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Hundeforum Der Hund
SabineG

Erinnerungen die man nicht braucht

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Gerade heute wieder - ich komme mit Ollie nach Hause und sie legt sich schon im Hausflur hin, noch bevor wir meine Wohnung betreten. Vermutlich nur weil ihr so warm ist. Aber mir kommt SOFORT das Bild vor Augen wie Sam sich damals unten im Hausflur hinlegte, in dem Moment als sein Milztumor aufbrach.

Dann immer wieder abends, wenn Ollie sich mal streckt. Zack, das Bild vor Augen wie Sam sich abends streckte und dabei plötzlich aufschrie weil sein Tumorrezidiv platzte, was am nächsten Tag zur Einschläferung führte.

Ich will die Bilder nicht mehr sehen! Ich habe dann schlagartig solche Sorge um Ollie, das braucht doch wirklich kein Mensch.

Kennt ihr das auch? :no:

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Ja...es ist schrecklich....sobald meine Hunde draussen etwas am Boden länger beschnuppern, habe ich Angst dass sie etwas fressen was sie nicht sollen, und an einem Scheiss Mangokern sterben könnten, wie mein Brownie....Nein, das braucht wirklich kein Mensch.....

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Ich habe auch Bilder im Kopf die ich nicht gebrauchen kann, die ich gerne loswerden würde. Aber sie sind da!

Warum wohl? Damit wir Menschen lernen, dass "Leben" nicht selbstverständlich ist; es eine Gabe ist, mit der wir sorgfältig und behutsam umgehen sollen.

Gut so, oder? Alles im Leben hat seinen Sinn!

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Alles im Leben hat seinen Sinn!

Das war bis vor wenigen Wochen auch mein Lebensmotto. Anders könnte ich auch manche Erlebnisse in meinem Beruf nicht verarbeiten.

Jetzt fällt es mir unglaublich schwer, dieses Motto aufrecht zu erhalten.

Ich musste völlig unerwartet eine 25-jährige Arbeitskollegin reanimieren und sie hat es nicht geschafft. Diese Bilder werden mich sicherlich noch eine lange Zeit verfolgen.

Man lernt damit umzugehen, sicherlich öffnet es auch unsere Augen und macht uns sensibler.

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Das tut mir sehr leid, dass Du so was erleben musstest. Aber ganz ehrlich, wie oft verlieren wir Menschen, die uns ganz nahe stehen.

Dass Deine Bemühungen vergebens waren; wer weiß warum. Vielleicht blieb ihr auf diesem Weg ein langer Siechtumsweg erspart.

Alles im Leben hat seinen Sinn! Was jetzt keinen Sinn ergibt, erweist sich später vielleicht als eine glückliche Fügung. Lass es einfach so stehen!

Nichts ist umsonst; alles hat seinen Sinn!

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Ja, diese Bilder hab ich auch.

2009 nahm sich eine Freundin das Leben, niemand weiß wieso. Ich bekomme die Bilder vom letzten mal ab dem ich sie gesehen habe nicht aus dem Kopf.

Wenn ich mich heute von jemandem verabschiede, dann bewusst.

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@PfotenHoch Ich stimme dir zu 100% zu.

Wenn aber plötzlich das Leben einer guten, jungen Freundin in deinen Händen liegt sieht das auf einmal ganz anders aus.

Die Bilder abschalten kann man nicht einfach so und ich versuche das Beste daraus zu machen.

Ich spreche in Gedanken mit ihr, wenn sie gefühlsmäßig plötzlich ganz nah ist.

Und so habe ich es auch mit unserem vor langer Zeit verstorbenen Hund gemacht. Auch ihm habe ich erzählt, wie leid es mir tut, dass es so früh gehen musste.

Mein Weg, damit umzugehen - das ganze nicht verdrängen sondern ins Leben einzubinden.

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Ich kenne das auch - 2009 ist mein Krönchen gestorben ( die Tochter einer meiner Katzen, bei mir großgezogen ) - erschlagen von einer Glastischplatte, die sie durch Anspringen umgekippt hat.

Jedes laute Geräusch hier im Haus, das annähernd nach einem Knall klingt, lässt mich aufspringen und sofort hinrennen, außer, ich sehe Sheila ( Krönchens Schwester ) und Joss in meiner Nähe, dann kann ich beruhigter nachschauen.

Als wir die TV - Wand aufgebaut haben Anfang des Jahres, hat mein GöFrö die Cartons mit den einzelnen Teilen an die Wand gelehnt - ich konnte das nicht sehen und habe sie alle auf den Boden gelegt, etwas an die Wand gelehnt hinstellen kann ich nicht mehr!

Wenn ich mit meinem Freund mitfahre, dann darf er nicht die Strecke zu der Klinik fahren, in die wir Krönchen noch gefahren haben, ins Handtuch gewickelt.

Das sind so Nachwehen, die ganz oft die schrecklichen Bilder wieder hochrufen.

ABER - man darf sich nicht bestimmen lassen davon!

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Ich kenne das auch... unser Gismo wurde beim Tierarzt eingeschläfert wo ich jetzt arbeite. Ich kann damit umgehen das die Tiere auch gehen müssen, da ist kein Problem für mich, doch wenn das Tier an der selbe Stelle geht wo mein Dicker lag, dann wird mir zeitweise doch anders im Magen. Doch ich muss damit klar kommen auch wenn es in solchen Momenten verdammt schwer fällt...

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Völlig erstaunlich, wann das manchmal wiederkommt.

Als mein Hund 4 Tage alleine unterwegs war, sind wir von München aus immer eine bestimmte Autobahnausfahrt runtergefahren, eher so einen Schleichweg, in die Gegend, wo wir ihn vermuteten. Noch heute zieht sich mein Herz richtig zusammen, wenn ich diese Ausfahrt sehe.

Und meine Mama, die vermisse ich. Ich sehe viele ältere Damen in der Stadt, die ihr von weitem ähnlich sehen, und oft ist es einfach nur ein sch***gefühl.

Wir verdrängen vieles, glaube ich, aber wenn wir nicht auf eine bestimmte Sache konzentriert sind, kommen solche Dinge nach einem Auslöser wohl wieder hoch.

Grüßle

Silvia

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