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polar-chat.de  Der Hund
Diaz

Diaz - sein Weg zum Glück

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(bearbeitet)

EDIT: Ich wollte eigentlich in die Plauderecke :wall: kann es bitte einer verschieben? :(

Hallo ihr Lieben,

bei uns ist es still geworden in letzter Zeit wie ihr vielleicht mitbekommen habt.

Wir sind mit Diaz in ein tiefes, ganz tiefes Loch gefallen. Es ging nichts mehr, Gassigänge konnten wir so gut wie vergessen, die kleinen Pipi Runden vor die Haustüre wurden nur noch extrem schnell und unter extremem Stress gemacht.

Wie viele ja wissen haben wir Diaz mit 8 Wochen aus dem Zwinger bekommen, er kannte nichts, was sonst noch war wissen wir nicht, ich vermute mittlerweile das er auch geschlagen wurde weil er bei manchen Handbewegungen ihm gegenüber sich sehr schnell duckt und zusammenzuckt.

Nun gut, wir waren mit ihm an einem Punkt wo er frei gelaufen ist und wirklich super hörte, zu 98% klappte alles problemlos und wir waren so stolz! So stolz das aus unserem kleinen Angsthasen endlich ein "normaler" Hund geworden ist.

Leider war dem dann doch nicht so und seit er uns einmal entwicht ist (er lief frei und auf einmal raste er meterweit in den Wald rein, war immer in einem Umkreis von 10-20 m von uns, aber kam nicht an uns ran bzw ließ uns an ihn ran, nach 3 Stunden auf und ab haben wir ihn mit Hilfe, Mühe und Not ins Auto bekommen) läuft alles nur noch bergab. Dieser Hund ist vollkommen neben sich, reagiert null. Wie gesagt, Spaziergänge waren für ihn und auch für uns nur noch purer Stress!

Aber gut. Was sollten wir jetzt tun, das hilflose Hundetier kann ja nichts dafür. Da ich ja, wie manch einer vielleicht auch mitbekommen hat, mein Abi grade gemacht habe, war das erstmal wichtiger um ehrlich zu sein. Konzentrierte mich also in erster Linie erstmal darauf ein gutes Abi zu machen (was auch geklappt hat)!

Im Hintergrund aber immer Diaz. Was sollen wir jetzt machen war immer wieder die Frage, er ist so ein toller Hund aber ein "normales" Leben war nicht mehr möglich mit ihm. Es ging nicht mehr. Wir waren am Ende unserer Kräfte.

Trotz allem, es stand nie zur Frage ihn abzugeben oder sonstiges. Niemals!

Also habe ich mich nun endlich an eine mir vor ein paar Wochen empfohlene Hundepsychologin/Verhaltenstherapeutin gewendet. Nach einer 45 minütigen Gespräch wurden wir direkt am selben Tag noch zu ihr eingeladen. 3 Stunden waren wir dort. Sie fragte uns tausende Dinge die noch nie jemand von mir wissen wollte und wir hatten direkt einen guten Draht zueinander (was mir seeeeeeehr wichtig war!). Nach vielem Gerede und einem Rundgang draussen, wo wir dann gleich eine Hausaufgabe für die Woche bekamen stand dann fest das wir mit ihr jetzt intensiv arbeiten werden.

Am Ende fragte ich sie, ob sie mir ganz ehrlich und offen sagen kann ob aus ihm ein "normaler" Hund werden kann, ohne Panik, ob ich meinen Traum vom Fahrradfahren mit einem freilaufenden Hund jemals erfüllen kann und was mir bis heute ein Lächeln ins Gesicht treibt war ihre Antwort "Ja, natürlich!". Ihr könnt euch nicht vorstellen wie verdammt glücklich ich war und es immer noch bin.

Sie sagte auch das Diaz von seinen Anlagen und seinem Charakter her ein perfekter Hund ist, seine Angst steht ihm nur immer im Weg - bis jetzt!

Seit Mittwoch arbeiten wir also nun an der ersten Hausaufgabe, die Aufmerksamkeit vom Diaz beim Fuß gehen. Es wird einige Wochen bzw Monate dauern. Aber wir sind endlich auf dem richtigen Weg. Diaz zieht mittlerweile eigentlich garnicht mehr, nach nur 3 Tagen, er ist einfach so unheimlich intelligent! Selbst wenn ein Fahrrad kommt, er guckt dann zwar hin und lässt sich leicht ablenken aber ich schaffe es schon jetzt in solchen Momenten seine Aufmerksamkeit zu bekommen und ihn so aus seiner Panik rauszuholen.

Ich habe neuen Mut geschöpft und wir trainieren fleißig. Uns wurden 2x am Tag 15min verodnet, wir üben aber bei den Temperaturen lieber 3-4mal 5 Minuten. Mal draussen, mal drinnen, mal im Hausflur.

Ich bin so glücklich das wir endlich unseren Weg gefunden haben. Er ist schon jetzt anders. Er ist extrem auf mich fixiert, wenn ich nachhause komme ist er nur noch bei mir, schläft bei mir und alles. Wenn ich weggehe draussen kommt er mir hinterher. Das tut gut, es tut so gut zu sehen das er schon jetzt "anders" ist.

Ich hoffe ich bzw wir bekommen es jetzt endlich hin mit ihm, aber ich gehe davon aus.

In einem anderen Forum habe ich unter dem gleichen Namen eine Art Tagebuch eröffnet, wenn auch hier Interesse besteht würde ich es auch mit euch gerne teilen, unsere Fortschritte und wahrscheinlich ab und zu auch Rückschläge, gehört nunmal auch dazu.

Sorry für den langen Text, aber da ihr mich bzw uns jetzt schon lange begleitet wollte ich auch euch Teil daran haben lassen. Und sorry nochmal das ich eher weniger aktiv war und euch nicht früher informiert habe, aber wir waren wirklich total verzweifelt :(

Jetzt gehts bergauf und ich freue mich tierisch darauf mit Diaz endlich wieder arbeiten zu können! Dies ging nicht in letzter Zeit da er garnicht mehr ansprechbar war. Die Trainerin hat uns allerdings jetzt auf den richtigen Weg geführt.

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Dana,

ich wünsche dir und Diaz, dass ihr jetzt auf dem richtigen Weg seid und mit der Hundepsychologin die optimale Begleitung gefunden habt!

Du bist ja nun sehr positiv gestimmt und ich denke, das ist ein ganz wichtiger Aspekt, um jetzt schrittchenweise zum Erfolg zu kommen. :kuss:

Mich interessiert euer Weg auch weiterhin :)

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:o :o :o

Bitte, bitte liebe Mods - schiebt das Thema in die Plauderecke!!!

Bei DEM Titel unter der Rubrik Regenbogenbrücke (in der dieser Thread ja irrtümlich gelandet ist) - habe ich gerade eine HERZATTACKE BEKOMMEN !!!!

Es freut mich sehr, dass ihr jetzt euren Weg gefunden habt und drücke die Daumen für die weitere Zukunft :kuss:

Edit: Der Einleitungssatz, dass es in letzter Zeit so still um euch gewesen wäre ... hat das Seinige zu einem Herzanfall beigetragen - nenene, wat 'ne Freudsche Fehlleistung ...

*schweißvonderStirnwischundendlichwiedergrins*

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Ich finde es grade auch echt doof, irgendwie bin ich verrutscht, es sieht nicht so nett aus auf den ersten Blick :/ Versuche sonst mal einen anzuschreiben per PN!

Aber danke schonmal an euch :kuss:

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Heiliger Bimbam, mein armes armes Herz. Ich habe auf der Übersichtsseite schon 3 mal nachgelesen, dann dieser Anfang vom Text...

Viel Glück euch, ihr werdet das schon packen, aber mach sowas nie wieder mit meinem armen kleinen Herz!

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Ich habe es ja nicht extra gemacht :( Das passiert bei mir total oft, hab manchmal das Gefühl die vertauschen sich hier irgendwie...

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Hallo Dana, mir geht es genauso wie Gabi. Ich wünsche euch ganz ganz viel Glück und vor allem Erfolg, dass ihr es schafft, aus Diaz einen "anderen" Hund zu machen, ihr viel mit ihm üben könnt und dass er allmählich seine Angst verliert!!! :D

Wie super, dass ihr jetzt eine Hundepsychologin gefunden habt, die euch hilft und euch unterstützt!!! :kuss:

Aber hier in der Regenbogenbrücke habe ich echt gerade einen Herzkasper bekommen. Und die Überschrift "sein Weg zum Glück" hätte ja auch hier passen können. :redface

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wow, das klingt wirklich toll. Ich würde mich auch freuen euren Werdegang weiterverfolgen zu können :)

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Ich bin gespannt wie es weiterhin läuft. Du hattest ja schon einige, ähnliche Themen, wenn ich mich nicht täusche.

Arbeitest du auch an seinem Selbstvertrauen, oder nur am Gehorsam und der, angeblichen, Angst?

Eure Übungsmethoden würden mich interessieren. Was genau machst du mit ihm?

Wie ist es mit diesen Zylkene? Was sagt die "Trainerin" dazu?

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Wie gesagt sind wir erst bei der ersten Übung. Dementsprechend kann ich nicht sagen was noch kommt.

Die Trainerin ist auf Angsthunde spezialisiert.

In die Richtung ist dies der erste Thread weil es die erste vernünftige Trainerin ist.

Die angebliche Angst ist nicht angeblich sondern extremst da.

Zylkene fand sie nicht schlecht möchte aber zunächst erneut mit Bachblüten arbeiten.

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