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Hundeforum Der Hund

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Ich hoffe, ich bin hier in der richtigen Rubrik...

Ich habe seit über drei Wochen einen Hund in Pflege, der aus katastrophalen Verhältnissen kommt:

Wuffi kam tagelang nicht raus, wurde sehr schlecht ernährt (wenn überhaupt).

Sie eine siebenjährige pyrenäische Schäferhündin, ein wahres Energiebündel, aber völlig verschüchtert, lieb und anhänglich, ungezogen.

Wuffi kenne ich seit sie Welpe ist und habe immer wieder versucht, sie von dort, wo sie lebt, rauszuholen.

Die Halterin ist im Krankenhaus- eine Folge der Mißstände dort im Haushalt (Messi, Dreck etc...)

Als erstes habe ich Wuffi der Tierärztin vorgestellt, weil sie kleine Ekzeme hatte, an denen sie herumbiß, mache regelmäßige Spaziergänge (sie ist sehr wohl "stubenrein", wenn sie genügend rauskommt), aber weil sie so wenig sozialisiert ist, fürchtet sie sich vor jedem Geräusch, will jedes Auto, jeden Fahrradfahrer, jeden Hund anspringen.

Ich habe sie jetzt bei einer Hundeschule angemeldet, weil ich einfach nicht weiß, wie ich damit umgehen soll und das Gefühl habe, daß ich selbst immer nervöser werde.

Weil es ihre Überlebensstrategie war, klaut Wuffi alles Eßbare, was nicht niet und nagelfest ist.

Und irgendwas ist mit einem ihrer Hinterläufe: irgendein Gelenk "springt" da (so sagte mir die Tierärztin), was zwar noch nicht schlimm wäre, aber ich kann mit ihr nicht länger als 20 Minuten Gassi gehen, dann fängt sie an, zu hinken, bzw. auf drei Beinen zu hoppeln. Das ist für sie viel zu wenig, sie müßte eigentlich die Möglichkeit haben, irgendetwas zu tun...da ich aber selbständig und von Ladenöffnungszeiten abhängig bin, kann ich ihr nicht mehr bieten, und habe immer das Gefühl, nicht genug für sie zu tun- sie ist die allersüßeste Hündin der Welt...

-ihr seht, es sind jede Menge "Baustellen"...

Und dazu kommt noch, daß Wuffi wahrscheinlich wieder zurück muß... :wall:

In all diesen Dreck und Müll.

Ihr Frauchen liebt sie, keine Frage, aber sie kann sich nicht kümmern.

Das hiesige Veterinäramt sieht da keine Chance, die Tiere zu vermitteln (es sind auch noch drei Katzen/Freigänger da).

Ich bin grade ein bißchen überfordert und hilflos... :???

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Hallo, Vero2!

Ich finde es erst mal super, dass Du Dich so kümmerst um Deinen Pflegling und sie auf eigene Kosten dem Tierarzt vorgestellt hast. Hoffentlich lässt sich so schonmal die Hautgeschichte (evtl. Demodex - Milben?) und die Lahmheit diagnostizieren und behandeln.

Falls sich über den Amtsweg nicht vermeiden lässt, dass sie wieder zurückkommt, gäbe es vielleicht noch die Möglichkeit, dass Du weiterhin für die Hündin da sein kannst und ihr so gut es geht hilfst.

Zum Punkt Ämter u. Vorraussetzungen zur Wegnahme des Hundes können andere sicher Informationen beisteuern.

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Ich habe mir dazu überlegt, daß ich sie dann vielleicht tagsüber zu mir nehme und nachts dort lasse...???Aber ist das denn nicht zuviel Hin-und Her für sie?

Ich war auch bei der Tierheilpraktikerin wegen Wuffis Angstzuständen...die meinte, daß ein Hund durchaus zwei Bezugspersonen haben könnte.

Das ist sie, mit "Sommerfrisur" (war nicht meine Idee):

img29227geawr8jdt.jpg

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(bearbeitet)

So ein süsses Mädchen!!

Hängt sicher sehr vom Individuum ab, wie es damit umgeht. 2 Bezugspersonen sind sicher kein Problem - es fragt sich nur (abgesehen davon, dass der HH zustimmen muss), welchen Bezug sie zu ihrem eigenen Zuhause hat :??? und ob sie dann nicht evtl. lieber bei Dir ist, da Du Dich viel mehr und liebevoller mit ihr befasst (edit: das ist nur eine Vermutung) ?!

Ich denke, es kommen später noch Anregungen - jetzt am So bei dem tollen Wetter werden wohl viele User draussen unterwegs sein!

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Danke für die schnelle Antwort- ist klar, daß viele draußen sind... :)

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Frag doch mal vorsichtig bei der HH nach, ob sie nicht doch den Hund abgeben möchte. Ich glaube wirklich, dass sie den Hund liebt. Aber sie muss doch erst mal ihr eigenes Leben in den Griff kriegen.

Der Hund leidet doch auch unter den chaotischen Zuständen. Sueht man ja alleine da dran, dass das Problem mit dem Gelenk jetzt erst festgestellt wurde. Ich würde alles daran setzen den Hund zu behalten.

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Was genau sagt denn das Veterinäramt dazu? Wenn die Frau im Krankenhaus ist, weil sie allein nicht mehr klarkommt, dann muss es doch die Möglichkeit geben, für die Tiere ein anderes Zuhause zu finden. Und wenn du die Hündin nehmen würdest, wäre dieses Problem doch gelöst! Und weshalb soll man für die Freigängerkatzen nichts anderes finden? Oder kann sie wenigstens für die sorgen?

Sie tut mir natürlich sehr leid, sie kann nichts für diese Zustände - aber das kann nicht auf dem Rücken der Tiere ausgetragen werden.

Alles andere, vor allem ihre Verhaltensprobleme, jetzt in Angriff zu nehmen, halte ich für mittelmäßig sinnvoll. Ich würde das erst machen, wenn geklärt ist, wo die Kleine in Zukunft leben soll. Es bringt doch nicht wirklich was, mit ihr jetzt in die Hundeschule zu gehen, wenn sie bald wieder in ihr ursprüngliches Leben zurückkehren muss.

Oder klärt sich diese Frage demnächst? Du schreibst ja, dass sie "wahrscheinlich" wieder zurück muss.

Irgendwie ist das alles so halbgar.

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Ich tue auch alles Mögliche, um Wuffi zu behalten.

Die HH ist eine meiner Schwestern, sie gibt den Hund NIE ab. Nicht freiwillig.

Ich kann höchstens versuchen, möglichst viel Einfluß zu behalten.

Aber im Moment ist Wuffi ja bei mir.

Ich möchte schon, daß es ihr gut geht (ich denke, das mit meiner Katze Cleopatra und Wuffi bekomme ich irgendwann hin).

Ich fürchte eben nur, daß ich Wuffi nicht wirklich gerecht werde- sie ist ja als Hütehund überhaupt nicht ausgelastet!

Andrerseits schläft sie sehr viel...

Und ich brauche auch Rat oder immer mal wieder eure Meinung zu diversen Themen.

Z.B. steht eine Zahnsanierung an (Gingivitis mit Zahnfleischbluten), sowie das leidige Thema "Impfen"...

Am Dienstag bekomme ich die Werte des geriatrischen Blutbildes, möglicherweise gibt das Aufschluß über diese Hautgeschichte...

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@ Kerstin:

Es ist richtig "halbgar", es ist gar nichts geklärt.

Auf die Lebensumstände der HH einzugehen kann ich hier nicht.

Ich gehe in diese Einzelstunden beim Hunde-Trainer, weil ich nichts falsch machen möchte und ich muß sie schon ein bißchen erziehen (was auch im Kleinen geling), weil ich sie täglich mitnehme in den Laden und sie auch auf ein paar Kommandos hören sollte, das würde das Gassi-Gehen auch sehr erleichtern! ;)

Das Veterinäramt sagt, ich dürfe ihr den Hund nicht wegnehmen, ganz klar und eindeutig, es sei denn, er würde gequält werden.

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Hm, so wie du das Ganze beschreibst, ist es für mich etwas unverständlich, dass das Veterinäramt nicht eingreifen kann. Du schreibst, dass die Hündin kaum Auslauf bekommt, schlecht bis gar nicht ernährt wird, Ekzeme und ein Problem in der Hinterhand hat, was offenbar beides nicht tierärztlich behandelt wird etc.

Auf jeden Fall würde ich mir das alles von den Tierärzten schriftlich geben lassen, ebenso von Hundetrainer/Tierheilpraktiker!

Dass die Besitzerin deine Schwester ist, macht die Sache vermutlich noch etwas schwieriger.

Meinst du denn, deine Schwester würde sich auf eine Art "Dogsharing" einlassen? Klar, so einen Hund auszulasten ist nicht immer leicht, aber eine Verbesserung wäre es für die Hündin allemal. Du musst eben für dich selbst entscheiden, ob du das leisten kannst.

Ich würde auf jeden Fall vor allem auch im Hinblick auf ihre Gelenkprobleme auf Nasenarbeit/Denkspiele setzen.

Ich finde es übrigens gut, dass du Einzelstunden beim Hundetrainer nehmen willst, das klingt für mich schon besser als Hundeschule allgemein.

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