tierkliniken empfehlen.

Daisy wünsche ich gute Besserung!

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Oh je das ist ja schlimm.

Natürlich kann das passieren. Solche Sachen heilen nicht bei allen Hunden gleich ab. Vielleicht hat sie auch unbemerkt in der zeit Fäden verloren oder abgeknappert, so konnte es nicht überall gleich abheilen und es riss dann komplett auf.

Bei meinem Rüden ist auch letztes Jahr einige stunden nach dem Fäden ziehen alles aufgeplatz und die naht sah auch komplett geschlossen und super aus.

Er hatte sich mehrmals geschüttelt und die Naht am Auge riss dann komplett wieder auf und musste auch neu operiert werden,.

Aktuel wurde eine Hündin am Bauch operiert und ich lasse bei ihr extra die Fäden länger drin und kontrolliere jeden tag ob alle Fäden da sind damit da nicht auch so was passiert.

Hier hat wahrscheinlich niemand schuld. Ich würd euch nur raten jetzt die Fäden erst später ziehen zu lassen um auf nummer sicher zu gehen.

Es kann auch einfach sein das bei der inneren Naht wo es lösliche Fäden sind, dein Hund sie nicht vertragen hat oder dadurch das sie nach 4 tagen wieder Treppen lief die innere Naht aufplatzte. Mein Tierarzt hat mir extra geraten meinen Hund 10 Tage min nicht stecken oder springen zu lassen da es sonst passieren kann ads die innere Naht auf geht. Dann ist zu viel druck auf der äußeren und die kann nach dem Fädenziehen dann aufreißen.

Ich würd jetzt einfach die Sache vergessen, den es kann 100 uhrsahen haben. Seid froh das sie noch lebt und seht zu ads sie am besten bis zum fädenziehen ruhig gehalten wird und keine Treppen läuft.

Und wie gesagt lasst die Fäden ruhig länger drin.

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(bearbeitet)

oh mein Gott.....das ist ja der absolute Horror!

Ich wünsche deiner Hündin alles Gute und hoffe das Sie sich schnell erholt und keine solchen "Zwischenfälle" mehr passieren!

Sehr gut fine ich, dass ihr sie nochmals durchchecken lassen wollt!

Gute Besserung der Maus und Respekt vor deiner Reaktion!

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Oh man danke euch allen.

Werde es gleich meiner Frau zeigen.

Sie Antwortet bestimmt einiges besser als ich.

Bis gleich

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Hallo Daisy,

Man man man. Das ist mal eine richtig krasse Nummer. Versuche mich mal in Erklärungen. Die können jeddoch nicht klären ob der Tierarzt tatsächlich Schuld hat. Das hätte vermutlich nur geklärt werden können, wenn ein anderer Tierarzt repariert hätte.

Also ich will kurz ganz einfach erklären was bei der OP passiert. Anzumerken ist das die Kastration einer Hündin zwar ein Routineeingriff ist, aber schon zu den grösseren Ops gehört die ein Tierarzt macht. Der Bauch wird unterhalb des Bauchnabel aufgeschnitten. Nach der Entfernung der Gebärmutter und der Eierstöcke müssen drei Schichten wieder zugenäht werden. Dabei wird erst die Muskulatur/ Bauchfell geschlossen. Dann erfolgt eine Unterhautnaht und dann wird in einem dritten Schritt erst die Haut vernäht. Es ist also quasi alles dreifach gesichert, und nur die Fäden in der Haut werden wieder entfernt. Der Rest bleibt drin.

Du siehst schon, das reine ziehen der Fäden löst so eine Situation nicht aus.

Wenn drei Schichten nicht halten ist von einer Wundheilungsstörung auszugehen die durch viele Dinge verursacht wird. Mangelnde Hygiene bei der Op, keine Antibiotikagabe nach der Op, mangelhafte Nähte in drei Schichten oder auch einfach ein Wundheilungsproblem deiner Hündin, die dazu neigt. Natürlich ist nach 8 Tagen die Wunde noch nicht völlig abgeheilt, trotz allem hätte bei so einem Sprung die Naht nicht reißen dürfen.

Es wird vermutlich eine Entzündung gegeben haben die verhindert hat das die Wunden sich schliessen und verwachsen.

Da die grundsätzliche Wundheilungsstörung ein Problem deiner Hündin sein könnte, auf die der Tierarzt keinen Einfluss hatte, oder ggf. Keime eingetreten sind, die eine zukünftige Wundheilung verhindern sollte die Hündin ganz engmaschig kontrolliert werden.

Grüße und berichte bitte wie es weiter geht!

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Ach ja, wie oben beschrieben kommt naturlich auch eine Unverträglichkeit gegen das Nahtmaterial in Betracht !

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Absolute Horrorgeschichte sowas wünsche ich keinem Tierbesitzer :( Tut mir leid das ihr sowas erleben musstet vorallem für eure Hündin - unbeschreiblich ~.~

Ob da nun irgendwo Schuld zu suchen ist weiß ich nicht wirklich, es kann passieren, das tut es sogar bei Menschen. Jeder mesnch und auch jedes Tier ist anders. Bei mir persönlich heilen Wunden trotz mäßigem Abwehrsystem sehr gut und schnell (und das trotz Raucherei *wunder*). Auch bei meiner Katze gab es keinerlei KOmplikationen mit der Naht, hab sogar selbst die Fäden gezogen.

Aber ich verstehe eure Fragen und ich denke ihr macht nichts verkehrt wenn ihr nochmal zu einem anderen Tierarzt fahrt und dort nach Antworten sucht, der ist neutral und weiß vllt woran es gelegen haben könnte, ich hoffe das die restliche Heilung gut verläuft und das ihr und eure Hündin das ganze verarbeiten könnt. Scheinbar scheint sie aber wieder guter Dinge zu sein. Es ist ok wenn ihr jetzt etwas darüber nachdenkt. Sollte sie dann aber wieder gesund sein und lebensfroh, belastet eure Herzen nicht mit der ständigen Frage darüber - das ist nicht bös gemeint aber ich weiß genau wie sehr sich sowas auch auf den Hund auswirken kann.

Alles Gute! :)

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Wir danken euch sehr für eure Antworten. Unsere Vermutung war schon auch, dass unsere Wilde schon viel zu bald zuviel gemacht hat. Aber wenn innen etwas nicht in Ordnung gewesen wäre, hätte sie sich doch irgendwie bemerkbar gemacht, oder?

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