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Hundeforum Der Hund
Diegos Tina

Unser Appenzeller-Mix schnappt ohne Vorwarnung

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Aber ich hatte gehofft, mit viel Lesestoff, Hundeschule und Cesar Millan eine gute Hundepartnerin werden zu können.

Vielleicht wolltest du einfach zu viel.

Es liest sich so, als wüsste euer Hund nicht, woran er bei euch ist, weil möglicherweise zu viele verschiedene Methoden angewendet (und auch schnell wieder verworfen?!) worden sind.

Grundsätzlich sehe ich bei Diego (durch das was du beschreibst) auch kein schlimmes Problemverhalten; aus Hundesicht verhält er sich normal und angemessen. Passt nur nicht in unsere Menschenwelt und ist natürlich auch entsprechend gefährlich, das darf man sicherlich nicht außer Acht lassen.

Ist denn vollständig abgeklärt, dass Diego kein gesundheitliches Problem hat?

Nicht, dass er Schmerzen hat und deshalb plötzlich zuschnappt, das würde ich nochmal abklären lassen, falls ihr das nicht schon gemacht habt.

Aber viel eher gehe ich davon aus, dass er das Gefühl hat euch schützen und die Führung übernehmen zu müssen. Ihr seid anscheinend nicht klar genug , so dass er Situationen, die ihm missfallen oder sogar ängstigen, selbst übernimmt.

Ja, ihr habt recht, dass Diego sich Berührungen von Fremden nicht gefallen lassen muss. Es wäre nur besser, wenn er das wenigstens deutlich machen würde, mit einem Knurren zum Beispiel, muss ja nicht gleich Zähnefletschen sein. Leider ist seine Körpersprache s e h r schwer zu lesen und es ist manchmal wirklich nur ein Senken des Kopfes um 10 mm und ein zu Boden schauen. Erklärt das mal einem Baby! Oder Kindergartenkindern beim Kindergeburtstag.

Nein, das kann man nicht. Und deshalb würde ich Diego von gar keinem fremden Menschen streicheln lassen-das Risiko ist einfach zu groß und die Tatsache, dass er es eine Weile erträgt heißt nicht, dass er es anfangs gut fand! Es wird ihm nur irgendwann zu viel und er sieht keine andere Möglichkeit. Deshalb würde ich mich als Mensch darum kümmern, dass Fremde ihn komplett in Ruhe lassen, das kann man ja durchaus freundlich kommunizieren.

Unsere Wohnung ist leider zu klein, um die beiden räumlich zu trennen. Und wenn ich Diego in den Garten lasse, sitzt er nur die ganze Zeit total deprimiert vor der Tür.

Das halte ich schon für ein Problem.

Denn du wirst nicht 24h/Tag ein Auge auf beide haben können, man muss ja auch mal ins Bad usw. - das geht also gar nicht. Und wenn da nicht die Möglichkeit besteht die Zwei räumlich sicher voneinander zu trennen, dann empfinde ich das besonders in eurem Fall als Problem.

Vielleicht gibt es doch eine Möglichkeit, eine räumliche Trennung zu ermöglichen?!

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Räumlich trennen würde bei uns immer bedeuten, dass entweder unser Baby in seinem Zimmer "eingesperrt" würde oder aber Diego in den Flur ausgesperrt würde. Ich habe Bedenken, dass Diego so eifersüchtig wird. Er hat sc hon früher versucht Aufmerksamkeit zu bekommen, wenn wir uns mit unserem Baby beschäftigt haben. Ich habe dann dafür gesorgt, dass er mit unserer Kleinen nur positives verbindet. Wenn sie geschlafen hat, habe ich mich bewusst nicht mehr mit ihm beschäftigt. Hatte ich sie auf dem Arm, habDas möchte ich ungern aufs Spiel setzen. Er rührt ihr Spielzeug nicht an, auch wenn es ihm auf den Kopf fällt, weil unsere Kleine es aus dem Laufgitter geworfen hat. Und Diego beansprucht schnell Spielzeug für sich, vor allem auf der Hundespielwiese.

Wenn er an ihren Händen leckt, dann nur, wenn ich mein Baby auf dem Schoß habe oder ich daneben auf dem Boden sitze. Niemals aus größerer Distanz! Und wenn ich das Gefühl habe, dass Diego nicht so entspannt ist, wie er sein sollte, dann lass ich ihn in sicherem Abstand abliegen.

Verschiedene Erziehungsansätze, die sich wiedersprechen, habe ich nicht angewandt. Und ich habe schon garnicht rumexperimentiert. Ich finde, man kann einen Rückzugsort für den Vierbeiner so wählen , wie Martin Rütter es empfiehlt und gleichzeitig ein sicheres Auftreten haben und Raum für sich beanspruchen, wie ein Cesar Millan es beschreibt.

Die Idee mit den Schmerzen werde ich auf jeden Fall aufgreifen. Diegos Vater war wahrscheinlich Schäferhund. Vielleicht hat unser Hund einen Hang zur HD? Da Diego viel zu früh Treppelaufen musste und am Fahrrad geführt wurde, durchaus denkbar, dass da schon was im Argen ist.

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Gestern war der Verhaltensbiologe da... Diego ist nicht aggressiv, wir werden ihn behalten :klatsch:=):D

Gleich als Dr. V reinkam und nach Diegos erstem Beschnuppern ihn angefasst hat, ist ihm sofort aufgefallen, dass seine Hinterläufe leicht eingeknickt hat. "Der ist aber sehr skeptisch"

Nachdem wir ihm von allen Vorfällen erzählt hatten, meinte er, dass Diego ein ganz armer Kerl sei, nach dem, was er früher erlebt hat und ein Problem hat, seinen Menschen zu vertrauen. So meint er, dass ER die Situationen kontrollieren müsse anstatt seiner Menschen. "Zum Glück" hat Diego aber eine Beißhemmung...

Diego sei ein ganz toller Hund, der sehr schnell lernt.

Da Diego anfangs sehr viel Gewalt erfahren habe, sei die rauhe Erziehungsmethode wie es in Boxer- und Schäferhundclubs üblich sei, nicht die richtige für ihn. (Ich habe jetzt ein richtig schlechtes Gewissen, dass ich mit Diego immer so grob umgegangen bin, mit Leinenruck etc, so wie ich das im Boxerclub gelernt habe)

Also hat Dr. V uns jetzt Übungen gezeigt, bei denen Diego lernt, sich uns gegenüber respektvoll zu verhalten und Augenkontakt zu suchen. Wir belohnen das mit Futter und Klicker bzw Schnalzen. Dieses soll dann irgandwann mit aufbauenden Übungen dazu führen, dass Diego in Situationen, in denen er eigentlich seinem Instinkt folgen will, erstmal unser Einverständnis sucht.

Und eine Übung bei der Diego lernen soll Vertrauen in uns aufzubauen (ich nähere mich ihm und steige über ihn rüber).

Also, wir sind total begeistert von Dr.V

Es ist zwar eine sehr große Umstellung, aber er erklärt alles sehr gut und es macht richtig Spaß, Diego mit so sanften Methoden zum erwünschten Verhalten zu bringen.

Meine Tochter und unseren Hund lass ich einfach nicht allein. Und wenn Diego mir vertraut, muss ich mir bestimmt auch keine Sorgen machen, dass er eifersüchtig wird, wenn er denn dochmal in den Flur oder GArten ausgesperrt wird, damit unsere Kleine krabbeln kann. Aber dazu werde ich Dr. V auch nochmal befragen...

Euch allen trotzdem herzlichen Dank für eure Antworten und alles Gute!!!

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Originalbeitrag

Gestern war der Verhaltensbiologe da... Diego ist nicht aggressiv, wir werden ihn behalten :klatsch:=):D

Gleich als Dr. V reinkam und nach Diegos erstem Beschnuppern ihn angefasst hat, ist ihm sofort aufgefallen, dass seine Hinterläufe leicht eingeknickt hat. "Der ist aber sehr skeptisch"

Nun ja, das sind viele Hunde in dem Alter und ist die auch hier schon mehrfach gesagt worden :)

Nachdem wir ihm von allen Vorfällen erzählt hatten, meinte er, dass Diego ein ganz armer Kerl sei, nach dem, was er früher erlebt hat WAS hat er denn früher erlebt (abgesehen von haltlosen Vermutungen wie ins Geschlechtsteil getreten und so?

und ein Problem hat, seinen Menschen zu vertrauen. So meint er, dass ER die Situationen kontrollieren müsse anstatt seiner Menschen. "Zum Glück" hat Diego aber eine Beißhemmung... Da hat der Vorbesitzer ja auch was richtig gemacht, die ist nämlich nicht angeboren und bei Euch hat er das ja nicht gelernt

Diego sei ein ganz toller Hund, der sehr schnell lernt.

Da Diego anfangs sehr viel Gewalt erfahren habe, WOHER weißt Du, weiß er das???

sei die rauhe Erziehungsmethode wie es in Boxer- und Schäferhundclubs üblich sei, nicht die richtige für ihn. Ist das richtige für KEINEN Hund!!! (Damit meine ich solche Vereine, die mit mittelalterlichen Methoden arbeiten, nicht "normalen" Hundesport!)(Ich habe jetzt ein richtig schlechtes Gewissen, dass ich mit Diego immer so grob umgegangen bin, mit Leinenruck etc, so wie ich das im Boxerclub gelernt habe)

Also hat Dr. V uns jetzt Übungen gezeigt, bei denen Diego lernt, sich uns gegenüber respektvoll zu verhalten und Augenkontakt zu suchen. Wir belohnen das mit Futter und Klicker bzw Schnalzen. Dieses soll dann irgandwann mit aufbauenden Übungen dazu führen, dass Diego in Situationen, in denen er eigentlich seinem Instinkt folgen will, erstmal unser Einverständnis sucht.

Und wie sollt ihr auf unerwünschtes Verhalten reagieren? Weil, das zeigt er ja häufiger als gewünschtes Verhalten ;)

Und eine Übung bei der Diego lernen soll Vertrauen in uns aufzubauen (ich nähere mich ihm und steige über ihn rüber).

Also, wir sind total begeistert von Dr.V

Es ist zwar eine sehr große Umstellung, aber er erklärt alles sehr gut und es macht richtig Spaß, Diego mit so sanften Methoden zum erwünschten Verhalten zu bringen.

"Sanfte" Methoden sind (an den Hundetypus angepasst!) immer gut, aber Grenzen sind für einen Hund existenziell! Bitte vergesst das nicht vor lauter Mitleid wegen seiner (vermuteten) schlechten Vergangenheit!

Meine Tochter und unseren Hund lass ich einfach nicht allein. Prima, dass das jetzt doch geht! Das ist das allerwichtigste!!!Und wenn Diego mir vertraut, muss ich mir bestimmt auch keine Sorgen machen, dass er eifersüchtig wird, wenn er denn dochmal in den Flur oder GArten ausgesperrt wird, damit unsere Kleine krabbeln kann. Aber dazu werde ich Dr. V auch nochmal befragen...

Euch allen trotzdem herzlichen Dank für eure Antworten und alles Gute!!!

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