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Hundeforum Der Hund
Shirek

An der Backe (hinter den Lefzen) hochziehen!?

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Für mich sind die Überlegungen den Namen nicht nennen zu sollen wenn ich z.B. ein Abbruchsignal an meinen Hund schicken muss, ... nun sagen wir mal.....totaler Quatsch.

Der Hund kommt im Idealfall als Welpe und bekommt einen Namen. Über die Zeit lernt der Hund dass er einen Namen hat und wie der lautet. Er lernt wenn dieser Name gerufen wird, dann will Herrchen/Frauchen was von mir.

Um einen Hundenamen negativ zu belegen müsste es ein ausgesprochen negatives Leben sein welches der Hund hat. Also Menschen die es schaffen würden den Namen des Hundes ins negative zu bringen, die sollten sich meiner Meinung nach von vornherein keinen Hund anschaffen.

Bei Menschen die allein mit dem Hund unterwegs sind und generell nicht so viel mit dem Hund sprechen mag das funktionieren. Dann hört es aber auch schon auf.

Es gibt viele Menschen die ihren Hund z.B. beim Gassi regelrecht zutexten. "Schau mal da hinten, da kommt ja der Barry,....jetzt musst du ganz doll lieb sein und nicht wieder bellen." Wenn man einem solchen Hund ohne Ansprache ein Kommando gibt, ist es absolute Glücksache ob er das auf sich bezieht oder für das Gelabere seines Halters hält.

Bei zwei oder mehr Hunden halte ich die Methodik auch für sehr zweifelhaft. Ich glaube nicht dass sich wirklich nur der von mir gemeinte Hund, dem ich ein lautes und nicht zu irgnorierendes "lass das" hinknalle, angesprochen fühlt.

Bei meinen Kindern habe ich auch immer erst den Namen gesagt damit die wussten wen ich denn nun meine.

Da fällt mir übrigens eine nette Geschichte ein.

Ich musste eine Woche im Kindergarten meines Sohnes aushelfen weil dort mehrere Betreuer krank geworden waren und der Kindergarten sonst für ein paar Tage hätte geschlossen werden müssen. Also sind wir Eltern entsprechend eingesprungen. Ich beaufsichtigte zusammen mit einer Erzieherin eine Gruppe von 15-20 Kindern.

Ein paar saßen am Tisch und waren am puzzeln, ein paar waren in der Puppenecke andere auf dem Bauteppich. Eine Gruppe saß am Tisch und war am basteln. Ich sah aus dem Augenwinkel dass ein kleiner Junge (dessen Namen ist ja nun nicht kannte) mit seiner Tischnachbarin Streit bekommen hatte und im Begriff war dieser die Schere ins Gesicht zu rammen.

In Ermangelung eines Namens schrie ich "lass das!". Der Junge stockte und legte die Schere weg. In der Puppenecke hatten 2 Mädels ihre Puppen fallen lassen und weinten, der Turm auf dem Bauteppich war eingestürzt weil die Jungs sich so erschreckt hatten. Die Kinder am Tisch starrten mich an und es kullerten einige Tränen.

Im Kindergarten wurden die Kinder immer mit Namen angesprochen egal ob eine positive oder negative Ansprache folgte.

Man stelle sich mal den Arbeitgeber vor der wutentbrannt ins Großraumbüro stürmt und schreit: "Mir reicht es jetzt ein für alle mal, Sie können sich ihre Papiere abholen, Sie sind entlassen". Ob dann wohl genau der "Angesprochene", von den 80 Mitarbeitern, die jetzt mit zu Berge stehenden Haare und offen stehenden Mund ihren Chef anschauen, weiß dass er gemeint ist. Kann sein .... aber mindestens 79 andere wissen nicht ob sie nicht vielleicht doch gemeint sind.

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Ich denke zum Thema "Name + positive Belegung" wurde nun alles gesagt. Manche werden es verstanden haben, manche nicht, dritte dürfen anderer Meinung sein.

Zum Disput zwischen Marcolino und Norwich würde ich noch anmerken wollen: Fer Name des Hundes ist ein Signal, auf dessen Laut der Hund mit Aufmerksamkeit mir gegenüber reagieren soll. Da ist Respekt und Vertrauen hilfreich, sogar grundlegend. Aber nicht ausreichend!

Neeroa: Daher sind negative Folgen nach der Nennung des Namens kontraproduktiv. Das bedeutet nicht, wie ich schon schrieb, dass Dein Hund gleich zum Meideverhalten neigen wird, weil Du es ab und an mit Abbruchsignalen kombinierst. Du gewinnst aber einfach nichts dadurch (bis auf extem seltenen Fälle, wie den von Blindmann beschriebenen, wo der Name u.U. nötig sein könnte).

Bei der Arbeit mit meinen Kunden stelle ich diesen gerne die folgende Frage: "Du siehst ein Kind und einen Hund vor einem Geschäft stehen. Beide warten auf den Erwachsenen. Ich nenne Dir nun den Namen des Kindes und des Hundes, damit Du schneller Zugang bei beiden gewinnen kannst."

Hilft die Kenntnis des Namens tatsächlich dabei? Beim Kind und Hund?

Denkt mal darüber nach.

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Sorry, Deine Frage, die Du an Deinen Kunden stellst, verstehe ich nicht?

Was willst Du denn damit erfragen?

Ob mir das Kind eher vertraut, wenn ich es mit Namen anspreche?

Ja, aber ein Hund ist kein Kind.

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MaramitJule "Ob mir das Kind eher vertraut, wenn ich es mit Namen anspreche? Ja, aber ein Hund ist kein Kind."

Und das heißt? Dein Ja bezog sich also auf das Kind? Und wie hilfreich ist es im Umgang mit dem Hund? Ich vermute Du möchtest darauf hinaus, dass ein Hund anders Vertrauen aufbaut als ein Kind? Aber... hilft mir die Kentniss seines Namens dabei, zumindest ein wenig Vertrautheit herzustellen?

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Sorry, ich verstehe Dich gerade nicht?

Was willst Du mich fragen?

Meine eigene Hündin freut sich über jeden, der sie anspricht, wenn man sie mit Namen anspricht, ist sie hin und weg.

Nera dagegen ist generell erst einmal mißtrauisch, wenn man sie mit Namen anspricht, schaut sie erst einmal nur.

Vertrauen fasst sie, wenn man sie erst einmal nicht beachtet und sie kommen lässt.

Sie kennt ihren Namen noch nicht so gut.

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Vertrauen ist eigentlich auch kein gut gewähltes Wort. Sagen wir eher Zugang, ein Stückchen überraschender Vertrautheit. Für Vertrauen braucht es ja sowohl beim Kind als auch beim Menschen einiges mehr.

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Originalbeitrag

Ich denke zum Thema "Name + positive Belegung" wurde nun alles gesagt. Manche werden es verstanden haben, manche nicht, dritte dürfen anderer Meinung sein.

...... :D

Originalbeitrag

Bei der Arbeit mit meinen Kunden stelle ich diesen gerne die folgende Frage: "Du siehst ein Kind und einen Hund vor einem Geschäft stehen. Beide warten auf den Erwachsenen. Ich nenne Dir nun den Namen des Kindes und des Hundes, damit Du schneller Zugang bei beiden gewinnen kannst."

Hilft die Kenntnis des Namens tatsächlich dabei? Beim Kind und Hund?

Denkt mal darüber nach.

Worauf willst du hinaus?

Da ist ein fremdes Kind und ein fremder Hund, zu beiden brauche ich keinen Zugang. In der Hundeerziehung ist es so, dass der Halter mit dem Hund agieren soll, da sollte der Zugang zum Hund ja wohl schon gegeben sein. Es geht nicht darum ob ein Fremder mit Aussprache des Namens die Aufmerksamkeit meines Hundes bekommt, denn ein Fremder hat meinen Hund auch keine Kommandos oder Abbruchsignale zu geben! (auch kein Hundetrainer)

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Der springende Punkt ist: Speziell die unerfahrenen Ersthundehalter aber auch manche, die einen Hund schon lange haben, meinen "ja klar, ein wenig hilft der Name des Hundes auf jeden Fall, denn schließlich kenne ich diesen dann ja". Ganz abgesehen davon, dass ein Hund jeden Fremden ganz anders registriert und beurteilt als ein Mensch/Kind, geht es mir darum, dass der Name des Hundes nichts anderes ist als ein (persönliches) Kommando. Es ist so ähnlich hilfreich, dieses zu kennen wie ein "Sitz" oder "Platz". Denn wir WISSEN, dass es der NAME des Hundes ist. Der Hund aber nicht. Der Name ist lediglich im Zusammenhang mit ihm konditioniert.

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Hmm ich versteh es immer noch nicht. Stehe ich auf der Leitung?

Es geht um Hundeerziehung. Ich agiere mit meinem Hund. Klar hilft mir der Name dabei die Aufmerksamkeit meines Hundes zu bekommen. Wenn du den Namen meines Hundes aussprichst wird mein Hund sich (wahrscheinlich) nicht rühren. Auch nicht wenn du "Sitz", "Platz" oder sonst ein Kommando gibst. (da ganz sicher nicht)

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aber mindestens 79 andere wissen nicht ob sie nicht vielleicht doch gemeint sind.

Schöne Beispiele. Aber wir können hier Menschen und Hunde nicht vergleichen. Läuft darauf hinaus, was ich gerade gepostet habe: Der Mensch weiß, dass es sein Name ist. Für den Hund ist es nur ein persönliches Kommando. Und ich belege es mit einer Bedeutung, je nachdem wie und wann ich es benutze.

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