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Crispis

Nach der ersten Läufigkeit bereits scheinträchtig, gibt es noch Hoffnung für die zweite Läufigkeit?

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(bearbeitet)

Hey! Weiß nicht, wie ich das Thema sonst bennenen sollte ;)

Meine Maus, Samstag 1 Jahr :klatsch: , war bis Mitte Mai läufig. Die Läufigkeit an sich verlief problemlos. Sie wurde danach leicht scheinschwanger.

Nun sagte der Tierarzt am Freitag, dass man gegen die Scheinschwangerschaft ankämpfen sollte, da sie wohl kurz vorm Milcheinschuss stand (Verhalten bis dahin aber einigermaßen normal)

Nun kriegt sie Contralac 2mg und ist ein anderer Hund geworden (unruhig, aggressiv, aufmüpfig, ständiges winseln etc etc)

Ich führe das entweder auf die Tabletten zurück, die sie nicht v0erträgt, oder einfach generell auf die hormonbedingten Schwankungen während der Scheinschwangerschaft.

Ursprünglich wollte ich Nala nicht kastrieren lassen......nun aber meine Frage: macht es Sinn, nach so einem Start nach der ERSTEN Läufigkeit lieber direkt zu kastrieren oder lieber die zweite Läufigkeit noch abwarten? Gibt es überhaupt ne Chance, dass es beim zweiten Mal unproblematischer abläuft?

Ich hab einfach Angst, dass ich nach der Kastration einen anderen Hund wiederbekomme :( Unsere Hündin damals war nach der Kastration zickiger, ruhiger und inkontinent :Oo

Momentan erkenne ich Nala aber auch kaum wieder und will natürlich das, was am Besten für sie ist!

Edit: Werde ihr die Tabletten heute nicht geben. Werde mir heute Pulsatilla D30 besorgen, das wurde mir von mehreren empfohlen. Morgen stelle ich sie eh der TÄ noch einmal zur Kontrolle vor und hoffe, dass sie das Contralac auch nicht mehr braucht!

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Die Scheinschwangerschaft sowie die Scheinmutterschaft sind keine Krankheiten, sondern absolut normale hormonelle Vorgänge und sicher kein Grund zur allzu großen Besorgnis.

Wenn es dem Hund dabei nicht ganz schlecht geht und er leidet, muss man auch nicht dringend in das Hormongeschehen eingreifen.

Die Aussage des TAs finde ich recht fragwürdig. Und einen Grund zur Kastration sehe ich auch nicht.

Ich würde noch mal Rücksprache mit einem anderen Arzt halten oder einen Tierheilpraktiker fragen, ob es nicht andere Möglichkeiten gibt, die Hündin zu unterstützen und die nächste Läufigkeit abwarten und den Hund gut beobachten.

Geht es ihr gut, hat sie Schmerzen oder kommt sie mit den Vorgängen im Körper gut zurecht.

Homoöpathische Mittelchen zur Unterstützung schaden sicher nicht und wäre immer meine erste Wahl, bevor ich da heftigere Mittel einsetze oder zu stark in den normalen Hormonhaushalt eingreife.

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also Schmerzen hat sie meiner Meinung nach nicht. Seit ihrer Läufigkeit ist sie ruhiger geworden und frisst schlechter, und findet junge, hormonstrotzende Rüden, die sie beschnuppern wollen doof.... aber ansonsten ein toller Hund....Sie war immer leicht scheinträchtig seit Mai, aber da meinte die TÄ auch, dass sei normal und sollte nur beobachtet werden....Nur jetzt Freitag scheint sie das Gesäuge wohl als sehr extrem empfunden zu haben und meinte, das müsse man behandeln....

und seitdem sie das Medikament bekommt ist sie ganz anders. Freitagabend die erste (halbe) Tablette und Samstag winselte und fiepte sie den ganzen Tag. Sie ist (besonders zum Abend hin) unruhiger, hechelt viel, geht von einem Schlafplatz zum nächsten, trägt ihre Spielsachen ins Bett (die sind jetzt weggeräumt) und das für mich auffälligste Verhalten ist ihre Reizbarkeit mir ggü.....besonders beim Spazierengehen ist es jetzt seit 2 Tagen so, dass sie plötzlich anfängt zu hecheln und mich angeht: anspringen, in Hände, Arme schnappen usw. Sie lässt sich da durch nichts beruhigen und pusht sich richtig auf. Ist da wie ein anderer Hund :(

Keine Ahnung, ob das mit dem Hormonpräparat zu tun haben könnte oder an der Scheinträchtigkeit liegt oder ganz andere Ursachen hat, aber da all das erst danach so extrem auftrat, habe ich mit Rücksprache der TÄ das Medikament heute abgesetzt und würde für mein eigenes Gefühl nun lieber Pulsatilla geben.

Die TÄ meinte nun aber, ich solle lieber nach der ersten Läufigkeit kastrieren, da Scheinschwangerschaft für den Hund stressiger ist als alles andere und die zweite Läufigkeit nun vermutlich auch so ähnlich oder schlimmer abläuft :(

Daher meine Frage, ob ihr das so bestätigen könnt oder ob die erste Läufigkeit jetzt noch keine Prognose für die Zukunft gibt?

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Also einige sagen ja das JEDE Hündin zu einem gewissen Maße scheinträchtig wird. Beobachtet hab ich ein Verhalten was dazu passt bei meiner aber noch gar nicht. Nur das die Rüden lange nach der Hitze noch INteresse an ihr hatten (aber nur bei der letzten Hitze).

Es gehört dazu und Mutter Natur hat sich schon etwas dabei gedacht und solange der Hund sich nicht quält (solche Fälle gibt es ja) sehe ich auch keinen Grund zu kastrieren. Man kann entgegen wirken indem man eben kein Spielzeug rumliegen lässt was sie in ihr "Nest" schleppen kann etc, hat bei einer Bekannten von mir gut geholfen.

Ansonsten klingt es von deinem Schreiben doch eher so als wenn die Tabletten wohl der falsche Weg waren und man es hätte einfach so belassen sollen oder?!

Die erste Läufigkeit ist kein Garant für die zukünftigen. Jeder kann anders ablaufen.

Und du schreibst ja selbst das sie ohne Tabletten keine Schmerzen ohne Probleme hatte, daher wäre das für mich Grund genug die nächste Hitze abzuwarten.

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Wie verhälst du dich während der Scheinträchtigkeit deiner Hündin?

Zunächst einmal gehört die Scheinträchtigkeit zwingend mit zum Zyklus einer Hündin.

Dies ist von der Natur aus als überlebenswichtig vorgesehen, damit bei Wegfall einer Mutterhündin eine andere Hündin deren Position und die damit für die Welpen überlebenswichtige Funktion des Säugens (und Aufziehens) übernehmen kann.

Leichte Anzeichen einer Scheinträchtigkeit sind also etwas völlig Normales im Zyklus einer Hündin.

Problematisch wird es, wenn diese Anzeichen sehr stark sind und zu einem Leiden der Hündin führen - hier sollte versucht werden, die äußeren Ursachen zu betrachten und evtl. zu minimieren.

Als Nicht-Hündinnen-Halterin kenne ich da diese Tipps:

- Spielzeuge (die als "Welpenersatz" fungieren könnten) sollten in der Zeit weggeräumt werden (was du ja schon gemacht hast)

- das Kraulen am Bauch (welches Hündinnen dann wohl gerne auch einfordern) sollte vermieden werden, weil dies einer "Massage" gleichkommt, welche den Milcheinschuss fördert

- Materialien zum "Nestbau" sollten auch möglichst nicht vorhanden sein (überflüssige Kissen, Decken o. Ä. nicht zur Verfügung stellen)

- zum "Ablenken" andere Beschäftigungen anbieten, z. B. besonders "tolle" Spaziergänge (am See schwimmen) die körperlich Auslasten, aber auch Kopfarbeit wie Suchspiele, Intelligenzspiele, Tricks beibringen - eben alles Dinge, die den Hund beschäftigen und den Fokus von der natürlichen Motivation, aufzuchtbereit zu sein, weg bringen.

Was ich jetzt bei dir ungewöhnlich finde:

1. Die Tabletten sollten das Gesäuge zurückbilden? Interpretiere ich das richtig? Sie haben aber dann die Scheinträchtigkeitssymptome deutlich verstärkt - waren also absolut kontraproduktiv. Ich wäre da auch sehr irritiert ... und würde einen 2. Tierarzt in Betracht ziehen

:think:

2. Interpretiere ich das auch richtig - seit MAI zeigt sie immer wieder Anzeichen von Scheinträchtigkeit? Über 2 Monate finde ich jetzt doch recht lang ... :think:

Auch hier fände ich eine 2. TA-Meinung angebracht.

Aber wie findet frau einen TA, welche/r der Kastration so differenziert gegenüber steht wie du selber und deshalb auch erst einmal nach Lösungsmöglichkeiten sucht, die eine Kastration vermeiden?

Ich überlege mal - und vielleicht wissen ja hier auch andere Foris Lösungsmöglichkeiten.

Bis dahin kannst du ja mal überlegen, ob vielleicht in deinem häuslichen Umfeld unbewusst Kriterien vorhanden sind/waren, welche diese Scheinträchtigkeitssymptome verstärkt haben könnten :)

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Hast ´ne PN :)

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Ja, so wie ich es verstanden habe ist Contralac ein Hormonpräparat, das den Milcheinschuss verhindert, das Gesäuge somit zurückbilden soll....im Internet habe ich es oft gefunden als Mittel bei Scheinträchtigkeit.

Ende Mai/Anfang Juni war ich mal beim Tierarzt und dort wurde mir bereits gesagt, dass sie leicht scheinträchtig sei, aber ich solle es nur beobachten. Da waren ihre Zitzen ziemlich vergrößert.

Mittlerweile sind ihre Zitzen nicht mehr an sich geschwollen, sondern eher das ganze Gesäuge ist dicker, wabbliger geworden. Darum meinte die TÄ am Freitag, man solle das nun behandeln. Offenbar stünde sie kurz vor dem Milcheinschuss.

Vor Samstag hat sie jedoch niemals dieses typische Verhalten gezeigt wie Spielzeug herumtragen usw. Erst Samstag (Freitagabend die erste Tablette) fing sie an grundlos zu winseln, zu fiepen und nimmt ihre Spielzeuge mit ins Bett (sie hütet sie nicht, aber sie legt sie ins Bett).

Dann kam Sonntag diese extreme Gereiztheit bzw Aggressivität mir gegenüber hinzu....

Die TÄ meint, es liegt nicht an dem Präparat, sondern sei auch ohne das Mittel aufgetreten. Trotzdem ist es natürlich komisch, dass das Mittel, welches helfen soll, alles verschlimmert?

Ich als Laie denke halt, dass ein falsch gewähltes Hormonpräparat bestimmt einige Verhaltensauffälligkeiten hervorrufen kann. Bei Frauen kann die falsch gewählte Pille ja zB auch zu Depressionen usw führen.

Die letzten 2 Wochen hatte ich Besuch.....ich hatte auch schon mal den Gedanken, ob die Tatsache, dass ihr Alltag so vollends durcheinandergeraten ist seit 2 Wochen und sie mich "teilen" musste, ggfs die Symptome verstärken können?

Nach meinen Berechnungen müssten ihre Welpen ja Anfang/Mitte Juli geboren worden sein. Das könnte das Anschwillen des Gesäuges ggfs erklären.

Fakt ist auf jeden Fall, dass erst seit Samstag, also nach der Erstgabe des Medikaments, ihr Verhalten sehr viel auffälliger geworden ist. Davor habe ich die Scheinträchtigkeit (außer an dem Gesäuge) nicht bemerkt.

Ich will ihr natürlich jeglichen Stress ersparen. War aber eigentlich eher gegen eine Kastration, da es immerhin keine kleine OP ist und ich Sorge habe danach einen anderen Hund zu bekommen :(

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Danke Skita, schau direkt nach :)

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Ach ja, ich vergaß:

Die Verhaltensänderung kann damit zusammenhängen, dass die Scheinschwangerschaft in Scheinmutterschaft übergegangen ist ;)

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Die Meinung, dass eine Scheinschwangerschaft dann immer auftritt ist m.E. überholt.

Wie im Humanbereich auch, pendelt sich die Läufigkeit der Hündin erst ein.

Gerade eine Kastra bei Hündinnen sollte schon gut überlegt sein.

Vielleicht hilft dir das - zum Thema gibt es ein gutes und aktuelles Buch :

Kastration und Verhalten beim Hund

Udo Gansloßer (Autor), Sophie Strodtbeck (Autor)

Und wenn mit einem Hormonpräparat behandelt wird, bringt das auch erstmal den ganzen Hormonhaushalt durcheinander - also würde ich wohl noch etwas abwarten und die Ratschläge der Vorschreiber berücksichtigen.

LG

Karen

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