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Hundeforum Der Hund
amelia

Probleme mit Jagdtrieb

Empfohlene Beiträge

Hallo zusammen,

hoffe Ihr habt den einen oder anderen Tipp für mich, denn ich bin echt verzweifelt...

Wir wohnen auf dem Land, haben reichlich Wälder, Felder, Grün um uns herum.Toll mit Hund, der auch weite Strecken frei laufen kann.

Bisher gab es da auch keine Probleme, auch wenn Aimee mal einem Reh oder Hasen nach ist, kam sie immer schnell wieder. Mit einem Jäger hatte ich im Winter mal ein längeres Gespräch und er erklärte mir ausführlich die Probleme der Jäger(gerissenes Wild, erschöpfte Rehe etc.)

Alles soweit nachvollziehbar.

Gestern nun :Langer Waldspaziergang, da war Aimee an der Leine.

Am Acker abgeleint, hund schnuppert, Reh springt direkt vor uns aus dem Feld.hund hinterher.

In diesem Moment kommt ein Traktor den Feldweg daher,und der Landwirt sch....uns sowas von zusammen. Wenn wir ihm nicht sofort unseren Namen geben, rufe er die Polizei. Wir sagten, dass solle er ruhig tun.

Aimee schweratmend in "Sitz" bei uns.

Schließlich rief der Bauer seinen Bruder(Jagdpächter bei uns im Dorf) und die Diskussion ging weiter.

Immer wieder ging es um die Schäden durch wildernde Hunde ( sind auch artikel in der Zeitung sowie Tafeln in Waldlichtungen aufgestellt), schließlich hätten wir ja einen Terrier(stimmt!) und die seien per se Jagdhunde!

Wir konnten mit Mühe und Not die Anzeige abwenden, sind aber nun recht verunsichert, denn

Wie kriegen wir Aimee´s offensichtlichen Jagdtrieb in den Griff?

Ich habe schon von speziellen Halsbändern ( Vibration oder gar Elektroschock?) gehört.

Oder nur noch Schleppleine o.Ä.?

Hundeschule?

Vielleicht habt Ihr ja was für uns...

P.S.: Hund läuft ansonsten SUPER ohne Leine,hört gut und bleibt immer in Sichtnähe...

Grüße aus Mittelfranken, Silvia

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Ich würde mich am ehesten an eine Hundeschule wenden. Wobei ich bei Terriern generell eher von schlechten Erfolgaussichten ausgehen würde.

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Such dir jemanden der sich auskennt mit Jagd-motivierten Hunden und Anti-Jagdtraining. Und bis da alles sitzt: Leine dran lassen!

Egal ob nun dein Hund das Reh bekommt oder nicht, schon alleine aus Sicherheit FÜR deinen Hund solltest du dafür sorgen, dass das nicht weiter einreißt (denn je öfter eure Hündin ne Biege macht, desto größer die Gefahr dass sie länger jagen geht in Zukunft)

Ich habe (weil ich zu faul bin wirklich dran zu arbeiten) meinen Hund immer nur an einer langen Schleppleine im Wald und an den Feldern. Davon stirbt er nicht, und auch kein anderes Tier.

Und "ansonsten" ist mein Hund auch super abrufbar ;) Aber "ansonsten" nutzt leider niemandem wenn es hart auf hart kommt...

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Also die Halsbaender kannst du mal getrost in die Tonne kloppen.

Damit kann mehr Schaden angerichtet werden, als euch lieb ist und der Hund voellig falsche Sachen miteinander verknuepfen.

Ich wuerde auch zu nem Trainer raten, der euch mal im Alltag besucht und deinen Hunde beurteilt.

Solange wuerde ich nur auf niedergemahten Feldern, die absolut uebersichtlich sind ableinen. Wenn KEIN Wild da ist.

Das Wild hat Anspruch auf Ruhe und Schutz, es wird eh schon so in seinem Lebensraum beschraenkt.

Die Reaktion vom Bauern find ich durchaus berechtigt und das Nachsehen hat spaeter auch euer Hund, wenn ihr erstmal ne Anzeige am Hals habt. :kaffee:

Jetzt habt IHR noch die Moeglichkeit zu reagieren, bei ner Anzeige nicht mehr.

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Originalbeitrag

Ich würde mich am ehesten an eine Hundeschule wenden. Wobei ich bei Terriern generell eher von schlechten Erfolgaussichten ausgehen würde.

Hier spricht wieder das generelle Vorurteil gegen Terrier. Auch bei Terriern kann man den Jagdtrieb eindämmen, genauso wie bei anderen Hunderassen.

P.S.: Ich habe selbst einen Terrier und diesem mit Erfolg das Jagen abgewöhnt.

@amelie

Habt Ihr zufällig einen Jäger in Eurer Umgebung, der auch Jagdhunde ausbildet? Denn dieser könnte euch viel mehr diesbezüglich helfen als eine Hundeschule.

Ich habe mit einem mir verwandten Jäger meinem Terrier das Jagen abgewöhnt ( zumindest so weit, das er nicht hinter Wild herläuft ). Mit Hilfe seiner Tipps kann bei ihm selbst ein Reh vor der Nase herumlaufen ohne das er anfängt hinter ihm herzujagen.

Der einfachste Tipp war: Schleppleine von 10 m an den Hund und die Jackentasche mit kleinen Steinchen füllen. Dann jedesmal, wenn Wild in Sichtweite kommt, Hund zu sich rufen. Hört Hund nicht und will losrennen die Steinchen werfen ( nur so, das ihm die Steine um die Ohren fliegen - nicht treffen ), Hund nochmal rufen. Bleibt der Hund dann stehen oder kommt zurück - loben.

Bei meinem Terrier hat es funktioniert :D .

Bei dem Jäger handelt es sich um ein Jagdhundezüchter und -Ausbilder. Er hat jahrelang Weimaraner ( mit starkem Jagdtrieb ) für die Jagd ausgebildet. Diese Jagdhunde müssen dabei kontrollierbar sein.

Deswegen auch mein Tipp mit dem Jagdhundeausbilder. Der kann dir am besten helfen den Jagdtrieb deines Hundes unter Kontrolle zu bekommen.

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Hi,

um meiner Terrier-Nase den Freilauf zu ermöglichen, dem Wild seine Ruhe zu lassen, keine Angst vor Anzeigen oder noch schlimmer - einen erschossenen oder überfahrenen Hund zu haben, habe ich Anti-Jagdtraining bei einem Trainer, der auch Jagdhunde ausbildet. Um es kurz zu machen: Das Anti-Jagdtraining war erfolgreich.

Mit Schleppleine und co hatte ich viel erreicht in Bezug auf Rückruf, auch bei Radfahrern und Joggern. Denn diese Situationen konnte ich beliebig oft nachstellen - Dank an die vielen netten Radfahrer und Jogger, die mitgespielt haben.

Aber bei Hasen und Co hatte ich mit Schleppleine keine Chance.

Gruß

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ich würde dir auch zu einer Hundeschule mit jagderfahrung raten. Eine Freundin, die einen Beagle hat, geht mit ihm in solch eine private Hundeschule der Kreisjagdgenossenschaft (oder wie sie heißen ;) ). Da sind die "Trainer" dann Jäger und wissen am Besten, wie man so einen Hund u deren Jagdtrieb in die richtigen Bahnen lenken kann :)

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Originalbeitrag

Aber bei Hasen und Co hatte ich mit Schleppleine keine Chance.

Gruß

Musste gerade lachen. Habe ja auch bei einem Jäger ein Anti-Jagd-Training absolviert.

Meiner ergreift beim Anblick von Hasen die Flucht ( oder springt mir panisch auf den Arm ) :D . Er denkt seid dem Training, das Hasen und Co. grundsätzlich mit Steinen werfen.

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Meiner ergreift beim Anblick von Hasen die Flucht ( oder springt mir panisch auf den Arm ) :D . Er denkt seid dem Training, das Hasen und Co. grundsätzlich mit Steinen werfen.

lol27.giflol27.giflol27.gif

Jetzt hab ich Kopfkino! Steine werfende Hasen!!! Ich krieg mich nicht mehr ein! *aufdemBodenlieg*

Vielleicht sollte ich mal Steinchen sammeln gehen? :think: Wir haben ja auch so eine Jägerin hier. Schleppleine ist immer dran - aber bei Hase und Co hilft das nur bedingt. :Oo

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Ich würde auch ein Training bei jemanden machen, der sich mit der Thematik jagender Hund auskennt. Es gibt Trainer, die Jagdhunde ausbilden und mit Hundehaltern trainieren.

Ich habe einen Jack-Russel-Terrier-Mix? und habe ihn erfolgreich das Jagen abtrainiert, alleine. Da gibt es ein gutes Buch, Antijagdtraining, das kann ich zum Einstieg in die Materie empfehlen.

Jetzt habe ich eine Hündin (Hound, ein Mix aus Husky, Deutsch Kurzhaar und Vorsteher) und denke das ich es ohne Hilfe nicht schaffen werde, weil 1. der Jagdtrieb sehr hoch ist und sie 2. sie die 1. 3 Jahre nichts außer Zwinger kennengelernt hat. Sie ist an der Schleppleine.

Ich würde den Hund, solang er sich in Wildsituationen verselbstständigt, nicht mehr ableinen. Egal wie schön die Umgebung ist und wie du wohnst. Ich wohne genauso ;) Wenn sich der Jäger schon geärgert hat, eskaliert das evtl. und der Leidtragende ist definitiv der Hund.

Wenn ein erfolgreiches Training stattgefunden hat, würde ich evtl. nochmal ein Gespräch mit dem Jagdpächter suchen, ihn informieren das man an dem Problem gearbeitet hat und der Hund nun zu jederzeit kontrollierbar ist.

Ganz wichtig ist, das der Hund keinen Jagderfolg mehr hat. Jeder Jagderfolg ist ein Schritt in die falsche Richtung ;)

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    • Jagdtrieb artet immer weiter aus

      Wer von mir und Amy weiß, der weiß wahrscheinlich auch, dass sie einen extremen Jagdtrieb hat.  In der Vergangenheit (sie ist jetzt 5 ) ist es vielleicht 4  Mal vorgekommen, dass sie draußen einem Tier wirklich hinterher gegangen ist. Für gewöhnlich bin ich verantwortungsbewusst und lasse es nicht so weit kommen. Die paar Mal waren blöde Ausrutscher. Menschen sind halt doof und machen Fehler.  
      Einmal ist sie einem Kaninchen hinterher, da wusste ich noch nicht, dass ihr Jagdtrieb so ist. Sie war noch ein Junghund.
      Dann ist sie irgendwann noch mal einem Kaninchen hinterher. Sie war an der kurzen Leine, es war sehr unerwartet, ich war sehr abgelenkt und sie hat mir dabei die Leine aus der Hand gerissen und meine Hand verletzt. 
      Und einmal ist sie einer Gruppe Rehen hinterher gehetzt und war eine Stunde verschollen. 
      Und beim letzte mal ist sie Wildgänse jagen gegangen obwohl sie vorher nie Gänse gejagt hat. Die waren echt weit weg und Amy ist plötzlich einfach abgedüst. Ist dann in einen Stacheldrahtzaun gerannt, hat sich überschlagen und kam darauf hin zurück. Da war sie nur sehr kurz und in Sichtweite weg. Trotzdem ziemlich blöd!  Das ist mittlerweile aber alles schon ein ganzes Weilchen her.
      Desweiteren hatte sie einmal in der Wohnung einen Jagderfolg. Sie hat in der Wohnung von meiner Mutter die Nachbarskatze, die durchs gekippte Fenster rein kam, gepackt und wollte sie töten. Mit drei Mann haben wir es geschafft ihr die Katze wieder aus dem Maul zu nehmen. Da war Amy noch nicht einmal ein Jahr alt und trotzdem meinte sie es wirklich ernst!    Von Anfang an habe ich viel mit Amy gearbeitet. Habe versucht den Jagdtrieb in die richtigen Bahnen zu lenken. Habe verschiedene Trainer aufgesucht. Verschiedene Methoden ausprobiert.  Doch bisher hat nie etwas wirklich richtig geholfen. Teilweise wurde es besser aber dann immer wieder schlimmer.    Zur Zeit bin ich wieder an einem Punkt, an dem ich nicht weiß wie es weiter gehen soll. Dabei sah es vor ein paar Monaten noch recht in Ordnung aus. Jetzt wird wieder nur die Gegend gescannt, alles fixiert was sich bewegt und ein Tier sein könnte. Ihre Körpersprache sagt sie ist jederzeit bereit fürs Hetzen. Kommt dann tatsächlich ein Tier vorbei hängt sie in der Leine und ist nicht mehr ansprechbar. Eigentlich egal was für ein Tier (außer bei gewöhnlichen Vögeln, da ist es nicht so schlimm).  Gestern zu Besuch ist Amy fast durch eine Glasscheibe (Gartentür/Fenster) gekracht weil auf der Terrasse eine Katze vorbei lief.    Ich weiß einfach nicht mehr was ich noch machen soll. Von Jahr zu Jahr wird es schlimmer anstatt besser.  Wenn ihr noch irgendwelche Ideen habt dann bitte her damit.  Oder wenn ihr Trainer kennt, die wirklich, wirklich gut in diesem Bereich sind, dann auch her damit. 

      Danke. 
         

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      Guten Morgen, das wird jetzt etwas länger, aber vielleicht mag ja wer mitlesen. ich habe ja schon öfters geschrieben, dass Minos bei allem was schnell ist von klein auf ausgelöst hat. Fahrradfahrer, Jogger, Walker - gut, die sind jetzt nicht sooo schnell, das ist alles kein Thema mehr. Im letzten Winter hat er dann auch die Fährten von Wild richtig wahrgenommen und ist mir 2, 3 Mal abgedüst, dann aber auch wiedergekommen. Das Längste was er weg war waren 2 Minuten. Ich habe ihn dann vom Rudel ausgeschlossen, was ihm dann auch eine Lehre war. Heute Morgen waren wir schon früh unterwegs. Unser Weg führte am Kanal entlang einen Feldweg hinunter. Vor uns sprintete ein Feldhase los, Minos hinterher. Ich habe ihn gerufen, NULL Reaktion. Ich habe mich dann umgedreht in der Absicht zu gehen (das war vielleicht eine Minute später) und auf einmal stand Minos auf dem Feldweg, ein paar Meter von mir weg und verharrte. Er wusste genau, was ich in dem Moment von ihm gehalten habe und genau das habe ich ihm dann auch gesagt: "A....lo..". Wieder habe ich mich umgedreht, habe ihn ohne weitere Ansage stehen lassen, habe Fly zu mir gerufen und wir sind dann gegangen. Ich habe mich nicht umgedreht, weils mir in dem Moment egal war, ob er mir folgt. Fly sah das genauso. Nach ungefähr 200, 300 Metern (wir waren außerhalb des Sichtbereichs von Minos, weil wir um eine Kurve mussten), habe ich dann gepfiffen und Fly zeigte mir an, er kommt. (Sie drehte sich in bestimmten Abständen immer wieder um) Irgendwann merkte ich, dass Minos unmittelbar hinter mir war, da ließ ich ihn auch. Wir kamen dann Richtung Wildwiese und vor mir sah ich ein Reh die Straße überqueren und in dieser Wildwiese verschwinden. Mit Absicht habe ich ihm hinterher geschaut. Es hoppelte dann weiter und auch hier habe ich mit Absicht weiter hinterher geschaut. Minos reagierte nicht und das Reh verschwand. Ich habe dann noch 2 Minuten gewartet und Minos in die Wiese geschickt. Ich wollte wissen, ob er das Reh tatsächlich nicht wahrgenommen hat oder ob er sich nun auf Spurensuche macht und genau das tat er. Er blieb aber im Sichtbereich und "kreiste" dann an einer Stelle. Hier rief ich ihn dann ab, er freute sich wie doof, weil er wieder Ansprache von mir bekam und Lob und dann ließ ich ihn wieder mitlaufen. Dritte Wiese. Hier tobt Minos immer gerne. Tja und damit scheuchte er dann ein Kaninchen auf. Es gab einen kurzen Sprint von 50 m, ich rief und er kam. Was mich wundert ist, warum löste das Reh nicht aus? War er wirklich noch so beeindruckt, dass ich ihn hab stehen lassen? Im Winter haben wir ein verletztes Reh gefunden, was nur 2 m von uns weg lag. Liegende Rehe interessieren ihn nicht und da löst auch nichts aus. Das heutige Reh hüpfte aber durch die Wiese und es war wirklich nicht weit weg. Gibt es das, dass der Auslöser nicht unbedingt vom Wild ansich abhängig ist, bzw. von der Geschwindigkeit? Katze löst auch aus bei ihm, wobei auch hier wieder nur eine rennende Katze; eine die sitzt interessiert ihn nicht. Ich denke jedenfalls, alles in allem sind wir noch nicht perfekt, aber es wird besser, Minos zu kontrollieren. Hoffe ich jedenfalls.

      in Körpersprache & Kommunikation


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