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polar-chat.de  Der Hund
Ela2105

Fahrlässige Körperverletzung?

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Hallo,

Vor drei Jahren hatte ich folgenden Vorfall:

Ich war morgens mit beiden Hunden gassi. Meinen Rüden, damals ein ls ein Jahr und vier Monate, hatte ich im Feld abgeleint. Meine Hündin, damals zwei Jahre, war am einen Canny Collar, welches ich neu ausprobierte. Uns kam eine Joggerin entgegen. Mein Rüde war im Gebüsch um sein Geschäft zu erledigen, meine Hündin im Fuß. Kann sie wegen hohem Jagdverhalten und Blindheit auf einem Auge nicht frei laufen, auch ist she sehr ängstlich und schreckhaft. Meine Hündin bellte auf einmal, die Joggerin erschreckte sich, schrie, mein Rüde kam hinter ihr aus dem Gebüsch und bellte auch kurz. Dabei erschreckte sie sich oder schaute zurück, ist gestolpert und fiel auf die Knie. In dem Moment, mir ist es bis heute ein Rätsel wie, befreite sich meine Hündin aus dem Canny. Die Frau schrie immer noch und meine Hunde wurden ganz unsicher und bellten weiter und rannten im Abstand von aa drei Metern um sie rum. Ich bat sie stehen zu bleiben und aufzuhören zu schreien damit sie sich beruhigen und hah sie anleinen kann. Zuerst hatte ich meinen Rüden und she rannte wieder los. Meine Hündin wieder gebellt und ich bat wieder um Ruhe und das sie weiter kann wenn ich auch meine Hündin habe. Es kam dann ein Nachbarsjunge mit seinem Hund. Meine Hündin zu dem hund, ich sie angeleint und meinte dann das sie nun weiter kann. Da schaute sie auf einmal nicht mehr ängstlich und meinte Moment, Schmerzensgeld. Und hah fragte für was. Sie zog die Hose hoch und das Knie war ganz leicht aufgeschürft. Ich fragte was sie da will. 10Euro für eine salbe und Pflaster? Ich lief dann weiter und she auch. Einige Tage später traf ich die Mutter des Jungen und sie sagte, dass die Frau dem Jungen gefolgt sei und wissen wollte wie ich heiße. Das wusste die Nachbarin aber nicht. Sie zeigte mich jedenfalls an und die Polizei war bei ihr und fragte nochmal nach mir nach. Ich habe nie etwas von der Polizei etc gehört bis ich vor vier Wochen mit den Hunden lief. Ein Mann kam und sagte ich solle stehen bleiben, er ruft die Polizei, meine Hunde haben letztes Jahr seine verwandte angefallen. Die Polizei kam, ich stritt alles ab, denn letztes Jahr gab es keinen Vorfall. Am Ende wollte die Polizei wissen wie alt die Hunde sind, denn es sei vor zwei Jahren gewesen. Mir kam erst hinterher das es plötzlich zwei unterschiedliche Zeitangaben waren.

So nun ist heute Post gekommen womit niemand gerechnet hätte. Bin vorgeladen wegen fahrlässiger Körperverletzung. Meine Hunde haben die Frau nicht berührt und sie ist vor schreck gefallen. Weiß jemand von euch was da auf mich zukommen könnte?

Und bitte keine Belehrungen das die Hunde an die Leine gehören wenn sie nicht hören. Mein Rüde hört und mit seinem damaligen Alter war er eh noch total verspielt. Hätte die Hündin sich nicht erschreckt oder bedroht gefühlt, Köpfe unter Kopftüchern machen ihr angst, hätte she nicht gebellt und mein Rüde wäre nicht neugierig angekommen

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Nun, Als Hundehalter unterliegst Du der Gefaehrungshaftung, das heißt, zivilrechtlich bist du immer mit Schadenersatz und Schmerzensgeld dran, wenn Deine Hunde (selbst PASSIV) einen Schaden verursachen ... da gibt es viele Beispiele: Jemand faellt ueber einen still liegenden Hund, jemand erschreckt sich vor einem angebunden Hund und stuerzt (obwohl der Hund die Person gar nicht beruehren konnte, Hund erschreckt sich vor ihn ärgernden Jugendlichen und schnappt). Was auch immer - Dein Hund ist Ausloeser fuer ein zu einem Schaden führendes Ereignis, also haftest Du. (Nach dem Motto: haette der Hund da nicht gelegen, wäre auch niemand gestürzt).

In deinem Falle: hätten Deine Hunde nicht gebellt, wäre die Joggerin nicht gestürzt. Völlig egal, ob an der Leine oder ohne.

Strafrechtlich glaube ich nicht, dass es Konsequenzen hat. Denn Deine Hunde haben den Sturz ja nicht tatsächlich verursacht, sie haben die Dame ja gar nicht berührt. Es ist ein Unfall, keine Körperverletzung, würde ich sagen. Außerdem dürfte es für beide Seiten schwierig sein, irgendwas zu beweisen, zumal so viel Zeit vergangen ist. Zeugen gibt es auch nicht, der Junge ist ja später dazu gekommen.

Ach, da müsste auch mal jemand nach Verjährungsfristen schauen ... wie lange ist das nun her? 2 oder 3 Jahre???

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Es ist genau drei Jahre und ein Monat her und wenn mich dieser Typ nicht aufgehalten und die Polizei gerufen hätte, wäre nie etwas gekommen das ist la das verrückte. Meine Hunde sind gemeldet und sie hätten mich ganz schnell ausmachen können...

Ich gehe davon aus, dass sie der Polizei etwas anderes gesagt hat, denn die polizisted meinte damals meine Hunde sollen beide frei gewesen sein und hätten sie zu Boden gerissen. Ob ich das schaffe klarzustellen bei der Polizei, denn wenn es um Hunde geht haben wir als Besitzer ja immer die A Karte, bin ich echt gespannt.

Wenn es wirklich so ist, dass ich immer schuldig bin für etwas was passiert wenn meine Hunde bellen etc, wo kommen wir denn da hin? Wenn ich mich durch etwas erschrecke zum Beispiel ein von hinten angeschossenen Radfahrer und falle hin, kann ich den doch auch nicht anzeigen. Ja da wären wir ja irgendwann nur noch damit beschäftigt uns gegenseitig anzuzeigen....kann das echt sein? Wenn ja sage ich nur armes Deutschland wie weit sind wir gesunken....

Ich sehe jedenfalls nicht ein eine Geldstrafe zu zahlen... Erst schrie sie, zappelte und wollte schnell weg und als ich sagte jetzt kannst du war sie sehr gefasst und forderte... Wenn die die Möglichkeit riechen an Geld zu kommen...mein lieber Mann....

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Hm, schwierig vom Prinzip her stimmt es eben leider schon, dass Du als Hundehalter mit Deinem Hund im Zweifel immer der A...sch bist.

Aber da es ja nun schon, wie Du schreibst über 3 Jahre her ist, glaub ich nicht, dass Du da ernsthaft Angst vor Folgen haben musst.

Ich meine, war die Frau direkt danach beim Arzt und hat die Verletzung aufnehmen lassen? Nach 3 Jahren kann man ja viel erzählen.

Und dann, könnte ich mir auch vorstellen, dass man sich fragt, warum man sich erst nach 3 Jahren dazu bei der Polizei äußert :???

Hoffe ihr habt nicht allzu viel Ärger.

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Polizisten haben oft ein Herz für Hundehalter weil sie selbst einen haben oder Kollegen als Hundeführer. Das habe ich auch schon mehrfach erlebt. Sie haben manchmal ein komisches Verhältnis (irgendwie distanziert) zu ihren Hunden - haben aber Verständnis für normales hündisches Verhalten und nichts anderes war das von Dir geschilderte.

Dagegen haben Polizisten oftmals kein Herz für hysterische Menschen, die sich Geld erschwindeln wollen.

Ich würde also zu der Vorladung (mit Anwalt) hingehen und alles so schildern, wie es war.

Kann mir bei bestem gutem Menschenverstand nicht vorstellen, dass Du da mit großen Folgen rechnen musst.

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Den Straftatbetand einer fahrlässigen KV sehe ich hier nicht, denn Deine Hunde haben die Joggerin ja nicht aktiv verletzt, sondern sie nur angebellt.

Zivilrechtlich haften dafür tust Du aber sehr wohl, also:Schadensersatz (zerrissene Hose?)und Schmerzensgeld.

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Originalbeitrag

...

Zivilrechtlich haften dafür tust Du aber sehr wohl, also:Schadensersatz (zerrissene Hose?)und Schmerzensgeld.

Was noch zu beweisen wäre.

Nach 3 Jahren?

Keine der Parteien hat Zeugen?

Da steht doch Aussage gegen Aussage, oder?

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Natürlich hast du schuld. Auch wenn es eher unabsichtlich war.

und ja du kannst auch ein Fahrradfahrer anzeigen wenn es so passiert wie von dir beschrieben.

Du solltest froh sein wenn du nur geld zahlen muss und keine auflagen für die Hunde bekommst.

Das dieHunde gebellt haben ist die eine sache das sie hinter her rennen und du sie nicht abrufen konntest eine andere.

und woher soll die Dame wissen das deine Hunde nur bellen und nicht beißen.

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Also wenn sie böse gewesen wären, dann hätten sie sie doch angegangen was sie aber nicht getan haben. Ich glaube die Hose war nicht mal beschädigt, lediglich das Knie war minimal aufgeschürft, als wenn ich mit kurzer Hose auf Knie falle. Es lief nicht mal Blut und ja angeblich war sie damals direkt beim Arzt aber was bitte soll ich da an Schmerzensgeld zahlen? Ich meine das Bein war nicht kaputt, sie konnte ja sogar noch joggen.

Ich hatte gestern bereits mit meiner Rechtschutz gesprochen bzw wurde von einer Anwältin zurück gerufen. Diese hat erstmal gelacht und war sichtlich durcheinander, weil sie allem nicht folgen konnte und nicht wusste warum ich wegen Fahrlässiger Körperverletzung vorgeladen werde, wenn meine Hunde nichts gemacht haben. Sprich die Frau nicht zu Boden gerissen oder gebissen haben.

Hier schreibt ihr ich soll mit Anwalt zur Polizei gehen - ist das tatsächlich notwendig? Kann ich nicht hingehen, mir erstmal anhören was mir genau vorgeworfen wird und entweder dazu Stellung nehmen oder sagen, dass sich mein Anwalt dazu äußern wird?

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Das deine Hunde da wirklich doof reagiert haben, das weißt du ja. Meine Vermutung ist, das dass große Problem in deinem Verhalten lag.

Ich vermute ich hätte mich in so einer Situation 1000 mal entschuldigt und gefragt ob alles okay ist. Die Frau hatte sicher einen riesen Schreck. Und ich muss zugeben das ich den auch gehabt hätte. Vielleicht hat sie ja Angst vor Hunden. Das ist schon krass dann. Wenn ich dann noch so "angemacht" werde, wie von dir beschrieben, dann wäre ich auch sehr sehr sauer gewesen.

Ich weiß ehrlich nicht ob das verjährt. Aber wenn sie beim Arzt war, und die Polizei so schnell reagierte nachdem der Bekannte dich gesehen hat, bist du dir wirklich sicher das da alles okay war?

Ich bin auch mal gestürzt, dabei ist meine Kniescheibe kaputt gegangen. Da ich aber auch einen Schock hatte, konnte ich noch den kompletten Weg nach Hause laufen. Es war ein dumpfer Schmerz da, aber nicht tragisch. Im Endeffekt musste das sogar operiert werden.

Von außen sah man auch nur eine Schürfwunde.

Ich würde den Anwalt mitnehmen. Macht das ganze einfacher und geht ggf. schneller.

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