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Hundeforum Der Hund
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Wissenschaft hinkt hinterher, oder Irrtümer der Wissenschaft

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Da ich ja schon mehrmals von H.G. gefragt wurde, was ich mit dem Betreff meine, hier ein paar Beispiele:

Eigentlich müsste man ja ganz von selber auf diverse Beispiele kommen, wenn man Hunde intensiv beobachtet, insbesondere im Verband und dazu die einschlägige Literatur über viele Jahre vergleichend dazu gelesen hat. Ich denke, einige Mitleser haben dies bereits für sich längst getan und sind zu ähnlichen Ergebnissen gekommen, wie ich:

Entgegen Äußerungen von Wissenschaftlern in Literatur oder Vorträgen

- gemeinsames Jagen findet auch bei Hunden statt, nicht nur bei Wölfen

- gemeinsame Welpenaufzucht findet auch bei Hunden statt, nicht nur bei Wölfen

Mengenbewusstsein (ca. bis auf 4-5), jeder der das bislang behauptete, wurde müde belächelt, mittlerweile ist in Experimenten (Birmelin) nachgewiesen, dass Hunde ein Mengenbewusstsein für kleine Mengen (ähnlich von kleinen Kindern, die noch nicht beziffern können) haben

- Gerechtigkeitssinn gibt es auch bei Hunden

- Eifersucht gibt es auch bei Hunden

- Lernen durch Nachahmung gibt es, was früher bestritten wurde

- es gibt keine starre Abfolge von Entwicklungsphasen, sonder fließende Übergänge, Sozialisierung findet sehr viel länger statt, als früher behauptet wurde

- Ich-Bewusstsein (mittlerweile bei diversen Tieren Delphinen, Schweine, Raben etc. nachgewiesen, beim Hund kommt mit Garantie auch noch!)

- Alpha-Theorie, längst überholt, wurde aber mal als Non-Pus-Ultra propagiert

- Alpha-Rüde, der immer das Rudel führt ebenso überholt (es sind überwiegend Hündinnen, die ein Hunderudel führen, ggf. gemeinschaftlich, es sei denn, sie hat die Fähigkeiten nicht, zu jung etc.)

- bester Zeitpunkt der Welpenabgabe mit 8. Wochen (ich und andere verantwortungsvolle Züchter haben z.B. immer schon vertreten, dass die 12. Woche frühester Abgabezeitpunkt sein sollte) mittlerweile wird dies auch von Miklosi u.a. deutlich vertreten, dass 8. Woche zu früh ist für die meisten Rassen).

etc. etc. etc.

wenn ich all meine Bücher nochmal durchlesen würde, würden mir mindestens nochmal so viele Beispiele einfallen. Aus Nichtkynologischen Bereichen gibt es noch viel mehr Beispiele.

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Ich würde gern den letzten Punkt einmal ansprechen. Die Welpenabgabe.

Meine Hündin kam mit 8 Wochen zu mir, sie war wirklich winzig, kleiner als meine Katze. Wenn man sieht was da eigentlich noch an Größe dazukam ist es schon fast erstaunlich. Bei Einzug wo sie vllt 2kg ein Jahr später hat sie dieses Gewicht versiebenfacht.

Ich bin aber selber der Meinung, dass eine Welpenabgabe zum späteren Zeitpunkt deutlich besser ist. Diese Erkenntnis brachte mir aber auch erst meine Hündin. Bei katzen gehört es für mich einfach dazu, die hole ich nicht vor der 12. Woche, und HUnden sollte man das genauso zustehen. Man erlebt es schon bei katzen wie viel die gerade im 3. Monat noch lernen, vor allem auch unter den Geschwistern und das ist bei Hunden nicht anders. Dies setzt natürlich eine annehmbare Aufzucht vorraus. Und ich hätte absolut kein Problem mehr damit einen Welpen zu nehmen der 12 Wochen alt ist, früher war ich anderer Ansicht.

Ich lebte auch nach dem Irrglaube mit 8 Wochen schnell schnell holen damit man die Zeit noch nutzen kann, es drängt ja. Was ein absoluter Blödsinn. Ob ein Hund nun 8 Wochen alt ist oder ob er 12 alt ist tut der Sozialisierung im neuen zu Hause keinen Abriss. Ich gehe sogar soweit das ich sage, so richtig erkundet hat mein Hund erst nach ein paar Wochen im zu Hause. Klar sie war von Beginn an neugierig und schaute sich um. Aber irgendwie war sie eben doch noch ein Baby.

Ich befürworte auch das einige Züchter von größeren Rassen (bsp Labbi) nicht mehr mit 8 Wochen abgeben sondern mit 9 oder gar 10. Damit macht man sicherlich nichts verkehrt.

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Naja man darf auch bei Wissenschaftlichen "Erkenntnissen"nicht aufhören zu denken, selber zu beobachten und zu lernen.

Wissenschaftler sind auch nur Menschen. Gerade Verhaltensforschung ist sehr, sehr schwierig. Man darf nicht emotional Interpretieren, man darf nicht menschlich denken, muß absolu neutral sein und das ist extrem schwierig.

Beobachtet immer der gleiche (und oftmals werden Studien in kleinem Rahmen gemacht, wenige bis ein Wissenschaftler + Helfer/ Studenten) taucht auch immer der gleiche Fehler auf. Beobachtungen sind nicht immer objektiv. Der einer sieht etwas anderes als der andere. Habe ich selber oft genug bemerkt, wenn man Beobachtungen mit Kollegen vergleicht.

Kommt noch die gute alte Statistik dazu. Wie mache ich es, welche Tests lass ich rüber laufen, ab wann ist es signifikant...

Die wenigsten Biologen beherrschen Statistik und auch ich tue mich da immer wieder sehr schwer. Ich gehe mit meinen Daten immer zu anderen und lass mich beraten. Und auch das ist kein Garant.Gerade vor kurzem ging durch die Wissenschaftswelt, dass ein Großteil der Neurobilogieerkenntnisse eigentlich auf Versuchen beruhen die Fehler in der Statistik haben. Eigentlich müßten die ganzen Versuche wiederholt werden. Das wird wohl so schnell nicht passieren.

Was ich damit meine: In der Wissenschaft ist nichts in Stein gemeißelt. Es gilt solange bis ein anderer das Gegenteil beweist.

Somit ist es klar, dass Biologie immer wieder im Wandel ist. Was heute Fakt ist, ist morgen überholt. Schönes Beispiel ist da die Systematik.

Auch ich bin ab und an der Meinung, dass einige Theorien veraltet sind, solange keine guten Experimente dazu existieren (die auch noch publik werden), die das Gegenteil beweisen wird es aber weiter verbreitet.

Ich finde das aber nicht schlimm. Schlimm nur wenn man nicht bereit ist zu akzeptieren, dass wir eben noch nicht alles wissen. Das wir eigentlich erst am Anfang sind solche komplexe Themen wie den Hund zu begreifen.

Ich hole meine Hunde übrigens auch nie vor der 10.ten Woche vom Züchter, auch wenn der Züchter sie früher abgibt. Geschadet hat es noch nie. Ich hatte auch immer das Gefühl es tat der Sozialisiserung ganz gut.

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Zum ersten Punkt:

Ich glaube nicht, dass das von den Wissenschaftlern so gesehen wird. Natürlich jagen Hunde gemeinsam. Die Zusammenarbeit wird beim Coursing sogar beim Punkt Intelligenz mit bewertet.

Meine Hunde sind auch nie vor der 12. Woche zu mir gekommen und das wird bei den Windhundrassen ( ich kenne mich nur da aus) eigentlich allgemein so gehandhabt. Insbesondere dann, wenn der Hund auf einen Einzelplatz kommt und nicht in ein vorhandenes Rudel, um ihn besser zu sozialisieren. Ich glaube nicht, dass "die Wissenschaft" dies bestreitet.

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Ich gleube mit einigen dieser Fragen hat sich "die Wissenschaft" auch noch nie befasst ;)

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(bearbeitet)

Ich frage mich gerade, was "Die Wissenschaft" ist ;)

Edit: Oder WER diese "Wissenschaft" vertritt

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Ja, das habe ich mich auch gefragt.

Eine Diskussion macht ohne die Klärung der Frage "wer oder was die Wissenschaft ist" irgendwie keinen Sinn.

Vielleicht einfach eine These rausgreifen und diese dann zur Diskussion stellen.

(Dann mit Quellenangabe)

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Für mich ist es klar.

Alles was in nachvollziehbaren Experimenten getestet oder beobachtet wurde und Wisenschaftlichen Gesichtspunkten und vor allem Bedingungen.

Dazu gehört Reproduzierbarkeit, Eindeutigkeit, Neutralität der Beobachtungen. Es gehört dazu eine Veröffentlichung in einem seriösen, wissenschaftlichem Magazin (von mir aus auch älterem Lehrbuch, das mit den Journals ist ja noch nicht so lange modern).

Es gehört dazu ein Paper wo versuchsaufbau (kann auch Beobachtungsfeld in der Natur sein) beschrieben wird. Es gehören die Beobachtungen rein, die Bedingungen, welche Faktoren berücksichtigt wurden welche nicht.

Es gehört wenn nötig und möglich eine vernünftige Statistik darüber, was einen vernünftigen Stichprobenumfang voraussetzt.

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schön, dass nun wieder irgendwelche Wahrheiten in Stein gemeißelt werden ohne wirkliche Hintergründe/Studien/Beweise zu kennen.. genau wie damals die Alphatheorie..

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Originalbeitrag

Für mich ist es klar.

Sorry, doof ausgedrückt :)

Ich meinte WAS bzw. WER in Bezug auf den Eingangsthread ;)

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