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Hundeforum Der Hund
luftkraft

Kommunikation / Interaktion

Empfohlene Beiträge

Hi,

ich mache mir gerade so meine Gedanken über den Unterschied zwischen Interaktion und Kommunikation.

Ist vielleicht ein wenig theoretisch, aber mich würde mal interessieren, wie Ihr das seht und worauf Ihr das stützt..?

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(bearbeitet)

Naja es gibt eine ganze Reihe verschiedener wissenschaftlicher Definitionen der beiden Begriffe.

Für mich ist der Ansatz von Watzlawick ein Interessanter und Ganbarer:

"Man kann nicht nicht kommunizieren".

Und das impliziert, dass in jeder sozialen Interaktion zwischen Individuen auch kommuniziert wird.

Das gilt jetzt in erster Linie für Menschen.

Du willst ja aber sicher auf die Interaktion bzw. Kommunikation zwischen Hunden aus.

Da ist es (zumindest per Definition) schwieriger mit der Kommunikation, weil diese beinhaltet, dass ein Sender einem Empfänger im Prozess der Kommunikation eine verschlüsselte Botschaft sendet, welche vom Empfänger wiederum entschlüsselt wird.

Das ist zwischen Hund und Mensch denkbar schwierig, weil wir nicht dieselbe Sprache sprechen.

In der Psychologie unterscheidet man dann noch in Unterkategorien, z.B.:

1. interpersonale Kommunikation (Austausch zwischen Individuen)

2. intrapersonale Kommunikation (Prozess innerhalb eines Individuums beim Verarbeiten von Umwelteinflüssen)

Und Interaktion:

"(inter zwischen, actio Handlung).

Zwischenwirksamkeit; wechselseitige aktive Beeinflussung, besonders in sozialen Gruppen. Auch in der Tierpsychologie." (Sury 1967 Psychologisches Wörterbuch, S. 116)

"Die Interaktion enthält eine kognitiv-rezeptive Komponente und eine aktiv-reaktive (agierendes Verhalten)." (Dietrich/ Walter Grundbegriffe der psychologischen Fachsprache 1970, S. 143)

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Hervorragend, mialour!

Habe dazu mal ein dreitägiges Seminar besucht. Kann ich jedem nur empfehlen!

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In wie weit ist dies von Bedeutung?

Nicht provokativ gemeint, sondern wirklich aus Interesse, da ich derartige Gedankengänge (noch) nicht nachvollziehen kann.

Also in wie weit ist es sinnvoll eine Unterscheidung zu treffen zwischen beiden Begriffen, wenn es um Hunde geht?

Hat dies eine Relevanz für euch?

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Das frage ich mich auch. :D

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Naja, wenn ich mir manchmal den "Schulstreit" zwischen den verschiedenen Arten der Hundeerziehung anhöre und z.B. Kommunikation statt Konditionierung vor Watzlawiks Prämisse anschaue, komme ich vielleicht doch zu anderen Sichtweisen.

zur Eingangsfrage: ich sehe eigentlich auch wenig Unterschied zwischen K. Und I. . Außer vielleicht dass ich bei K. Eher den expliziten Austausch von Informationen ( wie auch immer) in den Vordergrund stellen würde.

Bei I. eher das gemeinsame wechselseitige Handeln.

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Witzig...

Beide Begriffe hauen wir uns in meinem Studium ja wirklich inflationär um die Ohren und ich wette, 90% der Leute, inklusive mir, hätten eine solche Definition wie die von Mialour nicht auf dem Schirm gehabt :D

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Warum ist das wichtig:

In konstruktiven Diskussionen ist es wichtig mit bestimmten Begriffsdefinitionen zu argumentieren.So haben alle eine Basis, auf der sich austauschen lässt und nicht jeder "sein eigenes Verständnis von xyz".

Damit möchte ich nicht die eigene Urteilskraft und die Fähigkeit des waches Geistes schmälern, nur wenn einer von Birnen und der andere von Äpfeln redet/schreibt, wirds ein bunter Obstsalat aus vielen verschiedenen Meinungen, die auf eigenen Erfahrungen/Motiven/Ansichten beruhen. Bestimmt auch interessant, nur mühselig und kompliziert ( wie sooft).

Aber was das letztlich außerhalb der Theorie in der Interaktion mit dem Hund ändert, ist ja sehr unterschiedlich. Ich kann davon sprechen, mit meinem Hund zu kommunizieren und fest davon überzeugt sein, dass ich das tue (impliziert die Annahme, dass Hund und ich gegenseitige Botschaften entschlüsseln können) oder ich spreche davon, meine aber etwas ganz anderes. Nämlich, dass ich dem Hund etwas kommuniziere (verbal oder nonverbal) und er es unseren Wünschen entsprechend umsetzt. Das heißt aber nicht unbedingt, dass er auch die Botschaft 1:1 entschlüsselt hat, sondern er aus Erfahrung weiß/gelernt hat, was zu tun ist.

(Achtung: Bevor die Konditionierungskeule ausgeholt wird- es gibt sehr viele Grautöne zwischen Konditionierungs-Schwarz und Kommunikations-Weiß).

Kommuniziere ich meinem Hund: "Bleib stehen, da kommt ein Auto!" und der Hund bleibt stehen, dann besteht die Möglichkeit, dass er das tut, weil bspw. nonverbal noch eine ganze Menge kommuniziert wurde (Körperspannung/Blick usw.) und nicht unbedingt, weil er die Dringlichkeit durch den Nachsatz "Auto" erfasst hat.

Ich möchte aber weiß Gott nicht die 1200ste Grundsatzdiskussion ansteuern, sondern nur verdeutlichen, weshalb das Wort "Kommunikation" oft so für Missverständnisse sorgt.

Letztlich weiß niemand, warum genau ein Hund tut was er tut und reagiert wie er reagiert. Wir können ja nur mutmaßen- eben weil es in der Kommunikation naturgegeben hakt.

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In konstruktiven Diskussionen ist es wichtig mit bestimmten Begriffsdefinitionen zu argumentieren.So haben alle eine Basis, auf der sich austauschen lässt und nicht jeder "sein eigenes Verständnis von xyz".

mag sein,

aber

... nur wenn einer von Birnen und der andere von Äpfeln redet/schreibt, wirds ein bunter Obstsalat aus vielen verschiedenen Meinungen, die auf eigenen Erfahrungen/Motiven/Ansichten beruhen.

wäre es in dem Fall 'Interaktion versus Kommunikation' wirklich so ein riesen Unterschied, dass man meint von Äpfeln und Birnen zu reden? Wo ist da das Durcheinander? Wo kommen wir zu einem "Obstsalat an verschiedenen Meinungen", wenn ich bspw. statt Interaktion Kommunikation sage?

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Hm, da für mich Kommunikation immer einen Austausch an Informationen beinhaltet, ist es schwer die K wirklich von der I zu trennen. Denn in dem Moment wo zwei Wesen miteinander in Kontakt treten, interagieren sie - und tauschen Informationen aus.

Vielleicht sollte man dann - also für die Praxis - zwischen gewollter und ungewollter Kommunikation trennen?

Bei Hunde/Mensch als Beispiel:

Ein Mensch teilt dem Hund Dinge mit, Gemütsverfassungen und auch Absichten - jeder weiß ja, dass man dem Hund nicht wirklich verheimlichen kann dass man zB in den Urlaub fährt, oder dass man jetzt gleich zum Gassi rausgeht.

Schuhe anziehen ist schon eine Mitteilung - die allerdings in den meisten Fällen nicht unbedingt gewollt war ;)

Wenn K voraussetzt, dass man GEZIELT Informationen an den Mann/den Hund bringen will, dann wäre mein Beispiel keine K. :think:

Nun hab ich mich irgendwie verrannt....

Ich denke, mialour hat es schön zusammen gefasst, ich werde mich jetzt mal daran halten :D

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