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Hundeforum Der Hund
Charlyman

Altersschwacher Dackel - ich weiß nicht mehr weiter

Empfohlene Beiträge

Liebe Hundefreunde,

ich bin schon lange ein stiller Leser von diesem tollen Forum und habe bemerkt, dass man hier echte Hilfe und Mitgefühl erhält.

Nun wende ich mich an Euch, da ich nicht mehr weiter weiß.

Ich bin mit Hunden aufgewachsen und habe schon viel erlebt, mein erster Hund ein Pudel ist mit fast 18Jahren eingeschlafen, mit alten Hunden kenne ich mich also ein bissl aus.

Vor 7 Jahren habe ich den liebsten Rauhhaardackel, den ich auf der Welt kenne von meinen Großeltern "geerbt", es war ihr letzter Wunsch, den ich ihnen natürlich erfülle.

Nun ist mein geliebter Charly schon über 16Jahre alt, hat eine Niereninzuffiziens, ist aber gut mit Medis eingestellt, leichte Herzgeräusche, ist taub, fast blind und hat Spontilose in der HWS und LWS, deswegen schwächelt auch seine Hinterhand gewaltig. Aber er war noch nie der große Läufer.

Letztes Jahr ist er dem Tod nochmal von der Schippe gehüpft, da er die Impfung nicht vertragen hat, habe sein Futter umgestellt, er bekommt natürlich keine Imfung mehr, und bekommt viele Kräuter etc. für diewerse wehwechen.

Da wir jetzt in unser Haus umgezogen sind, hat er seinen Garten und ich muss ihn nicht mehr um den Block zerren, eigentlich richtig schön für den alten Herren, aber er wird immer schwächer...

Er frisst nur noch ganz ausgewählte selbst gekochte Sachen, er findet manchmal seine Näpfe nicht oder fällt drüber/rein. Er pullert viel rein, manchmal auch Kot.

Er schläft natürlich viel, aber abends wird er unruhig und er dreht sich immer. Setz ich ihn in den Garten dann läuft er kurz und setzt sich wieder hin.Er freut sich nur noch abends, wenn ich nach der Spätschicht heimkomm, schmusen ist auch schwer, denn er juckt sich immer so doll. Und er war immer so ein Verschmuster.

Schmerzen scheint er nicht zu haben und organisch ist alles vom Tierarzt abgeklärt, er jammert auch nicht.

Aber mich jammert es immer mehr ihn so zu sehen, er verfällt immer mehr und ich kann mir einfach nicht die Frage beantworten, ob er noch Lebensqualität hat.

Lasse ich ihn leiden aus Egoismus oder hat er noch ein bisschen Lebensfreude und ich würde ihn umbringen, wenn ich ihn einschläfern lassen würde??

Was meint Ihr dazu?

Was habt Ihr für Erfahrungen gemacht?

Ich will nur das beste für Charly, ich hoffe, Ihr versteht mich.

LG Ein trauriges Frauchen

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Hallo und herzlich Willkommen bei uns im Forum,

auch wenn dein Schreiben ein trauriger Anlass ist. :knuddel

Es ist immer ganz schwer zu sagen, wann der Zeitpunkt gekommen ist, seinen Freund gehen zu lassen.

Es ist auch für dich mehr als traurig, den Anblick jeden Tag vor Augen zu haben.

Ich hatte das gleiche Problem, als mein vorheriger Rüde alt wurde.

Bei uns hat allerdings das Schicksal ein wenig nachgeholfen. Auch er hatte eine Niereninsuffizienz, wo mir jeder sagte, irgendwann fällt er damit ins Koma. (Bei dir ist es ja anders, denn dein Hund reagiert auf die Medikamenten noch sehr gut, wie du schreibst :) )

Bei meinem Rüden kamen dann Herzprobleme ganz massiver Art dazu und da war für uns klar, dass er nun in eine Phase kommt, wo er wirklich leidet.

Ich schreibe dir das jetzt ganz offen und ehrlich und hoffe, dass du das so auch lesen und verstehen kannst. :)

Wenn ein Hund so alt ist und die Beschwerden so groß werden, man dann selber auch unsicher wird, ob es noch länger tragbar ist, ist vielleicht auch ein Weg, seinen Tierarzt aufzusuchen und ihn zu fragen, wie er die Situation einschätzt.

Er steht dir als "neutrale" Person zur Verfügung. Vielleicht kannst du, oder eine Person deines Vertrauens, den Weg mal machen?

Ansonsten drücke ich dich mal ganz feste. :knuddel

Viele von uns wissen, was nun in dir vorgeht.

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Vielen lieben Dank, liebe Fiona, für Deine direkte Antwort und Dein Mitgefühl :)

Mit Meiner Tierarzt stehe ich in engen Kontakt und sie antwortet mir immer das Gleiche, solange er noch frißt, besteht kein Anlass dazu und Ihr Kollege meinte sogar, er darf mir dazu keinen Rat geben, dass ist immer die Entscheidung des Besitzers :???

Dabei wollte ich doch nur von einer neutralen, erfahrenen emotional nicht involvierten Experten wissen, leidet er oder leidet er nicht...

Meine größte Angst ist, dass er ( wie ich von anderen Hundebesitzern schon gehört habe)dass er Nachts mit lauten ägstlichen Schwerzschreien weckt und wir nicht mehr entscheiden können sondern nur noch schnell in die Tierklinik und erlösen.

Leider sagt er es mir auch nicht,wie so oft beschrieben, sein Blick ist leer und früher hatte er den entzückensten Augenaufschlag, den man sich denken kann...

Viele liebe Grüße

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Was für eine schwere Entscheidung! :(

Ganz ehrlich, ich weiß es nicht!

Ich habe schon viele Hunde gehen lassen müssen, aber auch die, die wirklich richtig alt geworden sind, waren dann am Schluss so krank, dass ich mich nicht mehr mit Deinen Fragen quälen musste.

Eines würdest Du bestimmt nicht tun, "ihn umbringen", wenn Du ihn jetzt gehen lassen würdest.

Ach Gott, es tut mir leid, ich kann Dir nichts Hilfreiches sagen, Du kennst und liebst diesen Hund, versuche, in Dich rein zu hören, ich wünsche Euch, dass Du dort eine Antwort findest!

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Ich weiß es auch nicht. :(

Aber ich wollte auch nicht einfach so wieder gehen ohne dir die nötige Kraft und das innere Gefühl zu wünschen die dir zur richtigen Entscheidung verhelfen. Alles Gute dafür!

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Immer schwer zu sagen, Du musst auf Deinen Hund horchen, nichts anders wird Dir helfen. Auch wenn er Dich nicht mehr sieht, er wird viele Signale senden und Du wirst sie auch verstehen, denke ich. Man sollte die letzte Zeit intensiv gestalten und sich jeden Abend liebevoll verabschieden (bis zum naechsten Morgen), dann kann der Hund auch nachts für immer einschlafen, ohne dass Du dich schlecht fühlen musst.

Ich bin sonst ziemlich realistisch unterwegs, aber bei diesem Thema denke ich immer, fuer den Gehenden ist es auch wichtig, zu wissen, dass er Loslassen darf. Und das gilt auch für Hunde.

Quäle Dich nicht, sondern horche auf Deinen Hund - falsch wird Deine Entscheidung in keinem Falle sein, wenn Du sie mit reinem Herzen im Sinne des Hundes triffst.

Ich wünsche Euch schöne Augenblicke, bis es soweit ist und Dir viel Kraft, ihn irgendwann mit einem Lächeln auf die Regenbrücke gehen zu lassen.

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Das ist eine schwere Situation . Ich glaube Dein Hund ist so zwischen Himmel und Erde . Meine alten Tiere haben immer noch mal einen positiven und lebenswerten Aufschwung mit den Kräutermischungen von Dr. Schaette erlebt . Im Fall Hund , heißt das Präperat " Dog fit " . Vielleich erfährt er damit etwas Linderung und seine Seele kann den alten Körper irgend wann in Frieden verlassen . Alles Liebe Catrin

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Jetzt habe ich lange überlegt, was ich dir schreiben kann. Es ist eine so schwere Entscheidung, die dir niemand abnehmen kann.

Wirklich helfen kann ich dir nicht. Unsere Lara hat uns deutlich gezeigt, wann der richtige Zeitpunkt gekommen war. Aber sie war fast bis ganz zum Schluß fit.

Unsere Nachbarn hatten ein altes Pudelchen. Das hat ähnliche Symptome gezeigt wie dein kleiner Schatz. Sie haben gewartet und es später bereut. Andere können warten und die Natur nimmt seinen Lauf.

Ob dein Männlein leidet, kann hier niemand beurteilen. Du kennst ihn am Besten.

So gerne würde ich dir mehr sagen können. Aber das geht nicht. Was mir nur durch den Kopf geht und für dich mit Sicherheit richtig schwer wird, ist, dass du mit deiner Tierarzt noch diskutieren musst, ob sie den letzten Weg mit euch geht oder nicht. DAS wäre für mich richtig schlimm - und für dich sicherlich auch.

Auf jeden Fall wünsche ich dir die Kraft, die richtige Entscheidung zu treffen. Und es wird ganz sicher die Richtige sein, egal, wie du dich entscheidest.

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Oje, das sind schlimme Entscheidungen die oft getroffen werden müssen. :(

Wenn ich dich richtig verstehe, ist sein Blick "leer" geworden. Ich denke, daß man das als Zeichen werten kann, daß es genug für den Hund ist/sein könnte.

Ich wünsche dir viel Mut und Kraft die richtige Entscheidung zu treffen. :knuddel

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Das ist das schlimmste, was man als Tierhalter überstehen muß, und leider gibt es keine klaren Regeln und keine allgemeingültigen Antworten.

Fressen ist für mich alleine kein Zeichen für Lebenswillen, ebenso sind "leere Blicke" kein sicheres Zeichen dafür, dass der Hund sich aufgegeben hat.

Zu dem entscheidenenden Urteil gehören sooo viele scheinbar unwichtige Kleinigkeiten! Dinge, die man nur sieht, manchmal auch nur fühlt, wenn man sein Tier kennt und ihm sehr verbunden ist.

Ich kann Dir nur den Rat geben:

Versuche, Deine Situation von außen zu betrachten. Frag Dich, ob es nicht die Angst ist, ohne ihn weiter zu leben oder vielleicht auch davor, das letzte Bindeglied zu Deinen Großeltern zu verlieren. Gibt es noch ausreichend Momente, wo er Dir entspannt und zufrieden vorkommt? Aber wichtig ist: Entscheide nur, wenn Du Dir wirklich sicher bist. Denn Du wirst mit dieser Entscheidung weiterleben müssen. OHNE das Gefühl, ihn umgebracht zu haben, sondern mit der Sicherheit, ihm den letzten Weg würdevoll und friedlich gehen zu lassen. Wenn Du Zweifel hast, wirst Du Dir die Entscheidung nicht verzeihen.

Diese Entscheidung muß nicht in Deinem Kopf sondern in Herz und Seele stattfinden. Dann könnt ihr in Frieden Abschied nehmen!

Alles Gute Dir und viel Kraft!!!

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