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polar-chat.de  Der Hund
gino1

Total ängstlicher Hund

Empfohlene Beiträge

Hallo :)

haben seit 3 Monaten einen Hund aus dem Tierheim. Kommt wohl aus Bulgarien und ist mit 4 Monaten von dort nach Deutschland gebracht wurden. Er lebte dann nochmal 3 Monate im Tierheim. Also mit 7Monaten holten wir ihn probeweise über das Wochenende zu uns, um zu sehen, ob er zu uns passt. Zeigte keine Auffälligkeiten, so dass wir uns entschieden haben ihn zu uns zu holen. Von da an entwickelte er sich zu einem total änglichen Hund. Läuft den ganzen Tag mit eingelzogenem Schwanz umher, hat vor allen Alltagsgeräuschen Angst, checkt alles ständig mit Blicken ab, möchte am liebsten den ganzen Tag im Büro meines Mannes liegen und bewegt sich kaum vom Fleck.

Kaum ist man draussen, schüttelt er sich und ist echt entspannt. Besonders wenn andere Hunde in Sicht sind kann er sich kaum noch bändigen. Springt und jault um sie auf sich aufmerksam zu machen. Spielt dann auch ausgelassen mit ihnen. Trotzdem, auch draussen schreckt er vor jeden Geräusch zusammen. Hat vor Kindern und Jugendlichen Angst. Es ist dann sehr anstrengend mit ihm zu laufen. Ist uns auch schon ein paar mal abgehauen. Es dauert dann ewig bis wir ihn wieder eingefangen haben. Läuft uns zwar immer hinterher, aber immer in einem Sicherheitsabstand, der es uns nicht möglich macht ihn anzuleinen.

Nun meine Frage. Möchten das Gino auf uns hört, das heißt bei Kommando zu uns kommen, Sitz und Platz, das würde uns schon reichen. Was funktioniert besser? Schlepplleine oder Vibrationshalsband (hat mir eine Freundin empfohlen). Vielleicht habt ihr ein paar Tipps.

Danke Gino1

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(bearbeitet)

Ich würde so einen ängstlichen, wenig sozialisierten Hund nach dieser kurzen Zeit nicht frei laufen lassen.

Leint ihn in der Wohnung an (Geschirr mit Schleppleine), geht dann nach draussen und übt Rückruf und mitlaufen - auch hier kann man schon zuhause mit dem Training beginnen, dieses in reizarmer Umgebung fortsetzen und nach und nach ie Ablenkung steigern.

Freilauf würde ich nur in einem eingezäunten Grundstück zulassen (auch da kann man prima üben).

Vibrationshalsband? Wofür braucht ihr das denn ?

Ich persönlich würde es lassen, das kann ihn mehr noch mehr verunsichern als er es ohnehin schon ist.

Baut zu dem Hund erstmal eine Bindung auf - 3Monate sind nichts, es gibt Hunde die brauchen eine gnaze Zeit um sich einzuleben - , wenn er sehr ängstlich ist und unter Dauerstress steht kann man ihn z.B. mit Zylkene und/oder Adaptil Spray auf einem Halstuch unterstützen.

Ich würde bei so wenig Erfahrung zu einem Hundetrainer raten.

Empfehlenswerte Hundeschulen findest du z.B. hier :

http://www.trainieren-statt-dominieren.de/unterstuetzer

Kommt das aus diversen Gründen nicht in Frage schaut mal hier rein :

http://www.youtube.com/user/kikopup?feature=watch

Bei Kikopup gibt es sehr viele gute und nützliche Videos zum Thema Hundetraining !

Edit. Ich würde ihn auch durchchecken lassen (u.a. die Schilddrüse testen lassen) .

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Ich kann mich Maurash nur anschlissen ,vor allem das Ding mit diesem Halsband ,das verbanne mal komplett aus deinem Kopf ,Ihr wisst ja auch nicht genau,was der Bube schon so alles erlebt hat,gibt Ihn einfach Zeit ,meine hab ich seid sie 8 w. ist,sie hat keine schlechten Erfahrungen gemacht und trozdem ist sie auch noch teilweisse ein Angsthase ,sie ist jetzt 4,5 Mon. alt .

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Originalbeitrag

Hallo :)

haben seit 3 Monaten einen Hund aus dem Tierheim. Kommt wohl aus Bulgarien und ist mit 4 Monaten von dort nach Deutschland gebracht wurden. Er lebte dann nochmal 3 Monate im Tierheim. Also mit 7Monaten holten wir ihn probeweise über das Wochenende zu uns, um zu sehen, ob er zu uns passt. Zeigte keine Auffälligkeiten, so dass wir uns entschieden haben ihn zu uns zu holen. Von da an entwickelte er sich zu einem total änglichen Hund. Das ist häufig so, dass man in der anfänglichen Aufregung über den neuen Hausgenossen kleine Anzeichen nicht wahrnimmt. Und der Hund auch zu aufgeregt ist, um gleich seine Unsicherheit deutlich zu kommunizieren.Läuft den ganzen Tag mit eingelzogenem Schwanz umher, hat vor allen Alltagsgeräuschen Angst, checkt alles ständig mit Blicken ab, möchte am liebsten den ganzen Tag im Büro meines Mannes liegen und bewegt sich kaum vom Fleck. Nunja, wenn er sich da wohl fühlt und nicht stört würde ich ihm dort eine Liegestelle einrichten, ihn möglichst wenig bedrängen und ihn in SEINEM Tempo sein zu Hause erkunden lassen.

Kaum ist man draussen, schüttelt er sich und ist echt entspannt. Besonders wenn andere Hunde in Sicht sind kann er sich kaum noch bändigen. Springt und jault um sie auf sich aufmerksam zu machen. Spielt dann auch ausgelassen mit ihnen. Trotzdem, auch draussen schreckt er vor jeden Geräusch zusammen. Hat vor Kindern und Jugendlichen Angst. Das haben unsichere Hunde oft, sie sind in ihren Bewegungen oft einfach unberechenbar für einen Hund Es ist dann sehr anstrengend mit ihm zu laufen. Ist uns auch schon ein paar mal abgehauen. Auf GAR KEINEN FALL ohne Leine laufen lassen. Wenn er Auslauf haben soll, sichert ihn mit einer Schleppleine!!! Irgendwann bekommt ihr ihn nicht mehr eingefangen!Es dauert dann ewig bis wir ihn wieder eingefangen haben. Läuft uns zwar immer hinterher, aber immer in einem Sicherheitsabstand, der es uns nicht möglich macht ihn anzuleinen.

Nun meine Frage. Möchten das Gino auf uns hört, das heißt bei Kommando zu uns kommen, Sitz und Platz, das würde uns schon reichen. Was funktioniert besser? Schlepplleine oder Vibrationshalsband (hat mir eine Freundin empfohlen). Das Vibrationshalsband vergiß mal ganz schnell wieder! Dein Hund ist extrem unsicher (so, wie es hier rüber kommt) und hat noch keine allzu starke Bindung zu Euch!

Schleppleine ran und dann müssen Dinge wie Abruf ganz dringend trainiert werden, das kommt nicht von alleine. Sucht Euch einen ruhigen Platz mit wenig Ablenkung und dann ruft ihn zu Euch, wenn ihr sicher seid, dass er jetzt nicht abgelenkt ist und auch kommen wird. Kommt er dann: Große Freude, Party, Belohnen! Langsam über Tage und Wochen den Abstand vergrößern und dann unter stärkerer Ablenkung arbeiten.

Ansonsten würde ich das wilde Toben mit anderen Hunde erstmal reduzieren und ihm zeigen dass ein Spaziergang MIT EUCH(!!!) was ganz tolles, spannendes und witziges ist: Suchspiele etc.

Vielleicht habt ihr ein paar Tipps.

Danke Gino1

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Danke für die Tipps. Gino ist nicht unser erster Hund. Haben aber mit ängstlichen Hunden keine Erfahrung. Kann man mit ihm jetzt schon in eine Hundeschule gehen? Ich weiß nicht, ob es Sinn macht, wenn er dort abgelenkt wird.

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Ja natürlich, in der Regel macht man erstmal ein paar Einzelstunden um sicherer im Umgang mit dem Hund zu werden (auch damit der Trainer den Hund einschätzen und in eine passende Gruppe integrieren kann) und gewöhnt dann den Hund langsam an das Gruppentraining.

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Wir haben hier meist Angsthunde gehabt, das war meist kein Problem.

Man hatte ihnen einfach erst mal die Zeit gelassen sich alles in Ruhe anzuschauen und zu beobachten.

Gassi gehen war dann schon manchmal schwerer.

Entweder waren es so ängstliche Hunde (Podenco),

das man die zum Lösen tragen musste, weil die keinen Schritt gemacht hatten. Oder die haben sich vor allem erschrocken (ein vorbei fliegendes Blatt),

das man dann aufpassen musste das sie sich nicht doch aus dem Geschirr/Halsband winden.

Aber es waren alles Hunde die nach ihrer Inspektion,

von selber an kamen und Kontakt suchten.

Unser letzten Angsthund (Struppi) war/ist ein anderes Kaliber.

..der lag die erste Zeit nur unter dem Sofa und wollte noch nicht mal zum lösen raus.

Am Anfang hatten wir ihn gelassen, aber es wurde nicht besser.

Ständig mussten wir das Sofa verschieben damit er mit raus kam.

Irgendwann haben wir das Sofa versperrt,

damit er Kontakt zu den anderen Hunden bekommt und sich da vielleicht was abschauen konnte.

Ich hatte nach ca. einem 3/4 Jahr etwas Vertrauen von ihm bekommen.

Bei meinem Mann dauerte es fast über 1 Jahr und immer wieder hat der Struppi einen "Rückfall".

Tage, wo er wieder mal besonders ängstlich ist.

Es ist nicht immer leicht,

aber wir geben nicht auf...dafür hat man schon zu viel erreicht.

Und wenn er weg müsste (er läuft noch als Pflegehund) dann würde bei ihm wohl alles zusammenbrechen und die neue Familie könnte wieder bei Null anfangen.

Bei Struppi hatte das "Zeit geben"/ignorieren nichts gebracht,

bei ihm kam man mit "Zwangskuscheln" eher weiter.

Einmal durchkraulen (und nach Zecken untersuchen) und dann wieder laufen lassen,

da hatte er sich anschließen eher bei einem in der Nähe aufgehalten als wenn man ihn ignoriert hatte.

Er hatte auch immer besondere Leckerchen, Käse, Fleischwurst, Leberwurst bekommen,

damit er merkte das es ja doch nicht so übel ist und das wir ihm nix tun.

Ach und schreckhaft ist er auch immer noch...

Mit Kommandos (sitz, Platz, etc.) hatten wir erst garnicht gearbeitet,

er sollte erstmal vertrauen bekommen, als er lockerer wurde fingen langsam damit an.

Und dann auch nicht ständig geübt, wenn er dann mal "durch Zufall" (?) sitz gemacht hatte, gab es ein "fein" und Leckerchen und dann haben wir aufgehört.

Irgendwann, ein paar Tage, später wieder und das gleiche Spiel, so das er sich nicht unter Druck gesetzt fühlte und dann kam es irgendwann von ganz alleine.

Es kann also sein das Ihr viel Geduld haben müsst,

manchmal könnte man dann verzweifeln (gerade wenn man sich mit Angsthunden nicht auskennt oder auch wenn man sich GERADE mit Angsthunden auskennt). Man braucht da wirklich manchmal starke Nerven und eine Engelsgeduld.

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Mein Hundle kommt aus Griechenland und war am Anfang auch sehr verunsichert. Er hat sich anfangs vor Stress die Pfoten aufgekaut (unten die Laufsohle..) Sehr unangenehm. Gerade im Winter mit dem vielen Salz.

Das schlechteste was du tun kannst ist Mitleid zu zeigen. Das kommt beim Hund als Bestätigung für das ängstliche Verhalten an. Auch wenn es schwer ist (ist mir auch sehr schwer gefallen), Kopf hoch, selbstbewusst sein und dem Hund ein gutes Vorbild sein. Dann orientiert er sich an dem Menschen, wenn dieser souverän auftritt.

Wegen des Freilaufs: meinen „Kleinen“ (er hatte damals fast 70 cm) habe ich die ersten 4 Monate nicht von der Leine gelassen. Ich hatte eine Leine mit 10 Meter an einem Geschirr fest gemacht. Zu Beginn war er, wenn er an der kurzen Leine war, doppelt gesichert (Halsband + Geschirr), falls er sich erschreckt.

Später war er nur am Halsband gesichert und für den „Freilauf“ wurde er an die lange Leine angeklickt.

Nach einigen Monaten habe ich es dann gewagt die Leine auch mal fallen zu lassen (hatte vorher immer eine Schlaufe in der Hand). Später dann auch kurze Einheiten ganz ohne Leine.

Dass sich ein solcher Hund eher an anderen Hunden orientiert ist logisch. Schließlich haben Menschen bis her eine eher untergeordnete Rolle gespielt. Aber das gibt sich. Auch mein Hundle war von anderen Hunden viel mehr begeistert als von Menschen. Interessanter Weise ist es jetzt bei einigen Mensch-Hund-Konstellationen genau umgekehrt: mit dem Hund wird nicht viel angefangen, aber der Mensch ist soooo toll :-)

Und wenn das erste Vertrauen da ist, auch ruhig mal kleine Abenteuer bestreiten: z.B. ein wackelnder Gullideckel oder so was. Solchen „Gelegenheiten“ nach ein paar Wochen nicht mehr aus dem Wege gehen. Das hat sich bei mir sehr bezahlt gemacht. Es stärkt das Vertrauen ungemein und wenn man mal später eine schwierige Situation hat, dann ist der Hund eher bereit einem zu vertrauen.

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