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polar-chat.de  Der Hund
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Stuhl-, Bell- und Umzugsphänomen

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Ich hab nun erstmal 3 Minuten überlegen müssen wohin ich das packe.

Also, ich habs vllt schonmal irgendwo erwähnt. Yumi hat nen kleines Bellproblem *seufzel*

Verursacht wurde das ganze durch die Differenzen mit unseren alten Nachbarn, der unter anderem die WOhnungstür bald eingetreten hat, sturm geklingelt hat und gebrüllt und gedroht hat.

Die Leute wohnen hier nicht mehr *auf Holz klopf* und seit deren Auszug ist es auch viel ruhiger um unseren HUnd geworden ABER es gibt so Momente am Tag wo ich echt nicht mehr weiß warum sie bellen musste. Ein Beispiel heute, Yumi ist im Wohnzimmer bei meinem Mann. Ich geh in die Küche, wo meine Katze saß. Ich sprach sie dann an "Na Schnecke, wieder am Zwitscherchen gucken? und der Hund kläfft los. In dieser Situation nciht nur einmal kurz wuff sondern richtig unsicher mehrmals, dann kurze Pause dann um einiges hysterischer. Nach 6 Sekunden war der Spuck wieder vorbei von ihr.

Ich kann verstehen, wenn sie ab und an einen Wuff loslässt sobald sie im hausflur was hört (könnte ja wieder einer die Bude eintreten wollen), dann macht sie aber wirklich nur einmal Wuff und ein kurzer Pfiff meinerseits bringt sie zur Ruhe.

Es sind aber ganz unterschiedliche Situationen wo sie echt so panisch reagiert. Und langsam weiß ich mir keinen Rat mehr. Der Auszug der Nachbarn war Ostern. Seither sind wir auch wieder entspannter geworden und können uns wieder wohl fühlen zu Hause. Mit Yumi habe ich seither immer Dinge gemacht die ihr ein bisschen mehr Selbstsicherheit geben und es wirkte auch super. Sie wurde ruhiger und lebensfroher und ansich hatte ich das Gefühl eines gefestigteren Wesens in meinem Hund.

Aber so ganz weg ist es eben nicht und das wurmt mich, weil ich ratlos bin. Ich schwenke einmal kurz auf das Umzugs- und Stuhlproblem was (mMn) damit auch zusammen hängt. Bis vor zwei Tagen stand mein PC samt Tisch ebenfalls im Wohnzimmer direkt am Fenster. Yumi hat seit wir hier wohnen die Macke das sie immer sehr oft unter meinem Stuhl liegen muss/will (wie auch immer). Als ich noch im Wohnzimmer saß, wuffte sie öfters mal wenn jemand (Fenster offen oder angekippt) vorm Haus geredet hat, wenn Jugendliche gebrüllt haben, wenn ein Auto gehupt hat - manchmal auch nicht. Es ist irgendwie wie russisches Roulette (man kannsich nie sicher sein).

Nun bin ich mit meinem Tisch in den Flur gezogen. Wir haben einen recht lang gezogenen Flur,

hab das mal skizziert ums zu verdeutlichen. Da wo es rot ist sitz ich nun.

14854043pl.jpg

Wohnzimmer und Küche sind im Grunde immer offen, genauso Bad ist angelehnt. Yumi wandert halt so tagsüber mal von Küche (da hat sie ein Korb weil sie dort drin ist wenn wir sie allein lassen aktuell noch) dann unter meinen Stuhl und selten ist sie auch mal im Wohnzimmer. Sie hat also freie Wahl. Seit ich hier hin gerutscht bin mit Tisch ist sie ruhiger was das bellen angeht - zumindest hab ich hier kein Fenster mehr um mich rum und auch in der Küche gibt sie keinen Mucks von sich. Nur gerade eben war wieder so ne Situation wo wirklich NICHTS war und sie bellte kurz auf *seufz. Mein Mann steht neben mir wir unterhalten uns und sie kommt aus der Küche (wo sie gegrunzt hat) und bellt auf Oo *schreck lass nach*

Meine Frage nun an euch, bzw Fragen!

Warum bellt sie obwohl nichts ist? Nichtmal annähernd ein Geräusch worauf ich das beziehen könnte - gar nichts.

Warum liegt sie so oft unter meinem Stuhl, gibt ihr das Sicherheit? Soll ich das unterbinden oder nicht?

Was kann ich tun damit auch der Rest der Bellerei sich auflöst?

Ich hab nix dagegen wenn mein Hund bellt, beschweren tut sich auch keiner (es sind zusammen gerechnet vllt 1-2 Minuten am Tag, an guten sinds nur 1-2 Beller die man draußen nichtmal hört...

Aber ich weiß eben das die meisten beller immernoch aus Angst oder Unsicherheit kommen, oder vllt doch Schutzinstinkt?! ICh kanns ehrlich nicht beurteilen. ICH meine es ist Unsicherheit.

Wenn sie so hysterisch bellt und ich es unterbinde, dann legt sie sich meist unter Stuhl oder ins Körbchen und wufft noch leise mit geschlossener Schnute vor sich hin - gott ist das nervig.

Ich hab schon echt alles versucht, selbst Rütters Hausleine und Hund mitnehmen und zusammen gucken gehen :Oo

Ignorieren birngt nichts, dann steigert sie sich rein. Unterbinden bringt zwar was aber ist nichts auf Dauer, hatte nciht vor die nächsten 15 Jahre 5mal am Tag zu unterbinden. Ich suche etwas dauerhaftes. Ich kann viel besser damit umgehen wenn ich weiß woher es kommt, wenn z.b. draußen ein auto hupt und sie bellt. Dann bin ich sozusagen vorgewarnt und weiß binnen millisekunden mein Hund wird gleich nen Beller loslassen. Wenn aber GAR NICHTS ist, für mich nicht vernehmbar, dann erschrecke ich sehr oft so dermaßen das ich erstmal nen kurzes Sekündchen brauch und dann reagiere...

So ich hoffe der Roman ist ausführlich genug damit sich alle ein BIld machen können.

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Guten Morgen...

Also, zur Stuhl Frage: störts Dich? Hast Du deswegen irgendwelche Probleme mit Deiner Hündin? Dass zB niemand anders an den Stuhl darf oder bekommt sie enormen Stress, wenn der Stuhl nicht da steht?

Wenn nein, dass lass sie da liegen. Ihr scheint es da einfach zu gefallen, also, warum nicht.

Zum Bellen:

Ich habe die Erfahrung mit beiden meiner Hunde gemacht, auch wenn ICH nichts höre, wahrnehme heißt es noch ganz lange nicht, dass "nichts" ist.

Also, meine Hunde bellen nicht ohne Grund.

Ob dieser nun für mich von Belang ist, dass es für mich eine Notwendigkeit gäbe zu bellen ist was anderes.

Es wird angezeigt "da ist was".

Anders herum höre ich manchmal die Nachbarn oder deren Kinder und denke mir "hmm, jetzt hätte Jack eigentlich anschlagen müssen..."

Dieser pennt aber tiefenentspannt an der Wohnungstür.

Hier gibt es kein Bellen ohne Grund.

Wie gehe ich damit um?

Ich rede mit Jack und sage ihm "Du hast was gehört?"... "Sehr gut gemacht. Jetzt ist okay. Kannst dich wieder hinlegen."

Also ich übernehme dann quasi die Verantwortung.

In aller Regel reicht das aus.

In den seltenen Fällen, wo sich hinein gesteigert wird, wird das Bellen mit "Schluss jetzt" und weg schicken vom Geschehen (von der Tür oder vom Garten ins Haus).

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Guten Morgen...

Also, zur Stuhl Frage: störts Dich? Hast Du deswegen irgendwelche Probleme mit Deiner Hündin? Dass zB niemand anders an den Stuhl darf oder bekommt sie enormen Stress, wenn der Stuhl nicht da steht?

Nee gar nichts dergleichen. :D würde der was husten wenn die jemanden anknurren würde o.ä.

Zum Bellen:

Ich habe die Erfahrung mit beiden meiner Hunde gemacht, auch wenn ICH nichts höre, wahrnehme heißt es noch ganz lange nicht, dass "nichts" ist.

Also, meine Hunde bellen nicht ohne Grund.

Ob dieser nun für mich von Belang ist, dass es für mich eine Notwendigkeit gäbe zu bellen ist was anderes.

Es wird angezeigt "da ist was".

Anders herum höre ich manchmal die Nachbarn oder deren Kinder und denke mir "hmm, jetzt hätte Jack eigentlich anschlagen müssen..."

Dieser pennt aber tiefenentspannt an der Wohnungstür.

Hier gibt es kein Bellen ohne Grund.

Wie gehe ich damit um?

Ich rede mit Jack und sage ihm "Du hast was gehört?"... "Sehr gut gemacht. Jetzt ist okay. Kannst dich wieder hinlegen."

Also ich übernehme dann quasi die Verantwortung.

In aller Regel reicht das aus.

In den seltenen Fällen, wo sich hinein gesteigert wird, wird das Bellen mit "Schluss jetzt" und weg schicken vom Geschehen (von der Tür oder vom Garten ins Haus).

Tja und genau das fehlt irgendwie bei uns. Ich muss immer schimpfen -.-

Die würde das nicht jucken wenn ich sowas zu ihr sage *seufz*

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Das ist aber eine reine Trainingssache ;)

Luke hat das auch nicht die Bohne interessiert.

Ein "schlauer" Trainer meinte mal zu mir, ich solle ihn dann ins Platz legen, da könnten Hunde nicht so bellen- aha?

Luke hab ich dann wirklich immer weg geschickt oder bei "kleinen" Bell attacken "abgerufen". Sobald er sich auf mich konzentriert hat gabs ein kurzes Spiel und gut war...

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Ein "schlauer" Trainer meinte mal zu mir, ich solle ihn dann ins Platz legen, da könnten Hunde nicht so bellen- aha?

Der darf gern mal meinen Hund nehmen und wird sehen das diese "weisheit" nonsens ist :klatsch:

Luke hab ich dann wirklich immer weg geschickt oder bei "kleinen" Bell attacken "abgerufen". Sobald er sich auf mich konzentriert hat gabs ein kurzes Spiel und gut war...

NUnja wegschicken, wovon denn?!

Entweder bleibt sie liegen und bellt (jaaa im Platz xD)

Oder sie läuft im Raum rum, und bellt.

Und wenn ich sie auf ihren PLatz schicke dann funktioniert das zwar aber sie wuffelt und knurrt leise weiter...

Übrigens hab ich ihr auch das Bellen auf Kommando beigebracht aber ne Lösung war das auch nicht. Ich weiß sie bellt gern, dass merkt man wenn sie mit Hunden am spielen ist. Ich geb ihr auch immer mal draußen die Möglichkeit zu bellen, solange es nicht darauf hinausläuft, dass sie mich anbellt damit ich nen Stpck werfe :) ...

Sie ist auch wirklich ansich ruhiger geworden, in der Küche bellt sie im Grunde gar nicht *kopfkratz* auch nachts im Schlafzimmer nicht mehr. NUr Wohnzimmer und Flur sind noch bellfördernde Räume - komisch irgendwie...

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Halllo,

vor Jahren hatte ich so ein Problem auch, es wurde wirklich jede Kleinigkeit angebellt und sehr oft hatte ich den Eindruck da ist nichts.

Jetzt muss man sich aber klar machen, wie Hunde die Umwelt wahrnehmen. Es ist nicht nur das Gehör, abgesehen davon, dass sie weit mehr hören, als deine Ohren wahrnehmen. Festzustellen für dich, da ist nichts, ist also sehr gewagt, da ist höchstens nichts, was du nicht wahrnehmen kannst. Hunde nehmen z.B. auch durch Geruch wahr, oder Schallwellen. Es genügte bei meinen Hunden z.B. wenn ein bestimmter Hund am ca. Luftlinie 150 m entfernten Haus das Haus verließ, dass meine Hunde auf den Balkon raus schossen, den Hund hab ich da noch gar nicht gesehen, erst nach einer kurzen Weile kam er manchmal ums Eck, je nachdem welche Richtung er dann lief. Dieser Hund hatte meine damalige Junghündin mehrfach gehetzt, er kam jedesmal aus dem heiteren Nichts durch das Gebüsch angeschossen und hatte eine große Freude an dem Spiel.

Eine andere Hündin hat immer gemeldet, wenn man Lebenspartner nach Hause kam, aber nicht erst, wenn er bereits an der Türe stand, sondern schon, wenn er vom Arbeitsplatz mit dem Fahrrad losfuhr, das war einige 100 m Luftlinie entfernt. Dann waren alle Hunde total aufgekratzt und haben alle paar Minuten im Chor aufgeregt angeschlagen, sobald der Aufzug ging oder im Hausgang was zu hören war. 10 Minuten später war er meistens da und wenn es mal 30 Minuten dauerte oder länger, hat er sich meistens aufgehalten, weil er irgendwo jemanden getroffen hatte.

Oder bei meiner Mutter, haben sie immer gemerkt, wenn die Katze im Garten rumschleicht wenn sie selber im Haus waren.

Ich bin dann dazu übergegangen, meinen Hunden immer anzukündigen, wenn ich wusste, was sich gerade tat, Nachbar kommt heim, Kinder gehen von der Schule am Haus vorbei, Freunde-Hunde gehen unten vorbei, Papi kommt gleich, etc. Oder auch der Wuwu bei sonstigen Hunden. Im Zweifel hab ich demonstrativ gelangweilt nachgeschaut und eben nur entspannt, das macht nichts gesagt. (Natürlich hab ich meinen Hunden auch vorher schon immer den Namen aller Freunde-Hund gesagt oder eben da kommt ein Freund, wenn es ein braver Hund war, und bei Kinderkontakt auch immer Kinder dazugesagt etc. damit sie auch wissen, wovon ich rede).

Dann hab ich ihnen zusätzlich beigebracht, nur noch ganz sachte anzuschlagen, so dass sie sich nicht mehr reinsteigerten. Dazu zitiere ich mal einen anderen Beitrag von mir.

Wenn Hunde wegen jeder Kleinigkeit im Haus anschlagen (das ist für mich kein Kläffen), hab ich mit meiner Bubs-Methode gute Erfolge erzielt. d.h wenn die Hunde nicht hysterisch sind, sondern nur melden, hilft es, wenn man sie erstmal bestätigt, dass sie melden.

Wenn sie also anschlagen, sag ich erstmal ganz entspannt, "es iiiis guuuut, das maaaacht nichts" wichtig ist Ruhe und Entspanntheit ausstrahlen und nicht Verbot und Strenge! Und je nach dem, ob es was ist, wo ich handeln muss (Besuch) oder nicht, reagiere ich weiter, aber in Ruhe und Entspanntheit, nicht hektisch, am besten man zählt bis 5, bevor man aufsteht und gemach zur Türe geht.

Wenn dann wegen nichtigem Anlass weiter gebellt wird, warte ich entspannt ab, bis sie sich runterfahren und am Ende dann so ein kurzer leiserer grummeliger Nachmauler kommt, den Lob ich dann mit "prima, Bubs machen" oder "prima, mach schön Bubs" in einem ruhigen leisen tiefen entspannten Ton. Nach ein paar Wochen waren alle Hunde (meist nur einer) soweit, dass sie dann nur noch einmal kurz melden und dann höchstens noch ein leises Bubs dabei hören lassen, wofür ich sie in ruhigem entspannten tiefen Ton lobe, d.h. "es iiiis guuuuuut, mach schöööön bubs, priiiima". Wenn ich weiß, warum sie bellen, sag ich dazu, "es ist guuuuut, dass sind die Kinder", - oder das ist der Herkules etc. .... Das imponiert ihnen, dass sie merken, ich weiß auch, warum sie gemeldet haben, die Message ist also angekommen.

Der Unterschied ist, sie sind entspannt! sie kommunizieren, es ist also nichts, wofür man zurechtweisen müsste.

Anfangs singen sie dann in der Lautstärke und Tonlage rauf und runter, um zu testen,welchen Ton wir denn loben. Ich sag dann "nein", etwas energischer, aber nicht sehr streng oder bedrohlich, nur so dass sie merken, das war es nicht, was ich wollte. und wenn der richtige Ton kommt, "prima, mach schön bubs".

Aber nach einer Weile kommt als Meldelaut eben nur noch das leise Bubs und keine Sirene.

Welche Worte man wählt, ist natürlich piep egal, ob man Bubs, oder Wuff sagt, ob man Prima oder fein sagt, etc. immer dasselbe halt, aber vor allem entspannt und ruhig und in tiefem Ton (hoch puscht auf!). Wenn man fein sagt, sollte man aber nicht nein mit einbinden, da zu ähnlich im Klang, bei mir ist fein tabu.

Zusätzlich solltest du das "es iiis guuuuut" oder jegliches andere Wort positiv als Beruhigungssignal konditionieren, indem du so oft es geht beim absolut entspannten beschmusen des Hundes, also wenn er sich komplett fallen lässt und nur noch genießt, diese Worte wiederholen. Beim entspannten beschmusen schüttet der Körper das Wohlfühlhormon Oxytozin aus. Wird beim Schmusen immer wieder dasselbe gesagt, wird Oxytozin nach kurzer Zeit auch dann ausgeschüttet, wenn man nur noch das Wort sagt. Oxytozin ist der Gegenspieler zu Cortison (Stresshormon). Wenn man vor zu erwartendem Stress und während Stress nun die Zauberworte sagt, schüttet der Körper Oxytozin aus und der Hund hat die Möglichkeit, dass weniger Cortison gebildet wird und falls es schon gebildet wurde, dieses auch schneller abgebaut wird, er kann so also schneller in einen entspannten Zustand kommen. Das Zauberwort lässt sich auch auf sämtliche Situationen anwenden, wo man mit Stress beim Hund zu rechnen hat.

Dass die Hunde so auf 180 sind, liegt daran, dass Corison nicht sofort abgebaut wird, und wenn der Stressfaktor tagtäglich neu auftritt, kumuliert sich das auf ein Level, wo die Hunde immer kurz vor der Explosion sind, die Nerven liegen blank und dann stört eben die Fliege an der Wand, Reizüberflutung.

Wichtig ist auch, dass du selber eben nicht genervt bist und innerlich kochst, wenn der Hund loslegt oder nachmault. Ich hab sehr oft erlebt, dass Leute leider oft gar nicht wahrnehmen, wenn der Hund dann dieses nachmaulen zeigt und vergessen das zu loben, und sich dann wundern, dass die Methode nicht klappt. Ein paar Wochen muss man allerdings Geduld haben.

also erstmal Hund bestätigen, dass er was wahrgenommen hat, am besten, wenn man weiß, was, auch dazusagen, dass man weiß was es ist, dabei ruhig und gelassen bleiben. Abwarten bis er von selber runterregelt und dann das nachmaulen imitieren in leisem dunklen Ton und loben, wenn der Hund anfängt den Laut nachzumachen. Sie fangen dann an zu testen, ob du wirklich meinst, dass sie deinen Ton nachmachen sollen und welcher dir genehm ist, dann bist du fast am Ziel, weiter ruhig bleiben und dann mit nein und nochmal vormachen, bis der Hund dann nach wenigen Tagen tatsächlich nur den leisen tiefen bubsTon zum Anschlagen verwendet, der natürlich weiterhin bestätigt werden muss, wie zuvor das laute Anschlagen. Das Melden ganz verbieten finde ich nicht artgerecht, immerhin haben wir uns die Hunde vor tausenden von Jahren genau deshalb ins Haus geholt, damit sie uns warnen, das steckt in den Genen und ist nicht so einfach wegzuerziehen.

Bei richtig hysterischem Bellen, dass durch frühzeitiges Übernehmen nicht in den Griff zu bekommen ist, würde ich mir Gedanken machen, wo sonst noch Unruhe entsteht und bei den kleineren Baustellen starten, übermäßige Freude beim Heimkommen, Füttern, Aufbruch zum Gassi, Begrüßung etc. Ich persönlich stelle sowas mittlerweile im Ansatz schon ab mit Abbruchsignal (ampeln nach HTS), dazu gehört dann aber auch, dass man auch Verantwortung übernimmt und Schutz bietet.

Ich würde ihr auf alle Fälle den Stuhl als Liegeplatz lassen, es ihr sogar gemütlich machen, denn sie scheint dort ja Schutz zu suchen, und genau das solltest du ihr auch bieten.

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Tja und genau das fehlt irgendwie bei uns. Ich muss immer schimpfen -.-

Da ist die Frage, wie du schimpfst. wenn du viele Worte benutzt und dabei aufgeregt hektisch und mit Wut reagierst, empfindet der Hund das nicht als souverän und sieht dich nicht als jemanden, der Verantwortung übernimmt, sondern als unsicheren Menschen, der mitbellt. Ein mal kurz und knapp zurecht weisen wäre ok, dann aber Konsequenzen folgen lassen, wenn sie nicht aufhört, dies auch wieder souverän und gelassen.

Kannst du ihr den Platz unterm Stuhl nicht als ihren Platz einrichten? Und sie dann jedesmal dorthin führen/schicken, wenn sie hysterisch wird? Wo wäre denn ihr Platz, wo du sie sonst hinschicken würdest? Evtl. ist der nämlich nicht wirklich geeignet, ihr Schutz zu bieten.

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Wenn man die Sitation nicht selbst gesehen hat ist es relative schwer das ganze Einzuschätzen, ich würd einen guten Hundetrainer holen der sich das ganze einfach auch live ansehen kann und auch Yumis Körpersprache sieht ;)

Was ich aber auf jeden fall machen würde ist einfach ruhiges , entspanntes Verhalten positive zu bestärken - funktioniert mit Clicker ganz gut!

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Jetzt muss man sich aber klar machen, wie Hunde die Umwelt wahrnehmen. Es ist nicht nur das Gehör, abgesehen davon, dass sie weit mehr hören, als deine Ohren wahrnehmen. Festzustellen für dich, da ist nichts, ist also sehr gewagt, da ist höchstens nichts, was du nicht wahrnehmen kannst. Hunde nehmen z.B. auch durch Geruch wahr, oder Schallwellen.

Das ist mir durchaus bewusst, jedoch erkenne ich keinen richtigen Grund, kein Schema - es ist willkürlich und das macht es im Grunde so unberechenbar.

Es gibt Tage da brüllen draußen Kinder da ist sie wach und macht keinen Mucks, ein andermal bellt sie dann wieder. Genauso bei allen anderen Situationen.

Gerade eben waren wieder Geräusche im Hausflur, sie knurrte Leise. Ich sagte "ich habs gehört Yumi" danach stand sie auf schaute mich schwanzwedelnd an, huschte wieder unter den Stuhl, knurrte nochmal kurz und gut war.

Wenn das immer so wäre hätte ich gar kein Problem damit ^^...

Im Zweifel hab ich demonstrativ gelangweilt nachgeschaut und eben nur entspannt, das macht nichts gesagt.

Das habe ich auch eine zeitlang gemacht. Am schlimmsten ist es eigentlich wenns klingelt, woran wir gerade versuchen zu arbeiten. Ich habe auch schon versucht ihr irgendwie klar zu machen das ich weiß das gleich was passiert und sie sich nicht aufregen brauch aber scheinbar wirkts nicht.

Das klingeln versuchen wir provokativ zu lösen. Einer geht vo rdie Tür, raucht kurz eine (damit da nicht zu großer Zusammenhang hergestellt wird) und klingelt dann an der Tür. Der andere unterbindet das hysterische bellen, es wird immer mehrmals geklingelt bis der Hund Ruhe gibt dann wird mit ner Runde Liebe fürs Fell (streicheln) gelobt.

Aber auch das bringt nicht wirklich viel :Oo

Wir machen das ganze jetzt einige Wochen und wenn ich dann doch mal gerad beschäftigt bin mit etwas (wie jetzt zu schreiben) und dann klingelt es plötzlich dann fährt sie den alten Film.

Dann hab ich ihnen zusätzlich beigebracht, nur noch ganz sachte anzuschlagen, so dass sie sich nicht mehr reinsteigerten. Dazu zitiere ich mal einen anderen Beitrag von mir.

Das habe ich einmal versucht weil es mir geraten wurde, das verschlimmerte die ganze Sache binnen einer Woche. Ich muss mit Lob wirklich aufpassen - dadurch lernt sie irre schnell -> eben auch die falschen Dinge.

Zusätzlich solltest du das "es iiis guuuuut" oder jegliches andere Wort positiv als Beruhigungssignal konditionieren, indem du so oft es geht beim absolut entspannten beschmusen des Hundes, also wenn er sich komplett fallen lässt und nur noch genießt, diese Worte wiederholen.

Solche Worte gibt es aber es ist doch auch ein Drahtseilakt. Wenn sie anschlägt und ich ihr dann solche bestimten Worte zukommen lasse, wäre das nicht eher ne Art Belohnung?! Ich halte Hunde sicherlich nicht für dumm aber ich glaube nicht, dass mein Hund z.b., sich aufgrund eines Wortes binnen einer Sekunde beruhigt.

Beim entspannten beschmusen schüttet der Körper das Wohlfühlhormon Oxytozin aus. Wird beim Schmusen immer wieder dasselbe gesagt, wird Oxytozin nach kurzer Zeit auch dann ausgeschüttet, wenn man nur noch das Wort sagt. Oxytozin ist der Gegenspieler zu Cortison (Stresshormon).

Das wäre die Erklärung auf meine obige Frage, aber wie gesagt beobachtet habe ich das noch nicht bei meinem Hund es sei denn sie ist nur spielfreudig aufgeregt, dann funktioniert das. Aber nicht wenn sie aus Unsicherheit hysterisch bellt.

Wenn man vor zu erwartendem Stress und während Stress nun die Zauberworte sagt, schüttet der Körper Oxytozin aus und der Hund hat die Möglichkeit, dass weniger Cortison gebildet wird und falls es schon gebildet wurde, dieses auch schneller abgebaut wird, er kann so also schneller in einen entspannten Zustand kommen. Das Zauberwort lässt sich auch auf sämtliche Situationen anwenden, wo man mit Stress beim Hund zu rechnen hat.

Aber auch das dauert doch seine Zeit bis das Hormon zum Wirken kommt oder nicht? Mein Hund kläfft ja nicht ohne Pause es sind nur kurze Momente, wenn sie mal hysterisch wird sind es auch nur max 10 Sek. weil es unterbunden wird. Aber so schnell baut sich doch kein Stresshormon ab.

Dass die Hunde so auf 180 sind, liegt daran, dass Corison nicht sofort abgebaut wird, und wenn der Stressfaktor tagtäglich neu auftritt, kumuliert sich das auf ein Level, wo die Hunde immer kurz vor der Explosion sind, die Nerven liegen blank und dann stört eben die Fliege an der Wand, Reizüberflutung.

Beispiel: Mein Hund liegt gerade wie erschossen, entspannt und locker neben mir auf dem Boden. Sie ist wirklich ruhig - keinerlei Anzeichen von besonderer Aufmerksamkeit, auch die Ohren "schlafen" (beobachte da meinen Hund sehr genau ^^...

Würde es jetzt an der Tür klingeln, würde sie aufspringen und erstmal einen Wuff, max 3 machen. Wenn ich dann aufstehe (obwohl wir das immer wieder üben bei den täglich Klingelmarathons) ist es vorbei und sie steigert sich rein. Selbst wenn ich es nach dem ersten Wuff unterbinde (vorher geht ja nicht, weiß ja nicht das es klingelt) dann geht sie zwar auf ihre Decke aber es besteht die Möglichkeit das sie nochmal anfängt. Versteht man das? :Oo

Wichtig ist auch, dass du selber eben nicht genervt bist und innerlich kochst, wenn der Hund loslegt oder nachmault. Ich hab sehr oft erlebt, dass Leute leider oft gar nicht wahrnehmen, wenn der Hund dann dieses nachmaulen zeigt und vergessen das zu loben, und sich dann wundern, dass die Methode nicht klappt. Ein paar Wochen muss man allerdings Geduld haben.

Wie gesagt ich bin da noch etwas am zweifeln ob das brummeln zu loben wirklich etwas bringt. Ich hab es einmal angewand, da waren die Nachbarn noch im Haus. Binnen einer Woche wurde ihr Bellverhalten aber schlimmer und ich habe das gelassen.

Das Melden ganz verbieten finde ich nicht artgerecht, immerhin haben wir uns die Hunde vor tausenden von Jahren genau deshalb ins Haus geholt, damit sie uns warnen, das steckt in den Genen und ist nicht so einfach wegzuerziehen.

Ich will ja auch nicht das sie gänzlich aufhört, das wäre total wider ihrer Natur, sie ist ein bellfreudiger Hund und das ist ok. Und gegen einen Wuff habe ich gar nichts auch wenn sie brummelt würde mich das nicht stören. Es ist die Hysterie die ich bekämpfen will und woran ich langsam (nach Monaten) an meine Grenzen komme. Wie gesagt es ist schon viel besser geworden aber eben noch nicht ganz weg. Ich will nicht das mein Hund hysterisch und unsicher loskläfft. Sie darf warnen, aber sie soll sich hier nicht unwohl fühlen - verstehst du?

Bei richtig hysterischem Bellen, dass durch frühzeitiges Übernehmen nicht in den Griff zu bekommen ist, würde ich mir Gedanken machen, wo sonst noch Unruhe entsteht und bei den kleineren Baustellen starten, übermäßige Freude beim Heimkommen, Füttern, Aufbruch zum Gassi, Begrüßung etc. Ich persönlich stelle sowas mittlerweile im Ansatz schon ab mit Abbruchsignal (ampeln nach HTS), dazu gehört dann aber auch, dass man auch Verantwortung übernimmt und Schutz bietet.

Das war unser Anfang. So haben wir begonnen das Ganze zu bekämpfen - im Alltag. Und ich bin stolz auf meinen Hund, früher rannte sie bei jedem Schritt durch die Wohnung und rutschte auf dem Laminat rum usw... inzwischen ist sie eher nen Schlaftablettenhund im Allgemeinen. Auch beim Füttern gibts keine probleme, aktuell gibts gerade den Großteil eh nur draußen beim Üben :)

Einzig der Aufbruch zum Gassigehen ist und bleibt etwas "wuschig" :kaffee:

Wenn jemand von seinem Hund gern hätte das er aufspringt und sich irre freut wenn es Gassi geht, kann er gern mal für ein WE meinen Hund holen - man wird sich danach freudig schätzen das der Hund ne Schlaftablette ist ^^

Ich würde ihr auf alle Fälle den Stuhl als Liegeplatz lassen, es ihr sogar gemütlich machen, denn sie scheint dort ja Schutz zu suchen, und genau das solltest du ihr auch bieten.

UNterm Stuhl ist ein Teppich, noch bequemer mach ich es ihr nicht. Sie hat zwei gekuschelte Körbchen, 3 wenn das SZ auf ist. Wenn sie es weicher haben will soll sie dahin gehen ^^

Außerdem sitzt ich ja auch auf dem Stuhl wenn ich hier 2 Decken drunter packe dann kann ich ja kaum noch aufstehen oder den verrücken :P

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Da ist die Frage, wie du schimpfst. wenn du viele Worte benutzt und dabei aufgeregt hektisch und mit Wut reagierst, empfindet der Hund das nicht als souverän und sieht dich nicht als jemanden, der Verantwortung übernimmt, sondern als unsicheren Menschen, der mitbellt.

Kannst du ihr den Platz unterm Stuhl nicht als ihren Platz einrichten? Und sie dann jedesmal dorthin führen/schicken, wenn sie hysterisch wird? Wo wäre denn ihr Platz, wo du sie sonst hinschicken würdest? Evtl. ist der nämlich nicht wirklich geeignet, ihr Schutz zu bieten.

Sie hat einen Korb in der Küche, einen im Wohnzimmer und einen im Schlafzimmer. Den im Schlafzimmer nutzt sie eigentlich nur nachts - wir lassen das SZ tagsüber eigentlich auch zu.

Ich schimpfe mit einem bestimmten aber ruhigen Schluss jetzt. Hektisch rumfuchteln oder laufen tu ich nicht. Ich hab da inzwischen so meine Technik das ich mit voller Ruhe dann agiere und mich bewege. Ich machs wie du schreibst:

Ein mal kurz und knapp zurecht weisen wäre ok, dann aber Konsequenzen folgen lassen, wenn sie nicht aufhört, dies auch wieder souverän und gelassen.

Den Platz unterm Stuhl darf sie gern nutzen aber ich werd ihr das sicherlich nicht als ihren Platz noch zurecht machen. Sorry aber das ist immernoch MEIN Stuhl, den nutze ich und möchte den auch weiterhin nutzen können und verrücken können und und und ^^.

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