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polar-chat.de  Der Hund
Juline

Fokale Epilepsie des Hundes

Empfohlene Beiträge

(bearbeitet)

Hallo Foris :)

Da diese Form der Epilepsie wohl recht selten vorkommt (und vielleicht auch oft nicht als solche erkannt wird), möchte ich in diesem Thread mal alles zusammenfassen, was ich bei Jule bisher beobachten konnte.

Vielleicht hat der eine oder andere Ähnliches bei seinem Hund erlebt? Über Erfahrungsberichte würde ich mich natürlich freuen!

Man findet im Netz nicht wirklich viel darüber.

Ich mache es stichwortartig, wegen der besseren Übersicht.

Jule, Wäller (Briard x Australian Shepherd)

1. Anfall am 01.01.12 (da war sie 3,5 Jahre alt) --- am 17.Tag der Läufigkeit

-vorher hatte sie tagelang Stress wegen Sylvesterknallerei + Läufigkeit

-Dauer etwa 6 Stunden

-TA fand keinerlei Auffälligkeiten, konnte sich die Symptome nicht erklären

Symptome:

  • wirkt orientierungslos
  • guckt verwirrt im Raum herum (Sehstörungen?)
  • stolpert beim Treppenlaufen
  • hechelt
  • Einknicken, Zusammenzucken beim Laufen
  • wirkt ängstlich, nervös, anhänglich, ruhelos
  • Dauer etwa 6 Stunden
  • danach Durst

6 Monate später: 2. Anfall am 10.06.12 --- am 11.Tag der Läufigkeit

-vorher hatte sie Stress wegen dem Tod ihrer Hundefreundin zwei Wochen zuvor + Läufigkeit

-Dauer 1-2 Stunden

-Symptome wie beim ersten Anfall, diesmal habe ich gefilmt:

Stolpern:

Und hier der "gehemmte" Gang, als habe sie Sehstörungen:

Anhand der Schilderungen und vor allem der Videos diagnostizierte meine TÄ fokale Epilepsie, auch die anderen Symptome passen dazu.

10 Monate später: 3. Anfall am 12.05.13 --- 7 Tage vor der Läufigkeit

...da ich ja nun wusste, was los ist, habe ich mich nur ruhig neben sie gesetzt und leise mit ihr gesprochen –Stressfaktoren waren vorher keine vorhanden, zumindest nicht für mich ersichtlich, das einzige „Außergewöhnliche“ war, dass ihre Kumpeline Gretel am Tag zuvor zum ersten Mal heiß geworden war. Und dass sie zum 1. Mal in ihrem Leben Erdnussflips gefressen hatte, 3 Tage vorher.

Morgens hatte sie eine kurze Klopperei mit einer Catteline, was ich aber nicht als "außergewöhnlichen" Stress betrachte.

-Dauer etwa 30 Minuten

Symptome:

  • Stunden vorher war sie ungewöhnlich anhänglich (Schafschurfest, Aufbau)
  • wirkt orientierungslos
  • guckt verwirrt im Raum herum (Sehstörungen?)
  • hechelt
  • zittert

-3 Tage vorher hat sie etwa 5 Erdnussflips gefressen (Erdnüsse sind als Epilepsie auslösend bekannt!)

-am Abend vorher und zum Frühstück vorher gab es normales Futter: Hasenfleisch, Reis

Das war erstmal das Wichtigste.

Wie gesagt, wer Erfahrungswerte oder auch Fragen hat, bitte her damit :)

LG Antonia

Edit

hier noch ein interessanter Link zu Epilepsie

http://edoc.ub.uni-muenchen.de/11170/1/Zimmermann_Romina.pdf

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Huch sehe ja jetzt erst, dass du etwas geschrieben hast Jumanji.

Einen Zusammenhang zwischen Epilepsie und Hormonen, gibt`s den, ist da etwas bekannt?

Es könnte auch schlicht der Sress sein, dem Geist und Körper in der Zeit der Läufigkeit ausgesetzt sind.

Jule regt sich gern mal auf und wenn sie läufig ist, umso mehr. Hier sehe ich am ehesten einen Zusammenhang mit den Anfällen.

Und dazu noch die nervliche Belastung durch den Tod der Freundin und im zweiten Fall die tagelange Knallerei in den Tagen um Sylvester herum.

Ich werde aber mal googeln gehen nach Epilepsie und Hormonen, oder hast du Quellen?

LG Antonia

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Danke :)

Ich habe auch etliches darüber gefunden und überflogen; Östrogen scheint die Anfallsschwelle zu erniedrigen, während Progesteron sie erhöht.

Wäre es aber dann nicht logischer, wenn die Anfälle immer einige Tage VOR dem Eisprung kämen, also zur Zeit hoher Östrogen-Konzentration?

Ihr Eisprung scheint mir recht zuverlässig um den 10.Tag der Läufigkeit zu liegen.

Edit

...im 2. Link sagen sie dasselbe, dass Östrogene epileptische Entladung fördert und Progesteron die epileptische Entladung vermindert. Somit sei Östrogen ein anfallsförderndes, Progesteron ein anfallshemmendes Hormon.

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Ich denke es ist tatsächlich die Änderung des Hormonstatus-in welche Richtung auch immer. Epilepsie hat so viele Varianten die sehr individuell sein können. Mir ist es eben nur aufgefallen und wollte dich darauf hinweisen. Du könntest es dann genauer beobachten.

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Hab ja im Oktober ganz vergessen, hier nachzutragen.

5 Monate später: 4. und 5. Anfall, beide am 17.10.2013

12 Tage vor Beginn der Läufigkeit

Symptome beim 4. und 5. Anfall

4. Anfall morgens kurz nach dem Aufstehen ca. 6.30 Uhr

• wirkt orientierungslos

• guckt verwirrt im Raum herum (Sehstörungen)

• hechelt, speichelt

• Dauer etwa 30 Minuten

• am Abend und zum Frühstück vorher gab es normales Futter: Kopffleisch, Reis, Karotten

5. Anfall nach der Arbeit so um 18.00 Uhr

Symptome wie heute morgen, um halb 9 Pipi-Runde zum Bach: wirkt orientierungslos, läuft vom Gehweg runter, guckt verwirrt, weicht aber Hindernissen (Mülltonnen) aus

• Dauer etwa 3 (?) Stunden (mit Schlaf-Phasen zwischendurch) –ab 21.00 geschlafen

Ich habe mir daraufhin nach Absprache mit der TÄ Benzos geben lassen (Diazepam-ratiopharm), Tabletten und Zäpfchen.

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Schei* Epilepsie... :(

Jacki ist seit Mitte Juli anfallfrei (mit Medikation). Ich drücke die Daumen, daß es bei euch auch besser wird. :kuss:

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Mal ganz doof gefragt: Wäre eine Kastration nicht sinnvoll? Bzw könnte es sein das sich dadurch die Anfälle verringern/ausbleiben?

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Unser Doc meinte seinerzeit, daß es gut wäre, daß Jacki kastriert sei, weil sie eben nicht mehr diesen Hormonschwankungen unterliegt.

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