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Beißvorfall mit Sokamix

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Hallo, ihr Lieben!

Jetzt muss ich leider auch mal ein Thema in dieser Kathegorie eröffnen.

Wir haben ein Problem mit unseren Nachbarn. Ich hole mal etwas aus, da es eine längere Geschichte ist.

Wir wohnen in einem 3-Parteien-Haus, in dem seit Jahren nur 2 Parteien wohnen, eine Wohnung steht leer. Es handelt sich hierbei um Eigentumswohnungen mit einem Gemeinschaftsgarten.

Wir halten 2 Hunde (Hündin + Rüde), unsere Nachbarn 1 Hund (Rüde). Leider verstehen sich die beiden Rüden überhaupt nicht.

Da es keinen besonderen Kontakt zu unseren Nachbarn gibt außer der Mitteilung der Tageszeit und der jährlich stattfindenden Eigentümerversammlung gab es auch keinen Grund, an der Situation etwas zu ändern. Man geht sich halt aus dem Weg und nutzt den Garten nur, wenn die andere Partei sich nicht dort befindet.

Als wir Tito relativ frisch hatten ist der Hund der Nachbarn 2x aus unserem Garten entwischt (nicht komplett eingezäunt) und hat sich auf Tito gestürzt, als wir am Grundstück vorbeigingen.

Da zu dem Zeitpunkt jeweils die Tochter der Nachbarn alleine mit dem Hund war und es zu keinen Verletzungen gekommen ist, haben wir es so hingenommen - kann ja mal passieren.

Vor wenigen Monaten ist unser Rüde in den Garten gelaufen und aus der ebenerdigen Kellertür, welche in den Garten führt, kam der Rüde der Nachbarn und packte sich Tito sofort im Genick und verbiss sich dort. Tito musste Tierärztlich versorgt werden, da die Bisswunden doch sehr tief waren (und natürlich, um ihn Antibiotisch abzudecken).

Auch diese Situation haben wir kommentarlos hingenommen, da unser Rüde ja auch abgeleint war und vor uns in den Garten gelaufen ist. Ich habe mich natürlich sofort nach dem anderen Hund erkundigt, dieser hatte keinerlei Verletzungen. Bei dem Gespräch erzählte mir unser Nachbar noch, dass es schon mehrere Vorfälle gab, sogar einen, bei der man die Hunde nur noch durch das Spritzen von Wasser mittels eines Gartenschlauches in die Hundenasen trennen konnte. Weiterhin hätte der Hund schonmal die Tochter (12 Jahre) beim Spazierengehen umgerissen, als ihr ein fremder Hund begegnete.

In der Zwischenzeit habe ich die Waldwege in unserer Nähe gemieden, um den Nachbarn samt Hund nicht zu begegnen. Ich wurde dann von bekannten Hundehaltern angesprochen, warum man mich nicht mehr treffen würde und ich berichtete von den Zwischenfällen. Dabei wurden mir weitere Beißvorfälle mit dem Nachbarshund berichtet, wovon 2 tierärztlich versorgt werden mussten.

Vor 2 Tagen kam es dann zur Eskalation. Ich war leider im Kurzurlaub und mein Mann mit unseren beiden Hunden unterwegs. Als er am Grundstück vorbeikam, sah er, dass der Hund der Nachbarn angeleint an einer Schleppleine im Garten war. Der Hund sprintete los, die Leine riss, und mein Mann versuchte noch, Tito hinter sich zu bringen (was gelang) und sich groß aufzubauen. Er wurde umgenietet und der Hund der Nachbarn stürzte sich auf unseren Rüden und verbiss sich in die Vorderpfote.

Als mein Mann sich aufgerappelt hatte bekam er den Nachbarshund nicht von Tito los und trat ihm daraufhin 2x in die Seite. Unser Nachbar befand sich ebenfalls im Garten und irgendwie bekamen sie die Hunde auseinander. Mein Mann brachte den blutenden Tito in unsere Wohnung und ging nochmals in den Garten.

Er wurde beschimpft, was ihm einfiele, den Hund zu treten und es kam zu einem Wortgefecht. Dabei äußerten die Nachbarn, dass ihr Hund den Wesenstest bestanden hätte und Tito ja selber Schuld sei, da er so aufbrausend an der Leine sei. Es wäre ja eh nur ein Rüdenproblem. (Das stimmt so nicht. Auch unserer Hündin gegenüber wird er immer aggressiver und ein mir berichteter Beißvorfall betraf auch eine Hündin) Wenn wir einen erneuten Test haben wollten, so müssten wir alle Kosten selber tragen und es kam die Frage, ob wir denn alle Papiere beisammen hätten.

Mein Mann konnte nicht lange diskutieren, da er selbst am bluten war und er nach unserem Hund sehen musste.

Tito hatte eine tiefe Wunde am Bein und so fuhr mein Mann zu unserem Tierarzt, der 1,5 Stunden später Natfallsprechstunde hatte.

Bei der Wunde am Bein handelte es sich um einen großen Dreiecksriß, bei dem Knochen und Sehen freigelegt waren. Tito musste in Narkose genäht werden und über Nacht beim Tierarzt bleiben.

Bei meinem Mann würden zwischenzeitlich die Schwerzen im Bein immer schlimmer und zu Hause angekommen konnte er nicht mehr laufen. Ein Freund fuhr ihn in die Notaufnahme und es wurde eine starke Verstauchung und Prellung im Sprunggelenk festgestellt.

Zu Hause angekommen berichtete er den Nachbarn nur kurz und knapp, dass Tito die Operation gut überstanden hätte und sein Bein nicht gebrochen sei ( es kam ihrerseits keine Nachfrage).

Der Tierarzt meinte, dass es sich hierbei nun wirklich um einen Versicherungsfall handelt und wir die Kosten natürlich nicht selber tragen müssen. Auch den letzten Fall hätten wir schon melden sollen.

So, jetzt noch ein paar Fakten:

Bei dem Hund der Nachbarn handelt es sich sehr warscheinlich um einen Pitt- oder Staffmix aus dem Tierschutz der mit etwa 8 Monaten hier eingezogen ist. (Ich möchte hier noch betonen, dass das bisher nie ein Thema war. Ich habe nichts gegen Sokas!) Dieser Hund ist gut erzogen und absolut lieb anderen Menschen gegenüber. Ich habe auch nach wie vor keine Angst vor dem Hund.

Die 12- jährige Tochter ist oft alleine mit dem Hund unterwegs, auch abgeleint.

Unser Wunsch wäre ein sachliches Gespräch mit den Nachbarn indem wir darum bitten, dass der Hund mit einem Maulkorb gesichert wird, da außer uns auch noch andere Hundehalter im Dorf Angst haben.

Wie sollen wir weiter vorgehen, falls die Nachbarn das Tragen eines Maulkorbes ablehnen?

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Puuuhhhh Anja... :knuddel

Sch.... wierige Situation, finde ich.

Gespräch suchen - Einsicht der anderen HuHalter? Is ja nich so wirklich, wenn ich alles richtig verstanden habe.

NOCH besser aufpaßen?

Damit meine ich nicht, dass DU deine Vorsicht erhöhst, die andern HuHalter sind m.M.n. dran - aber so was von.

Wenn die einen MK für ihren Hund ablehnen, dann würde ich "andere Schritte" ankündigen.

Die Tochter wäre das letzte Mal mit dem Hund unterwegs gewesen, das geht ja auch garnicht. Die hat den Hund doch nie und niemals unter Kontrolle, oder???

Auch wenn es schwer fällt: falls von Seiten der Nachbarn nichts freiwillig geändert wird, dann OA...

Das ist nicht schön für den Hausfrieden, aber Tito wurde jetzt 2x verletzt, und dein Mann auch. Das wäre mir zu heftig, da MUSS sich was ändern.

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Erstmal euren Tito gute Besserrung ....

Ich denke Nicht das man mit den Nachbarn reden kann . und wenn reden dann sehen se es warscheinlich nicht ein ..

Ich drücke euch die daumen , das ihr das Friedlich löst !

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Ich finde, Monika hat Recht, dem ist nichts hinzuzufügen.. das ist wirklich alles ein bisschen viel und im Gesamtbild ist keine Einsicht zu erkennen. Und den Fehler macht auch nicht ihr und schon gar nicht Tito (Gute Besserung natürlich an Hund&Herrchen) , sondern Eure Nachbarn.

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Eine Minderjährige darf in Deutschland nicht mit einem Listenhund Gassi gehen. Ich würde mich ans OA wenden. Sowas geht gar nicht! ein Hund der sich so verhällt gehört gesichtert...

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Erst mal alles gute für Mann und hund

Ich würde ganz klar anzeige erstatten.

Ganz ehrlich der hat euern jetzt zig mal gebissen der hat adere Hunde schwer verletzt und dein Mann hat sich bei dem ganzen auch verletzt.

Auf jedenfall holt euch das Geld zurück.

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So, kaum schreibe ich hier, schon tut sich was.

Unsere Nachbarin war gerade hier und hat sich nach Tito und meinem Mann erkundigt.

Wir haben uns in Ruhe an den Küchentisch gesetzt und ein halbwegs sachliches Gespräch geführt. Zwar wurden die Verletzungen meines Mannes angezweifelt ( klar - er hat sich nach dem Vorfall auf den Teer geschmissen um für 8 Tage krankgeschrieben zu werden :wall: ) aber ansonsten war es eine ruhige Unterhaltung.

Wir haben berichtet, dass Tito am Donnerstag zur Nachuntersuchung muss und wir ihnen danach die Rechnung für ihre Versicherung überreichen werden. Das wurde abgenickt.

Dann äußerte ich unseren Wunsch nach dem Tragen eines Maulkorbes.

Eine sofortige Einsicht konnte ich nicht erkennen, so dass ich von den anderen mir bekannten Vorfällen berichtete und wir verdeutlichten, dass wir ihnen und ihrem Hund eine Anzeige beim OA ersparen wollen.

Wir machten auch klar, dass wir nichts gegen den Hund haben, aber er auf jeden Fall gesichert werden muss. Daraufhin berichtete unsere Nachbarin, dass sie ihren Rüden erstmal kastrieren lassen wollen und sein Verhalten danach abwarten möchten.

Wir versuchten klar zu machen, dass man den Hund ab sofort sichern muss und eine Kastration vielleicht ein Schritt in die richtige Richtung sei aber keine Garantie für die Sicherheit anderer Hunde.

Unsere Nachbarin möchte sich nun erstmal mit ihrem Mann besprechen ( sicherlich auch mit ihrer Tochter - ich denke, dass sie nicht von allen Zwischenfällen wusste).

Das ist auch so in Ordnung und wir warten nun erstmal Donnerstag ab, zu welcher Entscheidung sie gekommen sind.

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Da der Mann so frech war, euch unverblümt die Schuld zu geben, des weiteren versucht hat, euch einzuschüchtern, würde ich mal beim Ordnungsamt anrufen und den Vorfall schildern.

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Da die Frau ja anscheinend nicht dabei war, kann sie gerne ja die Verletzung Deines Mannes anzweifeln, ich finde es ja schon mal positiv das jemand sich bei Euch gemeldet hat (das haben 2 Hundehalter bei uns ja noch nicht mal geschafft und wir durften mit der Rechnung hinterher rennen :Oo )

Kastration ist ja schön und gut aber dann dauert es auch bis sich evtl eine Besserung einstellt (bis zu einem halben Jahr nach der OP)

Die Sicherung des Hundes ist daher wichtig und darauf würde ich auch bestehen.

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(bearbeitet)

Ehrlich gesagt würde ich da gar nichts großartig verhandeln.

Ich finde (vor allem bei der Vorgeschichte, der Schwere sowie der Häufigkeit der Verletzungen durch den Hund) ein Ultimatum sehr angebracht. Entweder der Hund trägt fortan einen Maulkorb und ist anständig gesichert (wird also nicht von der Tochter ausgeführt!) oder ihr zeigt die Halter an. Wobei ich auch das schon extrem kulant finde. Ich verstehe die Intention, den Nachbarschaftsfrieden zu wahren, aber irgendwann ist das Fass dann auch mal übergelaufen.

Wie oft sollen eure Hunde noch angegriffen und (mitunter schwer) verletzt werden?

Edit:

Stell dir vor, die Tochter wäre mit dem Hund draußen gewesen und nicht der Mann- u.U. hätten die Hunde so gar nicht richtig getrennt werden können.

Gute Besserung deinem Tito.

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