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Hundeforum Der Hund
Susi und Balou

Spinnen- und Insektenphobie

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Hallo!

Ich spreche mal ein (für mich) sehr leidiges Thema an.

Ich weiß, es gibt schon ein ähnliches Thema.. aber das hatte eigentlich einen anderen Ausgangspunkt und letzendlich wurde "nur noch so" darin geschrieben.

Ich hole mal kurz aus:

Als Kleinkind bis zum Schulalter bin ich der Meinung nie Probleme mit Insekten gehabt zu haben.

Im Gegenteil, habe die als Kind fangen wollen (gibt ja für Kinder solch Insektenerkundungsdinger - einige wissen vielleicht was ich meine, mit Kescher, Lupe und sowas.. :Oo ).

Sie durften über meine Hände/Arme krabbeln usw.

Irgendwann fing ich an (ich weiß aber nicht mehr wann, war auch im Schulalter) denke so mit ca. 10 Jahren eine gewisse Angst vor Spinnen zu entwickeln.

Leider weiß ich auch nicht wieso.. ich weiß nur, dass diese Angst am Anfang (im Verhältnis zu heute) nicht so extrem war.

Da ich zwei ältere Brüder habe und die sich damals daraus natürlich diverse Scherze erlaubten (auslachen, mit Spinnen hinterher rennen - ob lebend oder tot... :wall: ) wurde die Angst zunehmend schlimmer.

Es betraf aber hauptsächlich Spinnen..

Mittlerweile bin ich 27 und habe richtige Angstzustände wenn ich in meiner Nähe eine Spinne sehe.. egal welcher Größe oder welches Aussehen.

Es ging sogar mal soweit, dass meine Mam mir schon eine klatschen wollte weil sie dachte ich bleibe ihr weg vor Panik.

Situation war folgende: In meinem Zimmer damals krabbelte eine große schwarzbraune Hausspinne direkt vor meinem PC Schreibtisch die Wand hoch, ich rannte schreiend und weinend in meinen Flur... meine Mam kam hpch und wollte wissen was los ist und tötete sie letzendlich.

Nur einen Tag später genau dasselbe.. an gleicher Stelle.. wieder rannte ich schreiend und weinend auf den Flur.. war am ganzen Körper am zittern.. meine Mam redete mit mir.. habe es aber nicht wirklich registriert und starte nur wie gestört durch die Gegend.. erst als sie mich kurz an den Schultern "schüttelte" habe ich wieder richtig reagiert.. :(

Auch haben meine Brüder noch lange Scherze und Ärgerreien mit Spinnen gemacht..

So auch vor ca. 3 Jahren als sich mein Bruder einen Scherz erlauben wollte und hinter mir die Kellertür bei meiner Mam im Haus zumachte, abschloss und von draußen erzählte "uuuh pass auf die ganzen großen, bösen Spinnen kommen jetzt" - ich habe geheuelt, geschrien und gegen die Tür gedonnert... das war das erste Mal, dass mein Bruder mich für Voll nahm.. mich raus lies und sich bei mir entschuldigte - er fand es einfach immer nur lustig seine kleine Schwester aufzuziehen..

Wie dem auch sei.. es wird nicht besser.. im Gegenteil..

In den letzten Jahren habe ich gemerkt, dass sich das zunehmend auf diverse Insektenarten ausbreitet.

So habe ich damals (wenn auch mit Spinnen) kein Problem mit Käfern, Grashüpfern oder was auch immer gehabt.

Mittlerweile stelle ich mich auch da an.. wenn sie draußen irgendwo entfernt sitzen oder vorbeifliegen habe ich damit kein Problem, sind auch schön anzusehen - keine Frage (zumindest Schmetterlinge :D )

Aber sobald sie mit mir in einem Raum sind oder mich berühren ist vorbei, besonders bei Käfern oder sowas - da bekomme ich schon fast Panik..

Anders bei Hummeln, Bienen, Wespen - verrückt ich weiß..

Da bin ich die Ruhe selbst, finde diese Tiere faszinierend.. wunderschön, rette ihnen sogar das Leben wenn die sich in meine Wohnung verirren.

Bei allem anderen bekomme ich in der Wohnung eine höllen Panik.. vor allem wenn die dann auch noch fliegen Können, wie z.B. ne Schnake (oder auch Schuster).. das sind für mich fliegende Spinnen und die fliegen mich grundsätzlich IMMER an.. als ob die meine Angst und Panik riechen würden :motz::motz:

Ich betrete das Zimmer nicht mehr usw.. das schlimme ist.. ich trau mich auch nicht mal die zu töten.

Auch suche ich nur noch panisch die Wände und Fußböden ab.. habe permanent das Gefühl an meinem Körper tümmeln sich Insekten.. schüttel mich und bekomme wieder panik..

Auch wenn jemand anderes die für mich tötet.. ich schließe mich selbst vor dieser Person weg, einfach aus Angst ich werde mit dem toten Tier geärgert oder beworfen..

Selbst vor meinem Freund dem ich sehr vertraue.. das hat mich selbst so erschrocken und mir selbst so weh getan, dass ich nun darüber nachdenke etwas dagegen zu unternehmen.

Oh gott.. ich nerve hier mit so einem langen Text.. wollte das alles auch gar nicht so ausführlich (be)schreiben :o

Ursprünglich ( :Oo ) wollte ich nur fragen wer schon einmal (bestenfalls erfolgreich) an einer Therapie teilgenommen hat?

Wo kann man sich genau darüber erkundigen bzw. wo kann man sich professionell Hilfe holen - wer ist da vor Ort der Ansprechpartner?

Weiß jemand ob sowas von der Krankenkasse übernommen wird oder ob man das selbst zahlt?

Es schränkt mich wirklich sehr ein.. und ich habe langsam (endlich!) keine Lust mehr darauf jeden Tag mit dieser Angst zu leben..

Auch wenn ich noch nicht weiß ob ich eine Therapie schaffen würde.. davon gehe ich momentan prinzipiell erstmal nicht aus.. aber ich denke dass ist bei fast alles so die an sowas denken?!..

Ich weiß auch, dass ich wahrscheinlich nie die Angst verlieren werde.. aber ich wäre schon glücklich und dankbar darüber wenn sie etwas abschwächt und ich nicht mehr in Panikattacken verfalle :(

Danke für die Geduld diesen Text zu lesen..

ist immerhin kein Thema für Jedermann.. und sicherlich auch kein Verständnis für solche Phobien von Jedermann.

:winken:

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Bei mir ist es genau anders rum, vor dem was du beschreibst habe ich nicht wirklich Angst, bei mir sind es die Bienen, Wespen und Hummeln.

Ja und ich habe genau so Panik wie du obwohl es dieses Jahr mal ein bisschen besser zu sein scheint, warum auch immer.

Ich kenne dieses Gefühl der absoluten Panik sehr, sehr gut und kann dich sehr gut verstehen.

Leider habe ich bis heute auch noch niemanden gefunden, der mir helfen kann.

Ich werde hier aber interessiert mit lesen.

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Phobien die dich in deinem normalen Leben massiv einschränken übernehmen in der Regel die Krankenkassen.

Am besten einfach mal bei deiner zuständigen Krankenkasse anrufen und nachfragen, wie du am besten vorgehen kannst, heißt wo du dich hinwenden kannst.

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Wenn dich das so einschränkt dann lass dir helfen, sprich mit deinem Arzt und frag was es für Therapein gibt

Eine gut Bekannte hatte das bei Hunden, sie sprang in einem Restaurant auf den Tisch als ein Hund kam, ein normales Leben mit Urlaub und allem drum und dran war nicht möglich

Letzte Woche war ich mit Kyra bei ihr im Garten, Kyra war an der Leine und der Tisch war dazwischen aber es ging ihr gut

Lg Birgit

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Kann Dich gut verstehen, leide auch seit meiner Kindheit an einer Spinnenphobie. Bei mir sind es die dicken schwarzen Hausspinnen, die mich in einen Schockzustand verfallen lassen. Meine Eltern, speziell mein Vater, kann davon ein Lied singen - wie oft mußte er schon eine Spinne aus meinem Zimmer entfernen.

Im Laufe der Jahre habe ich daran gearbeitet, Schritt für Schritt. Mittlerweile habe ich schon 2 erwachsene Söhne, von denen einer die Phobie übernommen hat, der andere nicht. Jetzt im September kommt wieder die Spinnezeit und ich versuche wirklich erst mal ruhig zu atmen beim Anblick der Viecher und - falls niemand da ist der die Spinne entfernen kann - selbst zum Staubsauger zu greifen - nicht einfach wenn man phobisch reagiert. So lang kann kein Staubsaugerrohr der Welt sein.

Ich habe 2 täuschend echte Plastikspinnen in meinem Büro stehen, zur Desensibilisierung. Leider zeigt sich dann beim Anblick einer echten Spinne der Unterschied. Plastik ist halt Plastik.

Gestern hatte ich ein kleines Erfolgserlebnis. Wir waren bei meinen Eltern zu Besuch und im Wintergarten krabbelte ein großes Exemplar an der Decke mit Tendenz sich abzuseilen. Mein phobischer Sohn und seine noch phobischere Freundin kreischten schon, mein nicht phobischer Sohn saß grinsend daneben. Ich habe mir den Staubsauger meiner Mutter gekrallt und locker-luftig (hat mich viel Kraft gekostet) die Spinne von der Decke gesaugt, die war mächtig groß. Innerlich hatte ich schon Schiss, sie würde mir auf den Kopf fallen. Allgemeiner Applaus hinsichtlich meines Einsatzes, schließlich weiß jeder dass ich panische Angst vor den Viechern habe.

Wie gesagt, ich arbeite daran. Vergangenen Herbst saß eine im Keller auf der Gefriertruhe, große schwarze Spinne auf weißem Untergrund. Ich habe mich davor gestellt und sie mir genau angesehen - obwohl sich die Nackenhaare gesträubt haben. Sie sind hässlich und wenn sie sich in Bewegung setzen dann kriege ich voll Panik. Aber ich versuche mich zusammen zu reissen. Mittelgroße Hausspinnen (so Teenager-Alter) kann ich mittlerweile auch in eine Glas setzen und raustragen. Das wäre vor Jahren noch undenkbar gewesen.

Eine Therapie hatte ich auch schon mal im Visier, es dann aber wieder sein gelassen. Ist mir zu viel Aufwand für die paar Spinnen die mir im Jahr begegnen. Allerdings überlege ich mit meinem phobischen Sohn zusammen mir eine Vogelspinne anzuschaffen. Ich glaube das ist die beste Therapie.

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Spinnenphobie...wie ich das kenne. Ich bin dagegen mit Fotografieren angegangen. Klingt verrückt, ist es vielleicht auch, aber es wirkt :D

Ich habe schon zig verschiedenen Spinnen fotografiert und da ich kein Super-Objektiv besitze, muss ich ziemlich nah rangehen. Mittlerweile schocken mich nur noch die ganz fetten Spinnen. Da schaffe ich es noch nicht, mich ihnen zu nähern, zumal dann noch mein Verstand aussetzt :Oo

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(bearbeitet)

Zur desensibiliesung hier das Bild einer Spinne, Nachts auf schwarzer Wand ;)

Angst vor irgentwas ist übrigens auch Kulturabhängig, Fobien bei Uns unterscheiden sich oft von denen in fremden Kulturkreisen, ja deren Fobien kommen bei uns gar nicht vor.

;)

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