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Hundeforum Der Hund
Homer.

Erfahrungen mit Einschläfern - krampfen normal?

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Hallo ihr Lieben,

leider muss ich mir hier mal einige Sachen von der Seele schreiben und hoffe ihr könnt meine Fragen beantworten oder eure Erfahrungen mitteilen.

Am Freitag musste ich meinen 13 jährigen Homer einschläfern lassen :heul:

Es wurde im November 2012 die Diagnose Prostata Krebs gestellt. Wir waren eigentlich mit dem Verdacht auf eine Blasenentzündung und Husten zu Besuch bei unserer Ärztin, als sie mir nach unzähligen Untersuchungen die zerschmätternde Diagnose verkündete.

Damals sah es wirklich schlecht um ihn aus. Er hatte Wasser in der Lunge, die Prostata war riesen groß, Herzgeräusche, Fieber und Schmerzen beim Wasser lassen.

Doc sagte mir, es sieht schlecht aus und sie gebe ihm noch vielleicht einen Monat.

Ich stand vor der Wahl ihn am drauf folgenden Tag einschläfern zu lassen oder es noch mal zu versuchen.

Ich entschied mich es zu versuchen...

Er bekam zuerst Antibiotika (4 Wochen lang), Wasser Tabletten für die Lunge, Medis fürs Herz und Schmerzmittel.

Nach 4 Wochen war die Blasenentzündung weg, die anderen Medikamente schlugen an und er rappelte sich wieder richtig auf. Er nahm 3 kg zu, ich konnte ihn wieder mit zu unseren Pferden nehmen und wir waren im Mai sogar nochmal eine Woche in Dänemark. Er war wirklich gut drauf, ist gerne spazieren gegangen und hat sogar das Spielen mit meiner Hündin angefangen. Aus 4 Wochen Lebenserwartung wurden 6 Monate...

Dann vor 4 Tagen ging es plötzlich Berg ab. Von einem auf den anderen Tag ging es ihm wieder schlecht. Er war niedergeschlagen , konnte plötzlich nicht mehr einhalten, hatte ständigen Harndrang, krümmte dabei unter sichtlichen Schmerzen den Rücken und konnte kaum Kot absetzen, seine Hinterhand sackte weg...

Am nächsten Tag waren wir beim Doc. Sie untersuchte ihn rektal und konnte kaum mit ihrem Finger in den Anus, weil die Prostata so groß war, dass sie fast den gesamten Mastdarm verschloss.

Es war vorbei. Ich liess ihn noch am selben Abend bei mir zu Hause einschläfern.

Doc verabreichte ihm eine Überdosis Narkose intramuskulär (glaube es war Ketamin?).

Sie sagte er habe eine Dosis für einen 120kg schweren Hund bekommen, so dass er bald sehr müde werden würde.

Ich hielt ihn in meinen Armen und er wurde schläfrig...

Aufeinmal fing er ganz furchtbar an zu krampfen und atmete ganz schnell. Sein Herz schlug wie wild.

Ich war völlig entsetzt und schrie. Doc beruhigte mich und meinte, das wäre normal und passiert bei manchen Hunden, dass sie krampfen. Sie sagte, er würde das gar nicht mehr mitbekommen ...

Sie drückte dabei in sein Auge um sicher zu gehen, dass er nichts mehr mitbekommt.

Nachdem er auhörte zu krampfen atmete er noch einige Male kräftig, als ob er keine Luft mehr bekäme.

Nach einer Weile, als er ruhig da lag, setzte sie ihm die zweite Spritze T61 direkt ins Herz und innerhalb von kurzer Zeit sackte er zusammen und war tot.

Das Ganze war so furchtbar !!! Ich habe schon einige Hunde verloren, aber ich habe noch nie gesehen, dass ein Hund während der überdosierten Narkose so zu krampfen anfängt.

Meine Frage ist nun...hat er das wirklich nicht mehr mitbekommen oder war er nur gelähmt von der Narkose und hat das Krampfen und das empfundene Ersticken noch bewusst miterlebt??????

Ich bekomme diese Bilder nicht mehr aus dem Kopf und mache mir solche Vorwürfe, weil ich zugelassen habe, dass er vor meinen Augen qualvoll leidet...

Alles Liebe, Julez

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(bearbeitet)

Ob das normal ist, dass der Hund unter einer Überdosierung eines Narkotikums krampft, weiß ich nicht. Es bringt dir auch nichts, ändern kannst du es doch nicht mehr. Du hast einen schrecklich schmerzhaften Leidensweg beendet bei deinem Hund, es wäre schlimm gewesen, hättest du ihn nicht erlöst. Infolgedessen hast du ihm einen Liebesdienst erwiesen.

Denke an die guten Tage, die ihr miteinander hattet und interpretiere in die Reflexe, die dein Hund am Ende seines Lebens gehabt hat, nicht so viel hinein.

Es geht ihm jetzt gut.

RIP lieber Homer und dir viel Kraft.

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Soweit ich weiß, setzt die Narkose jedes Schmerzempfinden und das Bewußtsein außer Kraft. Es ist der Zustand, in dem operiert werden kann - man spürt nichts. Die Dosis war ja schon sehr hoch. Es ist bestimmt nicht schön anzusehen, wenn der Hund dann krampft oder nach Luft ringt.

Der Verlust tut mir sehr leid für dich.

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Homer, Du hast eine PN :knuddel

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Mein Beileid für den Verlust Deines Homer. Bei der Diagnose war Dein Entschluss, ihn gehenzulassen, vollkommen richtig. Er ist ohne Schmerzen ins Regenbogenland gegangen, wo er mit unseren Herzenshunden über die Traumwiese tollt. Ich denke auch nicht, dass er beim

Einschlafen Schmerzen hatte. Das waren nur noch Muskelreflexe, die kein Schmerzempfinden mehr ausgelöst haben. Du wirst es irgendwann schaffen, das Bild aus dem Kopf zu kriegen und in Liebe an ihn zu denken. Ich drück Dich mal.

Mohammed mit Gusti und Bondi - und Ali im Herzen dabei

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Es tut mir für den Verlust deines Hundes sehr leid. Fühl dich gedrückt(wenn du magst).

Als wir unseren Spike haben gehen lassen, hat uns der Tierarzt noch darauf aufmerksam gemacht, das er durch das Narkosemittel krampfen könnte. Wir waren darauf gefasst und wir waren auch darauf gefasst, das selbst wenn sein Herz nicht mehr schläget, er Muskelzuckungen bekommen könnte.

Bei uns ist es GsD nicht eingetreten.

Es ist bestimmt nicht schön das so zu sehen und es tut mir sehr leid, das ihr das auch noch ertragen mußtet.

Ich wünsche dir für die kommende Zeit, viel Kraft. :knuddel :knuddel

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Mit dem Krampfen kann passieren,ist bei meiner Asta auch so gewesen,genauso wie Urinverlust und Kotabsatz vorkommen,Das ist vlt nicht schön aber sei dir bewusst dein Homer hat davon nichts mitbekommen.

Wir wurden damals auch vom Tierarzt gewarnt das das passieren könne und man riet mir damals ab meine Maus auf dem Schoß zum Tierfriedhof zu fahren,aber es war mir egal.

Fühl dich gedrückt und mein Beileid

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Wir mussten letztes Jahr unsere Jacky gehen lassen. Sie war durch Valium schon ziemlich neben sich, ist aber noch selber in die Praxis reingegangen. Dann ging alles sehr schnell, und ohne Vorwarnungen der Ärztin.

Sie setzte nur eine einzige Spritze, und innerhalb von vielleicht 30 Sekunden oder weniger war alles vorbei. Völlig friedlich, ohne Krampfen, Harnabsatz o.ä.

Es hat sich gut angefühlt. Wäre es anders gelaufen, wäre ich wahrscheinlich auch völlig überfordert gewesen.

LG,

Sandra

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Also von der Reaktion her ist es normal, natürlich ist es nicht schön. Es kann dir auch bei einer passenden Dosierung passieren. Bei meinem TA-Praktikum wurde eine alte Katze eingeschläfert, die Menge stimmte und trotzdem dauerte es geschlagene 10 Minuten. Die Kleine war eine echte Kämpferin.

Schlimmer ist eine Unterdosierung, da kann es Stunden dauern, bis das Tier aufhört zu zittern und um sich zu treten. Durfte sowas leider schon bei Pferden beobachten.

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Hallo Julez,

Deinem Homer eine gute Reise und Dir viel Kraft, diese letzten Erlebnisse mit deinem Hundi zu ertragen. Es ist sicher unvergesslich, wenn man seinen Schatz so sieht, aber ich denke, er hat davon nichts mehr mitbekommen.

Meine Peggy schlief in meinen Armen ein und hatte auch noch gekrampft. Wir hatten sie aber nicht euthanisiert. Sie ging in dieser Nacht von selbst von uns. Ich werde es auch nie vergessen und ich war so verzweifelt, weil ihr Herzchen gar nicht aufhören wollte, zu schlagen. Das waren die schrecklichsten Minuten in meinem Leben, nicht helfen zu können.

Dein Schmerz ist ja noch ganz frisch und braucht seine Zeit der Akzeptanz.

Ich habe in der Sache Euthanasie keine Kenntnisse aber ich würde fest auf das vertrauen, was die anderen User hier aus ihren Erfahrungen schreiben.

Ich drück Dich ganz feste

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