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Hundeforum Der Hund
silsev

Erster Hund: Welche Kompromisse eingehen?

Empfohlene Beiträge

(bearbeitet)

Hallo liebe polar-chat Community,

ich schreibe gleich meinen ersten Beitrag hier, weil mich ein paar Draufsichten interessieren würden. Wir, meine Freundin und vor allem ich, wollen zum Herbst einen Hund anschaffen.

Ich studiere und habe einen Nebenjob von zuhause aus. Es besteht die Möglichkeit, den Hund, wenn nicht anders möglich, auch in die Uni mitzunehmen. Zu den Praktika besteht vielleicht vereinzelt die Möglichkeit, den Hund mitzunehmen, wenn er erzogen ist (studiere Agrarwissenschaften und mache dementsprechend Praktika in den jeweiligen Bereichen).

Meine Freundin ist berufstätig in einem Familienunternehmen und könnte den Hund mit ins Büro nehmen, wenn sie nicht von zuhause aus arbeitet. Ab und an besuchen wir gemeinsam für die Arbeit diverse Messen bzw. müsste ich dann schauen, ob ich weiterhin da mitginge. Ich wäre vorrangig derjenige, der sich mit dem Hund beschäftigen und ihn auslasten würde.

Für mich steht zudem fest, dass ich bald den Jagdschein machen möchte. Das legt für mich nahe, dass ich mich lieber bei Jagdhunderassen umschaue. Da ich daran denke, den Hund auch mal mit öffentlichen Verkehrsmitteln mitzunehmen, wäre für mich ein kleinerer Hund von Vorteil. Also Teckel oder Terrier oder was anderes kleineres (was so in Richtung "Allrounder" und weniger Spezialist geht), vornehmlich einen älteren, weil ich einfach gerne frühzeitig mich mit dem Lebewesen Hund auseinander setzen will, ehe ich dann mal vielleicht selber einen Jagdhund ab Welpenalter ausbilden kann.

Meine Freundin hingegen will lieber einen größeren Hund, mit dem sie sich beschützt fühlt, ab und an joggen gehen kann.

Außerdem will sie lieber einen Welpen, weil sie schon recht schlechte Erfahrungen mit dem Hund ihrer Schwester gemacht hat, der aus dem Tierheim stammt und ziemlich viele Baustellen mitgebracht hat (bei jedem Geräusch kläffen, an der Leine zerren, hört nicht auf den Namen usw).

Ihr schweben da schwarzer Labrador und Schäferhund vor, was für mich jetzt nicht sooo die spannenden Hunderassen sind... andererseits hab ich schon oft gehört, dass zB. viele Vorstehhunderassen, die mir da schon viel besser gefielen, nichts für Anfänger sind.

Ich könnte mich auch für andere Rassen begeistern, besonders für Dobermann, Schnauzer, Pudel (gefällt ihr nicht), aber das sollen fast alles auch keine so besonders einfachen Rassen sein. Ich hatte bisher noch keinen Hund und bedingt durch einige bissige Vorfälle auch bis vor einiger Zeit etwas Angst vor großen Hunden (ich weiß, das ist denkbar ungünstig, aber nunmal Fakt, an dem ich arbeite).

Altjäger empfehlen, lieber erst den Jagdschein zu machen und Erfahrungen sammeln um dann den Hund irgendwann mal entsprechend dem vorhandenen Revier auszusuchen. Aber der Hund soll ja primär erstmal Familienhund sein, der dann auch mit Longieren, Clickern, "Zughund" (also mit Gespann am Fahrrad/Inliner) sein ausgelastet werden würde, wenn es ein großer Hund werden würde...

Also frage ich bewusst mal Hundehalter, die Nicht-Jäger sind: Was ist da eure Ansicht, wie würdet ihr versuchen, Kompromisse zwischen den unterschiedlichen Ansprüchen zu finden? Welche Rassen fallen euch zu den genannten Bedingungen ein?

Danke und freundlicher Gruß

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Der Pudel ist da ja eigentlich schon perfekt, nur weiß ich nicht wie es da mit Jagdlinien (?) aussieht.

Ansonsten, wenn du die Unterstützung hast und dich gut informierst, könntest du dir ja mal den Kleinen Münsterländer anschauen.

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Ich denke, dass die meisten Jagdhunde geeignet sein könnten und auch im Tierschutz gibt es da tolle Exemplare.

Guck doch mal hier: www.krambambulli,de und www.jagdgefaehrten.de.

Da gibt es einige Erfahrungsberichte, gute Rassebeschreibungen und die können einem bei der Auswahl auch behilflich sein. Viele von den "gebrauchten" Jagdhunden werden auch jagdlich geführt.

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Der Trend geht ja zu eh zu Zwei Hunden ;)

Ansonsten - warum nicht der Labrador Retriever ?

Retriever gehören eigtl auch zu den Jagdhunden- was besseres zum "abgeschossenes Wild suchen" geht ja fast gar nich ;).... .

Vielleicht solltest du dir dann auch mal Gedanken daürber machen wie du selbst jagen gehen willst .

ein Dackel ist da ja schon etwas spezieller-der ward mal gezüchtet zum in den Bau gehen...

Soll der Hund stöbern, treiben oder reicht dir, wenn er es findet oder bringt ??

Als Grössenkompromiss vll einer von den Spanieln?

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Hi,

Meine Freundin hingegen will lieber einen größeren Hund, mit dem sie sich beschützt fühlt, ab und an joggen gehen kann.

Nun, meine Nase, ein etwa Knie-hoher Terriermix, der echt wuschelig niedlich aussieht und mit seinen Knopfaugen freundlich in die Welt schaut ..... hört schlagartig auf, niedlich auszusehen, wenn er seine Lefzen hochzieht und knurrt oder bellt. Spontane Ideen eines A....loches, mich beim Joggen irgendwie zu belästigen, verpuffen sofort.

Wirklich unglaublich, wie sich ein nettes Hundegesicht in ein "Ungeheuer" verwandeln kann.

Also braucht es keinen großen Hund, damit man sich sicher fühlt. Natürlich ist ein 3 kg Hundchen nun auch knurrend nicht so beängstigend, aber ab so 15 kg, die an einer knurrenden Schnauze hängen, ist man vor Übergriffen recht sicher.

Gruß

P.S. Hast du denn die Zeit neben Studium und so eine Jagdhundeausbildung zu stemmen. Braucht man da nicht vorher den Jagdschein, und der soll ja auch kein Sparziergang sein.

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Mir würde spontan der kleine Münsterländer einfallen.

Allerdings sind die schon anspruchsvoll und triebig.

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Originalbeitrag

Ihr schweben da schwarzer Labrador und Schäferhund vor, was für mich jetzt nicht sooo die spannenden Hunderassen sind... andererseits hab ich schon oft gehört, dass zB. viele Vorstehhunderassen, die mir da schon viel besser gefielen, nichts für Anfänger sind.

Warum nicht? Das sind in der Regel sehr freundliche und menschenbezogene Rassen, die eben Jagdtrieb mitbringen. Manche sehr viel, andere viel, ein paar mäßig, einige gar keinen (oder keinen nennenswerten).

Mein erster Hund war eine English-Setter-Dame, allerdings schon 10jährig. Dann kam ein Münsterländermix (GM) hinzu, danach ein Spinone-Mix. Bis dahin alle ohne Jagdtrieb, aber eben alle schon älter.

Zur Zeit habe ich einen Jagdhund-Mix, bei dem ich keine Rasse identifizieren kann, die aber trotz ihres Alters ordentlich Jagdtrieb mitbringt sowie einen Griffon-Nivernais-Mix "mit ohne" Jagdtrieb.

Aber was ich eigentlich die ganze Zeit sagen will: Alle fünf sind im Tierheim aufgewachsen und durch die Bank nette, freundliche und unkomplizierte Hunde. Ehrlich - mit einem älteren Jagdhund aus dem Tierheim kannst du gar nicht so wahnsinnig viel falsch machen, was den Charakter angeht.

Der Jagdtrieb ist für viele ein Problem, aber das scheint dir ja eher entgegenzukommen. Nervig ist es eben nur, wenn ein Hund unkontrolliert jagt.

Schwieriger ist es vermutlich, mit deiner Freundin auf einen Nenner zu kommen. Wenn ihr einen Vorsteher oder einen Laufhund nehmt, dann muss sie den wahrscheinlich eher beschützen. Obwohl - das muss auch nicht immer so sein. Und ein Hund wirkt ja schon dadurch abschreckend, dass er Zähne hat.

Schau doch bei diesen beiden Vereinen nochmal:

http://www.hundepfoten-in-not.de/Zuhausegesucht.html

http://www.adoptiere.eu/

Oder in "meinem" Tierheim:

http://www.aidar.it/amici-bau

Ich könnte dir zwei Dutzend tolle Jagdhunde vorstellen, aber das spare ich mir erstmal. Wenn du nicht fündig wirst, dann kann ich gerne nochmal schauen.

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Hi,

war gerade auf adopTiere:

Rasse: Deutsch Drahthaar

Geb. 2011

Größe ca. 60 cm

Charakter: Hochintelligente, arbeitsfreudige Jagdhündin mit guter Nase, aktiv und sehr bewegungsfreudig, lernwillig, neugierig, ausgesprochen menschenbezogen und verschmust, mit allen anderen Hunden bestens verträglich, nicht zu Kleintieren und nur bedingt zu kleinen Kindern.

Wär das nicht eine Nase, die alle Kriterien erfüllt?

Gruß

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Du meinst Miranda: http://www.adoptiere.eu/hunde_13/miranda201305.htm

Die ist toll, aber die will wirklich jagen gehen. Wenn du einen Jagdschein machen willst und das wirklich dein Traum ist, könnte ich es mir auch gut vorstellen. Aber es gibt sicher einfachere Exemplare.

Aber dazu kann Vreni dir bestimmt noch einiges sagen. :)

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Zu deiner Angst vor großen Hunden: Glaub mir, das wird sich sobald du erstmal einen Hund hast bestimmt ändern. Meine Mutter hatte ihr Leben lang Angst vor Hunden und heute liebt sie alle, egal ob groß oder klein. Selbst Hundewiesen/Hundeschule usw sind kein Problem mehr für sie.

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