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Hundeforum Der Hund
Diaz

Großes Problem mit Fernsehen und Hund

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Also zuerst mal, ich weiss nicht ob ich richtig bin... wenn nicht bitte verschieben :)

Wir haben mit Diaz ein Problem, seit neustem ist es richtig extrem.

Abends gucken wir öfter zusammen einen Film im Wohnzimmer, ist ja auch alles schön und gut, wenn das Hündchen dabei nicht so einen krassen Stress hätte. Er guckt andauernd in den Fernseher, reißt die Augen auf, sobald er etwas sieht oder hört was ihm ANgst macht (Fahrrad, Kinder, Busse, Klingel usw) rennt er weg.

Nun gut, er bleibt dann aber nicht weg sondern kommt wieder. Dann sieht er wieder was und rennt wieder weg. So geht das 1,5 Stunden, er hechelt dabei sehr viel und legt die Ohren zurück (-> Angst, Stress). Wir wissen nicht was wir machen sollen. Heute habe ich ihn einfach mal in die Leine genommen sodass er liegen bleibt.

Es ist wirklich im Moment schrecklich, der Dicke kann sich kaum noch entspannen und wir haben keine Ahnung wie wir jetzt sinnvoll rangehen sollen? Habt ihr Tipps? War die Idee mit der Leine vielleicht garnicht so verkehrt? Nach 2 Versuchen blieb er liegen, guckte aber immer noch sehr ängstlich und hechelte viel....

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(bearbeitet)

Ich kenne das Thema ein wenig von unserer damaligen Afghanen-Hündin - allerdings war es dort verbellen alles tierischen, was im Fernsehen auftauchte.

Was geholfen hat war eine "Konfrontationstherapie" mit der lustigen Welt der Tiere. Das Video lief immer und immer wieder, wenn niemand was richtiges sehen wollte. Erst ohne Ton, dann immer lauter werdend bis auf Normallautstärke. Hat sehr gut geholfen, sie ist dann nur noch auf bellende Hunde im TV abgegangen, das war zu ertragen.

Wenn deiner richtig Angst hat würde ich den Fernseher vielleicht einfach mal durchlaufen lassen und nur den Ton wegschalten und dann auch mal nur Ton ohne Bild - er sollte eigentlich recht schnell merken, dass ihm von dr Hintergrundbeschallung nichts droht. Ähnliches Resultat hatte letztes Jahr ein Italien-Urlaub bei meinem schussscheuen Hund. Es war Jagdsaison und ab morgens 7 Uhr knallte es in der ganzen Umgebung in einer Tour. Die ersten beiden Tage war er noch sehr nervös, am Ende nach zwei Wochen haben ihn selbst wirklich laute Schüsse nicht mehr gejuckt.

Bete Grüsse

Christina

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ALso unser Fernseher läuft ehrlich gesagt den ganzen Tag... Ich hasse Stille. Also zu 80 läuft es tagsüber immer.

Oft auch ohne Ton, es ändert nichts. Im Gegenteil es wird immer und immer schlimmer :(

Das komische ist ja das es erst seit ein paar Wochen so schlimm wird, vorher hat es ihn nie gestört, er kam mal gucken wenn ein Hund gebellt hat und fand das interessant, heute rennt er nur noch weg bei s Geräuschen oder Bildern. Das ist wirklich schrecklich...

Wir dachten bei Konfrontation halt einfach das es mit der Leine ja so eine Art ist, er muss sich einfach damit auseinandersetzen und dadurch...

Auch jetzt läuft noch der Fernseher, wenn ich Diaz jetzt in meinem Zimmer lasse hechelt er fast nur und steht immer wieder auf will raus, kommt zurück legt sich hin, reißt die augen auf, sieht wieder was will weg, es stresst ihn so extrem und uns langsam auch...

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Hat sie das Problem denn nur bei Fahrrädern und den oben beschriebenen Geräuschen im Fernsehen, oder auch im alltäglichen Leben?

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Wenn es immer schlimmer wird, sehe ich nicht, wie das mit Konfrontation besser werden soll. Ein Hund unter derartigen Stress ist meiner Meinung nach nicht aufnahmefähig. :no:

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Wie alt ist Diaz denn?

Wir hatten das Problem mit Holly auch und zwar genau so extrem wie du es beschreibst, und zwar in der Eingewöhnungsphase in der Welpenzeit.

Normales Fernsehen war da auc nicht möglich wegen eine vergleichbare Reaktion.

Wir hatten da nur die Wahl sie langsam an das Medium Fernsehen zu gewöhnen.

Erstmal Ton recht leise, nur 15 Minuten lang Fernsehen bevor das Gerät wieder aus geht und zwar zu Urzeiten wo wir wussten das sie Aufnahmefähig ist.

Die Dauer und Lautstärke wurden dann langsam zu ein "normales" Level herangeführt wenn wir gemerkt haben das Holly ruhig bleibt.

Das ganze hat um die 2 Monate gedauert bis wir an einem Punkt angekommen waren wo wir ihne Probleme die Nachrichten am Stück gucken konnten, und vielleicht noch anschliessend das Wetter mitbekommen. Nach 3 Monaten ging dann auch schon mal eine zusätzliche Tiersendung und mittlerweile schläft sie beim Fernsehen, oder guckt mit.

Dazu muss ich allerdings betonen, wir haben einen recht kleinen Fernseher und den Ton nie lauter als im Vergleich die Lautstärke die man während ein ruhiges Gespräch so erreicht. Manche Tiere gewöhnen sich nie an sehr laute Töne in ihren direkten Lebensraum und manche Leute haben Fernseher und/oder Radio sehr laut eingestellt. Da muss man als Hundehalter dann vielleicht auch mal ein wenig zurückstecken und sich dem Tier zuliebe zufrieden geben mit etwas weniger Beschallung.

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Bei Angst mit Fluchtverhalten muss man aufpassen. Hunde neigen dazu sich immer mehr rein zu steigern! Das Fluchtverhalten ist extrem Selbstbelohnend. Mein Hund hat das beim Staubsauger gemacht und ich hab die ganzen Tipps mit Anfüttern etc. probiert. Damit ist es noch schlimmer geworden. So schlimm, das er sich mit 6 Monaten mal vor Schreck eingepinkelt hat.

Bei mir half nur Management. Der Hund muss bei mir auf seinem Platz bleiben und ich dirigiere ihn dann beim Saugen rum, damit ich nicht zu nahe komme. Das hilft sehr gut, da er sich durch das rumschicken auch nicht so reinsteigert.

Vorher sah es bei uns so aus (als ich noch die Ignorier-Taktik gefahren bin). Ich Sauge im Flur, Arni geht vom Wohnzimmer Richtung Flur, sieht mich und den Sauger und flüchtet. Das ging bei uns schon extrem Richtung Stereotypie. Was du schreibst hört sich auch stark danach an. Ich hab auch bei Arni jetzt manchmal das Gefühl, er weiß gar nicht so recht, warum er noch flüchtet, wenn ich mal verpasse zu managen.

Dieses Buch hat mir sehr geholfen, die Vorgänge zu verstehen:

http://www.amazon.de/Hab-keine-Angst-mein-Hund/dp/3861277603

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