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Hundeforum Der Hund
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Nächstes Problemkind

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Ich möchte die Arbeit mit dem nächsten Tierheimhund beginnen und ihm hier auch einen Thread für Anregungen widmen.

Noch habe ich mich nicht ganz entschieden wer es denn wird, also poste ich mal die Kandidaten:

1) Rotti Hündin, 9 Monate, grade sterilisiert

Als sie hier vor ca 4 Wochen ankam war sie ein Traum! Leinenführig, sehr ruhig, selbstsicher, sozial mit anderen Hunden, lieb ohne Ende.

Jetzt ist sie fast das Gegenteil :kaffee:

Lieb ist sie immer noch, aber sonst? Sie hat einen "speziellen" Zwingergenossen, einen jungen, sehr überdrehten, etwas rüpelhaften, zur Jagd ausgebildeten Drathaarrüden (den ich mir definitiv nicht antun werden).

Um es kurz zu erklären, die Hunde werden hier von den Zwingern in die Parks geschickt, ohne Leine und passieren dabei immer andere Hunde.

Anfangs klappte das problemlos, jetzt ist sie nicht mehr zu bändigen, ich fürchte sie hat sich das beim Drathaar abgeschaut. Die beiden pöbeln ohne Ende gegen alles und man muss sie wirklich wegzerren.

Beim Gassigehen fängt sie an zu ziehen und entwickelt Interesse am Jagen, auch das hat sie anfangs nicht getan.

Generell ist sie viel unruhiger, es scheint ihr an souveräner Führung zu fehlen.

Beide Hunde haben inzwischen Blessuren von ihren Streitigkeiten untereinander, schon seit Tagen sagen die Angestellten, wir müssen sie endlich trennen, aber von Seiten der Verantwortlichen passiert nix :Oo

Klar, es ist ein schwieriges Alter PLUS schwieriger Zwingergenosse PLUS Tierheimatmosphäre im Allgemeinen.

Sie LIEBT alles Fressbare und arbeitet gerne dafür.

Mein Problem: Am wichtigsten wäre hier die Verträglichkeit mit anderen Hunden, aber ich weiß nicht wie ich das angehen soll und ob ich dazu überhaupt in der Lage bin.

2) undefinierbarer, großer Mix, 1 Jahr, kastriert

Ein großartiges Problemkind ist er ja nicht, aber er hat keine Beißhemmung, sprich schnappt munter zu, so dass es blaue Flecken gibt.

Leinenführigkeit Fehlanzeige, Grundgehorsam hat er auch nicht. Leider reagiert er kaum auf Futter :Oo

Klingt doch fast schon zuuuu einfach, oder? :D Ich verstehe absolut nicht warum sich kein Schwein für den Hund interessiert, ein bisschen schüchtern, aber lieb ohne Ende, ganz hübsch, sehr gut mit anderen Hunden....

3) Malinois (pur), 6 Jahre, sterilisiert, Langzeitinsasse

Malinois halt :kaffee:

Nicht mal ein schlimmer Fall, aber überdreht, arbeitswütig und wenig geduldig.

Ich mag die Süße, sie hört ganz gut, aber zieht wie Hölle an der Leine.

Leider hasst sie andere Hunde. Aus unerfindlichen Gründen hat man dennoch mehrfach versucht sie zu vergesellschaften und es endete nicht sooo gut für ihre potentiellen Partner.

Am Leinenziehen könnte ich durchaus arbeiten (wie ich es liebe :Oo) und sicher würde sie sich für den Klicker begeistern lassen.

Aber auch hier wieder: Wie bekomme ich sie dazu, dass Hundebegegnungen gesittet ablaufen?

Am besten wäre ich sicher wenn ich das kurz erwähnte durchgeknallte Drathaar nehme oder den Jagdterrier den wir haben, aber ganz ehrlich, das kann und will ich nicht :o

Wen würdet ihr nehmen? Gibts schon mal Tipps zu den Hundebgegegnungen, die ja bei 2 Kandidaten ein großes Problem sind?

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Mein Kandidat wäre die Mali Hündin ... wenn die gut ausgelastet wird, legen sich vermutlich auch ihre Probleme, wenn sie sich auf's Arbeiten konzentrieren darf, wird sie vermutlich froh sein, nicht mehr auf andere Hunde schauen zu müssen und ihre Aggros lassen vielleicht nach. Vermutlich weiß sie derzeit nicht, wohin mit ihrer Energie.

Wobei der Rotti ... vermutlich die besten Vermittlungschancen hätte, da noch jung?

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(bearbeitet)

jo, genau das hab ich auch jahrelang trainiert, selbe Technik mit Zungenschnalzer, hat aber nicht den gewünschten Erfolg mit Hundebegegnungen gebracht, weil ich nicht mein Leben lang große Bögen laufen will und auch nicht immer Platz für Bögenlaufen ist und außerdem viele (nicht nur einzelne) Hunde freilaufen und denen es egal ist, wie groß mein Bogen ist, die kommen nämlich hintennach (genau wie im Video, leider sind die Leute so rücksichtslos, und nicht so wie man es sich wünscht, ansonsten hätte ich nämlich gar keine Probleme mit Hunden, wenn alle entsprechend Rücksicht nehmen würden).

Das Training hat allerdings den Erfolg gebracht, dass die Hunde einwandfrei an der lockeren Leine laufen und nicht mehr zerren, das Zungenschnalzen ist bei uns zudem ein super Aufmerksamkeitssignal geworden, allerdings unter großem Stress (Hundeattacke) wirkungslos.

Ein wichtiger Hinweis fehlt mir allerdings in dem Video, das allererste was ich ändern würde, wäre den Hund immer auf der Seite des Halters zu führen, die vom anderen Hund abgewandt ist, also Mensch grundsätzlich immer dazwischen oder davor, sofern man Hunde hat, die Schutz vor anderen Hunden brauchen.

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Danke Maurash, ich beschäftige mich damit, sobald ich ausgeschlafen bin :winken:

Der Rotti war sogar schon praktisch vermittelt, das TH hat letzten Endes den Rückzieher gemacht, weil die 2. Hündin der Interessentin nicht im Haus lebt, sie stammt aus schlechter Haltung und kennt das Leben drinnen nicht, die Rottweilerhündin hätte aber auch drinnen leben sollen.

Die Hündinnen untereinander haben sich gut verstanden, während Gassigängen und auch gemeinsam im Auslauf.

Ob sie so schnell vermittelt wird weiß ich nicht, sie ist hier ja Listenhund, Maulkorbpflicht, Erlaubnis vom Bürgermeister und so eine Art Sachkundenachweis sind nötig. Zumal sie eine Kieferfraktur hatte, deren Spätfolgen sich nicht mehr korrigieren lassen.

Die Malinoishündin wird sicher klasse, nur ist halt die Frage, ob sich jemand findet, der diesem Hund für den Rest des Lebens das bietet, was er braucht :( Sie wartet am 3. längsten von allen Hunden... Und es würde mich massiv frustrieren, wenn ich das jetzt noch 1 Monat durchziehe und dann nie wieder mit ihr gearbeitet wird.

Sie fasziniert mich definitiv, es macht Spaß mit ihr. Außerdem kuschelt sie nach jedem Spaziergang mit mir:redface

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(bearbeitet)

Ich glaube auch das die Rotti Hündin die besten Vermittlungschancen hat...

Allerdings wäre auch der Mali was, da er ja schon länger da ist und auch glaub ich die geringsten Chancen hat.

Aber letzten Endes musst du das selbst rausfinden...

edit: etwas zu spät. :)

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Hab heute die Malinoishündin genommen, aber ich glaube die macht es mir fast zu einfach :D

Sie ließ sich schon nach der ersten Trainingseinheit prima bei anderen Hunden kontrollieren, selbst wenn diese gepöbelt haben hört sie auf meine Kommandos statt selbst zu pöbeln. Ich bringe ihr jetzt erst mal "schau" bei.

Sie wäre wohl auch schon längst adoptiert, aber KEINE Katzen und KEINE anderen Hunde macht es nicht grade leicht :(

Ganz ehrlich, so einen Hund würde ich auch nicht haben wollen...

Hier gibt es 2 Freiwillige die sie gerne hätten, aber hier hat einfach jeder Katzen, da man als Freiwilliger ja auch schon mitbekommt wann das Tierheim voll ist und welche vor der Einschläferung rettet.

Mir fällt hier absolut niemand ein, der keine Katzen hat.

Es ist halt wirklich so ein typischer Hund, in den sich sehr viel eher Freiwillige vergucken, als dass "normale" Interessenten für sie hier her kommen würden.

Und das Problem kann ich halt nicht lösen :( Klar, theoretisch könnte ich natürlich mit ihr im Katzenhaus üben, aber sie wäre dann in der Familie ja auch mit den Katzen alleine und wer weiß was da passiert.

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schön, freut mich für die Hündin, da hat sie mit Dir ja einen Glücksgriff gemacht....

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Die Malinoishündin wurde adoptiert, ist aber leider in kürzester Zeit an Lymphdrüsenkrebs verstorben:heul: :heul: :heul:

Ich habe diesen Hund so lieben gelernt und so vermisst. Komischerweise hat sie mir als einziger Hund so richtig gefehlt nachdem ich dort weg war. Dabei fand ich Malis ja vorher so indiskutabel und schwierig :D

Sie hat mir definitiv geholfen meine Vorurteile los zu werden.

Sicher kein alles easy, null fordernder Hund, aber so aufmerksam, so darauf bedacht zu gefallen, so lernfähig und auch einfach zuckersüß.

Wir haben als auf einer Mauer gehockt und zusammen gekuschelt. Und sie konnte einen "umarmen", also an einem hoch springen und nicht die Pfoten in den Bauch rammen, sondern links und rechts auf die Hüfte legen, Kopf an den Bauch drücken und gaaanz lange die Ohren gekrault bekommen ;)

Ach man, würde ich nochmal einen Hund wie sie treffen und mehr Möglichkeiten haben mit dem Hund zu arbeiten (z.B. eigenes Auto um auch mal einen Kurs besuchen zu können) - ich würde es machen!

Sie war immer so fit aber es ging super schnell, von der Diagnose bis zu dem Punkt an dem nix mehr ging und sie eingeschläfert werden musste verging kaum Zeit...

Alles was bleibt ist die Gewissheit, dass sie wenigstens ein paar Wochen ein schönes Zuhause hatte.

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Das ist ja echt traurig, erst 7 Jahre alt... :(

Hattest du nach der Vermittlung noch Kontakt zu ihr?

Finde ich klasse, was du da machst für die Tierheimhunde (machst du noch?) :)

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