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Hundeforum Der Hund
Willow

Australian Kelpie

Empfohlene Beiträge

Hallo,

ich bin schon seit längere Zeit Fan vom Australian Kelpie.... nur haben wir uns bisher nicht getraut, einen zu nehmen....

Jetzt haben wir seit fast 6 Monaten eine Labrador-Mix Dame bei uns und uns kam der Gedanke einen Zweithund aufzunehmen.

Das wäre dann vielleicht ein Australian Kelpie, kann uns einer was zu der Rasse aus dem Alltag berichten?

Wir wohnen eher ländlich, in einer sehr großen Wohnung (Haus wird noch gesucht) und haben beide Hundeerfahrung.

Allerdings sind wir keine großen Fans von Hundesportarten und sind eher viel in der Natur unterwegs und würden uns da an den Hunden orientieren was diese brauchen. Schafe gibt es bei uns zwar so keine, aber durch eine Bekannte habe ich von Workshops erfahren die regelmässig stattfinden. Das wäre uns sicher Ideal, denn wir haben vom Hüten leider keine Ahnung.

Ist ein Kelpie auch ohne Sport glüklich? Kann jeder Australian Kelpie was mit Schafen anfangen und ist er ohne unglücklich?

Kann jemand einen guten Züchter empfehlen?

Über Antworten würde ich mich sehr freuen :-)

LG Sonja

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Ooooho, mutig der Wunsch/ Gedanke.

Gut, vielleicht hätte ich auch gar nichts schreiben sollen, denn konstruktiv kann ich nichts beitragen ;)

Und da ich es ja auch nicht mag, wenn andere Hundehalter über meine Wahl des Familienhundes (Australian Cattle Dog) herziehen, erst recht...kleinlaut.

Aber der Kelpie ist doch noch ein Zacken "schwieriger".

Ich würde aber gerne auch etwas von Haltern dieser Rasse hören.

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interessante Rasse. Ich selbst habe Respekt vor diesen "Arbeitstieren". Vielleicht hat hier ja jemand einen Kelpie und kann was dazu schreiben.

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Ich kann Dir leider auch gar nichts dazu sagen, nur dass ich Kelpies total klasse finde (bin aber den ACD mit Haut und Haaren verfallen ;) ) Ich bin gespannt, ein oder 2 User mit Kelpie gibt es hier :)

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Ich habe ja im Hinterkopf auch immer noch den Kelpie. vielleicht wird unser nächster auch einer, wer weiß (Border und Kelpie bestimmt ´nen tolles Team).

bei meiner Züchter Suche bin ich auf einen gestoßen, der vor einen Wurf zu Therapiehunden hat ausbilden lassen und sie haben sich gut gemacht.

man kann sie also auch anders auslasten.

Wenn ich mich recht erinnere ist der Australien Kelpie ja in Australien auch als Familienhund gezüchtet worden, wirklich arbeiten tut vor allem der Working Kelpie. Wie gesagt genau weiß ich es nicht.

Ich seh es aber so wie mit unserem Border. Der braucht auch was zu tun, aber Schafe sind es nicht unbedingt. Das kann man auch ohne Hundeverein hinbekommen. Allerdings reichen ihm nur Spaziergänge nicht aus.

Ich bin ja persönlich kein Freund von Hüteseminaren, denn auch Schafe sind Tiere und nicht zur Bespaßung meines Hundes da.

Entweder ich habe Schafe für die ich Hunde brauche, dann macht es sinn es richtig zu lernen. Oder ich habe keine, dann "fixe" ich den Hund aber auch nicht an. Dann laste ich ihn anders aus.

Wie alt ist denn euer Labbi?

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Hallo Sonja!

Es gibt zwei Kelpies: Den Australian Kelpie mit FCI Anerkennung (AK) und den Working Kelpie (WK), der ohne FCI Anerkennung im Register des Working Kelpie Councils gezüchtet wird.

Ausserdem gibt es leider auch noch einige Mischungen vor allem aus Ungarn und der Tschechei, wo Hunde aus Schau- und Arbeitslinien miteinander verpaart werden, die Hunde aber dennoch FCI Papiere bekommen.

Mit Spaziergängen vielleicht mit Bällchenwerfen und ohne eine wirkliche Aufgabe sind BEIDE nicht geeignet. Der AK brauch normalerweise nicht unbedingt hüten. Manche haben noch Interesse an Schafen und einige sogar Talent. Aber sie sind schon so lange nicht mehr als Arbeitshunde gezüchtet, dass sie das nicht unbedingt brauchen. Trotzdem sind es keine bequemen Hunde! Meiner Meinung nach brauchen sie eine Aufgabe. Ob man dann Trickdogging, Fährtenarbeit oder sonstwas privat oder im Verein macht, ist den Hunden wurscht!

WK sind als Arbeitshunde zum Hüten gezüchtet. Da gehören sie hin und da sind sie glücklich. Sie können daneben AUCH Therapiehunde sein. Der Wurf, der an einer Studie über Therapiehunde bei Depressionen teilgenommen hat darf aber bei Züchter dennoch hüten. Falls Piflo die Australiana Hunde meinte. ;)

Wie man an meinen Nick erkennen kann, wohne ich mit Working Kelpies zusammen. Derzeit 4. Der Alltag ist lustig aber manchmal auch anstrengend. Ich hatte vor dem WK auch Hundeerfahrung. Wir hatten jahrelang ein dreiköpfiges Rudel und haben viel Hundesport gemacht und auch ausgebildet. Die ersten 1 bis 2 Jahre sind anstrengend. Beim einen Welpen mehr, beim anderen weniger. Man muss die richtige Balance zwischen geistiger Anregung und Ruhe finden. Dem Hund Grenzen setzen, ohne ihn zu gängeln (Kelpies hassen das!!!!). Kelpies reagieren so verdammt schnell, lernen schnell, laufen schnell, wachsen schnell! Man hat in der Aufzucht keine Zeit, darüber nachzudenken, wie man jetzt wohl reagieren sollte. Sprich: Kelpies sind etwas für Fortgeschrittene mit Hütehunden! Zum Beispiel sind Kelpies sehr selbständig. Sie laufen schon früh recht weit vom Hundeführer weg und haben auch kein Problem ausser Sicht zu sein. Andere Welpen kommen sofort gerannt, wenn Frauchen sich versteckt. Vergiss das beim Kelpiewelpen!

Kelpies sind einerseits sehr selbstbewusst und erscheinen anfangs teilweise angstfrei, anderseits sind sie sehr sensibel gegenüber dem Hundeführer und nehmen "ungerechte" oder zu harte Behandlung sehr übel! Die ständigen überschwenglichen Begrüssungsarien mit vielen feuchten Hundeküssen muss man mögen und manchmal nicht ganz sooo hundefreundlichen Besucher davor beschützen.

Wenn Du noch etwas wissen willst: Frag einfach!

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@workingkelpie: Hast ein paar Bilder von deinen Hunden ? Würde mich sehr daüber freuen.

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Bei "überschwengliche Begrüßungsarien" mußte ich doch sehr schmunzeln. Kommt mir sehr bekannt vor von unserer Rübe hier :D

Es ist echt interessant etwas über Kelpies zu hören, ich hätte z.B nicht gedacht, dass sie außer Sicht ihrer "Herde" / Familie laufen.

Das ist für unsere ACD Auri ein Unding, immer schön im Blick haben die Bengels und Damen....

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@Auri

Kelpies sind dafür gezüchtet in unwegsamen Gelände wie Busch, Gebirge oder Wald selbständig Schafe zusammenzusuchen und zum Besitzer zu bringen. Dafür müssen sie bereit sein, auf sich gestellt, selbständig Schafe zu holen und einen guten Orientierungssinn besitzen, weil sie oft einen ganz anderen Weg mit den Schafen zurückkommen, als sie zuvor beim Suchlauf vom Besitzer weg gelaufen sind. Ein Hund, der sich nicht ausser Sichtweite wagt ist da nutzlos, selbst auf unseren relativ kleinen aber doch dicht bewachsenen Weiden.

Unsere Hunde hüten auch NICHT uns! Das würde ich mir auch sehr verbitten. Ich bin kein Schaf! Sie machen zwar untereinander Hütespiele mit Anschleichen etc. aber kein Hund hindert einen anderen ernsthaft darab aus dem Rudel zu laufen. Kontrollierendes Verhalten hatten unsere Mischlinge deutlich ausgeprägter drauf.

@Graziella

Da sind Fotos: www.devilscreek.de

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@workingkelpie: super, danke, so wie eure Jazz so habe ich sie mir immer vorgestellt, wußte nicht, das es sie auch in schwarz gibt.

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    • Sofort zum Australian Kelpie…

      Hey Community,   folgendes ist mir passiert:   Ich habe seit etwa einem Jahr nach einem passenden Hund geschaut. Immer hin- und hergerissen, Bücher gelesen, mit Coaches gesprochen, Hundesitting betrieben und und und… Irgendwann war ich dann an einem Punkt, bei dem ich aufgehört habe zu suchen, weil ich dachte, dass es sowieso keinen "passenden" Hund gibt. Es war mir einfach zu viel "hol dir ja keinen vom Tierheim" und "auf gar keinen Fall einen Zuchthund", "pass auf reinrassige Hunde auf" sowie "ja kein Mischling!". Mir war klar, dass ich auf jeden Fall einen Welpen möchte, damit ich mich zu 100% auf ihn einstellen kann - und umgekehrt natürlich auch. Alles andere wird sich arrangieren. Ich kann ihn mit zur Arbeit nehmen, habe dort und auch zuhause dann viel Zeit für ihn. Keine Familie, sodass er sich komplett auf mich einstellen kann.   Als ich dann bei einem sehr guten Freund war, meinte der zu mir, dass ein Züchter aus der Nähe gerade einen Wurf gemacht hat und ob wir nicht mal vorbei fahren sollten. Gesagt, getan. Ich dachte mir, dass ich mich dann gut informieren kann, also sind wir hin. Mein Kumpel selbst hatte von ihm einen Cattle Dog, der sehr wohl geraten ist.   Als wir dort waren, war das alles andere als ein guter Züchter. Er hatte von einem 6er Wurf noch 2 Welpen übrig. Beide, so machten sie den Anschein, völlig verstört, von oben bis unten in Kot gesäht, eiskalt in einem Zwinger gehalten, natürlich gezittert und heiser gebellt. Wie das gerochen hat, möchte ich nicht weiter ausführen. Ein beißender Geruch, sodass ich ihn keine 10 Sekunden hochnehmen konnte. Auf dem ganzen Gelände müssen über 20 Hunde verteilt gewesen sein, denn an jeder Ecke wurde gemacht und getan - absolut keine Rede.   Ich war echt geschockt und habe nach der Mutterhündin gefragt, die er uns dann auch gezeigt hat. Eine reinrassige Australien Kelpie Hündin, angeleint und völlig überdreht. Ich denke sie wurde rein zum arbeiten verwendet. Mit ihrem Welpen konnte sie nicht sehr viel anfangen… Jedenfalls tat mir der Kleine so Leid, dass ich es nicht übers Herz gebracht hatte ihn länger dort zu lassen. Ich hatte mich bis dato nur von ihm beraten lassen, wie der Charakter des reinrassigen Australian Kelpie denn sei. "Familienfreundlich, behütend, treu, anpassungsfähig". Er war in der 12. Woche, in seinem Leben noch nie Gassi gegangen. Wir hatten abgemacht, dass ich noch eine Nacht darüber schlafe. Naja, zum Schlaf kam es nicht wirklich…   Wie dem auch sei - am nächsten Morgen bin ich dann direkt hin um ihn zu holen. Lediglich durch Beiträge und Videos kurzfristig informiert - die Basis war klar und hatte gepasst (aktiver Hund, viel Kopf- und Körperauslauf, wie viel war mir da aber noch nicht klar).   Es war natürlich abgemacht, dass er entwurmt und gechippt wird. Der Tierarzt hatte nichts dergleichen feststellen können.   Ich habe ihn jetzt die 4. Woche und außer dass er keine Lust auf stubenrein hat, ist bisher nichts auffälliges an seinem Verhalten zu erkennen. Auf der Arbeit wird er von allen geliebt, auch wenn er oft zwickt und natürlich verspielt ist. In der Hundeschule läuft es soweit auch ganz gut und die Trainerin hat ihn gerne dabei und zeigt Kommandos an ihm, weil er sehr schnell lernt und hört. Allerdings habe ich mich nun auch sehr in die Rasse eingelesen und lese eigentlich immer, dass er nur durch gezielten Sport und Turniere seinen erforderlichen Auslauf bekommt, wenn er schon keine Schafe hat, die er treiben kann. Jetzt ist er noch ein Welpe, allerdings habe ich die Angst, dass ich ihm später doch nicht gerecht werden kann, wenn 2 - 3 Stunden am Tag Auslauf nicht ausreichen werden.   Er kommt auch nach wie vor nicht wirklich zur Ruhe. Nur wenn ich ihn im Büro anleine, schläft er tief und fest, ohne sich zu wehren oder zu maulen. Laut Trainerin soll ich ihm Ruhe einfach beibringen.   Alleine sein klappt absolut gar nicht. Er wartet keine 10 Sekunden, bis er losbellt und nicht wieder aufhört. Auch hier gehen die Meinungen von "er muss es lernen und zwar jetzt und nicht später" bis hin zu "er ist ein Hütehund und braucht seine Herde" weit auseinander.   Daher die Frage(n): Hat jemand Erfahrung mit Australien Kelpies als Haushunde? Kann ich durch einen Test herausfinden, ob er ein AK oder WK ist? Könnte es auch ohne gezielten Sport wie Agility funktionieren? Denn wenn nicht, müsste ich mich jetzt um einen guten Besitzer kümmern. Das würde ich zeitlich nicht schaffen.   Ich bin um jeden Rat dankbar…

      in Der erste Hund


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