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polar-chat.de  Der Hund
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Ist das wirklich so ungewöhnlich?

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Hallo,

mir ist jetzt schon oft etwas aufgefallen im Gespräch mit anderen HH. Viele scheinen mit ihrem Hund nicht alles machen zu können. Ihn nicht überall berühren oder vom Sofa verscheuchen oder ähnliches. Ich kanns ALLES mit meinen Hunden machen. Und ich finde das auch richtig und wichtig.

Hier mal ein Beispiel. Ich war letzten Sommer mit anderen HH Gassi. Man hat sich täglich getroffen und es war eine nette Runde. Einige Hund haben einen Ausschlag an der Innenseite der hinteren Beine bekommen. So auch mein Großer, keiner wusste was das war und wir haben eine Allergie wegen einem Unkraut was dort massig wuchs vermutet. Ich wurde darauf angesprochen und man fragte mich wie das aussehen würde bei meinem Hund. Ich wollte es zeigen und bakam zur Antwort das ich ihn doch spielen lassen sollte. Ich rief ihn trotzdem, legte ihn ab und drehte ihn auf den Rücken. Da war der Ausschlag vergessen. Gleich 4 (!) HH waren total verblüfft weil ich das machen konnte. Zwei berichteten mir sogar das sie angeknurrt oder gar gebissen werden wenn sie nur versuchen eine Klette aus dem Fell zu entfernen!

Das hat mich doch echt geschockt. Ich habe mit vielen HH gesprochen und viele berichten Ähnliches. Ich kann das nicht nachvollziehen. Ich kann mit meinen Hunden alles machen. Selbst mit den Hunden von Freunden. Wirklich alles ohne Murren.

Das kann doch nichts besonderes sein oder doch? Ist es heut zu Tage echt normal das Hunde ihre Halter nicht an sich ran lassen wenn man ihnen mal näher als gewöhnlich auf die Pelle rückt?

Uff, so viel wollte ich doch gar nicht schreiben... :Oo:D

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Ich kann mit meinen Hunden auch alles machen. Überall anfassen etc.

Bei meinem Cocker war das früher so, dass er gebrummt hat wenn meine Mutter ihm das Pfotenfell schneiden wollte, wenn ich aber dabei war hat er nichts gemacht.

Bei der Sache muss man vielleicht auch bedenken, dass viele Hunde aus dem Tierschutz kommen und man nicht weiß was mit ihnen in der Vergangenheit passiert ist. Da können halt auch Gründe für das Knurren oder Schnappen liegen.

Ich kenne z.B einen Hund den man versucht hat zu erhängen. Da hat es echt ewig lange gedauert bis man bei ihn an den Hals kommen durfte ohne dass er schnappen wollte und sowas.

Ich denke aber auch, dass es viel damit zu tun hat wer das sagen im Rudel hat (ob Hund oder Mensch) und vorallem mit Vertrauen.

Also mit Amy kann ich echt alles machen. Sie würde nicht mal auf die Idee kommen auch nur leicht zu brummen wenn ihr etwas nicht passen sollte.

Bei Charly ist es jetzt mit dem Alter, dass er manchmal etwas brummt wenn ihm etwas nicht passt. Wenn ich ihm z.B beim Bürsten auf die Seite lege und er da gerade absolut keine Lust zu hat. Aber er würde auch nie auf die Idee kommen zu schnappen.

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Tatsächlich würde ich es schlimm finden, würde ich nicht alles machen können mit Joss :think:

Oder mein Partner oder die Kinder - deshalb haben wir das von Anfang an geübt, auch das Kaustange wegnehmen und sofort wieder geben, egal, was - wir können jederzeit zu ihm, können ihn drehen, betasten usw :)

Manche Sachen mag er nicht, sind ihm eher unangenehm, wie zum Beispiel Zähne anschauen - aber da dreht er den Kopf weg, da würde ich meine Hand ins Feuer legen, dass Joss niemals auf die Idee kommen würde zu schnappen :)

Wenn ich ihn striegele zum Beispiel, dann mag er die Stelle am Bauch überhaupt nicht - die Stelle, an der das Hinterbein anfängt - wie heißt das denn? *grübel* Ich hoffe, Ihr wisst, was ich meine - da zuckt er manchmal kurz und fährt mit dem Kopf zur Hand oder zum Kopf, ich stehe ja recht gebückt über ihm ^^ und - leckt ;) Damit zeigt er mir einfach an "das mag ich nicht" - darf er ja auch - aber mehr nicht :)

Den Ansatz mit dem Tierschutzhund hatte ich auch im Kopf, das könnte zum Einen gut sein, andererseits - wenn man einen Welpen bekommt und versäumt, auch solche Übungen zu machen oder baut es verkehrt auf, kann das natürlich auch so kommen *denk*

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Ich kann mit meinem Hund auch alles machen und finde es auch wichtig, dass ich es kann.

Wenn er etwas nicht mag, weicht er aus und zieht sich zurück. Ich bin noch dabei ihm Pfotenkontrollen und Krallenschneiden schön zu füttern.

Ich glaube aber auch, dass ein anderer ihn nicht anfassen kann. Meine Tierärztin hatte sich mal drüber beschwert.

Aber das find ich auch gut so, wie ich finde. ;)

Nur ginge es gar nicht, wenn ich ihn nicht anfassen könnte.

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ich gestehe, ich kann nicht alles machen. Zecken ziehen z.B. Da hab ich massiv Probleme. Mir tut das selbst weh, ich greife dann nicht beherzt zu sondern zögere, Maus merkt das, springt auf, ich verfolge sie auf allen Vieren mit der Zeckenzange in der Hand durch's Wohnzimmer, rufe sie, sie kommt mit eingezogener Rute, wimmert schon mal prophylaktisch, sieht mich an als ob ich ihr Böses antun wollte und dann pack ich sie meistens ins Auto und wir fahren zum Tierarzt oder zu meiner Schwester. Die kann beherzt zugreifen und da klappt das auch.

Wunden versorgen ist dasselbe. Ich schaffe es ja gerade so, mir selbst ein Pflaster um den Finger zu kleben während der kalte Angstschweiß auf der Stirn steht. Bei meiner Hündin muss ich wegen jedem Kratzer zum TA. Ist traurig, ist aber so.

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Solche Dinge sind extrem wichtig. Spätestens, wenn der Hund mal behandelt werden muß, bei Verletzungen oder auch *nur* Medikamenteneingabe.

Bei Welpen ist es natürlich einfacher, aber auch bei erwachsenen Hunden (auch bei *Tierschutzhunden*) muß man einfach üben und sie langsam auch an unangenehme Dinge gewöhnen - wobei ich persönlich nicht schönfüttere.

Manche Dinge muß ein Hund einfach erdulden, weil ich es so will.

Wenn mein Arzt meint, ich brauche ne Darmspiegelung hab ich da auch wenig Lust drauf...

Natürlich übt man das in Ruhe und nicht in einer Streßsituation.

Aber ich verstehe schon, warum unsere TÄ sich immer über unsere Monsties freut, die eben einfach völlig ungefährlich und meistens sogar kooperativ sind... ok, Analdrüsen ausquetschen und Blutabnahme werden auch nur *erduldet* - und von ihr hinterher mit Leckerlie belohnt ;)

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oh ja :) ich kenn das von der Arbeit!

Es ist immer wieder spannend zu sehen, wie viele Hunde mitbestimmen duerfen, was ok ist und was nicht...

Klar ist es immer nochmal was anderes, wenn man beim Tierarzt ist oder bei der Physio und fremde Leute am Hund rumfummeln... das ist mir schon klar! es ist auch fuer meine Hunde nicht einfach, sich von Fremden behandeln zu lassen! das finde ich auch voellig in Ordnung! sie duerfen zeigen, dass es ihnen unheimlich ist! Wenn ich aber der Meinung bin, dass es wichtig und gut fuer sie ist, dann muessen sie da durch und machen das auch!

Wie schon geschrieben wurde: ich finde es unglaublich wichtig solche Dinge tun zu duerfen! Je mehr man einfach so machen kann, desdo weniger Narkosen braucht es im Leben des Hundes bei Verletzungen und Co ;)

Grade bei der Physio muss ich mir das Vertrauen der Hunde schon auch erarbeiten und beweisen, dass ich gut tun kann! aber dafuer muss der Hund auch bereit sein mir einen Vertrauensvorschuss zu geben und sich zum Beispiel hinzulegen und anfassen zu lassen, nur weil sein Besitzer das jetzt eben so haben will...

Helena

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(bearbeitet)

Ich muss(te) bei manchen Hunden schon vorsichtig rangehen, zumindest am Anfang. Mit Fricka war es immer schwierig, die hatte einfach zu viel Schlimmes erlebt. Aber mit Geduld und Spucke ging das alles. Insofern kann ich es auch nicht verstehen, dass manche es so gar nicht hinbekommen, obwohl es sicher harte Fälle unter den Hunden gibt.

Ich glaube, ein Problem ist, dass viele Hunde Berührungen mit Schmerz gleichsetzen. Das heißt, dass sie gelernt haben, wenn jemand mich da und da anpackt, dann tut es gleich weh.

Man kann ihnen aber beibringen, dass es nicht immer so sein muss. Das dauert manchmal ein bisschen. Wenn man so einen Hund hat, der z. B. bei der kleinsten Berührung die Pfote zurückzieht, dann ist es gut, wenn man zwar nachgibt, aber nicht loslässt.

(Das ist sowieso mein Motto in vielen Dingen)

Manche Menschen haben aber auch eine seltsame Haltung, die das sicherlich auch fördert. Ich habe mal eine Frau mit einem mittelgroßen Rüden getroffen, die Berta toll fand. Sie sagte: "Ach, ich würde sie so gerne streicheln, aber ich darf nicht, mein Hund ist so eifersüchtig."

:think:

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da hab ich noch einen kleinen Nachtrag:

ich finde es nicht schlimm, wenn das alles nicht von Anfang an so klappt! klar muss man sich das Vertrauen erst erarbeiten! auch beim eigenen Hund! Bei Charlie hat das auch laenger gedauert! aber das Ziel war ganz klar, dass ich das alles irgendwann machen darf!

er hat zum Beispiel immer mal wieder Zahnstein an den Eckzaehnen... dafuer lege ich ihn doch bitte nicht in Narkose! Das wird einfach immer mal weggekratzt... da muss er dann einfach durch... findet er doof... ist sicher auch teilweise unangenehm (kennt man ja selber) und hinterher gibts Kekse :D

Einer meiner Urlaubshunde hatte totale Probleme damit sich an den Pfoten anfassen zu lassen... nur muss ich die im normalen Leben halt nun mal abtrocknen... und da ich weiss, dass man davon weder stirbt noch bleibende Schaeden zurueck behaelt, haben wir uns da mit ganz viel Geduld und Beharrlichkeit durchgeboxt und irgendwann wars ok :) man musste zwar immer noch vorsichtig rangehen, weil er einfach Sorge hatte, dass man ihm die Fuesse abreisst :D aber er hat es mich machen lassen :)

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(bearbeitet)

Ich muss gestehen meine Hündin (ein Sensibelchen vorm Herrn mit Vorgeschichte) kann ich auch noch nicht bedenkenlos überall anfassen. Also ich mach es schon mittlerweile, aber manchmal zeigt sie doch die Zähne und warnt leicht. Das kommt aber nicht mehr so häufig vor.

Und im Gegensatz zu damals wo sie kam ist das ein Mega Fortschritt, da konnte ich sie kaum anfassen und Nähe fand sie furchtbar.

Aber ich denke das wird sogar noch viel besser im Laufe der Zeit.

Meine voherigen Hunde (hatte ich allerdings von Welpe an) konnte ich problemlos überall anfassen.

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