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Hundeforum Der Hund
Sinah

Hund wird immer ängstlicher

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Hallo, seit einigen Wochen wird unser Hund(1,5 Jahr ca.) immer ängstlicher und schreckhafter.

Unsicher, ängstlich und schreckhaft war er schon immer, aber es wird immer schlimmer statt besser.

Bis heute konnte er sich nicht an die neue Waschmaschine gewöhnen die andere Geräusche macht, das ist mittlerweile viele viele Monate her und sobald die läuft traut er sich nicht mehr in die Küche und steht sichtlich unter stress bis sie wieder aus ist.

Oder jetzt bei der Hitze haben wir den Standventilator aufgestellt, wenn das Teil läuft steht er mit hängender Rute im Raum, hechelt und starrt ins Nichts, letztes Jahr störte ihn das Ding überhaupt nicht. Oder so wie eben, er liegt neben meinem Stuhl, dann steht er auf, die Rute hängt und er starrt in die dunkle Küche, sichtlich gestresst. Wenn mir was runterfällt erschrickt er , so schlimm war das vor einigen Monaten nicht.

Oder wenn ich zum Beispiel vom Rechner aufstehe und was im Haushalt mache, das stresst ihn solange bis ich wieder sitze (mache im Moment Büroarbeit von zu Hause und sitze dadurch viel am Rechner, teilweise bis in die Nacht hinein), heisst mein Mann geht dann schon mal ins Bett und ich bleibe noch auf und mache meine Arbeit fertig, das stresst ihn auch, könnte es vielleicht das sein? dass wir nicht mehr alle zusammen ins Bett gehen?

Und was mir vor allem Sorgen macht ist dieses gestresste Aussehen, man sieht das auch in seinen Augen, das hatte er früher auch nie. Draussen ist sein Verhalten anders, zwar ist er auch vorsichtig aber er geht dann mit mir zu dem Objekt hin und dann ist gut, also draussen ist er ein absolut anderer Hund, schon auch vorsichtig, eher ängstlich aber wirklich deutlich anders als zu Hause.

Ich überlege gerade wann mir das so richtig auffiel und mir fällt kein Wendepunkt ein.

Geändert hat sich nur, dass ich jetzt alleine aufbleibe, ich weiss aber genau, dass er die ersten Wochen absolut ruhig und gelassen neben mir lag oder spielte oder sonst was machte.

Würde ich jetzt zum Beispiel aufstehen um Geschirr zu spülen oder sonst was, dann würde er unruhig in der Wohnzimmertür stehen und mir gestresst zusehen.

Mir geht das alles sehr ans Gemüt, ich kann das gar nicht mehr mit ansehen, wie ihn das alles stresst, er kann doch gar nicht mehr abschalten, dazu kommen jetzt die schlaflosen Nächte wegen der Hitze, er wandert vom Bett auf den Boden, dann rennt er dort wieder rum, dann wieder ins Bett, überall ist ihm zu warm, er hechelt und ich kann überhaupt nicht mehr schlafen bei dem Gehechel.

Jetzt gerade eben, er lag da, jetzt stand er für weniges Sekunden auf, schaut mich absolut gestresst an und legt sich wieder hin. Schmerzen kann ich mir nicht vorstellen, sobald es ans spielen geht oder rausgehen ist sein Verhalten wie weggeblasen oder könnten es vielleicht doch Verdauungsstörungen oder so sein?

Habt ihr Tips für mich?

LG Sinah

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Es ist immer schwer, sowas aus der Entfernung beurteilen zu können, aber ich versuch mal ein paar Richtungen abzuchecken.

Ich nehme an, du warst bereits beim Tierarzt und hast ihn gründlich durchchecken lassen? Wenn nein,würde ich das auf alle Fälle machen lassen, denn Hunde zeigen Schmerzen nicht so wie wir uns das vorstellen und auch auf sehr unterschiedliche Weise, da ist jeder Hund anders. Viele werden extrem anhänglich und ängstlich, bei Ablenkung aber, z.B. wenn Besuch kommt, oder sie auf Hunde treffen, beim Spielen etc, sind sie dann scheinbar ganz normal, auch fressen tun sie normal. Ich kannte einen Hund, der hatte vereiterte Zähne, der hatte ein ähnliches Verhalten, wie du es beschreibst, als ihm der Eiter aus der Nase kam, wollten sie den Hund wegen Tumor einschläfern lassen, ich hab protestiert und gesagt, erstmal die Zähne richten, glaubten sie aber nicht, weil er ja sonst ganz normal war und keine Schmerzen hatte. Nacdem die Zähne gerichtet waren, war der Hund wie ausgewechselt, folgte nicht mehr auf Schritt und Tritt und konnte sich wieder entspannt mit was beschäftigen. Erst da hat die Halterin geglaubt, dass es vorher wirklich Schmerzen waren.

Also auf alle Fälle erstmal TA!!!

Ansonsten, Geräuscheangst tendiert stark dazu sich oft auf alles mögliche auszuweiten und kann zunehmend schlimmer werden. Überhaupt zeigen sich bestimmte Ängste oft erst nach der Pubertät, die allerdings in der mangelnden Sozialisierung im Welpenalter begründet sind. Ich hab allerdings wenig bis keine Erfahrung mit Geräuscheangsttherapie, evtl. kann dir dazu jemand anderes Ratschläge geben.

Was ich aber aus vielen Fällen kenne, dass solche Hunde (nicht immer, aber häufig) deshalb so überunsicher sind, weil die Halter ständig auf jeden Wimpernschlag eingehen, da wird wirklich jeder Blick und Pubs interpretiert und dramatisiert und sobald der Hund eine Reaktion zeigt, wird es kommentiert und reagiert. Der Hund, der ständig in Beobachtung und Beachtung ist, wird dadurch noch unsicherer. Einfach mal versuchen, nicht alles auf die Goldwaage zu legen (sofern medizinisch alles abgeklärt ist) und den Hund nicht so sehr in den Mittelpunkt stellen, dann normalisieren sich viele Auffälligkeiten oft von selbst. Je mehr Beachtung du den Dingen schenkst, je mehr kann der Hund dadurch verunsichert werden.

Ein weiterer Punkt wäre, dass der Hund durch deine Unsicherheit verunsichert ist, dass ihm von deiner Seite her zu wenig Sicherheit vermittelt wird im Alltag. Ich hab das bei meinen eigenen Hunden erfahren, z.B. beim Staubsauger, sie haben mir offensichtlich nicht zugetraut, dass ich mit dem Ungetüm alleine fertig werde :D.

Dass er jetzt bei der Hitze nicht schlafen kann, ist aber doch völlig normal, das ist bei meinen teilweise auch so, die wandern dann auf der Suche nach einem kühleren Platz in die Küche oder Bad, wollen dann aber doch wieder bei mir sein, kommen wieder ins Bett und da ist es ihnen dann doch wieder zu warm. Damit muss man leben!

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Hmm du scheinst dir wirklich einige Gedanken gemacht zu haben, das könnte ein Grund sein. Das soll nicht heißen das es schlecht ist wenn man sich Gedanken macht aber zuviel durchzudenken kann kontraproduktiv sein. Anfangs hat dich sein Verhalten vllt gewundert und mit der Zeit hast du angefangen dich zu sorgen und genau das merkt der Hund!

Es erstmal tierärztlich abzuklären ist ein guter Rat, da pflichte ich chibambola bei.

Sollte dieser nichts feststellen, solltest du einfach das von ihm abverlangen was du in diesem Moment gern hättest. Mein Hund steht auch auf wenn ich aufstehe, nciht jedes Mal aber oft. Liegt zum Teil daran das sie entweder unter meinem Stuhl liegt oder davor udn sie von mir beigebracht bekommen hat das sie zu weichen hat wenn ich irgendwo lang will.

Wenn du also das nächste Mal aufstehst und Geschirr spülen gehst, dann schick ihn z.B. auf seine Decke oder er soll sich eben vor der Küche hinlegen. Unsere Hündin hat ein Körbchen in der Küche stehen, da liegt sie derzeit auch total ungern drin. Unsere Küche ist recht schmal und sie hat inzwischen verstanden das nur vorm Balkonfenster PLatz ist zum liegen oder eben vor der Küche.

Was ich eigentlich sagen will: Wenn du der Meinung bist dein Hund ist gestresst und sollte es aber nicht sein dann solltest in erster Linie du entspannen und ihm dann auch ruhig mal zur Ruhe zwingen, ihn eben auf einen platz schicken o.ä.

Das mit der Waschmaschine oder anderen Dingen, habt ihr einmal versucht es auszusitzen?! Unser Hund war anfangs auch etwas verwundert (unsere WaMa steht im Bad direkt an der Tür), sie folgt uns aber sehr gut und mein Mann hat dann einfach mal im Spiel ein Spieli ins Bad geworfen und sie sprintete rein... (die Wama war gerad am schleudern). Plötzlich stand der Hund ziemlich verwundert da und traute sich erst nciht raus. Das haben wir sie dann selbst machen lassen, sie musste da selber durch. Sie hat es ausgesessen und man merkte wie sie sich dann nach 5Min entspannte und daran gewöhnt hat. Seitdem juckt sie das gar nicht mehr :)

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Hallo, also beim Tierarzt waren wir bereits, das war das erste was ich machen liess, auch Blutwerte.

Der kennt ihn seit er Welpe war und bekam auch das schlimme Anbellen anderer Hunde mit, er meint mit 1,5 ist auch nochmal so eine Angstphase.

Mit der Maschine haben wir oft so gemacht, dass wir direkt davor mit ihm spielten, oder ihm davor ein Leckerchen gaben. Das finde ich auch alles gar nicht sooo schlimm, wie gesagt, sehr vorsichtig/ängstlich war er von jeher, obwohl ich mir einbilde, dass das nach der dritten Impfung, letztes Jahr als Welpe, schlimmer wurde, aber vielleicht bilde ich mir das auch nur ein.

Hm, vielleicht lese ich mal nach Impfschäden?

Was mich richtig fertig macht, ist dieses aufstehen und einfach nur rumstehen und mit gesenktem Kopf gestresst gucken. Ich schaue jetzt allerdings mal, ob er das auch macht, wenn es kühler ist, denn das macht er definitiv erst, seit es heiss ist.

Heute Nacht hat er endlich mal wieder schlafen können, das war echt erholsam und für ihn sicher auch.

Wie gesagt, am Tag geht das auch echt alles, ich werde berichten wie das heute Abend wieder aussieht.

LG Sinah

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Lass mal die Werte der Schilddrüse untersuchen, vielleicht hat er da was.

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Hallo Mixery, Schilddrüse wurde mit untersucht, das hatte ich extra noch mit der Tierarzt besprochen, es ist also alles in Ordnung. Vielleicht ist es auch einfach nur eine dem Alter entsprechende Phase.

LG Sinah

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Hallo Sinah,

an Nebenwirkungen der Impfzusatzstoffe habe ich als erstes gedacht, als ich Deinen Bericht las. (Thiomersal - eine Quecksilberverbindung)

Das Quecksilber lagert sich vorzugsweise im zentralen Nervensystem ab.

Die Probleme, die dort verursacht werden, sind vielfältig.

Irritation, Angst, Nervosität , Ruhelosigkeit, übertriebene Reaktion auf Stimulationen, Ängstlichkeit, Verlust des Selbstvertrauens, Entscheidungsunfähigkeit, Schüchternheit oder Zurückhaltung, leicht erregbar, Gedächtnisschwund (-verlust), Unfähigkeit zur Konzentration, Lethargie/Schläfrigkeit, Schlaflosigkeit, Depression, Mutlosigkeit, Verzweiflung, u.v.a.

http://www.praxis-fichtel.de/Symptome-der-chronischen-Quecksilber-Vergiftung.23.0.html

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Ich beherberge gerade den Hund eines Freundes. Da ist es ähnlich. Er hechelt mit gesenktem Kopf, manchmal starr vor einer Wand, manchmal läuft er ungeduldig umher. Er hat es fast komplett abgelegt.

Wir haben ihn dann immer auf seinen Platz, und zwar immer den selben, abgelegt. Ohne große Kommentare, aber bestimmt. Nur "ruhig, alles gut" gesagt. Anfangs blieb er nur Sekunden liegen und stand wieder hechelnd da. Jetzt steht er von selbst wieder auf, wenn er sich beruhigt hat. Gelegntlich macht er es noch bei Spaziergängen. Wenn wir z.B. irgendwo stehen bleiben, um zu quatschen oder was nachzuschauen, dann geht es nicht weiter und er ist sichtlich beunruhigt und steigert sich da hinein. Dann lassen wir ihn sofort ablegen und "alles gut", bis es weiter geht. Möglich, dass es durch die Impfung kommt, aber nicht wahrscheinlich. Eher glaube ich an Kopfkino, ausgelöst durch was auch immer. Im Prinzip signalisiert man, bleib locker, es gibt kein Grund zur Panik.

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Also gestern war es wieder in Ordnung, ich denke jetzt fast, dass die schlimme Unruhe daran lag, dass eben besagte Waschmaschine drei Tage lang lief, das war wohl einfach zu viel des Guten, gepaart mit der Hitze.

LG Sinah

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