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Hundeforum Der Hund
Mita-Bone

Sterilisation beim Rüden

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Hallo, wir haben 2 unkastr.8jährige Shepherdhündinnen & ein 6Monate altes amerikanisches Kurzhaardackelpärchen ohne Jagdtrieb, sowie eine 8jährige Maremmahündin kastriert als Pflegehund solange der Besitzer im Ausland ist, dies seid 1Jahr.

Da wahrscheinlich im Sept.die nächsten Läufigkeiten anstehen geht es aktuell darum Erfolgreiches decken durch den Kurzhaardackelrüden zu verhindern.

Ich bin bei dem jungen Rüden gegen Frühkastration, Hormonchip kommt nach Rücksprache mit der Pharmafirma ebenfalls nicht mehr in Frage,da sich in beiden Fällen sofort die Wachstumsfugen schließen und weitere normale physiologische & psychische Entwicklung des Rüden nicht mehr möglich ist.

Sein Verhalten ist einwandfrei, meine Position im Rudel wurde noch nie angezweifelt, alle 5 hören auf's Wort.

Ich habe mich gestern sehr mit Tierarzt herumgestritten der meinte ich sollte nicht soviel Theater um mögliche Kastration des Rüden machen...da bin ich anderer Meinung...warum werden pauschal Rüden in 90%der Fälle eigentlich kastriert und nicht sterilisiert auch wenn sie ein völlig unproblematisches Verhalten zeigen?

Ich habe herausgehört das es die einfachste & schnellste OP ist, aber den kompletten Hormonhaushalt des Rüden als wichtiges Kommunikationsmittel stillzulegen kann doch nicht pauschal immer die beste Lösung für sein ganzes Hundeleben sein nur weil die meisten Tierärzte lieber kastrieren ?!

Gibt es also in diesem Fall Gegenargumente gegen Sterilisation des Rüden oder hat jemand mit einem Rudel und unkastrierten Hündinnen und sterilisiertem Rüden Erfahrungen?

Mir sind meine Hündinnen jetzt einfach zu alt um ihnen eine OP zuzumuten wobei es ja hier darum geht den Rüden daran zu hindern erfolgreich zu decken, die Kurzhaardackelhündin würde ich nicht vor der 3 Läufigkeit kastrieren lassen ....danke im voraus für Meinungen und Ratschläge :-)

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Ich würde weder das Eine noch das Andere machen. Einfach die Hunde nicht unbeaufsichtigt lassen.

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Ich habe herausgehört das es die einfachste & schnellste OP ist, aber den kompletten Hormonhaushalt des Rüden als wichtiges Kommunikationsmittel stillzulegen kann doch nicht pauschal immer die beste Lösung für sein ganzes Hundeleben sein nur weil die meisten Tierärzte lieber kastrieren ?!

Gibt es also in diesem Fall Gegenargumente gegen Sterilisation des Rüden oder hat jemand mit einem Rudel und unkastrierten Hündinnen und sterilisiertem Rüden Erfahrungen?

:winken:

Du hast es selbst beantwortet ;-) Einfach, endgültig, "bequem" ...

Leider möchten heute viele kein "normales Hundeverhalten" mehr. Dann lieber ein ewiges "Welpi" etc. Früher war es absolut üblich "nur" zu sterilisieren. Es gab deutlich weniger Nebenwirkungen (für die Hunde mein ich jetzt ;) )

ABER: Dein Hund ist dann nicht als zeugungs-unfähig zu erkennen. Du musst dann einfach mehr Aufklärung leisten ...

ICH finde die Idee gut, zumal das "Eier-ab" ja jederzeit noch möglich wäre, falls irgendwelche (medizinischen) Gründe kommen.

lg

Yvonne

ps.: Verhalten wird er sich, als sei er unkastriert ;-) Aber auch davon gibt es jede Menge wohlerzogene, die NICHT ständig Aufreiten, Ab-/Durchdrehen usw.

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Sehr viele Züchter halten mehrere verschieden alte Hündinnen und intakte Rüden und die kriegen nicht jedesmal alle vom eigenen Rüden Welpen ... ich würde auch einfach trennen. Der Rüde lernt damit zu leben, sich nicht permanent aufzuregen.

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Er wird ja auch nicht "decken" sollen, wenn er sterilisiert ist (erhöhte Gefahr der Gebärmutterentzündung, Stress für alle Beteiligten, Möglichkeit des Zusammenwachsens der Samenstränge und damit doch plötzliche Vaterschaft)

Wozu erst eine unsinnige OP machen?

Ich habe eine kastrierte und 2 intakte Hündinnen und einen potenten Rüden (der auch schon gedeckt hat, also quasi schon "Blut geleckt" hat.

Nachts kommen die Hündinnen, dann in die Box, tagsüber werden sie nicht unbeaufsichtigt zusammen gelassen, das funktioniert bestens.

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Also ich habe zwar keinen Rüden sondern ein Weibchen, aber diese würde ich auch nicht kastrieren lassen. Evtl. nur sterilisieren.

Ich persönlich finde es einfach egoistisch/unüberlegt vom Besitzer, dem Tier die Geschlechtsteile zu entfernen, da sie den Hund "verrückt" machen und er dann nicht auf den Besitzer hört, weil ihn die ganze Situation so "stresst".

Ich selbst mache mit dem Hund nichts, was ich auch nicht mit mir machen lassen will.

Liebe Grüße, Hanabi

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Nunja... wenn ein Rüde wirklich sehr unter Strom steht und im Wohngebiet mit etlichen Hündinnen, die permanent läufig sind (eine ist immer grad "dran"), der Rüde kaum noch frißt, sabbernd von einer Pippi-Stelle zur nächsten rennt, nicht zur Ruhe kommen kann....

....dann finde ich es egoistisch /unüberlegt, den Hund NICHT zu kastrieren, nur weil man derjenige sein will, der einen "ganzen Kerl" hat......

Es gibt immer begründete (gut begründete!) Einzelfälle....

Aber in diesem Fall sehe ich weder in der Sterilisation noch in der Kastration einen Sinn.....

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Wir haben hier im Tierheim mehrere unkastrierte Rüden und bis vor ein paar Tagen eine läufige Hündin (sie wurde trotz Läufigkeit kastriert, da die Eierstöcke voller Tumore waren).

2 Rüden waren den ganzen Tag bei der Hündin (sie hat keinen an sich ran gelassen), dem einen wars schnuppe, der andere war am Durchdrehen.

Ununterbrochen hat er versucht sie zu decken, aber wir konnten ihn nicht separieren, weil nichts mehr frei war und die Chefin nicht wollte, dass wir über Tag das Büro zusperren (da war er über Nacht).

Er hat in der Zeit Menschen gebissen, wurde selbst von der Hündin gebissen, hat keine Sekunde locker gelassen - immer auf sie drauf.

Und die arme Omi musste drunter leiden. Und meine Hand auch :kaffee:

Wenn wir ihn doch mal eingesperrt haben ist er ununterbrochen gegen die Tür gerannt, hat geheult, gebellt usw, also das volle Programm. Zumal er es natürlich gehasst hat und direkt geschnappt hat, wenn man ihn ins Büro bringen wollte.

Ganz ehrlich, wäre das mein Hund, ich würde ihn kastrieren! Also unseren Rüden hier, nicht deinen!

Bei deinem würde ich einfach mal eine Läufigkeit abwarten und gut aufpassen :)

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Der kastrierte Rüde unserer Untermieterin steht in dieser Zeit trotzdem unter Strom,sabbert,frißt nicht und deckt wenn er Gelegenheit bekommt. Demnach hat er "Streß",trotz Kastration. Der kleine Rüde hängt sehr an "seiner",Hündin und jault jetzt schon ohne das sie in der Hitze ist wenn man die Zwei trennt.Daher kann mir nicht vorstellen das es möglich sein soll in 1Haushalt den Rüden dauerhaft von 3 unkastrierten Hündinnen fernzuhalten ohne das einen das Gejaule wahnsinnig macht.Wie gesagt es werden ja auch nicht immer alle gleichzeitig heiß, damit meine ich das sich der Zeitraum von 3bis 9Wochen ziehen kann. Solange soll ich dann den Rüden in einem Haushalt von den Hündinnen fernhalten,naja, da bezweifele ich das dies funktioniert,gerade Dackel haben enorme Willensstärke und sind sehr flink ;-) Wenn er sterilisiert ist kann nichts passieren,sind die Hündinnen in der Standhitze wird er nicht durchdrehen müssen weil er ja darf und richtet dabei nichts an....Bei Frauen wird ja auch keine Total-OP befürwortet "nur" weil sie unter dem prämenstruellem Syndrom leiden oder ?! Wenn Rute oder Ohren kupiert werden gibt es reihenweise Aufschreie das die Tiere nicht mehr "natürlich" kommunizieren können,aber die Wegnahme der Geschlechtsorgane bzw.der Hoden als Hormondrüse ist wohl ok? Naja,ich will nicht pauschalisieren&mir nur wünschen das mehr individuell entschieden wird und bin absolut gegen unkontrolliertes vermehren....vielen Dank für alle Meinungen zu diesem Thema

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Ich habe zwei intakte Hunde, meinen Rüden - mittlerweile 8 Jahre alt und die kleine, ca. 10 Monate alt. Die erste Läufigkeit haben wir schon hinter uns.

Ich habe gut aufgepasst, sprich die Hunde immer getrennt - selbst wenn ich nur auf die Toilette gegangen bin, auch schon vor der Standhitze.

Die Standhitze selber war für meinen großen natürlich schon ein wengerl anstrengend - aber die paar Tage hat er gut überstanden (und auch währenddessen normal gefressen etc.). In der Standhitze sah es bei mir aus wie little Fort Knox :)

Somit - es kommt natürlich auf den Hund an, aber ich würde in dem Fall nicht an eine Sterilisation noch Kastration denken.

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