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Hundeforum Der Hund

Empfohlene Beiträge

Hallo,

zur Zeit verbringe ich meinen Urlaub am Gardasee :zunge:

Wie wohnen in einem kleinen hundefreundlichen Hotel

was nun auffällig ist, von ca. 10 Hunden, die hier anzuftreffen sind, sind 4!!! Schnauzer (1 kleiner,3 Mittelgroße)

Es sind deutsche Besitzer, die auch darüber verwundert sind.

Was meint ihr: Geht der Trend zum Schnauzer?

Bei uns (Rheinland) sieht man kaum welche.

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Hier sehe ich staendig welche, leider fallen die nicht positiv auf.

Letztes Jahr wurde eine abgegeben, einer ist akut davon bedroht und die anderen 4 sind schon aelter.

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Warum fallen die nicht positiv auf? Ist das Schnauzeraufkommen regional so unterschiedlich?

Die hier, sind allerdings sehr lieb und gut erzogen =)

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Das ist eine Rasse die meines Wissens aus dem südlichen Raum stammt, ich würde mich über das hohe Aufkommen nicht wundern :)

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Naja, dafuer muesste man sie erziehen.

Hier war eine, die voellig ausser Kontrolle war.

Deren Besis waren voellig ueberfordert, der Hund unterfordert.

Gegenueber der hat nie Grenzen kennen gelernt, der huepft mal eben in Kinderwagen, springt in vorbei fahrende Fahrradfahrer und etliches mehr.

Passanten werde in den Arm gekniffen.

Nett ist anders.

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Bis auf einen Riesenschnauzer kann ich das bei uns eigentlich nicht bestätigen.

Schnauzer sind hier eher rar.

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Hm, also hier bei uns gibt es zwei Riesenschnauzer, beide in etwa gleich alt. Relativ gut erzogen sind sie, und mit der Anzahl liegen sie ganz gut im mir bewussten Durchschnitt.

Neulich sah ich einen weißen Mittelschnauzer (dachte schon, da kommt Struppi von Tim!), aber ich weiß nicht, ob das Touristen waren oder "Einheimische" - und ach so, ein angeblicher Schnauzer wohnt hier um die Ecke. Sieht aber eigentlich eher aus wie ein Stragami - kann an der (un)Frisur liegen :D Auch die Besitzerin ist sich nicht sicher, ob sie da nicht einen Mischling mit Papieren bekommen hat ;)

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In "Rasse"-Kreisen spricht es sich schnell rum, wenn Hunde irgendwo gern gesehene Gäste sind. Kann dann schon passieren, daß mehrere Schnauzerhalter im gleichen Hotel absteigen, ohne direkt voneinander zu wissen.

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Bei uns sind einige kniehohe. Ich weiß nicht ob das klein oder mittel ist und alle salz pfeffer.

Riesen kenne ich nur einen schwarzen. Modehund? hier eher nicht

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Die vorliegenden Beiträge veranlassen mich nicht nur etwas über Schnauzer – Modehund, sondern auch etwas zum Charakter des Schnauzers zu schreiben.

Auch wenn es In der Zeit vor 1900 im Württembergischen Ortschaften gegeben hat, die mehr Pinscher(der Schnauzer gehört als rauhaarige Varietät zu dieser Rasse) als Einwohner gehabt haben, ist der Schnauzer zum Glück nie Modehund gewesen und ist es auch jetzt nicht. Wie alle deutschen Hunderassen ist auch beim Schnauzer in den letzten Jahren ein deutlicher Rückgang in den Wurfzahlen zu verzeichnen, der beim Schnauzer allerding schon besorgniserregend ist.

Im Jahr 1985 sind in Deutschland noch 264 mit 1.490 Welpen gefallen, 2011 sind es noch 72 Würfe mit 436 Welpen und der Abwärtstrend hat sich auch in den Folgejahren fortgesetzt.

Wird dieser Trend fortgesetzt droht der Mittelschnauzer von der Bildfläche zu verschwinden – kaum zu glauben.

Der Ursprung der Rasse liegt im Württembergischen. Die Ausgangsrasse für die Schnauzerrassen war der „Mittel“schnauzer (ursprünglich rauhaariger Pinscher). Zwergschnauzer und Riesenschnauzer wurden erst mit Gründung des Pinscherklubs nach dem Vorbild des Schnauzers geschaffen. Ausgangsrasse für den Zwergschnauzer war die Gruppe der rauhaarigen Zwergpinscher in der auch der Affenpinscher vertreten war. So herrschte am Anfang ein Durcheinander bezüglich des Typs und der Bezeichnungen Affenpinscher und Rauhaariger Zwergpinscher. Die Ausgangsrasse für den Riesenschnauzer liegt u.a. beim „Bayrischen Wolfshund“, der am häufigsten in Südbayern, Salzburg und Tirol anzutreffen war, wo er vorzugsweise in den Alpentälern gezogen wurde und sich durch seine Größe und Stärke sowie durch seinen Mut zum Zusammenhalten von Schweine und Rinderherden und zum Schutze gegen feindliche Angriffe besonders eignete.

Schnauzer wurden in ihrem Ursprung nicht nicht gezielt gezüchtet, sondern sie entstanden aus ihren Aufgaben und den Gegebenheiten. Ihre Aufgaben sind Im 1. Pinscherzuchtbuch welches im Jahre 1902 vorgelegt wurde, wie folgt beschrieben:

Eine kräftige sehnige, in allen Theilen gedrungene Erscheinung von fast quadratischer Bauart ist der rauhharige Pinscher, auch seinem ganzen Wesen nach frei von allen Eigenschaften, die bei dem Foxterrier typisch sind. Beides sind Tiere von eminentem Temperament. Aber während bei diesem eine gewisse unbändige Wildheit eigenthümlich ist, sehen wir im Pinscher einen harmloseren, klug und ruhiger überlegenden Hund, der seine Kraft und seinen Eifer in planmäßiger Weise und fast ausschließlich auf seine notorischen Widersacher beschränkt, die sich ihm in seinem Beruf als Wächter von Haus und Hof, als treuen Begleiter von Mensch und Gefährt und als geborenem Feind und Vertilger des Hausungeziefers, der Mäuse und Ratten entgegenstellen. Hochentwickelte Sinnesorgane, Klugheit, große Dressurfähigkeit, rastlose Aufmerksamkeit, blitzartige Schnelligkeit, nie wankende Treue, Muth und Ausdauer, zähe, sehnige Kraft, Widerstandsfähigkeit gegen die Unbilden der Jahreszeiten sind seine hervorstechendsten Eigenschaften, welche Wesen, Haltung, Augen, Bau, kurz, seine Gesamterscheinung charakterisieren

Die Aufgaben sind es die den Charakter des Schnauzers geformt haben, sie waren von ihm selbstständig zu erledigen. Aus der Selbstständigkeit des Handels folgt ein gewisser Eigensinn im Handeln. Schnauzer verlangen eine konsequente Erziehung, da der Schnauzer wegen seiner Intelligenz gern einmal den einen oder anderen Befehl kritisch hinterfragt. Inkonsequenz wird sofort ausgenutzt. Schnauzer wollen Teil ihrer Familie sein, sie benötigen eine sinnvolle Beschäftigung und wollen bewegt werden. Mit Vollendung der körperlichen Entwicklung ist die geistige Entwicklung beim Schnauzer noch nicht beendet. Erst mit 3 Jahren ist seine Entwicklung abgeschlossen. Die Haltung eines Schnauzers en passant kann bei einem selbstbewussten Schnauzer zu Ärgernissen in seinem Umfeld führen.

Der Schnauzer ist ein toller Hund, der tausend Talente hat und der mit der richtigen Erziehung ein traumhafter Begleiter ist. Es gibt kaum etwas, das der Allrounder nicht kann.

Hier noch eine aus den Anfangstagen der Schnauzerzucht durch Herr Gartner – Züchter des Zwingers Fidelita – Karlsruhe – überlieferte hübsche Geschichte die dem 1905 herausgegebenem Buch „Die deutschen Hunde und ihre Abstammung“ von Richard Strebel entnommen.

Ich war krank und mußte das Zimmer hüten. Da ich mich langweilte, ließ ich „Jette“ (die Mutter von „Lümpli-Arnswalde) hereinbringen- „Jette! war bei Rüppur in Pension, wo sie einen Wurf säugte- Die Jungen waren 5 Wochen alt, so daß sie der Mutter nicht mehr bedurften. Das Wiedersehen gestaltete sich für beide Teile freudig. Nach einigen Tagen unserer Wiedervereinigung verlangte „Jette“ wie gewöhnlich hinaus. Diesmal gebrauchte sie unendlich lange, bis sie ins Haus zurückkehrte. Dieses lange Ausbleiben wiederholte sich fast täglich, bis ich wieder hergestellt war. Mein erster Gang war zu „Jette’s“ Jungen, welche in unserem Landhaus untergebracht waren.

Ich benutzte wie immer die elektrische Straßenbahn. Groß war mein Erstaunen, als ich von dem Führer derselben erfuhr, daß „Jette“ von Zeit zu Zeit erscheine, sich in dem Wagen unter die Bank legte und stets richtig in Rüppur denselben verlasse, um nach einiger Zeit auf dieselbe Weise nach Karlsruhe zurückzukehren.

Der Wärter und Pfleger, bei dem der Wurf lag, bestätigte, daß „Jette“ von Zeit zu Zeit gekommen wäre, um nach ihren Jungen zu sehen, mit ihnen zu spielen und dann wieder zu verschwinden.

Auffallend ist dabei, daß sie nie zu früh ausstieg und auch nie Rüppur überfuhr. Hinzufügen müssen wir noch, daß sie diesen Weg häufig unter Benutzung der Tram machte.

LG Walther

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